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Lebensfragen

Lebensfragen beschäftigen sich mit Lebensführung. Bist Du an einem Wendepunkt und hast Lebensfragen, dann stelle sie hier. Vielleicht willst Du auch Deine positiven Erfahrungen in einer bestimmten Lebenssituation hier für andere wiedergeben?


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Alt 28.07.2010, 10:56   Wie finde ich zu mir selber??? Beitrag #1 (permalink)
Nina262
Neuer Benutzer
 
Sternzeichen: Fische
Registriert seit: 28.07.2010
Alter: 35
Beiträge: 3
Wie finde ich zu mir selber???

Hallo,
33 Jahre, 14 davon verheiratet, 4 Kinder, eigenes Haus, immer nur gegeben, seltenst etwas zurückbekommen und seit 2 Jahren einfach nur unglücklich. Zwischenzeitlich gab es eine Phase, in der ich dachte, wir hätten es wieder geschafft, zueinander zu finden, aber seit mehreren Wochen gehe ich immer mehr auf Abstand, bin nicht leicht zu ertragen und mache es den meinen nicht wirklich einfach. Ich weiß nicht, wo ich hinwill und was mir fehlt, ich weiß nur, ich bin offen für die Liebe anderer und nicht zufrieden mit dem, was ich habe und vor allem wohl nicht mit dem, wie ich bin. Ich war mehrere Monate in psychologischer Behandlung wegen Depressionen, die wir erfolgreich bekämpft haben, aber mittlerweile merke ich, dass mich die ganze Situation mehr und mehr fertigmacht und ich will nicht wieder an den Punkt kommen, wo mir mein leben einfach nur noch sinnlos erscheint. Ich habe Angst vor dem Alleinsein, zumindest wenn ich weiß es ist erzwungen und wird unweigerlich so bleiben, ansonsten bin ich nämlich gerne mal alleine. Wäre es eine Möglichkeit, jemanden in die Zukunft blicken zu lassen, oder in meine Vergangenheit???
Hat jemand da irgendeinen Tip oder eine Erfahrung gemacht???
Danke, Nina
Nina262 ist offline  
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Alt 28.07.2010, 11:48   Wie finde ich zu mir selber??? Beitrag #2 (permalink)
Sanaya
 
Benutzerbild von Sanaya
 
Sternzeichen: Skorpion
Registriert seit: 07.01.2010
Alter: 26
Beiträge: 667
Ich teil dir nun mal meine Gedanken dazu mit...

Ich selbst war auch schon mal an einem extremen Tiefpunkt.
Hab überall nach einem Sinn gesucht... betrachtete die Vergangenheit, dachte über die Zukunft nach und ich fühlte keinen Halt.

Klar.

Was bringt mir jetzt die Vergangenheit oder die Zukunft?
Das eine ist vergangen - es wird so nicht mehr kommen und ist so auch nicht mehr änderbar. Die Zukunft ist noch nicht geschrieben und großartig planen oder sich die Zukunft ausmalen ist auch sinnlos, weil diverse Dinge dazwischen kommen könnten und alle Pläne zunichte machen.

Was übrig bleibt ist jetzt - dieser Moment. Und jeden Moment haben wir die freie Wahl, was wir tun und wie wir uns fühlen wollen.

(Ok nun hör ich schon so Sätze wie "ist einfacher gesagt als getan." - Nö! Falsch! Solche Sätze bremsen nur aus und lassen einen das nur glauben.)
_______________________________________

So nun mal zu deinem Leben - welche Hobbies hast du? Welche Freiräume lässt du dir selbst - und welche Freiräume lasst ihr euch in der Beziehung? Misst du deinen eigenen Wert durch Andere?
(Das musst du nun gar nicht mir beantworten, sonder eher dir selbst.)

Richte dein Leben nicht nach Zielen - lebe das, was du jetzt tun willst. (Trotz 4 Kindern doch im weitesten Sinne möglich, oder?)
Ich fotografier z.B. für mein Leben gerne - macht mich in dem Moment einfach zufrieden. Oder hab mir einfach mal ein Keyboard geholt ^^ Kann zwar nicht wirklich spielen, aber irgendwie sitz ich da dran wie so n Kind und hab meinen Spaß dran und kann je nach Emotion da rumklimpern.
Und fast jedes Hobbie lässt sich auch mit den Kindern verbinden und auch mit dem Partner.
Gerade mit Partner kannst dir dann sicher auch mal ne kleine Auszeit gönnen, oder?

