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Lenormand Kartenlegen - Allgemein

Der Bereich Lenormand Kartenlegen – Allgemein enthält Informationen zu Legesystemen für Lenormand Karten und Buchempfehlungen zum Lenormand Kartenlegen. Hier kannst Du Dir die Lenormand Karten legen lassen und findest Deutungshilfen.


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Alt 04.02.2011, 08:32   an Argos-unemanzipatorisches Verhalten Beitrag #1 (permalink)
Lady
Erfahrener Benutzer
 
Benutzerbild von Lady
 
Registriert seit: 18.01.2010
Ort: ich bin immer öfter in mir daheim
Beiträge: 2.150
an Argos-unemanzipatorisches Verhalten

Anlass für dieses Thema ist ein Gedankenaustausch zw Argos und mir in diesem Thread-

da ich anne roses Thread nicht für offTopic länger nutzen mag, und ich mir aber dachte, vielleicht denken andere auch so über manche Frage an die Karten , eröffnete ich ein neues Thema:

Zitat:
Zitat von Argos Beitrag anzeigen
Sorry, aber wer Karten fragt, was er tun soll, gibt seine Verantwortung ab. Finde dieses Denken unemanzipatorisch und unreflektiert. Ein "aber das macht man so" finde ich kein Argument. Aber nach Argumenten sucht man ja hier oft vergebens. hier
Karten um Rat fragen bedeutet erstens nicht, dass man ihnen 1:1 folgt,
sie zeigen einen Weg auf den man gehen kann oder auch nicht.

Wenn du alle Probleme deines Lebens nur in Dir löst und für Alternativen in Deinen Handlungen Dir niemals den Rat anderer Menschen einholst --ok dann bist Du sehr autark- wirst aber außer Deine Wege keine anderen lernen.

Auf die Frage wie sollt ich mich verhalten bei Thema x -
kommt ein Tipp der Karten was klug wäre,

wie ein lautes reflektieren.

Entscheidungen nehmen einem die Karten sowieso nicht ab.


Du polterst in einen fremden Thread, kritisierst extrem negativ, knallst Meinungen hin, die Du argumentativ nicht untermauerst,
verlangst von anderen, dass sie Argumente liefern.

Argos, dieses Verhalten irritiert sehr.


Also was möchtest Du?

Was fragst Du die Karten?

Was ist emanzipatorischer Umgang mit den Karten?
Lady ist offline  
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Alt 05.02.2011, 13:45   an Argos-unemanzipatorisches Verhalten Beitrag #2 (permalink)
daslebenistschön
Erfahrener Benutzer
 
Sternzeichen: Fische
Registriert seit: 26.09.2010
Alter: 38
Beiträge: 202
Liebe Lady,

Den Einwurf von Argos kann ich persönlich nicht nachvollziehen. Und ich finde es auch nicht dramatisch wenn man fragen im Sinne von "wie soll ich mich in diesem jenem Fall verhalten" stellt.
Ich seh Argos Beitrag wenig konstruktiv
Lg daslebenistschön
daslebenistschön ist offline  
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Alt 05.02.2011, 14:02   an Argos-unemanzipatorisches Verhalten Beitrag #3 (permalink)
delia
die sonnige
 
Benutzerbild von delia
 
Sternzeichen: Skorpion
Registriert seit: 12.11.2006
Alter: 51
Beiträge: 1.954

hallo meine lieben deuterlinge,

möcht hierzu auch meinen senf abgeben:
ich finde es grundsätzlich absolut in ordnung fragen zu stellen, wie die von anne-rose. warum auch nicht !

je gezielter die fragen sind, umso genauer die antworten. ich schließe mich hier an und denke, gefragt werden kann alles, weil die karten auch auf alles antworten, was aus unserem tiefsten inneren kommt. somit stellen sie für mich eine standleitung zum lieben gott dar, gleich was andere dazu denken oder sich in ihrer eigenen meinung entgegen meiner baden.

frage an argos: welche fragen stellst du denn an deine karten, wenn es um einen rat im umgang mit anderen menschen geht?

für mich hat es den vorteil, dass die karten durchaus etwas antworten, was mir in der fragestellung einfach verborgen war, was ich noch noch nicht einmal vermutet habe, ein erlebnis eine begebenheit, die letztendlich zu meiner fragestellung geführt hat.

also meine lieben, fragt, was das zeug hält, denn nur so lernen wir sinn und unsinn zu unterscheiden ;o)

ganz liebe grüße an euch
eure Delia
delia ist offline  
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Alt 05.02.2011, 20:52   an Argos-unemanzipatorisches Verhalten Beitrag #4 (permalink)
Argos
hat Nahlebenerfahrungen
 
Benutzerbild von Argos
 
Sternzeichen: Krebs
Registriert seit: 10.06.2010
Ort: Aachen
Alter: 33
Beiträge: 2.033
Also, erstmal tuts mir leid, wenn ich im Ton zu harsch war. War nicht meine Absicht und kränken wollte ich auch niemanden. Das Thema als solches finde ich aber ehrlich gesagt ein ernstes und wichtiges und ich bin froh, dass es nicht einfach übergangen wird.

