Hallo liebe Sarah,
früh hab ich deinen Beitrag bereits gelesen und lange überlegt, was ich dir schreiben kann und soll. Nicht ob dir schreibe, sondern was dir schreibe.
Innerhalb deiner von dir geschilderten Situation stimme ich den Beiträgen vor mir zu, vor allem der Idee das du dich deiner Selbst wegen zurückziehst, zur Ruhe kommst und damit zu Entscheidungen finden kannst. Sprich die Idee dich krank schreiben zu lassen ...
Zu den weiteren Hintergründen einer solchen Idee bitte ich dich, meinen Text zu lesen den ich kleinen Hexe schrieb mit der Analogie der Stürme.
Und in dir - das weißt du sicher besser als ich/wir - tobt deinen eigenen Worten hier nach ein gewaltiger Sturm.
Da ist einmal die Arbeit und die offenkundige Ausbeutung deiner Person verbunden mit einer mehr wie verständlichen Angst von deiner Seite, die Arbeit zu verlieren wenn du dich zu sehr wehren tust.
Und auf der anderen Seite ist dein ICH, deine Seele, die gequält in dir aufschreit "eeeyyyyy....hallo.... verdammt noch eins, wir sind auch noch da, wir möchten berücksichtigt werden, wir möchten das du uns und vor allem DICH SELBST auch siehst und berücksichtigst !!!"
Nimmt es da Wunder liebe Sarah, das du derzeit so aus dem Gleichgewicht geraten bist ?
Kleiner Schwenk zur Allgemeinheit :
Du wie viele andere hier nehmen wegen unserer Spiriualität und Sensibilität diesen inneren Widerstreit wesentlich intensiver und bewusster wahr.
Tatsächlich aber leben wir in einer Zeit und Gesellschaft, wo dieses Thema leider zu gut und gerne 90 % zutrifft.
Wieviele kennt ihr in eurem Umfeld die tag aus, tag ein stöhnen über ihre Arbeit, denen ihre Arbeit geradezu ankotzt, aber aus Angst sie diese dennoch fortführen. Klar und natürlich ist die Angst mehr wie verständlich, aber mal Hand aufs Herz bitte ...
Ist es der Preis wert dieser Angst nachzugeben, lange Phasen des Lebens eine Tätigkeit zu verrichten die keinen Spaß macht und man innerlich immer mehr verbittert bis man wegen innerlicher Vergiftung schwerst erkrankt ?
Ist es dieser Preis wert ?????
Diese Frage liebe Sarah solltest du dir in Ruhe einmal selbst stellen bezogen auf deine derzeitige Situation.
Und nicht nur Sarah jetzt ...
gern jede/r der/die innerlich unzufrieden ist wegen seiner augenblicklichen Tätigkeit.
Ich rede von keinem Harakiri machen derart, einfach hinzuwerfen, sprich zu kündigen, und dann wird es der liebe Gott schon richten.
Aber Leutchen ...
und das schon unzählige Male in meinem Umfeld so ansprach, dann wenn die ewigen Jammerer (was jetzt bitte keine Anspielung auf dich Sarah und auch nicht an andere hier darstellt) hörte die über ihren miesen Job sprachen ...
das sagte :
eyy, du bist doch nicht mir deinem Job verheiratet !! Mach ihn weiter und such dir nebenher eine neue Tätigkeit ...
Ich möchte hierzu meine eigene kleine Geschichte wiedergeben, nicht unbedingt zum Nachahmen ins Detail, weil doch nen Stück weit Harakiri betrieb. Aber gern zum Nachdenken eben ...
Viele Jahre her, war Mitte zwanzig im Staatsdienst und kurz vorm Status Beamter auf Lebenszeit. Doch kam ich Selbst nie mit dem System Beamter klar was zur Folge hatte das mein innerer Rebell ständigen Ausgang hatte und sich unzählige Feinde schuf. Es wurde für mich zum reinsten Spießrutenlauf und Mobbing und die körperlichen Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Regelmäßig erhielt ich Gastritis, also Magenschleimhautentzündungen.
Nach der dritten oder vierten Attacke in Folge fragte ich meinen Arzt was das soll, so jung noch wäre und ständig diese Probleme (ich selbst war zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst spirituell, wußte da noch nicht mal wie man das Wort schreibt

)
Der Arzt war weise und empfahl mir über mein Leben und was mir gefällt bzw nicht gefällt nachzudenken -
was ich auch tat dann, die ganze Nacht durch ohne zu schlafen und morgens wußte ich was ich tat, tun wollte, tun mußte :
Ich zog meinen besten Anzug an, ging direkt auf das Personalbüro und kündigte fristlos per sofort.
Ab diesem Zeitpunkt hatte ich NIE wieder magenprobleme gehabt !
Wem hätte ich je etwas genutzt diese Zeichen zu übersehen, oder aus Angst vor Arbeitslosigkeit wegzuschieben wenn mein Preis dann jener geworden wäre, kaputter Magen, ja vielleicht sogar Magenkrebs zu kriegen und früh zu sterben ?
Zugegeben reichlich überspitzt, dennoch ...
was vorhin fragte, ist es der Preis wert MICH SELBST aus Angst vor Arbeitslosigkeit zu verraten und zu vernachlässigen, in dem ich weiterhin Dinge tue die mich buchstäblich ankotzen ???
Damit möchte ich dich Sarah nun nicht verbal in eine Ecke drücken, dich aufhetzen usw ...
aber ich möchte dich gern zum Nachdenken bringen über dich Selbst.
Und auch zum Nachdenken, das so manche Situationen im Leben geschehen, sich geradezu verschärfen, weil mitunter das Leben einen zur Veränderung dann zwingt.
Ich wünsche dir vom Herzen ersteinmal Ruhe und Besinnung liebe Sarah,
das sich dein innerer Sturm legen mag und du Klarheiten erzielst,
du Mut und Energie findest im Vertrauen und Glauben zu dir und in dir Selbst die für dich richtigen Entscheidungen zu treffen.
liebe Grüße
Norbix