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05.08.2010, 23:15
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Verbindung zu anderen aufbauen, nur wie? Beitrag #1 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 16.07.2010
Beiträge: 343
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Verbindung zu anderen aufbauen, nur wie?
Die Frage mag doof klingen, aber wie findet man denn nun Freunde?
Ich habe nur wenige Freunde und gehe nicht viel raus, eine Gemeinschaft, also eine Gruppe, zu der ich dazu gehören könnte, habe ich nicht und meine letzte Beziehung ist vor 6 Jahren zu Ende gegangen.
Ich fühle mich schon alleine und traurig, aber das ist das Problem. Wenn ich mit dem Gefühl "ich bin traurig und will Freunde" nach draußen gehe, wenn dieses Gefühl im Hintergrund wirkt, dann verscheuche ich andere Menschen, denn sie merken, dass ich suche, dass ich was von ihnen will. Ich bin damit automatisch ein Energieräuber. Aber wenn ich diese Gefühle nun wegdrücke, dann bin ich nicht ehrlich und das bringt mich auch nicht weiter, da es mir doch um eine ehrliche Annäherung geht.
Ich weiß, es geht offenbar wie von selbst, wenn ich aufhöre, mich um mein negatives Gefühl zu drehen, sondern das einfach mal da sein lasse und mich stattdessen wirklich für den anderen interessiere. Aber das Interesse am anderen ist ja von Anfang an erstmal unterdrückt, da ich ja glaube, wenn ich es zulasse und auf den anderen zugehe, ich eben den anderen verscheuche, weil ich nun wieder als "Bittsteller" daherkomme, der von seiner Einsamkeit erlöst werden will. Und ganz abgesehen davon weiß ich ja nicht mal, ob ich dann überhaupt gemocht werde, und wenn ich gemocht werde, dann würde ich mich öffnen müssen, und dann fürchte ich mich davor, was dabei hervorkommt, denn es könnte mich an Abhängigkeiten treiben, ich könnte süchtig werden nach dem, was ich zu lange schon vermisse und den anderen wieder verscheuchen und und und...
Ich verheddere mich gern in meinen Gedanken, aber das ist einfach so. Bevor ich aufhöre zu denken, wird vermutlich die Hölle gefrieren, daher kenne ich nur den Weg, meine Gedankenmuster so zu verändern, dass sie in positivere Richtungen gehen.
Ich bin ja auch selbst Schuld an der Einsamkeit, ich habe diverse Freunde und Menschen, die mich wohl mochten, einfach links liegen gelassen, entweder kamen sie mir zu nahe, oder sie spiegelten mir Dinge, mit denen ich nicht klarkam. Aber es war mir niemals in den Sinn gekommen, mit ihnen darüber zu reden. So nah ließ ich sie nie an mich heran. Ich glaube sogar, dass ich sie nur ausnutzen wollte, meine negativen Gefühle wegmachen ohne etwas von mir zu geben. Aber ich will so nicht sein, ich hasse das so sehr, ich unterdrücke alles, was mich zu anderen hinzieht, Sympathien, Verliebtsein, etc, nur weil ich mein Verhalten so sehr hasse, weil ich kein hündischer Bittsteller sein will, weil kein Energieräuber sein will, ich ekle mich vor mir, ich schäme mich dafür!
Nur, wie kann ich geben lernen, wenn ich so sehr fürchte, dass ich nicht angenommen werde und wie kann ich aufhören, nehmen zu wollen, wenn es mich so sehr danach dürstet?
Und selbst dieser Post hier ist mehr ein verkopfter Monolog der um sich selbst kreist anstatt eine sich aus dem Herzen öffnende Kommunikation...
Geändert von Khris (05.08.2010 um 23:19 Uhr)
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05.08.2010, 23:35
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Verbindung zu anderen aufbauen, nur wie? Beitrag #2 (permalink)
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hat Nahlebenerfahrungen
Sternzeichen:
Registriert seit: 10.06.2010
Ort: Aachen
Alter: 33
Beiträge: 2.033
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Zitat:
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Ich habe nur wenige Freunde und gehe nicht viel raus, eine Gemeinschaft, also eine Gruppe, zu der ich dazu gehören könnte, habe ich nicht und meine letzte Beziehung ist vor 6 Jahren zu Ende gegangen.
