ich bin ein „sowohl-als-auch-mensch“ und nehme alles sowohl persönlich als auch unpersönlich!
ich bin kein weichei und überempfindlich, alles spielt sich bei mir in gesunden grenzen ab. wenn man aber nichts mehr persönlich nehmen soll, dann leben wir irgendwann in einer völlig unpersönlichen und sehr betont materiellen welt, vielmehr, darin leben wir ja schon längst! weil manche leute sagen:
„nehmen sie es nicht so persönlich!“wie oft habt ihr das schon gehört?
auch das nehme ich dann persönlich und nehme mein gegenüber nicht mehr persönlich, das will er ja so! die hauptsache, ich bleibe ganz, in meinem lebenstanz!
es ist eine grenzenlose frechheit, von jemand anderem zu verlangen, sich selbst nicht persönlich zu nehmen und zu fordern, dass er sich in seiner persönlichkeit reduziert, wie allgemein üblich, auf die hälfte seiner persönlichkeit. so macht man menschen abhängig, z.b. vom materiellen!
die menschenwürde ist unantastbar, steht in so einem buch, namens, grundgesetz!
aber warum wird das dann im täglichen leben immer wieder grundsätzlich missachtet?
wer die welt nicht persönlich nimmt, der macht sie damit automatisch menschenunwürdig. jeder mensch will grundsätzlich, darum heißt es ja auch grundgesetzt, und in jedem augenblick, in seiner persönlichen menschenwürde geschätzt und geachtet werden. und dafür muss man jeden einzelnen im ganz alltäglichen leben ganz persönlich nehmen und nicht nur halb.
halbe persönlichkeiten, erfassen halt nur die halbe wahrheit, mit denen stimmt was nicht, die sind sich mit sich selbst uneins und im unreinen!
ich nehme jeden menschen in seiner eigenen persönlichkeit in erster linie für sich selbst wahr und dann erst für mich! das spüren meine mitmenschen grundsätzlich und automatisch. (liebe deinen nächsten, wie dich selbst!) natürlich treten im offensichtlichen zwischenmenschlichen bereich reibereien auf, das ist gut und sehr wünschenswert.
doch nur dann, wenn das zwischen zwei eigenständigen perönlichkeiten geschieht, dann werden „ganz automatisch“ gewisse grenzen eingehalten, da braucht man gar nicht drüber nachzudenken, ich jedenfalls nicht! geschieht das zwischen einer halben und einer ganzen persönlichkeit, so sorgt der ganzheitliche für die sinnvolle abgrenzung.
jeder ist sich selbst der nächste.
und eigentlich müsste ich davon ausgehen können, dass auch meine mitmenschen, zunächst sich selbst und erst in zweiter linie mich wahrnehmen (wahrhaben wollen), aber die realität sieht meist ganz anders aus. meine mitmenschen nehmen sich selbst meinst gar nicht mehr für sich selbst wahr und mich selbst dann natürlich auch nicht, aber ich nehme sie weiter wahr, automatisch, ich kann nicht anders, weil ich sie wahrhaben will. schon allein für meine selbstsicherheit!
wer in der selbstwahrnehmung ist und bleibt, der bleibt in der eigenen wahrheit und der will auch seine mitmenschen wahrhaft und ganz sehen und nicht nur ihren äußeren schein. ganz seit ihr, ganz will ich euch eheren und achten!
manchmal sieht man dann kurzzeitig beim gegenüber ein kleines funkeln, ein kurzes aufmachen, wenn man an ihnen vorbeikommt, in diesem moment haben sie mich innerlich erfasst und sehen sich als ganzes gewürdigt.
das ist, wie alles psychologische, eigentlich nicht der rede wert, aber doch erwähnenswert!
jeder mensch, darf sich von mir (in sich selbst) geschätzt wissen, ausnahmslos, jeder, und ich erwarte selbiges von jedem anderen, weil ich dessen würdig bin!
mein rat an alle menschlichen wesen:
was auch immer geschehen mag, bleibt ganz im lebenstanz, dann seit ihr weder kurz, noch klein zu kriegen!
ich bin ein sehr zäher hund, zäh wie leder, so sagt man, sowohl fest als auch geschmeidig! fordert man von mir, ich solle mein gegenüber nicht persönlich nehmen, dann kann er mir persönlich damit den buckel runterrutschen! ich mach mich dann krumm, weil er mir automatisch nicht geheuer erscheint! diese menschen können sehr gefährlich für das selbst werden, gelegentlich, auch für sich selbst!
gruß
SelbstAllein