Das kenne ich auch

Manchmal tut einfach diese Depri-Stimmung unheimlich gut. Weil es uns zum Nachdenken anregt. Wenn du einen Song hörst wie du sagst, der sofort Depri-Stimmung hervorruft bei dir, dann passiert das nur, weil du diesen Song in genau dem Moment mit etwas verbindest, meißt mit eigenen Erlebnissen.
Ich denke, wenn du dir öfter diese Songs anhörst und wirklich jeden Tag gezwungenermaßen einmal Depri bist, dann hat es vielleicht auch etwas mit einer Traurigkeit in dir zu tun, die du schön längere Zeit in deinem Leben spürst. Ich glaube ja, je länger wir in einer Depri-Phase sind, desto wohler fühlen wir uns. Es gibt uns scheinbar eine Decke, so ein Gefühl wie: Wenigstens die Band in dem Song versteht mich oder etwas in der Richtung oder viellicht kennen es einige Menschen auch nicht anders. Wenn di dich jeden Tag in einem Schneckenhaus verkriechen würdest, würdest du ja nachher Angst haben raus zu gehen weil es neu ist.
Und genauso sehe ich das mit den Depri-Attacken (bei mir selbst jedenfalls)

Gefährlich ist dann meiner Meinung nach auch das Selbstmitleid.
Ein gesundes Maß ist ok würde ich sagen. Viele Menschen sind durch solche Depri-Phasen erst strak geworden, sind reiger geworden etc.. Es hat Ihnen im Endeffekt etwas mit auf dem Weg gegeben auch wenn es in der Zeit bitter war. Deshalb würde ich nicht zwangsläufig sagen, dass es nun unbedingt etwas negatives ist.
Versuche dich doch mal zu analysieren, was empfindest du mit dem Song wenn du ihn hörst, was verbindest du mit ihm? Warum stimmt es dich traurig?
Probier es mal. Vielleicht kannst du dir die Frage in deinem Fall ja selbst beantworten

LG
Sunny