Worum geht es mir?

Zum einen natürlich um die Haltung und den Umgang mit Orakeln. Nur weil Orakel auf Fragen wie "Was soll ich tun?" antworten, ist das keine Bestätigung dafür, dass diese Fragen "unproblematisch" sind! Ich finde solche Fragen tatsächlich unemanzipatorisch und im Rahmen meines Verständnisses von Kartenlegen "unzulässig".

Emanzipation bedeutet Selbstständigkeit, die per se mit Fragen wie "Was soll ich machen?" im Widerspruch stehen. Ich hoffe, darüber müssen wir nicht extra diskutieren, denn ich finde das logisch sonnenklar.

Sich einen Rat von jemanden zu holen, steht nicht im Widersprch zu selbstverantwortlichem Denken und Handeln, denn ein Rat bedeutet meines Erachtens "Was würdest Du an meiner Stelle tun?" Dass solche Fragen natürlich immer nur bedingt greifen, ist klar, denn kein Mensch ist wie der andere. Der eine hat in Situationen des gleichen Typus gelernt, sich abzugrenzen und der andere zu vertrauen. Hier einen Rat blind anzunehmen, geht mit Sicherheit schief. Und meine Erfahrung mit Karten und Orakel ist, dass sie niemals "wollen", dass wir blind sind und bleiben. Im Gegenteil.

"Was soll ich tun?" ist meiner Meinung nach eine viel zu kurz gefasste Frage, denn, sie ergibt einfach keinen Sinn, ohne die Erweiterung: "Im Hinblick auf..." Wenn diese Ergänzung in Fragen fehlt, dann hat man sich einfach gar keine Gedanken darüber gemacht, was einem wichtig ist. Man hat keine Entscheidung getroffen, wo man eigentlich hin möchte, welche Ausrichtung man hat usw.

Bei Problemen in zwischenmenschenlichen Beziehungen kann man Karten selbstverständlich fragen "Worin genau besteht unser Problem und was kann ich meinerseits tun, um es liebevoll aufzulösen?" Man kann aber auch fragen "Worin genau besteht unser Problem und was kann ich tun, um die andere Person das Fürchten zu lehren?"

Jemand, der diesen Zusatz für sich nicht formuliert, weigert sich, mit sich selbst und seinem Leben auseinander zu setzen und möchte gesagt bekommen, was zu "Friede, Freude, Eierkuchen" oder spontanem Glück führt. Wer so denkt, sollte lieber ne Münze werfen, statt etwas so komplexes und tiefgreifendes wie Kartenorakel zu konsultieren.

Dies ist die eine Seite der Geschichte. Die andere: Nahezu jeder Kartenleger kommt früher als er denkt dazu auch anderen die Karten zu legen. Es ist meines Erachtens aus sehr vielen Gründen immens wichtig im Auge zu behalten, dem Ratsuchenden stets die Freiheit der Entscheidung zu erhalten. Wenn ich behaupte, Karten können einem sagen, was man tun soll, dann wird dies sehr schwierig. Erst vor kurzem bin ich mit einer Kartenlegerin hier im Forum aneinander geraten, weil sie meinte, Karten offenbaren den Willen Gottes. Diese Haltung ist eine KATASTROPHE!!! Man schaltet sich als Kartenleger zwischen der absoluten Wahrheit und dem Ratsuchenden, et vola die Abhängigkeitsfalle steht!

(Nebenbei: Vielleicht gibt es ja Menschen, die den Willen Gottest offenbaren, aber mit Sicherheit nicht, weil sie Kartenleger, sondern vielleicht vielmehr Propheten oder erleuchtete spirituelle Meister sind! Das ist ne ganz andere "Liga", vermutlich sogar ein ganz anderer "Sport", um es einfach auszudrücken.)