Vielleicht zieht dich eben diese Sehnsucht nach Freiheit nach draußen und du meinst du brauchst deswegen eine neue Liebe?

Dann gönnt euch doch alle mal Freiheiten?!

Hmmm... das waren mal meine allerersten Gedanken dazu.
Ich dachte mir ich schreib dir das alles jetzt einfach mal.
Vielleicht hilft dir ja auch nur ein Teil davon weiter - wenn nicht... was solls. Ich habs niedergeschrieben und fühl mich nun auch besser, weil ich es so wollte. *schmunzel*

Alles liebe dir...
San
Sanaya ist offline  
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Alt 28.07.2010, 12:05   Wie finde ich zu mir selber??? Beitrag #3 (permalink)
Unikummutter
Tanzende FreiSeele
 
Sternzeichen: Stier
Registriert seit: 28.10.2005
Ort: Weit, weit weg^^
Alter: 46
Beiträge: 1.175
Huhu Nina

Zitat:
Zitat von Nina262 Beitrag anzeigen
Hallo,
33 Jahre, 14 davon verheiratet, 4 Kinder, eigenes Haus, immer nur gegeben, seltenst etwas zurückbekommen und seit 2 Jahren einfach nur unglücklich. Zwischenzeitlich gab es eine Phase, in der ich dachte, wir hätten es wieder geschafft, zueinander zu finden, aber seit mehreren Wochen gehe ich immer mehr auf Abstand, bin nicht leicht zu ertragen und mache es den meinen nicht wirklich einfach.
Du gehst auf Abstand, zu wem? Deinem Mann?


Ich weiß nicht, wo ich hinwill und was mir fehlt, ich weiß nur, ich bin offen für die Liebe anderer und nicht zufrieden mit dem, was ich habe und vor allem wohl nicht mit dem, wie ich bin.
Ich vermute das weißt du wohl, nur passt es in deinen Ursprünglichen Lebensplan? Berücksichtigst du das sich ein Lebensplan verändert weil wir gelernt haben? Hast du gelernt das alte Dinge die du abgelehnt hast heute unter umständen wichtig für Dich sein könnten?


Ich war mehrere Monate in psychologischer Behandlung wegen Depressionen, die wir erfolgreich bekämpft haben,

Bekämpft??? Das liest sich als hättest du dich selbst bekämpfen müssen, ist das richtig so für Dich?
Für mich sind depressionen lediglich der Hinweis das etwas schief läuft, entgegen der allgemeinen Lebensideen, wie siehst du das?


aber mittlerweile merke ich, dass mich die ganze Situation mehr und mehr fertigmacht und ich will nicht wieder an den Punkt kommen, wo mir mein leben einfach nur noch sinnlos erscheint.
Sinnlos machen wir es nur selbst, was verbirgt sich denn dahinter?


Ich habe Angst vor dem Alleinsein, zumindest wenn ich weiß es ist erzwungen und wird unweigerlich so bleiben, ansonsten bin ich nämlich gerne mal alleine.

Die Angst siehst du, das allein sein siehst du auch, du siehst auch das du gerne alleine bist, welchen Verlust befürchtest du und wie begründet sich die Verlustangst?

Wäre es eine Möglichkeit, jemanden in die Zukunft blicken zu lassen, oder in meine Vergangenheit???

Das bietet sich immer an wenn die Gegenwart schwank, die kommt ja aus der Vergangenheit. Die Zukunft gestaltest du selbst indem du die Vergangenheit aufarbeitest. Wenn es nicht anders geht kann man jemand anderen zu rate ziehen, ich selbst tendiere dazu meine eigenen Antworten zu finden, denn niemand hat mein Leben gelebt.
Hat jemand da irgendeinen Tip oder eine Erfahrung gemacht???
Danke, Nina
Ich sende dir Kraft und Mut, es nicht als sinnlos zu betrachten sich selbst zu begegnen, habe vertrauen das es so gemeint ist und du lediglich die Aufgabe hast etwas in dir selbst zu bereinigen, das kann man auch freudig angehen.


Von Herzen
Silvia
Unikummutter ist offline  
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Alt 28.07.2010, 12:08   Wie finde ich zu mir selber??? Beitrag #4 (permalink)
Gast12397
Gast
 
Beiträge: n/a
Hallo Nina,

Du hast sehr früh geheiratet und 4 Kinder fordern natürlich auch ihren Tribut; da blieb und bleibt sicher wenig für Dich selbst. Kann die Depression mit der letzten Geburt zusammen gehangen haben? Sprich, handelte es sich um eine postnatale Depression? Kam mir eben so intuitiv.

