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01.11.2006, 01:24
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Behindert Beitrag #1 (permalink)
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unsophisticated
Registriert seit: 29.06.2006
Beiträge: 385
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Behindert
Ich kann es ja irgendwo nicht sein lassen und da ich merke, dass hier vieles wiederholt wird, mach ich das jetzt auch mal.
Wir Menschen..., unser Wissen..., unsere Spiritualität...., unser Hellsichtigkeit....., unser Weg, alles supie, nur was ist mit den Behinderten Menschen, die euch erst mal nicht verstehen können und zweitens auch ganz andere Probleme haben.
Sie wollen nicht den Weg der Weisheit finden, sie wollen nicht wissen, warum sie hier sind, sie wollen auch nicht wissen, ob sie ein letztes Mal inkarniert haben, ebensowenig interessiert es sie, was die Karten sagen; Sie wollen nur Leben und ein wenig Aufmerksamkeit und Hilfe.
Dummerweise können sich viele aber nicht bedanken.
Liegt es daran, dass man ihnen nicht gerne hilft, weil man nichts zurückbekommt (was übrigens nicht ganz richtig ist) ?
Ich fisch mir den Gedanken nicht aus dem Hirn, meine Frau hat viele Jahre mit Behinderten Kinder gearbeitet und ich habe doch schon einiges mitbekommen.
Und wenn ich mir so überlege, worüber sich gesunde Menschen Gedanken machen und daneben Menschen sehe, die noch nicht mal in der Lage sind, einen Gedanken auszudrücken, frage ich mich.... wer ist denn nu näher an Gott?
Ich will hier nichts untermauern, schon gar nicht euere Gefühle verletzen, nur mir wird schlecht, wenn ich die ganzen Hilferufe höre, die sich doch immer nur auf sich selbst beziehen.
Ist hier irgendjemand, der mal nicht an sich denkt, wenn er was schreibt?
Ich kenne dieses Gefühl ja selber, wau, jetzt habe ich was dolles geschrieben, das war gut, mir geht es dadurch auch nicht schlechter, eher besser. Tolle Illusion.
Es wird von Krieg geschrieben und gefragt, warum..., oder wie hat man sich als Soldat zu benehmen. Alles tolle Fragen und jeder hat schon eine Lösung parat, obwohl keiner wirklich Ahnung hat. Mitfühlen, Erklären, Verstehen kann man nur Dinge, die man selber mal erlebt hat.
Also ich bleibe dabei, ich seh mich lieber da um, wo Menschen den Menschen helfen, die es wirklich brauchen. Oder ist hier jemand, der sich morgens nicht selber waschen kann?
Jeder hat seine kleineren, oder größeren Probleme, die immer aktuell ganz schlimm sind, da wir ohne gar nicht leben können. Ich habe irgendwann mal die Erfahrung gemacht, dass ein aktuelles Problem, welches mich sehr beschäftigt hat, sich in Rauch auflöst, wenn etwas schlimmeres passiert.
Na ja, wie dem auch sei, wollte vielleicht nur sagen; So wichtig sind wir alle nicht.
Sorry an die Mod's, mußte mal wieder sein.
Aby, eher Lebensfragen, war mir wieder unsicher.
LG
Zaunrübe
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01.11.2006, 07:49
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Behindert Beitrag #2 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 26.09.2006
Ort: Sachsen
Alter: 54
Beiträge: 319
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Hallo Alraune,
der erste Gedanke, der mich beim Lesen deines Beitrages durchströmte (und wollte den die Tage schon zu deinem Thema "Wünschen" eigentlich dazu schreiben) war jener "ich wünsche mir, das wir Menschen auch mehr Toleranz gegenüber uns selbst praktizieren"
Was du schreiben tust ist allemal richtig, also vom rein Grundsätzlichen.
Dennoch stelle ich mir zu deinen Worten einige Fragen bzw habe ich Anmerkungen.
>Sie wollen nicht den Weg der Weisheit finden, sie wollen nicht wissen, warum sie hier sind, sie wollen auch nicht wissen, ob sie ein letztes Mal inkarniert haben... <
Hmm, woher wollen wir wissen, ob sie das nicht finden und wissen wollen ? Nur weil sie "anders" sprich behindert sind, sich nicht wie die meisten verbal oder sonst wie dazu äußern ?