Zitat:
Zitat von Lady Beitrag anzeigen
Wenn du alle Probleme deines Lebens nur in Dir löst und für Alternativen in Deinen Handlungen Dir niemals den Rat anderer Menschen einholst --ok dann bist Du sehr autark- wirst aber außer Deine Wege keine anderen lernen.
Es gibt für jeden Menschen nur den einen, eigenen, individuellen Weg und das ist auch gut so, denn wir sind alle einzigartig und individuell. Sogar astrologische Zwillinge (vgl. George W. Bush vs. Silvester Stalone) entwickeln sich unfassbar unterschiedlich und auch eineiige Zwillinge weisen gewaltige Unterschiede in ihrer Lebensführung auf.

Zitat:
Zitat von Lady Beitrag anzeigen
Auf die Frage wie sollt ich mich verhalten bei Thema x -
kommt ein Tipp der Karten was klug wäre,
Hier gehts doch schon los, liebe Lady, was bitte ist denn klug??? Und was ist, wenn es jemanden nicht darum geht, klug zu handeln, sonder liebevoll? Oder effektiv? Oder egoistisch? Oder altruistisch? Oder oder oder...?

Zitat:
Zitat von Lady Beitrag anzeigen
Entscheidungen nehmen einem die Karten sowieso nicht ab.
Sagen immer alle, aber inwieweit beherzigen das dann auch alle? Dieser Satz von Dir steht im totalen Widerspruch mit der Frage "Was soll ich tun?" Wenn jemand sich seine Entscheidung nicht abnehmen lassen möchte, dann fragt er nicht danach, wie er sich entscheiden soll. Ich verstehe nicht, wie ihr das übersehen könnt?

Zitat:
Zitat von Lady Beitrag anzeigen
Was fragst Du die Karten?

Was ist emanzipatorischer Umgang mit den Karten?
Ein verantwortungsbewusster Umgang mit Karten ist meiner Meinung nach der, dass man im Vorfeld sich genau überlegt, was man tatsächlich wissen möchte. Die Fragen müssen in Übereinstimmung mit den eigenen Werten, Anschauungen, der eigenen Philosophie, Religion or whatever stehen. Und die Antworten des Orakels - und nur dann finde ich, war die Befragung erfolgreich - werden dann wieder in jenem Verständnishorizont integriert.

Ich habe den Eindruck, dass die meisten genau dies scheuen, weil es ihre tatsächlichen Motive offenbart, aber das ist nur meine Meinung. Ich denke nicht, dass die Menschen zu blöd sind, um das zu tun. Insgeheim haben sie Angst davor.

Ein Tarot-Kommentator schrieb mal, dass für ihn Karten eine Art Landkarte sind. Das hilft einem aber nicht, wenn man keine Ahnung hat, wo man hin will! Man kann eine Karte nicht fragen, was man tun soll. Wenn man aber weiß, wo man hin möchte, kann man ihr entnehmen, wie man dahin kommt. Und unterm Strich: die Karte ist total wertlos, wenn man einfach nur darauf starrt! Erst durch ihren Verwender und der Art und Weise ihrer Verwendung, wird (bzw. führt ) sie zu einem Schatz!

Eine gute Freundin von mir, die eine ausgezeichnete Hellseherin ist, brachte es mal auf den Punkt: "Hellsehen ohne Wisse ist unnütz!" Damit meinte sie eben genau das, worauf in eingangs zu sprechen kam: Was ist eigentlich Dein Weltbild? Wonach richtest Du Dich aus? Was willst Du?

Und manchmal ist die Frage, die man den Karten stellt viel wichtiger als die Antworten, die man erhält, bzw. manchmal erledigt sich das Problem von ganz allein, wenn man seine Frage ganz glasklar und in Übereinstimmung mit sich selbst erarbeitet hat.

...Und da wir gerade dabei sind: Ich lese immer wieder hier im Forum, dass Neulingen empfohlen wird, keine Bücher zu verwenden, wenn sie sich ins Kartenlegen einarbeiten möchten. Ganz ehrlich: bloßes Wahrsagen kann man tatsächlich auch ohne Bücher lernen, aber die meisten Bücher zu dem Thema sind von Menschen, die Jahrzehnte lange Erfahrung mit dem Thema haben und gute Bücher zeichnen sich auch dadurch aus, dass sie eben auch ethische und philosophische Aspekte des Kartenlegens beleuchten und die sind meines Erachten mindestens so wichtig wie alles andere. Ich finde, man sollte genau wissen, WAS man eigentlich tut, wenn man Kartenlegt.