Es klingt nach innerlich zerrissen. Einerseits Angst vor dem Alleinsein, auf der anderen Seite der Wunsch nach Freiheit und Autonomie. Das eine schließt ja nicht das andere aus.

Würde ähnlich wie sanaya zu Auszeiten raten, die du für dich ganz alleine verplanen kannst. Wenn dir dann nach Gesellschaft ist (nicht Familie) kannst du dich sicher mit einer Freundin treffen. Oder du machst was in Richtung Wellness, Entspannung.....was auch immer dir gut tut.

Ob dir die Zeilen helfen, vermagst nur du zu entscheiden. Ich wünsche es dir sehr.

Flo
 
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Alt 28.07.2010, 14:05   Wie finde ich zu mir selber??? Beitrag #5 (permalink)
Nina262
Neuer Benutzer
 
Sternzeichen: Fische
Registriert seit: 28.07.2010
Alter: 35
Beiträge: 3
Ich danke Euch von Herzen für Eure Meinungen :-) Wir haben uns schon Freiräume gegönnt und ich habe auch viele Hobbies, teilweise hatte ich zu viele und hab mich dann nur noch da reingestürzt. Momentan beschränke ich das auf Fotografie (da könnt ich stundenlang versinken), manchmal spiele ich eins meiner verschiedenen Instrumente und ich gehe viel mit meiner Hündin.
Tja, dass sich das Leben mal verändern kann, das ist wohl wahr, aber ob man das annehmen kann bzw. ob die Angst vor der ganzen Veränderung, der Reaktion des gesamten Umfeldes nicht zu groß ist, das ist ja auch ein Problem. Als gefühlsmensch kann man leider nicht immer den Satz umsetzen: "Lass die anderen doch reden"!
Ich bin wütend und enttäuscht, auch heute noch, dass mein Mann fast 13 Jahre nichts gegeben und nur gefordert hat und ich könnte mich selber in den Arsch beissen (*g*), dass ich das hab mit mir machen lassen und er sich so absolut sicher war, dass ich eben einfach da bin und bleibe. Aber ich kann es weder rückgängig machen, noch auslöschen. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich das einfach nicht vergessen kann und weiß, dass er sich, auch wenn er noch so sehr merkt, dass er mich liebt, nicht so weit ändern kann, dass ich glücklich damit bin, was er auch selber wörtlich so gesagt hat.
Ja, es sind die Umstände, die einen depressiv werden lassen und mit bekämpfen habe ich gemeint, dass ich soweit an mir habe arbeiten können, dass ich sehr gestärkt aus der letzten krise herausgegangen bin und dem, was kommt, einiges mehr entgegenzusetzen habe, als es früher der Fall war.
Abstand möchte ich zur Zeit von meinem Mann. Ich kann mich ihm nicht annähern, es erdrückt mich, ich würd dann am liebsten einfach abhauen. Aber wovor laufe ich denn weg????
Ist einfach scheisse alles so wie es ist und ich weiß, nur ich kann was daran ändern, aber ich habe einfach Angst, denn die Entscheidungen, die jetzt getroffen werden, betreffen nunmal nicht nur mich alleine, sonder sie betreffen mich, meinen Mann, 4 Kinder, die uns beide von Herzen lieben, ein Haus, das gewohnte Leben, Familie , Freundeskreis, einfach alles.

Nina
Nina262 ist offline  
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Alt 28.07.2010, 15:47   Wie finde ich zu mir selber??? Beitrag #6 (permalink)
Gast12397
Gast
 
Beiträge: n/a
Hallo Nina,

es ist immer schwer aus der Ferne etwas zu raten. Ich kann dir nur aus eigener Erfahrung sagen, der Druck der Familie war damals auch bei mir da. Ich werde nie den Satz meiner Schwiegermutter vergessen, als ich über meine Tennungsabsichten sprach - meinst du du bist dann glücklicher? - und ich weiß wie sie es meinte. Es ging ihr sichwer nicht um mein Glück. Meine Antwort kam prompt und aus dem Inneren - ich weiß nicht mehr wie man das Wort Glück schreibt.

Ich habe diese Trennung und Scheidung vollzogen, zumal unser Kind auch unter den heftigen Spannungen mehr litt, als später unter der Trennung.