Kann es nicht sogar sein, das (besonders schwerst Behinderte) sie wesentlich mehr und öfter im Jetzt leben als wir und sie damit diese Fragen gar nicht interessieren, weil im JETZT stellst du diese Fragen nicht ...
Ich nicht, du nicht Alraune, keine anderen Menschen und auch keine Behinderte ...
stellen diese oder andere ähnliche Fragen wenn man sich im JETZT befindet.
>Dummerweise können sich viele aber nicht bedanken.
Liegt es daran, dass man ihnen nicht gerne hilft, weil man nichts zurückbekommt<
Es fällt so manchen Menschen schwer sich zu bedanken, auch Menschen ohne Behinderung.
Doch wer wirklich aufrichtig half (darunter verstehe ich ein Helfen ohne Erwartungen dahinter) wird das Danke eines anderen in den Augen sehen, wird das Danke des anderen als warme Energie in sich innerlich spüren.
Doch dieses sehen und spüren wird meist nur dem Menschen offenbar, der zuvor aufrichtig ohne Erwartungen half und es wird ihm mehr belohnen als 999 Worte des Dankes oder sonstiges.
Zum Thema "helfen wollen" möchte ich noch paar Sätze eigener Erfahrung anhängen dürfen ...
In unserer Gesellschaft der heutigen Zeit aufrichtig und ehrlich helfen zu wollen, ohne Erwartungen sprich selbstlos damit, ist sehr schwer geworden, wenn nicht sogar fast schon unmöglich.
Vielleicht ging es einigen hier auch schon so ...
Man möchte Jemanden helfen, einfach und nur so, absolut ohne Erwartungen... und dem Gegenüber siehst du im Gesicht geschrieben wie dort sämtliche Alarmglocken läuten und Abwehrbereitschaft entsteht, man die Gedanken des anderen förmlich spürt "Waaasssss... man möchte mir helfen ? Warum ? Wieso ? Was steckt dahinter ? Was will der/sie dafür ? Wo ist der Haken" ...
Und so findet so manche ehrliche und aufrichtige Hilfe seine Ablehnung. Und wenn es um Behinderte geht umkreisen ihn genügend andere die so für ihn denken und die Hilfe ablehnen.
Die zweite Sache ist die, das du in Deutschland selbst bei den allerbesten Willen und Absichten gar nicht helfen darfst. Man fordert einerseits zur Hilfe und Zivilcourage auf, und andererseits schafft man unzähligste Regularien die eine Hilfe absurdum führen.
Du darfst deine eigene Oma z.B. über die Straße führen, machst du dies bei einer fremden Oma mußt du wegen Anzeige rechnen weil es entweder al Nötigung ausgelegt wurde oder wahrscheinlicher, das du eine Hilfe geleistet hast ohzne amtliche Zulassung, ohne Ausbildung und 17 Diplome dafür das du helfen darfst.
Verzeiht wenn ich hier mal ganz direkt sage, das wir zu diesen Themen eine mehr als nur bescheuerte Gesellschaft geworden sind...sorry.
>...wenn ich die ganzen Hilferufe höre, die sich doch immer nur auf sich selbst beziehen...<
ohne das ich bitte mißverstanden werde, finde ich dies rein grundsätzlich sogar für richtig und gut. Wem nutze ich, wenn ich überspitzt gesagt Jesu spiele und mir das ganze Leid reinziehe und meinen eigenen Problemen zu lösen ich unfähig mich zeige ? Ja vielleicht zu stolz sogar bin das einzugestehen und auch andere teilhaben zu lassen ? Wem nutze ich wenn ich mich den üblichen und IN-Gedanken hingebe um mich im Opfer-dasein rumzusuhlen ? Vor allem aber, wie will ich je "absolut aufrichtig und selbstlos" helfen wenn ich der (Eigen-)Liebe unfähig bin ?
Mir stellen sich bei deinem Satz zwei ganz andere Fragen ...
Die erste ist die, wenn wir diese Hilferufe vernehmen, warum helfen wir dann nicht ??? Selbstredent rede und meine ich aufrichtige und selbstlose Hilfe.
Die zweite Frage ist aber viel entscheidender finde ich :
Wie aufrichtig und ehrlich ist denn überhaupt dieser Hilferuf ???
Möchte jemand wirklich Hilfe oder möchte/sucht er/sie nur Bestätigung und Mitleid um sich im Opferdenken zu gefallen und weiterzumachen ?
