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22.03.2010, 11:07
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Jäger und Gejagter in der Liebe? Beitrag #1 (permalink)
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♥
Sternzeichen:
Registriert seit: 07.01.2010
Alter: 26
Beiträge: 667
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Jäger und Gejagter in der Liebe?
Mir stellt sich immer wieder die Frage, warum es in manchen Beziehungen immer dieses hin und her gibt.
Mal gibt sich der Mann ganz viel Mühe und hat vielleicht auch Angst die Frau zu verlieren - weil sich die Frau etwas distanziert, oder vielleicht gerade durch dieses zu viel der Mühe distanziert.
Und dann schwenkt das Ganze wieder um. Sie will die Nähe und zeigt es ihm und in dem Moment bemüht er sich nicht mehr. 
Fühlen sich die Menschen in dem Moment, in dem sie "umworben" werden zu sicher? Ist das nicht eine Art Machtspiel? Wenn vielleicht auch unbewusst?
Kann man das auch irgendwie durchbrechen? Oder ist das eigentlich ganz normal?
Dieses Modell erscheint mir halt einfach nicht "harmonisch"?!
(Fragen über Fragen  Danke schonmal für eure Ideen und Gedanken)
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23.03.2010, 22:40
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Jäger und Gejagter in der Liebe? Beitrag #2 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 15.05.2008
Beiträge: 248
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Wenn es eine antwort auf diese frage gibt wüßte ich die gerne. Ständig dieses hin und her..... Warum hört das nicht mal auf??? Das ganze ist ja noch nicht mal alters abhängig geschweige denn, das wenn zwei mit schlechten Erfahrungen zusammen kommen das die spielchen aufhören weil sich beide nach ruhe sicherheit und geborgenheit sehnen.
Wahrscheinlich hat noch keiner hier geschrieben weil es kaum jemanden gibt dem sowas aufgefallen ist. In dessen Umgebung es nur gut funktionierende Beziehungen gibt. Die Umgebung hätte ich auch gerne!!!
Luna
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24.03.2010, 08:45
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Jäger und Gejagter in der Liebe? Beitrag #3 (permalink)
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♥
Sternzeichen:
Registriert seit: 07.01.2010
Alter: 26
Beiträge: 667
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Hm ja ich denke auch fast. Entweder das Problem ist doch nicht so weit verbreitet (in meiner Umgebung leider schon) oder die Lösung dieses Problems ist doch schwieriger als gedacht?! 
Ja das mit den schlechten Erfahrungen ist nochmal so eine Sache.
Einerseits will jeder Ruhe und Geborgenheit, andererseits hat man nach schlechten Erfahrungen vielleicht schon so n kleines Problemchen mit dem Vertrauen und/oder will sich nicht ausnutzen lassen. Selbst wenn man dann gar nicht ausgenutzt wird ist man ständig auf der Hut und das Gegenüber spürt das auch und wird auch vorsichtig.
Verzwickte Sache...
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24.03.2010, 17:23
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Jäger und Gejagter in der Liebe? Beitrag #4 (permalink)
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Ursache
Sternzeichen:
Registriert seit: 02.04.2007
Ort: Berlin-Reinickendorf
Alter: 27
Beiträge: 5.751
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Ok, also dieses Problem kann auftreten, wenn die beiden nicht den selben Rythmus haben. Von der Frau wissen wir ja, dass sie einem gewissen Ryhtmus unterliegt, tatsächlich haben Männer das auch (nur eben nicht so offensichtlich). Mann braucht Zeit um sich zurückzuziehen und für sich zu sein.
Wenn das nicht harmonisiert, dann kann das daran liegen, dass man den anderen sich nicht zurückziehen lässt.
John Gray hat das mal so schön ausgedrückt (sinngemäß): Wenn der Mann in seine Höhle geht, dann sollte ihn die Frau lassen - umso schneller kommt er wieder raus - folgt sie ihm jedoch, dann wird er sich immer weiter zurückziehen und das wird dazu führen, dass sie ihm umso mehr folgt.
Liegt daran dass der Prozess unbewusst abläuft (bei beiden).
Normalerweise sind Rückzugsphasen eher klein, aber sie verlängern sich, wenn man die Möglichkeit nicht bekommt sich zurückzuziehen.
Die allseits bekannte, aber selten angewandte Lösung: Offen darüber sprechen.
Dafür ist natürlich bewusstheit notwendig, weil nur diese so einen Prozess offen legt und nur so kann man das ausformulieren, so dass der andere Verständnis zeigt und angemessen reagiert.
Grüße Shuichi
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25.03.2010, 08:42
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Jäger und Gejagter in der Liebe? Beitrag #5 (permalink)
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♥
Sternzeichen:
Registriert seit: 07.01.2010
Alter: 26
Beiträge: 667
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Das klingt einläuchtend.
Also wenn man es einsieht und es zulässt dann ist es für die Betreffenden sicher ein Stück leichter.
Aber wenn man nun nicht den selben Rhythmus hat, gibt es dann womöglich eine Lösung mit der Zeit in etwa "gleich" zu ticken? 
Denn selbst wenn Frau nun Mann die Distanz lässt (oder umgekehrt) so bleibt in einer Person dann in dem Moment immer die Sehnsucht. Und sobald der, der sich zurückgezogen hat wieder ankommt ist dann der andere Part nun der, der womöglich seine Ruhe will. 
Ist ja auch nicht förderlich... 
Verstand führt zu einer Erkenntnis und Akzeptanz, aber nicht zur Erfüllung... mit Verstand lässt sich das Herz nicht abspeisen.
Und trotz diese Problematik ist so ein Paar womöglich dennoch unzertrennlich und voller Liebe - nur eben nicht wirklich zufrieden.