Sicher hat man auch viel Verantwortung den Kindern gegenüber, aber auch sich selbst. Mir hat damals mal jemand gesagt, dem Kind geht es immer so gut wie es der Mutter geht. Womit ich Dir nicht unbedingt zur Trennung rate, vielleicht aber eine Trennung auf Zeit oder auf Probe. So schwierig die Situation auch ist, in erster Linie geht es um Dein Wohlergehen.
 
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Alt 28.07.2010, 16:32   Wie finde ich zu mir selber??? Beitrag #7 (permalink)
Anevay
ankhaba
 
Benutzerbild von Anevay
 
Sternzeichen: Stier
Registriert seit: 18.12.2009
Alter: 44
Beiträge: 3.359
Nachgefragt

Soviel "haben" und zu wenig "sein", die innere Leere spüren und Sinnlosigkeit... ist es das?

Zu sich selbst finden kann in Abwendung von Materiellem passieren, still sein, ruhig, sich selbst zuhören lernen. Damit haben andere Menschen rein gar nichts zu tun.

Oder anders: was in dir selbst fehlt, kann dir kein anderer Mensch geben.

Hast Du schon versucht aufzuschreiben, ws dir - en detail (!!) - wichtig ist? Damit meine ich keine Schlagwörter wie "zeige mir das Du mich liebst, sei für mich da", sondern ganz konkret und natürlich auch realistisch formuliert.

Es könnte dir passieren, dass Du dir gewahr wirst, wieviel von dem, was auf dieser Liste dann steht, Du dir selbst geben kannst und oft nur Du dir selbst.

Viel Erfolg bei dem Weg zu dir selbst, Nina.
Anevay ist offline  
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Alt 29.07.2010, 09:39   Wie finde ich zu mir selber??? Beitrag #8 (permalink)
Unikummutter
Tanzende FreiSeele
 
Sternzeichen: Stier
Registriert seit: 28.10.2005
Ort: Weit, weit weg^^
Alter: 46
Beiträge: 1.175
Huhu Nina,

Zitat:
Zitat von Nina262 Beitrag anzeigen
Ich danke Euch von Herzen für Eure Meinungen :-) Wir haben uns schon Freiräume gegönnt und ich habe auch viele Hobbies, teilweise hatte ich zu viele und hab mich dann nur noch da reingestürzt. Momentan beschränke ich das auf Fotografie (da könnt ich stundenlang versinken), manchmal spiele ich eins meiner verschiedenen Instrumente und ich gehe viel mit meiner Hündin.
Tja, dass sich das Leben mal verändern kann, das ist wohl wahr, aber ob man das annehmen kann bzw. ob die Angst vor der ganzen Veränderung, der Reaktion des gesamten Umfeldes nicht zu groß ist, das ist ja auch ein Problem.

Ja, das kennt wohl fast jeder von uns, diese Situation. Es stellt sich die Frage warum es so weit kommt. Es stellt sich die Frage was passieren muss, das mann "plötzlich" sieht das alles nicht mehr so schön ist wie es war, man aber selbst daran beteiligt ist.
Wo wir verändern stossen wir ebenso, scheinbar oft, auf Widerstand der anderen, die wollen ja nichts ändern, sondern man selbst.
Ich denke es hilft herauszufinden was sich ändern soll, dann muss man sich überlegen wie wichtig einem das ist, und dann kann man praktisch loslegen^^.
So wie man selbst entscheidet, es muss sich was ändern, haben die anderen das Recht das abzulehnen, denn es geht ja auch um ihr eigenes Leben.
Ich glaube wir neigen als Kultur zur Dramatik, weil uns ja ein altes Bild von Eheleben und Beziehung vorschwebt, scheinbar um jeden preis alles erhalten und neue Lebenspläne werden als Bedrohung gesehen, warum eigendlich?
Die Pille für JEDE Beziehung heißt Offenheit und Wahrheit, weg mit dem Schweigen und Schlucken.
Hier fällt mir auch ein ob in deiner Therapie angesprochen wurde, das dein Umfeld mit verantwortlich ist für deine Depressionen, ich habe über Jahre erfahren das dem wenig so ist, die Therapeuten haben gelernt seelisch Kranke Menschen einzugliedern und gehen meißt nur vom Individuum aus, das ist heute einfach nicht mehr richtig so. Verbundenheit bezieht alle mit ein.


Als gefühlsmensch kann man leider nicht immer den Satz umsetzen: "Lass die anderen doch reden"!