Meine Art zu helfen, und die ist noch nicht einmal in unserem überregulierten Deutschland verboten ist diese, behinderte Menschen wahrzunehmen, diese zu sehen -
aber nicht als Behinderte im Vordergrund, sondern als Teil unserer Menschen-Gemeinschaft, unserer Gesellschaft, kurzum > als MENSCHEN < diese sehe.
>Mitfühlen, Erklären, Verstehen kann man nur Dinge, die man selber mal erlebt hat.<
Sorry, aber hierzu widerspreche ich ...
bzw relativiere es derart, das du Recht hast soweit und solange du es ausschließlich auf under Verstandesdenken beziehen tust.
Bist du einem anderen Menschen gegenüber in wahrhaftiger Liebe, sprichst und denkst, fühlst und spürst du mit dem Herzen dabei, wirst du JEDEN Menschen mitfühlen und verstehen können.
Mein Lieblingssatz, ja sogar mein Motto zu dem ich mich in vielen Situationen erinnere, gerade wenn es um Situationen geht die ich nicht verstehe, auch gut geeignet für Situationen die einem Angst bereiten :
"Ich muß nichts (aber auch rein gar nichts !!!) verstehen, um nicht dennoch LIEBEN zu können !"
>Na ja, wie dem auch sei, wollte vielleicht nur sagen; So wichtig sind wir alle nicht<
Jein, ich weiß wie du es meinst und kann dir damit zum Teil auch Recht geben, dennoch :
Wir sind wichtig, jeder einzelne erstmal für sich selbst und alleine ist sich der wichtigste Mensch in seinem Leben ,-
und jeder Mensch ist im Gefüge des gesamten Kollektivs, der gesamten Menschheit, wichtig dem Beispiel gleich, das zum funktionieren eines Uhrwerkes JEDES und noch so kleine Zahnrad wichtig ist !
Es geht doch letztlich, finde ich, doch nur um eines :
Die Wichtigkeit eines jeden einzelnen Menschen (damit meine ich logo auch völlig losgelöst ob gesund oder behindert) steht absolut ausser Frage ---
es geht darum, das sich der eine Mensch sich nicht über den anderen stellt weil er/sie sich als etwas besseres fühlt ,-
und ebenso wenig das sich ein Mensch unter eines anderen Menschen stellt weil er/sie sich schlechter fühlt und damit nur Opferdenken sich erfüllt ,-
es geht darum - und um das wird es IMMER gehen -
wir sind ALLES Menschen und Menschen, wir sind unterschiedlich und anders, und dennoch sind wir ALLE EINS
liebe Grüße
Norbix
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01.11.2006, 08:03
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Behindert Beitrag #3 (permalink)
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Friedfisch
Registriert seit: 04.10.2006
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 418
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Hallo Alraune
Ich versuche mal mit einem Vergleich zu antworten wie ich denke:
Der Mensch hat 100% Energie zur Verfügung. Geht es ihm und seinem Umfeld gut, ist er bereit und in der Lage sich um "sowas" (wie Du es beschreibst) Gedanken zu machen.
Kommt er aber in eine Notlage; persönlich, familiär oder sonstiges.. denkt er so wie Du, weil seine Energien zum Teil entzogen werden. Ist meine Erfahrung, hab ich so erlebt, darum spreche ich mit 
Habe trotzdem einen Tipp für Dich: Akkus aufladen bitte  Denn keinem ist damit geholfen, wenn DU auch noch flach liegst.
Alles Liebe Dir 
>>> Die Menschen mit Handicap sind nicht gemeint, sondern DU persönlich.
Geändert von DieweisseHexe (01.11.2006 um 08:08 Uhr)
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01.11.2006, 10:28
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Behindert Beitrag #4 (permalink)
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~Gaia~
Registriert seit: 24.11.2005
Ort: In meinem Herzen
Beiträge: 11.228
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Thread verschoben
Hallo Zauni,
ich denke hier ist dein Thema gut plaziert 
Liebe Grüsse
Aby
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01.11.2006, 14:14
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Behindert Beitrag #5 (permalink)
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Liebe im Licht
Sternzeichen:
Registriert seit: 29.09.2005
Ort: Obernzenn/Mittelfranken
Alter: 65
Beiträge: 356
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Sorry
ich kann das Ganze nicht nachvollziehen. Warum sollen Behinderte anders denken, als Gesunde? Warum sollten sie sich nicht die gleichen Gedanken machen, wie alle anderen auch? Denken nicht vielleicht gerade sie eher über das nach, was nicht greifbar ist?