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25.03.2010, 09:01
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Jäger und Gejagter in der Liebe? Beitrag #6 (permalink)
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ankhaba
Sternzeichen:
Registriert seit: 18.12.2009
Alter: 44
Beiträge: 3.359
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Patricia Evans schreibt davon, dass es Menschen gibt, die in der Machtrealität leben und Menschen, die in einer Beziehungsrealität leben.
Sobald Macht, Kontrolle, Besitzwunsch vorhanden sind, wird auch eine Liebesbeziehung zu einem Ding, das wie ein Hab und Gut verteidigt, sichergestellt, besetzt wird. Die Angst davor verlassen oder betrigen zu werden ist da die andere Seite der Medaille, also wer meint, "nur" aus Angst solche Methoden anzuwenden, will ebenso Macht und Kontrolle, nur eben passiv.
Darüber lassen sich bestimmt Romane verfasssen. Und solange ein Mensch die Beziehungsrealität, die mit loslassen, vertrauen, nebeneinander stehen zu tun hat, nicht kennt, kann der Ausgang aus der anderen Ebene oft nicht gefunden werden. Eben das tun zu sollen, was vermieden werden muss um jeden Preis. Schwer das zu erkennen und zu überwinden.
Das sin die Fragen, die sich stellen; Woher kann ich wissen, er/ie bleibt mir treu? Was, wenn ich langweilig werde für den Partner, weil er sich zu sicher sein kann? usw.
Solche und ähnliche Fragen weisen darauf hin, in welcher Realität man selbst lebt, wobei es auch hier Graustufen gibt, kein entweder-oder.
So sehe ich das.
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25.03.2010, 10:36
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Jäger und Gejagter in der Liebe? Beitrag #7 (permalink)
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Gast
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Hey ihr Lieben,
Ich denke dieses ständige auf und ab in Beziehungen hat sehr viel mit den Bedürfnissen des Menschens zu tun ( männlich wie weiblich). Der Verhaltenspsychologe Maslow klassierte diese in seiner Bedürfnispyramide, eine Art menschliches Streben welche sich in 5 unter- und übergeschichteten Bedürfnissen einteilt.
Wenn die sozialen Bedürfnisse wie : Familie, Freundeskreis, Partnerschaft, Liebe, Intimität, Kommunikation erfüllt sind, dann bewirkt dies, dass man unbewusst nach noch mehr streben will, nämlich die Individualbedürfnisse wie : Höhere Wertschätzung durch Status, Respekt, Anerkennung (Auszeichnungen, Lob), Wohlstand, Geld, Einfluss, private und berufliche Erfolge, mentale und körperliche Stärke.
Sind dann auch diese erfüllt, kommt die 5te und letzte Stufe die Selbstverwirklichung: Individualität, Talententfaltung, Perfektion, Erleuchtung, Selbstverbesserung.
Aber die meisten Menschen sind in den unteren 4 Stufen gefangen, man nennt sie darum auch Defizitbedürfnisse und unstillbare Bedürfnisse.
Nur erkennen viele Menschen eben nicht, dass diese Defizite nicht durch äusserliche "Dinge" ( wie toller, gutbezahlter Job, attraktive Partnerin) dauerhaft aufgefüllt werden können, sondern nur indem man im Innern zur Einheit und zum Einklang mit sich selbst gelangt.
Dieses Gefühl nie mit sich selbst im reinen zu sein, resp. nie mit sich selbst zufrieden zu sein und immer wieder zu versuchen irgendwelche Defizite auszugleichen oder zu kompensieren macht, dass der Mensch sein inneres Unvollkommenheitsgefühl auf seinen Gegenüber (Partnerin) projeziert und somit entsteht automatisch diese Distanz.
Der beste Weg also eine voll harmonische Partnerschaft zu leben besteht darin, im Innern selbst zu Harmonie zu gelangen. Defizite an sich selbst zu akzeptieren und anzunehmen und sie somit beim Partner auch zu tolerieren resp. zu akzeptieren. Und nicht darin immer zu erwarten dass der/die Partner(in) diese bei einem selbst kompensieren "muss".
Alles Liebe
Astrid
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25.03.2010, 10:39
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Jäger und Gejagter in der Liebe? Beitrag #8 (permalink)
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Gast
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Zitat:
Zitat von Sanaya
Mir stellt sich immer wieder die Frage, warum es in manchen Beziehungen immer dieses hin und her gibt.
Mal gibt sich der Mann ganz viel Mühe und hat vielleicht auch Angst die Frau zu verlieren - weil sich die Frau etwas distanziert, oder vielleicht gerade durch dieses zu viel der Mühe distanziert.
Und dann schwenkt das Ganze wieder um. Sie will die Nähe und zeigt es ihm und in dem Moment bemüht er sich nicht mehr. 
Fühlen sich die Menschen in dem Moment, in dem sie "umworben" werden zu sicher? Ist das nicht eine Art Machtspiel? Wenn vielleicht auch unbewusst?
Kann man das auch irgendwie durchbrechen? Oder ist das eigentlich ganz normal?
Dieses Modell erscheint mir halt einfach nicht "harmonisch"?!
(Fragen über Fragen  Danke schonmal für eure Ideen und Gedanken)
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ich denke, dass ist irgendwie normal bis alle Grenzen gesteckt sind und die Partner sich gegenseitig respektieren und ihn nehmen wie er ist....
und das es das nur selten, bis fast nie gibt ist halt das Hin und Her normal wo es darum geht seine Grenzen zu stecken und die des anderen zu respektieren.... 
kurz: eine Lebensaufgabe schlechthin...
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