|
» Karten |
|
|
» Benutzer (5.164)
» Sehenswürdigkeiten (129)
» Ereignisse (0)
|
|
Wenn du dich kostenlos registrierst kannst du neue Themen verfassen, an Umfragen teilnehmen und vieles mehr. Falls Du bei der Registrierung oder Anmeldung Probleme hast, dann kontaktiere uns.
 |
29.01.2010, 09:32
|
Vom bewußten Abgrenzen und Nicht-Verstehen-Wollen Beitrag #1 (permalink)
|
|
Lichtbringer
Sternzeichen:
Registriert seit: 21.07.2007
Ort: Isernhagen
Alter: 45
Beiträge: 151
|
Vom bewußten Abgrenzen und Nicht-Verstehen-Wollen
Ihr Lieben,
und nun folgt hier die Fortsetzung des Textes zum Verstehen. Nicht immer möchte ich verstehen. Nicht immer ist es mir möglich zu verstehen. Und manchmal wähle ich bewußt den Weg des Nicht-Verstehens. Auch hierüber möchte ich ein wenig schreiben, erscheint es mir doch als sinnvolle Ergänzung des Textes über das Verständnis und das Verstehen.
Ich bin überzeugt davon, das ich auch als achtsames Wesen, als göttlicher Mensch, nicht für alles und jeden Verstehen zeigen und erlangen muss. Dies muss (will oder möchte) ich nur, wenn mir mein Gegenüber am Herzen liegt und manchmal nicht mal dann. Doch dies scheint ein Konflikt in mir selbst zu sein und deshalb schreibe ich darüber.
Wenn ich liebe, dann liebe ich ganz und gar, vollständig und so gut, wie es mir möglich ist. Doch tut meine Liebste irgendetwas, dass mich verärgert, das etwas in mir tut, mir Leid, Schmerz oder Sorgen bereitet, dann stehe ich wie die Kuh vor dem Klavier und bin nicht mehr fähig, diese Liebe zu geben. Versuche ich dann zu verstehen, warum sie dies gerade jetzt tut, gelingt es mir nur manchmal auf die Ebene des Verstehens zu wechseln und meinen Schmerz zu besiegen.
Meist gelingt es mir nicht und dann wähle ich einen anderen Weg, den des Nicht-Verstehen-Wollens. Dieser Weg erschien mir mehr als notwendig, muss doch jeder von uns mit Situationen umgehen, die er / sie nicht so einfach ändern kann und die ihm / ihr Schmerz oder Leid bereiten.
Und so gehe ich in solchen Situationen in die gleiche Abgrenzung, in die ich gehe, wenn jemand, der mir nicht so nahe steht, etwas tut, was ich nicht gutheiße. Ich sage mir dann
Dies ist nicht meines, es ist Deines (ihres, wie auch immer)
und grenze mich damit ab. Ich wechsele dann in einen Zustand der Neutralität und kann mir fast alles, was in mir vorher Resonanz hatte, ansehen, ohne reagieren zu müssen.
Achtung, dies funktioniert nur, wenn Du nicht selbst betroffen bist, also keine Auswirkungen auf Dich, Dein Leben, Lieben, Deine Zeit bestehen.
Gibt es Auswirkungen, kannst Du nur angemessen reagieren und Dich ggf. aus dieser Situation herausnehmen. Ich kann mir z.B. eine Gefährtin, die sich mit einem anderen Mann trifft, solange vor meinem geistigen Auge ansehen wie ich will, ohne Neutralität zu erlangen. Ebenso kann ich mir einen Menschen, der (m)einem Kind Schmerz bereitet, solange ansehen wie ich will, ich werde keine Neutralität erlangen können. Und so mußt Du unterscheiden lernen, wann welche Reaktion angemessen ist in Sinne des Nicht-Urteilens, aber sich-selbst-und-seine-Lieben-schützen-Wollens.
Der Zustand der Neutralität, der Abgrenzung ist erlernbar, wenn Du in Mediation gehtst und Dir die Situation, die Dir Schmerz, Leid bereitet, vorstellst, in dieser Situation verweilst. Sieh sie dir an und betrachte Deine Gefühle dazu. Lasse die Gefühle kommen und lasse sie über Dich hinweg ziehen. Betrachte, dies sind nur Gefühle, Einstellungen zu einer gesehenen Situation. Es ist nicht die Realität selbst. Ziehe keine Schlüsse, versuche es Dir nur anzusehen. Wenn Du dies eine Weile tust, löst sich der Schmerz auf, das Leid geht und Du kannst mit dieser Situation leichter umgehen. Es mag die ersten Male eine Weile dauern, bis sich dieser Erfolg einstellt.
Ich gelange dann auf eine Ebene, in der ich gefühltes Unrecht, gefühltes undienliches Handeln, gefühlte Nachlässigkeit, Achtlosigkeit mir nicht mehr zu eigen mache, nicht mehr auf mich beziehe und mich auf mich selbst fixiere. Kurz, ich kümmere mich dann um meinen eigenen Kram und denke an Frühlingswiesen, grasende Pferde, einen Sonnenaufgang. Oder aber ich betrachte meinen Atem, achte darauf, wie ich ein- und wie ich ausatme und schalte so den universellen Interpreter meines Hirns schlicht ab.
Dies hilft mir sehr, die Dinge so zu nehmen wie sie sind und z.B. meinen Rat nur dann zu geben, wenn er gefragt ist.
Ich wünsche Dir einen friedvollen, achtsamen Tag
Elias
|
|
|
 |
| Themen-Optionen |
Thema durchsuchen |
|
|
|
|