Zitat:
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Sie wollen nicht den Weg der Weisheit finden, sie wollen nicht wissen, warum sie hier sind, sie wollen auch nicht wissen, ob sie ein letztes Mal inkarniert haben, ebensowenig interessiert es sie, was die Karten sagen; Sie wollen nur Leben und ein wenig Aufmerksamkeit und Hilfe.
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Woher wißt Ihr dieses? Habt Ihr schon einmal einen Behinderten gefragt nach dem, was ihm hier unterstellt wird?
Ich denke, dieses sollte auch bedacht werden.
Liebe Grüße
Semonel Ach, ich vergaß wohl zu erwähnen, daß ich schwerbehindert bin!
Ich will den Weg der Weisheit finden, ich will wissen, warum ich hier bin, ich will auch wissen, ob ich ein letztes Mal inkarniert habe, ebenso interessiert es mich, was die Karten sagen
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01.11.2006, 14:54
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Behindert Beitrag #6 (permalink)
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unsophisticated
Registriert seit: 29.06.2006
Beiträge: 385
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Hallo lieber Semonel,
zuerst wollre ich Dich fragen, warum Du Dich angesprochen fühlst, nur nach genauer Inaugenscheinnahme ist mir aufgefallen, dass ich mich unklar ausgedrückt habe.
Ist so ähnlich, als wenn man den Begriff "Kinder" benutzt und nicht weiß, wer sich selber noch als solches sieht.
Ich habe nicht von Menschen gesprochen, die im Rollstuhl sitzen, oder einen Behindertenausweis haben, oder nach einem Schlaganfall zwar bettlägerisch sind, aber sie noch klar denken können und auch kommunizieren können.
Gerade bei diesen Menschen ist es mit Sicherheit keine Frage, dass sie sich mit ihrem leben, dem Tod und der Frage was kommt auseinandersetzen.
Ich meinte eher schwer geistig und körperlich behinderte Menschen, die alleine nicht lebensfähig wären.
Ich bezweifele nicht, dass zum Beispiel bei schweren Authismus der Geist wesentlich weiter ist, als bei vielen hier, nur stell ich mir die Frage, mit was beschäftigt sich dieser Geist?
Der mensch als Einheit kann es uns nicht vermitteln, weil er dazu nicht in der Lage ist.
Vielleicht manchmal, ein Blick, ein reichen der Hand, eine kurze Umarmung..., um im nächsten Moment wieder völlig auszusasten.
Und ich glaube nicht, dass sich dieser Geist für Karten interessiert, sondern eher verzweifelt über seinen Kerker.
Diese Menschen freuen sich über Liebe, Verständniss und Hilfe und haben, wie schon erwähnt, andere Probleme als wir und deswegen bleibt meine Meinung, wie oben erwähnt, bestehen.
LG
Zaunrübe
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01.11.2006, 18:04
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Behindert Beitrag #7 (permalink)
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Liebe im Licht
Sternzeichen:
Registriert seit: 29.09.2005
Ort: Obernzenn/Mittelfranken
Alter: 65
Beiträge: 356
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Lieber Zaunrübe
genau das wollte ich damit sagen. Du hast versehentlich in der Verallgemeinerung geschrieben, ohne aufzuzeigen, daß es viele "Arten" der Behinderung gibt. Geistig, körperlich, seelisch - alle fallen unter den Begriff der Behinderung.
Zitat:
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Ich meinte eher schwer geistig und körperlich behinderte Menschen, die alleine nicht lebensfähig wären
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Auch bei diesen Kranken würde ich diese Aussagen nicht verallgemeinern. So - wie bei vielen Gesunden auch - gibt es unter den geistig Behinderten sicher manche, denen das Leben außerhalb der Realität wurscht ist. Aber es sind nicht alle. Viele denken über das Leben, über das Warum und Wieso, über Inkarnationen und ihren Gott nach. Ihr Handycap ist es, daß sie ihre Gedanken nicht äußern konnen, und zwar so, daß ein Nichtbehinderter sie versteht. Gib einem geistig behinderten einmal ein Blatt Papier und Malstifte. Du wirst staunen, wieviel Weisheit sich in den gemalten Bildern ausdrücken wird.
