Ich habe ähnliches erlebt ... vielleicht nicht ganz so extrem und auch der ausgang ist anders, aber egal:
Ich kenne ihn seit ... ehhhmm ... soweit ich denken kann. Er ist der Sohn unserer Nachbarn und seit wir, bzw er, geboren wurde, haben wir uns gekannt, wenn man das so sehen will^^
Seit ich denken kann, hatten wir zusammen die Gegend unsicher gemacht.
Irgendwann haben wir uns auseinander gelebt ... er hat neue Freunde kennen gelernt und ich stand auf einmal alleine da, zumindest war ich dieser Meinung ...
Mitlerweile habe ich erkannt, dass es für alles den Richtigen Zeitpunkt gibt ... auch für Freundschaften. Und wenn man den absprung schafft, was zugegebener Maßen nicht so einfach ist, und nicht so "klammert", dann zerbricht die Freundschaft nicht zwangsweise ...
In meinem Fall haben wir am Anfang alles miteinander gemacht und jetzt hören wir nur noch selten voneinander ... aber wir sind trotzdem noch freunde ... man muss einfach akzeptieren, dass sich alles ändert, aber nie zum Leidwesen von sich selbst, auch wenn das meist erst später zu erkennen ist. Wir sind immer noch Freunde, wenn auch nicht mehr die besten. Und das hat mit loslassen zu tun ...
Ich meine, du kannst es so und so sehen ... du kannst dich fragen, warum ihr euch so verändert habt, wo ihr doch so gute Freunde wart und so viel miteinander geteilt habt ...
Du kannst dich aber auch fragen, warum nich? Warum solltet ihr euch doch nicht auseinander leben, wo ihr doch schon eine halbe Ewigkeit viel Zeit miteinander verbracht habt und doch jeder seinen eigenen Weg beschreitet?
Ist es denn da wirklich so verwunderlich, dass sich die Wege, die doch immer so verschieden sind, nicht einmal trennen?
Ich weis, es ist schwer zu akzeptieren, aber vielleicht hilft dir diese Erkenntnis, die ich hatte, genauso, wie sie mir geholfen hat.