Geändert von Argos (05.02.2011 um 21:02 Uhr)
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Alt 05.02.2011, 21:27   an Argos-unemanzipatorisches Verhalten Beitrag #5 (permalink)
Lady
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weißt Argos, wenn hier jemand, der sich gestern ein Kartendeck kaufte und heut ne Legung reinstellt von Dir diese Meinung hineingestellt bekommt,
versteh ichs ja noch,
doch grad bei anne rose, die die richtige Frage in sich trägt.


Deine Antwort ist eine sehr ängstliche,
so als ob Karten eine Wertigkeit hätten was richtig oder falsch oder echt ist,
was tief und weniger tief ist,


ich glaube Karten sind da freier als ich es aus Deinem Posting lese


ich kenne kaum ein Lenormand Buch, das eine Philosophie rüberbringt die meisten bringen fertige Deutungen -aus Maus mehr nicht


lg
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Alt 05.02.2011, 21:32   an Argos-unemanzipatorisches Verhalten Beitrag #6 (permalink)
Argos
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Zitat:
Zitat von Lady Beitrag anzeigen
ich kenne kaum ein Lenormand Buch, das eine Philosophie rüberbringt die meisten bringen fertige Deutungen -aus Maus mehr nicht
lg
Bei den meisten Lenormand-Büchern ist das tatsächlich so, was ich außerordentlich bedauerlich finde und meine Meinung dazu ist, dass die Bücher in der Hinsicht ein großes Manko aufweisen. Die meisten Bücher über Tarot gehen mit dem Thema anders um, was aber nicht an Tarot vs. Lenormandkarten liegt, denn viele Tarot-Bücher behandeln in den theoretischen Kapiteln das Kartenlegen als solches, nicht unbedingt ausschließlich auf Tarot bezogen.

Zitat:
Zitat von Lady Beitrag anzeigen
doch grad bei anne rose, die die richtige Frage in sich trägt.
Ich kenne die Foren-Teilnehmerin nicht; ich kann nur nach dem gehen, was sie schreibt. Wenn es insgesamt ein Misverständnis war, dann können wir die Diskussion auch hier beenden. Und wenn ich mich im Ton vergriffen habe, dann tut es mir - wie schon gesagt - ehrlich leid.

Zitat:
Zitat von Lady Beitrag anzeigen
Deine Antwort ist eine sehr ängstliche,
so als ob Karten eine Wertigkeit hätten was richtig oder falsch oder echt ist,
was tief und weniger tief ist,


ich glaube Karten sind da freier als ich es aus Deinem Posting lese
Damit kann ich nun beim besten Willen nichts anfangen. Wie war das mit den Argumenten...?

Geändert von Argos (05.02.2011 um 21:36 Uhr)
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Alt 05.02.2011, 21:50   an Argos-unemanzipatorisches Verhalten Beitrag #7 (permalink)
anne-rose
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Beiträge: 1.148
Hallo Argos!
Mir scheint du hast meine Frage total falsch interpretiert(ja ich weis etwas falsch ausgedrückt hab ich mich ja)[QUOTE=Argos;1652560]Also, erstmal tuts mir leid, wenn ich im Ton zu harsch war. War nicht meine Absicht und kränken wollte ich auch niemanden. Das Thema als solches finde ich aber ehrlich gesagt ein ernstes und wichtiges und ich bin froh, dass es nicht einfach übergangen wird.ich bin froh das dies besprochen wird.Ja so im Gespräch gegenüber hätte man es gleich in richtige Bahnen gelenkt.

Worum geht es mir?

Zum einen natürlich um die Haltung und den Umgang mit Orakeln. Nur weil Orakel auf Fragen wie "Was soll ich tun?" antworten, ist das keine Bestätigung dafür, dass diese Fragen "unproblematisch" sind! Ich finde solche Fragen tatsächlich unemanzipatorisch und im Rahmen meines Verständnisses von Kartenlegen "unzulässig".hatte ich doch dahinter geschrieben was raten sie mir.Ich entscheide mich dann ja wie ich reagiere ob ich den Rat annehme.

Emanzipation bedeutet Selbstständigkeit, die per se mit Fragen wie "Was soll ich machen?" im Widerspruch stehen. Ich hoffe, darüber müssen wir nicht extra diskutieren, denn ich finde das logisch sonnenklar.