Und auch von mir ein paar Worte zum Thema "Helfen". Ich bin in der glücklichen Lage, daß man mir meine Behinderung nicht ansieht. Daher bekomme ich auch nur Hilfsangebote von den Menschen, die mich genau kennen und wissen, was ich nicht alleine kann. Allerdings ist das manchmal auch nicht so glücklich. Wenn ich beim Einkauf schwere Kästen in den Wagen heben muß, findet sich keiner, der mir hilft. Alle halten mich dann nur für zu faul.
Anders ist es mit den Menschen, denen man die Behinderung ansieht. Da muß geholfen werden. Ob sie wollen oder nicht. Man geht einfach davon aus, daß sie Hilfe wollen. Aber wollen sie das wirklich? Wollen sie nicht lieber als Mitglieder der Gesellschaft akzeptiert werden?
Hier in Obernzenn sind mehrere Heime für geistig behinderte Menschen. Hier im Ort sind sie integriert. Sie werden gegrüßt, wie jeder andere, keiner sieht sie schief an. Bei Festen werden sie eingeladen - und nicht nur deshalb sind sie gerne hier. Sie werden als Menschen angesehen, als Einwohner des Ortes, die zwar krank sind. Aber wer ist das nicht auf seine Weise?
Liebe Grüße
Semonel
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01.11.2006, 18:43
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Behindert Beitrag #8 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 26.09.2006
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Beiträge: 319
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Hallo,
bei deinen weiteren Worten Alraune kommen mir viele Diskussionen und Gespräche über sogenannte Koma-Patienten in den Sinn.
Wir aussenstehenden machen uns einen Kopf darüber ob und inwieweit dies für den vom Koma Betroffenen menschenwürdig ist. Und doch haben wir keinste Ahnung was und wie der Betroffene dabei fühlt und empfindet.
Wissen wir denn ob sich diese Person nicht sogar wohlfühlt ?
Gut, genauso kann es sein, das sich diese Person gefühlsmäßig wie im Kerker vorkommt.
Aber wir wissen es nicht !!
Und noch weniger wissen wir welche Erfahrungen seine Seele machen möchte und wie oft greifen wir unbedacht damit in den Wunsch von Seelen ein die etwas erfahren und lernen möchten ?
Eine Seele die ihre Aufgabe erfüllte oder ganz einfach nur noch müde ist und gehen will -
sie wird gehen, daran hindert dann nichts auf der Welt und keinste Medizin unserer Zeit vermag das zu verhindern.
Wir können (und tun es leider oft) aber in die Entscheidungen der Seele eingreifen und durch z.B. abschalten von Maschinen die Seele zwingen ihren Lernprozeß abzubrechen und den Körper zu verlassen.
Tja, jede Seele wird mit Bestimmtheit dafür Freudensprünge anstellen ...
Ich weiß, ein schweres Thema ...
aber es wird auf keinen Fall leichter wenn wir uns mit unseren Maßstäben und Spekulationen in deren Köpfe reindenken möchten um ihnen Entscheidungen abzunehmen. Auch Behinderte möchten frei leben ohne allen Entscheidungen entbunden zu werden.
Ich bin überzeugt davon, das Behinderte die gleiche tiefe Sehnsucht nach Freiheit in sich tragen und haben wie gesunde Menschen. Doch kann sich dieser Wunsch nach Freiheit bei Behinderten völlig anders darstellen, als wir Gesunden uns dann mit unserem üblichen Verstandesdenken voller Maßstäbe und Vorurteile denken.
Und noch eines was ich in meinem Beitrag bereits sagte und man es wohl überlesen hatte ...
Solche Behinderte sind dem im JETZT zu leben bestimmt näher und auch häufiger drinnen als wir.
Und ich wiederhole gerne, ein Mensch der im JETZT sich befindet und lebt wird niemals Fragen stellen wo der Weg zur Weisheit liegt, wird nicht wissen wollen warum er/sie IST, es interessiert nicht ob und wieviele male inkarniert und Karten interessieren auch nicht ...
Nicht wenn man im Zustand JETZT sich befindet, im Zustand der wahren Liebe, des ICH BIN und des EINS mit ALLEN.
Vielleicht solltest du deine durchaus berechtigten Gedanken und Fragen einmal unter diesen Aspekt des JETZT näher betrachten.
liebe Grüße
Norbix
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