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Du hast Dir da ne Abwärtsspirale gebastelt, die Dich verschluckt. Zieh mal die Bremse! Dass Du selbstreflektiert bist, spricht sehr für Dich, doch alleine mit Denken kommst Du aus der Nummer nicht raus. Tu was! Niemand wir zu Dir nach Hause kommen, weil er Dich kennenlernen will.
Zitat:
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Ich fühle mich schon alleine und traurig, aber das ist das Problem. Wenn ich mit dem Gefühl "ich bin traurig und will Freunde" nach draußen gehe, wenn dieses Gefühl im Hintergrund wirkt, dann verscheuche ich andere Menschen, denn sie merken, dass ich suche, dass ich was von ihnen will. Ich bin damit automatisch ein Energieräuber. Aber wenn ich diese Gefühle nun wegdrücke, dann bin ich nicht ehrlich und das bringt mich auch nicht weiter, da es mir doch um eine ehrliche Annäherung geht.
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Das ist ja grundsätzlich nicht falsch, aber überschätz diesen Punkt bitte nicht. Wenn Du z.B. Mitglied in einem Sportverein wirst, dann stehen da erstmal andere Dinge im Vordergrund und Freundschaften können langsam aber sicher wachsen.
Zitat:
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Ich weiß, es geht offenbar wie von selbst, wenn ich aufhöre, mich um mein negatives Gefühl zu drehen, sondern das einfach mal da sein lasse und mich stattdessen wirklich für den anderen interessiere. Aber das Interesse am anderen ist ja von Anfang an erstmal unterdrückt, da ich ja glaube, wenn ich es zulasse und auf den anderen zugehe, ich eben den anderen verscheuche, weil ich nun wieder als "Bittsteller" daherkomme, der von seiner Einsamkeit erlöst werden will. Und ganz abgesehen davon weiß ich ja nicht mal, ob ich dann überhaupt gemocht werde, und wenn ich gemocht werde, dann würde ich mich öffnen müssen, und dann fürchte ich mich davor, was dabei hervorkommt, denn es könnte mich an Abhängigkeiten treiben, ich könnte süchtig werden nach dem, was ich zu lange schon vermisse und den anderen wieder verscheuchen und und und...
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Es gibt Situationen, da bringt Dich Dein Verstand nunmal nicht weiter - das ist eine davon! Hör auf, Dir den Kopf darüber zu zerbrechen, wie Du sein "musst", sondern sei einfach vielmehr der, der Du bist. Die anderen werden Dich mögen, wenn Du Dich selbst auch magst. Du wirst Menschen verscheuchen und Du wirst Menschen beeindrucken: willkommen im Leben! 
Zitat:
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Ich verheddere mich gern in meinen Gedanken, aber das ist einfach so. Bevor ich aufhöre zu denken, wird vermutlich die Hölle gefrieren, daher kenne ich nur den Weg, meine Gedankenmuster so zu verändern, dass sie in positivere Richtungen gehen.
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Ja, und wie weit bringt Dich nun die Denkerei? Bleib wie Du bist, wenn Du nix ändern möchtest. 
Zitat:
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Ich bin ja auch selbst Schuld an der Einsamkeit, ich habe diverse Freunde und Menschen, die mich wohl mochten, einfach links liegen gelassen, entweder kamen sie mir zu nahe, oder sie spiegelten mir Dinge, mit denen ich nicht klarkam. Aber es war mir niemals in den Sinn gekommen, mit ihnen darüber zu reden. So nah ließ ich sie nie an mich heran. Ich glaube sogar, dass ich sie nur ausnutzen wollte, meine negativen Gefühle wegmachen ohne etwas von mir zu geben. Aber ich will so nicht sein, ich hasse das so sehr, ich unterdrücke alles, was mich zu anderen hinzieht, Sympathien, Verliebtsein, etc, nur weil ich mein Verhalten so sehr hasse, weil ich kein hündischer Bittsteller sein will, weil kein Energieräuber sein will, ich ekle mich vor mir, ich schäme mich dafür!
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Fehler kannst Du nicht rückgängig machen; Du kannst sie nur korrigieren. Aber mit Schuld und Selbsthass befindest Du Dich im freien Fall Richtung Hölle. Dein Verstand ist gerade nicht Dein Freund. Versuch Dich mal wieder ein bischen selbst lieb zu haben und Dinge zu tun, statt sie zu zerdenken. Also, raus aus der Wohnung und auf ins Getümmel. Ob es Konzerte sind, Kneipen, Sportvereine oder was auch immer. Geh einfach unter Menschen und: HÖR AUF ZU DENKEN!  Lass Dich doch einfach mal von Deinem Gespür leiten.