Sich einen Rat von jemanden zu holen, steht nicht im Widersprch zu selbstverantwortlichem Denken und Handeln, denn ein Rat bedeutet meines Erachtens "Was würdest Du an meiner Stelle tun?" Dass solche Fragen natürlich immer nur bedingt greifen, ist klar, denn kein Mensch ist wie der andere. Der eine hat in Situationen des gleichen Typus gelernt, sich abzugrenzen und der andere zu vertrauen. Hier einen Rat blind anzunehmen, geht mit Sicherheit schief. Und meine Erfahrung mit Karten und Orakel ist, dass sie niemals "wollen", dass wir blind sind und bleiben. Im Gegenteil. wer sagt denn ich nehm die Antwort blind an?Lieber du kennst mich nicht.

"Was soll ich tun?" ist meiner Meinung nach eine viel zu kurz gefasste Frage, denn, sie ergibt einfach keinen Sinn, ohne die Erweiterung: "Im Hinblick auf..." das wusten die Karten ja in welchem Hinblick,Hab doch für mich selbst gelegtWenn diese Ergänzung in Fragen fehlt, dann hat man sich einfach gar keine Gedanken darüber gemacht, was einem wichtig ist. Man hat keine Entscheidung getroffen, wo man eigentlich hin möchte, welche Ausrichtung man hat usw.

Bei Problemen in zwischenmenschenlichen Beziehungen kann man Karten selbstverständlich fragen "Worin genau besteht unser Problemdas haben mir die Karten in einem gr.Blatt aufgezeigt.Meine Schwägerin hat sich zu einem Rückzug entschieden und denn respektiere ich nun. und was kann ich meinerseits tun, um es liebevoll aufzulösen?" Man kann aber auch fragen "Worin genau besteht unser Problem und was kann ich tun, um die andere Person das Fürchten zu lehren?" Wieso sollte ich ihr das fürchten lehren??Bin ein liebevoller Mensch und andere in solche Gefühle zu schicken da würd ich selbst mehr drunter leiden!

Jemand, der diesen Zusatz für sich nicht formuliert, weigert sich, mit sich selbst und seinem Leben auseinander zu setzen und möchte gesagt bekommen, was zu "Friede, Freude, Eierkuchen" oder spontanem Glück führt.Nee das möchte ich bestimmt nicht gesagt bekommen und sagen las ich mir das auch nicht.Steh mir beiden Beinen im Leben Wer so denkt, sollte lieber ne Münze werfen, statt etwas so komplexes und tiefgreifendes wie Kartenorakel zu konsultieren.

Dies ist die eine Seite der Geschichte. Die andere: Nahezu jeder Kartenleger kommt früher als er denkt dazu auch anderen die Karten zu legen. Es ist meines Erachtens aus sehr vielen Gründen immens wichtig im Auge zu behalten, dem Ratsuchenden stets die Freiheit der Entscheidung zu erhalten. Wenn ich behaupte, Karten können einem sagen, was man tun soll, dann wird dies sehr schwierig. Erst vor kurzem bin ich mit einer Kartenlegerin hier im Forum aneinander geraten, weil sie meinte, Karten offenbaren den Willen Gottes. Diese Haltung ist eine KATASTROPHE!!! Man schaltet sich als Kartenleger zwischen der absoluten Wahrheit und dem Ratsuchenden, et vola die Abhängigkeitsfalle steht!Karten sagen nur was jetzt ist und ändert man sein Verhalten ändert man auch die Zukunft und das Bild. Mehr Sorgen machen mir unseriouse Kartenleger die arme hilfesuchende Seelen immer wieder bestellen und ihren Rat aufdrängen.Ein Fragender der an einen guten Kartenleger kommt bekommt Hilfe zur Selbsthilfe und nicht Hilfe dem Kartenleger die Geldbörse zu füllen!

(Nebenbei: Vielleicht gibt es ja Menschen, die den Willen Gottest offenbaren, aber mit Sicherheit nicht, weil sie Kartenleger, sondern vielleicht vielmehr Propheten oder erleuchtete spirituelle Meister sind! Das ist ne ganz andere "Liga", vermutlich sogar ein ganz anderer "Sport", um es einfach auszudrücken.)



Es gibt für jeden Menschen nur den einen, eigenen, individuellen Weg und das ist auch gut so, denn wir sind alle einzigartig und individuell. Sogar astrologische Zwillinge (vgl. George W. Bush vs. Silvester Stalone) entwickeln sich unfassbar unterschiedlich und auch eineiige Zwillinge weisen gewaltige Unterschiede in ihrer Lebensführung auf.



Hier gehts doch schon los, liebe Lady, was bitte ist denn klug??? Und was ist, wenn es jemanden nicht darum geht, klug zu handeln, sonder liebevoll? Oder effektiv? Oder egoistisch? Oder altruistisch? Oder oder oder...?



