Durch einen pn-Kontakt bin ich wieder an dieses Thema erinnert worden und möchte es gerne zur Diskussion stellen.
Für mich sind die Karten ein Hilfsmittel zum Nachdenken. Außerdem habe ich durch das
Kartenlegen die Möglichkeit mir Tendenzen in meinem Leben bewußt zu machen und mich damit auseinanderzusetzen.
Das Leben verpflichtet uns nach meiner Meinung dazu Entscheidungen zu treffen, für uns selbst und auch für Menschen die wir lieben oder die uns - aus welchen Gründen auch immer - anvertraut sind. Diese Freiheit haben wir und zumindest ich sehe mich nicht als Marionette eines vorgegebenen Schicksals.
Der Teil des Lebens, den wir nicht beeinflussen können ist groß genug. Da möchte ich dieses kleine Stück freier Gestaltungsmöglichkeit nicht einfach aus der Hand geben.
Was ich damit sagen will ist, wenn ich nach einer Wohnung suche, werde ich mich von einem schlechten Kartenbild nicht davon abbringen lassen Anzeigen zu lesen und zu Besichtigen. Ich bin vielleicht nur nicht so enttäuscht wenn es nicht klapp, werde einen evtl. Vertrag besonders genau lesen oder mir die Umgebung einer Wohnung genauer ansehen als ich es sonst tun würde.
Oder ein anderes Beispiel, wenn in meinem Kartenbild ein Verhältnis mit einem verheirateten Mann auftaucht, bin ich nicht gezwungen das auch zu leben. Wenn ich keinen gebundenen Mann haben will werde ich mir Kandidaten eben sehr genau ansehen und dann eben im Zweifelsfall auch die Finger davon lassen.
Natürlich lege ich auch Karten, wenn ich traurig bin oder etwas schief läuft, in der Hoffnung, daß sich eine Verbesserung andeutet. Aber grundsätzlich sehe ich mich immer selber in der Verantwortung.
Ich benutze die Karten also in der Form, daß ich sie zur Gestaltung meines Lebens - so wie ich es leben möchte - benutze und nicht um mich in eine schicksalsgläubige Abhängigkeit zu begeben.
Wie geht ihr mit dem Kartenlegen um? Welche Kriterien legt ihr zugrunde?