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06.08.2010, 01:19
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Verbindung zu anderen aufbauen, nur wie? Beitrag #3 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 02.12.2007
Ort: Wuppertal
Alter: 40
Beiträge: 511
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Zitat:
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Zitat von Khris
Die Frage mag doof klingen, aber wie findet man denn nun Freunde?
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Garnicht, denn die Freunde finden Dich.
Einfach gesagt, aber wahr.
Wahre Freunde gibt es in der heutigen Zeit nicht mehr, so hart es auch klingt so ist es nunmal, weil sich die meisten Menschen auf das Materielle spezialisiert haben.
Doch wenn man einen Freund findet, dann muß man die Freundschaft pflegen.
Wie mein Vorredner schon bemerkte, dass sich einen Kopf machen in machen Situationen nicht sehr Hilfreich ist.
Es gibt Dinge die kann man mit dem Verstand allein nicht lösen.
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06.08.2010, 06:47
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Verbindung zu anderen aufbauen, nur wie? Beitrag #4 (permalink)
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Gast
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Hallole Khris!
Ich habe diese Nacht hier viel gelesen und habe noch ein Post von vor 2 Jahren von dir im Kopf.
Du hast damals den Weg aus einer Beziehung gefunden die Gleichgültig war. Um sich wieder zu finden braucht man Zeit und nun scheinst du an dem Punkt angekommen zu sein wieder nach außen gehen zu wollen.
Gratulation!!!
Meiner Erfahrung nach findet man Freunde, wenn man selbst einer ist oder sein will.
Einsamkeit kann einem das Gefühl geben sehr klein zu sein, ein Bittsteller. Vielleicht ist es ein guter Weg sich seiner Fähigkeiten bewusst zu werden und mit diesem Wissen auf die Menschen zu zugehen.Aber eben langsam. Lass dir Zeit ...
Ich bin sicher das du das schaffst. Du hast dich ja schon auf den Weg gemacht!
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06.08.2010, 07:49
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Verbindung zu anderen aufbauen, nur wie? Beitrag #5 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 16.07.2010
Beiträge: 343
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Argos, Satorisanja,
vielen Dank für eure Antworten. Mein Verstand will wissen wie man aufhört zu denken.  Ne, ernsthaft, wenn ich nicht aktiv denke, dann denkt "es" eben einfach von sich aus in mir weiter. Unterdrücken hilft da doch eigentlich auch nicht weiter, oder?
In meiner Hölle war ich übrigens schon vor Jahren, ich habe mir unendlich viel negatives Zeug konstruiert gehabt, das ganze hat meinen Körper so belastet, dass ich irgendwann an der Niere operiert werden musste und auch unter anderen Problemen litt. Und da ich all diese inneren Konstrukte über meinen überaktiven Verstand erschaffen hatte, blieb mir nichts anderes übrig, als selbigen dann zu verwenden, sie wieder abzubauen, Stück für Stück, seit über 3 Jahren mache ich nichts anderes, und es geht aufwärts, mit jedem Puzzleteil einen weiteren Schritt. Nur eine Balance zum Herzen zu finden dabei, das ist noch schwierig, aber auch das ist schon etwas besser geworden.
Auf jeden Fall legt ihr den Finger in diese Wunde, die feste Überzeugung, dass mich niemand mag, sobald ich auch nur den kleinsten "Fehler" mache. Ich habe ein wunderbares Familienkarma... 
Zitat:
Zitat von L4A
Hallole Khris!
Ich habe diese Nacht hier viel gelesen und habe noch ein Post von vor 2 Jahren von dir im Kopf.
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Hallo L4A,
ich glaube, du verwechselst mich gerade, ich bin erst seit ein paar Tagen hier angemeldet.
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06.08.2010, 07:55
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Verbindung zu anderen aufbauen, nur wie? Beitrag #6 (permalink)
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Gast
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Hallo Khris,
wenn du meinst es läge am Familienkarma....hast du es schon einmal mit einer Familienaufstellung versucht, um da etwas zu lösen?
Ich habe damit zwar keine Erfahrung, es hat aber wohl schon vielen geholfen.