Sagen immer alle, aber inwieweit beherzigen das dann auch alle? Dieser Satz von Dir steht im totalen Widerspruch mit der Frage "Was soll ich tun?" lies mal weiter was raten die Karten mir.Ratschläge bekommt man tagtäglich von allen Seiten, sogar ungewollt.Was ich mach ist dann meine Sache!!!Wenn jemand sich seine Entscheidung nicht abnehmen lassen möchte, dann fragt er nicht danach, wie er sich entscheiden soll. Ich verstehe nicht, wie ihr das übersehen könnt?



Ein verantwortungsbewusster Umgang mit Kartennicht nur mit Karten sondern generell mit seinen Mitmenschen!! ist meiner Meinung nach der, dass man im Vorfeld sich genau überlegt, was man tatsächlich wissen möchte. Die Fragen müssen in Übereinstimmung mit den eigenen Werten, Anschauungen, der eigenen Philosophie, Religion or whatever stehen.und das kennst du alles von Leuten denen du die Karten legst?Von jedem Mitmenschen dem du einem Ratschlag gibst? Und die Antworten des Orakels - und nur dann finde ich, war die Befragung erfolgreich - werden dann wieder in jenem Verständnishorizont integriert.

Ich habe den Eindruck, dass die meisten genau dies scheuen, weil es ihre tatsächlichen Motive offenbart, aber das ist nur meine Meinung. Ich denke nicht, dass die Menschen zu blöd sind, um das zu tun. Insgeheim haben sie Angst davor.

Ein Tarot-Kommentator schrieb mal, dass für ihn Karten eine Art Landkarte sind. Das hilft einem aber nicht, wenn man keine Ahnung hat, wo man hin will! Man kann eine Karte nicht fragen, was man tun soll. Wenn man aber weiß, wo man hin möchte, kann man ihr entnehmen, wie man dahin kommt. Und unterm Strich: die Karte ist total wertlos, wenn man einfach nur darauf starrt! Erst durch ihren Verwender und der Art und Weise ihrer Verwendung, wird (bzw. führt ) sie zu einem Schatz!

Eine gute Freundin von mir, die eine ausgezeichnete Hellseherin ist, brachte es mal auf den Punkt: "Hellsehen ohne Wisse ist unnütz!" Damit meinte sie eben genau das, worauf in eingangs zu sprechen kam: Was ist eigentlich Dein Weltbild? Wonach richtest Du Dich aus? Was willst Du?

Und manchmal ist die Frage, die man den Karten stellt viel wichtiger als die Antworten, die man erhält, bzw. manchmal erledigt sich das Problem von ganz allein, wenn man seine Frage ganz glasklar und in Übereinstimmung mit sich selbst erarbeitet hat.

...Und da wir gerade dabei sind: Ich lese immer wieder hier im Forum, dass Neulingen empfohlen wird, keine Bücher zu verwenden, wenn sie sich ins Kartenlegen einarbeiten möchten. Ganz ehrlich: bloßes Wahrsagen kann man tatsächlich auch ohne Bücher lernen, aber die meisten Bücher zu dem Thema sind von Menschen, die Jahrzehnte lange Erfahrung mit dem Thema haben und gute Bücher zeichnen sich auch dadurch aus, dass sie eben auch ethische und philosophische Aspekte des Kartenlegens beleuchten und die sind meines Erachten mindestens so wichtig wie alles andere. Ich finde, man sollte genau wissen, WAS man eigentlich tut, wenn man Kartenlegt.[/QUOTE
Das wollt ich gern noch als Kommentar dazuschreiben.Da alles aus meinem Beitrag hervorging nehm ich mir das Recht nun mal heraus.
Liebe Grüsse
anne-rose
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Alt 05.02.2011, 22:04   an Argos-unemanzipatorisches Verhalten Beitrag #8 (permalink)
Lady
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Zitat:
meine Aussage:

ich glaube Karten sind da freier als ich es aus Deinem Posting lese

Zitat:
Zitat von Argos Beitrag anzeigen
..



Damit kann ich nun beim besten Willen nichts anfangen. Wie war das mit den Argumenten...?
Genau das meinte ich.

Das ist ein Argument, wenn du es als solches nicht ansehen magst, ist das Deine Sache. Ich habe aber auch keine Lust diese Aussage in ein Buch zu fassen, damits gedruckt glaubwürdiger aussieht.

Lady ist offline  
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