Ja, lass die anderen doch reden, ich mag den Satz auch nicht sonderlich. Wenn man andere nicht reden lassen kann, weil man verbunden ist, hilft es nicht..............
Ich habe auch hier wieder das Gefühl, das wir Menschen sofort Trennungsgedanken entwickeln, es ist einfacher für sich selbst Entscheidungen zu treffen.


Ich bin wütend und enttäuscht, auch heute noch, dass mein Mann fast 13 Jahre nichts gegeben und nur gefordert hat und ich könnte mich selber in den Arsch beissen (*g*), dass ich das hab mit mir machen lassen und er sich so absolut sicher war, dass ich eben einfach da bin und bleibe. Aber ich kann es weder rückgängig machen, noch auslöschen. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich das einfach nicht vergessen kann und weiß, dass er sich, auch wenn er noch so sehr merkt, dass er mich liebt, nicht so weit ändern kann, dass ich glücklich damit bin, was er auch selber wörtlich so gesagt hat.

Ja, so war scheinbar Eure gegenseitige Vereinbarung so miteinander zu leben.
Ich kann dir nur schreiben, das es genau dein Weg war zu heute zu kommen, du würdest nicht so fühlen und hättest alles nicht gelernt was du heute weißt, wäre Eure Beziehung anders gelaufen. So doof das klingen mag, die Annahme es half meiner persönlichen Entwicklung verändert unsere Handlungsmöglichkeiten.
Naja wir würden vielleicht alle sagen wir lieben und können uns aber dorthin nicht mit verändern, denn der andere trägt etwas an uns heran was Änderung bedeutet, ich finde es verständlich.
Wenn er sagt das er dich liebt, steckt dahinter auch die Kraft einen gewissen Weg mitzugehen, vielleicht musst du nur den Mut aufbringen, und ihm zeigen das es nicht bedrohlich ist?
Wie genau würde diese Veränderung denn aussehen, wovon träumst Du?
Ich glaube all zu oft haben wir Träume die wir vielleicht selbst nicht umsetzen wollen, das müsste man erstmal betrachten und sich überlegen wie sich der Weg gestalten würde.
Konkrete Ziele sichern auch einen gewissen Weg und geben Sicherheit.


Ja, es sind die Umstände, die einen depressiv werden lassen und mit bekämpfen habe ich gemeint, dass ich soweit an mir habe arbeiten können, dass ich sehr gestärkt aus der letzten krise herausgegangen bin und dem, was kommt, einiges mehr entgegenzusetzen habe, als es früher der Fall war.

Woher kommt dann die Angst, das es wieder so werden könnte?

Abstand möchte ich zur Zeit von meinem Mann. Ich kann mich ihm nicht annähern, es erdrückt mich, ich würd dann am liebsten einfach abhauen. Aber wovor laufe ich denn weg????

Ja gute Frage, wovor läufst du weg? Vor der Vergangenheit die du nicht ändern kannst? Vor der Ungewissheit was passiert wenn du versuchst etwas zu verändern? Vor der Angst wieder depressiv zu werden? Vor der Angst gegen einen Strom zu schwimmen wenn du losläufst?
Warum erdrückt dich dein Mann, war das schon immer so?


Ist einfach scheisse alles so wie es ist und ich weiß, nur ich kann was daran ändern, aber ich habe einfach Angst, denn die Entscheidungen, die jetzt getroffen werden, betreffen nunmal nicht nur mich alleine, sonder sie betreffen mich, meinen Mann, 4 Kinder, die uns beide von Herzen lieben, ein Haus, das gewohnte Leben, Familie , Freundeskreis, einfach alles.

Warum geht gleich alles verloren wenn Du dich neu probierst? Eine Ehe bedeutet nicht eine Vereinbarung fürs Leben, man kann sich jederzeit woanders hin bewegen, vorallem auch gemeinsam. Die Arbeit daran ist in jedem Fall schwerer als weglaufen, dem sind wir uns klar. Aber hat man dies gelöst hat man eine gemeinsame neue Erfahrung, und das geht sehr gut.
Mir ist auch immer wieder unklar ob wir erwarten ein lebenlang in gleicher Stärke zu lieben oder ob uns nicht eine Verbundenheit hält die uns erlaubt mal abzubiegen und was neues zu probieren.


Nina
Ich wünsche dir viele positive Gedanken und ich wünsche Dir das du deinen Weg findest um nicht daran zu erkranken, nutze dein Wissen es nicht so weit kommen zu lassen. Man kann sich auch vorab Hilfe suchen um das Leben zu sortieren.

Lieben Gruss
Silvia
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