Grüße
Flowerly
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06.08.2010, 07:59
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Verbindung zu anderen aufbauen, nur wie? Beitrag #7 (permalink)
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hat Nahlebenerfahrungen
Sternzeichen:
Registriert seit: 10.06.2010
Ort: Aachen
Alter: 33
Beiträge: 2.033
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Zitat:
Mein Verstand will wissen wie man aufhört zu denken. Ne, ernsthaft, wenn ich nicht aktiv denke, dann denkt "es" eben einfach von sich aus in mir weiter. Unterdrücken hilft da doch eigentlich auch nicht weiter, oder?
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Das ist ein ganz wichtiger Punkt im Yoga und was da hilft ist Achtsamkeit und Meditation. Das, was Du da schreibst, ist nicht bescheuert, sondern ein wichtiger Knackpunkt: Bist Du Deine Gedanken? Beherrscht Du sie? Beherrschen sie Dich?
Ehrlich, wenn das für Dich ein so massives Thema ist, dann kann ich Dir nur Yoga und Meditation ans Herz legen. Mir hat das sehr weitergeholfen. Karten, die sich auch mit diesem Thema beschäftigen - falls Du gerne Karten legst - sind das "Osho-Zen- Tarot" und die "Karten der Heilung" (sind keine divinatorischen Decks!).
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06.08.2010, 08:08
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Verbindung zu anderen aufbauen, nur wie? Beitrag #8 (permalink)
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Intuitives Feng Shui
Registriert seit: 04.05.2010
Beiträge: 118
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Zitat:
Zitat von Khris
mit dem Gefühl "ich bin traurig und will Freunde" nach draußen gehe
So nah ließ ich sie nie an mich heran.
Nur, wie kann ich geben lernen, wenn ich so sehr fürchte, dass ich nicht angenommen werde und wie kann ich aufhören, nehmen zu wollen, wenn es mich so sehr danach dürstet?
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Lieber Khris
Ich verstehe gut, dass du nicht von heute auf morgen "umschalten" kannst und einfach locker flockig unter die Leute gehen kannst. Muster, Glaubenssätze usw. halten dich noch davon ab.
Ich sehe wie du auch die Möglichkeit, dass du diese Glaubenssätze über dich (dass du es nicht wert / nicht liebenswert bist, dass du dich nicht öffnen kannst, dass du nur angenommen wirst, wenn du dich "angemessen" verhältst) nach und nach änderst. Es wäre ganz toll, wenn es dir gelingen würde, dich Schritt für Schritt aus deinem kleinen "Gefängnis" zu befreien. Denn du bist ja jetzt in diesen Glaubenssätzen gefangen, sie helfen dir nicht, obwohl dir das vielleicht so scheint (du weisst ja genau, wie du sein "müsstest", um anderen zu gefallen...).
Wenn du frei bist und dich selbst bist / lebst, werden sich die Leute für dich interessieren. Einige werden dich mögen, andere nicht. Das geht mir auch so.
Aber wenn du Leute kennen lernst, nur um Freunde zu finden, spüren die Leute deine Erwartungshaltung und sehen dein "wahres Selbst" oder wie man das auch immer nennen mag nicht, weil du es gar nicht erst zum Vorschein kommen lässt, sondern dich sogar bemühst, den anderen zu "gefallen" und dein "Ich Bin" zu verstecken. Das ist so schade! So können andere dich nicht "sehen" und nicht verstehen.
Wenn du dich für andere Leute wirklich interessierst, dann interessiere dich erstmal für den Menschen, und nicht gleich, ob daraus eine Freundschaft enstehen wird. Diese "Erwartung" (Erwartungen sind Täuschungen und führen zu Ent-Täuschungen...) musst du erstmal ganz loslassen. Oder möchtest du einen Freund, der einfach einen Freund haben möchte, sich aber nicht in erster Linie offen und ehrlich für dich interessiert? Ich auch nicht...
Ich mache die Erfahrung, dass es auch heute "wahre Freundschaften" gibt, für mich sind sie wahr.
Ich wünsche dir ganz viel
- Mut, dein "Ich Bin" wieder zu entdecken und nach aussen strömen zu lassen
- Freude daran, andere Menschen zu "sehen" und mit ihnen in Kontakt zu treten
- Leichtigkeit und Gelassenheit und Vertrauen, dass alles so kommt, wie es gemeint ist
Alles Liebe!
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