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15.09.2009, 14:17
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Das Ab und Ab in bestimmten Bereichen Beitrag #1 (permalink)
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Königsberger
Registriert seit: 13.01.2009
Beiträge: 102
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Das Ab und Ab in bestimmten Bereichen
Guten Tag.
Ich möchte euch gern etwas aus meinem Leben schildern. Etwas, was mich schon eine lange Zeit begleitet und stets zu einer bestimmten Phase auftritt.
Ich bin 22 Jahre und habe meinen Realschulabschluss. Während dieser Zeit schleppte ich mich durch die einzelnen Etappen. Aufgrund meiner (wohl) naturellen Faulheit, drehte ich eine Ehrenrunde. Wieso beeilen, wenn man alle Zeit der Welt hat? Ich erfuhr erst hinterher, welche Konsequenzen dieser Gedanke haben kann.
# Ich war schon in der 10. und sollte mich um einen Ausbildungsplatz o.ä. bemühen - was ich auch tat, jedoch nicht fand (zu wenig Bewerbungen in die bunte Welt ziehen lassen) #
Die Jahre danach verbrachte ich mit einer autoreflexiven Ausprobierphase; ich fing zwei Ausbildungen an und brach sie ab. Jedes mal, nach zirka einem Jahr, brach ich jene Möglichkeiten ab und saß auf dem Trockenen da. Über den Schultern regnete es -zurecht- Druck. Darauf folgte eine etwas längere Zeit mit Isolation. Gedanken über Gedanken wurden zum persönlichen Alltag und zur partiellen Plage...
Nun darf ich mich Student auf einem Weiterbildungskolleg schimpfen, wo ich die Possibilität habe, meine Matur (Abi) zu erlangen. In letzter Zeit jedoch, wie konnte es auch nicht so sein, holt mich eine Phase ein, die ich aus düsterer Vergangenheit schon kenne.
- Ich besitze wohl ein determiniertes Faulheitsgen - 
Langeweile macht sich wieder breit, zum Teil. Wobei ich nun Bereiche habe, die mir total Spass bereiten. Philosophie ist das Non-Plus-Ultra. Pädagogik ist gut und Deutsch ist auch ein Fach, wo ich sagen würde: "Mh, ist ganz ok.". Das andere, darüber brauche ich wohl nicht zu reden.
Nun die Frage: Ist sowas normal???
Empiristisch gesehen wohl kaum. Und eine persönliche Standardisierung wäre wohl auch nicht so das Wahre, behaupte ich mal an dieser Stelle.
Was ist euer erster Eindruck? Lasst los, was ihr loslassen wollt.
Ich bin euch für jeden Satz dankbar!
Liebe Grüße
L
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15.09.2009, 17:45
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Das Ab und Ab in bestimmten Bereichen Beitrag #2 (permalink)
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Gast
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Zitat:
Zitat von Leunammi
Guten Tag.
Ich möchte euch gern etwas aus meinem Leben schildern. Etwas, was mich schon eine lange Zeit begleitet und stets zu einer bestimmten Phase auftritt.
Ich bin 22 Jahre und habe meinen Realschulabschluss. Während dieser Zeit schleppte ich mich durch die einzelnen Etappen. Aufgrund meiner (wohl) naturellen Faulheit, drehte ich eine Ehrenrunde. Wieso beeilen, wenn man alle Zeit der Welt hat? Ich erfuhr erst hinterher, welche Konsequenzen dieser Gedanke haben kann.
# Ich war schon in der 10. und sollte mich um einen Ausbildungsplatz o.ä. bemühen - was ich auch tat, jedoch nicht fand (zu wenig Bewerbungen in die bunte Welt ziehen lassen) #
Die Jahre danach verbrachte ich mit einer autoreflexiven Ausprobierphase; ich fing zwei Ausbildungen an und brach sie ab. Jedes mal, nach zirka einem Jahr, brach ich jene Möglichkeiten ab und saß auf dem Trockenen da. Über den Schultern regnete es -zurecht- Druck. Darauf folgte eine etwas längere Zeit mit Isolation. Gedanken über Gedanken wurden zum persönlichen Alltag und zur partiellen Plage...
Nun darf ich mich Student auf einem Weiterbildungskolleg schimpfen, wo ich die Possibilität habe, meine Matur (Abi) zu erlangen. In letzter Zeit jedoch, wie konnte es auch nicht so sein, holt mich eine Phase ein, die ich aus düsterer Vergangenheit schon kenne.
- Ich besitze wohl ein determiniertes Faulheitsgen - 
Langeweile macht sich wieder breit, zum Teil. Wobei ich nun Bereiche habe, die mir total Spass bereiten. Philosophie ist das Non-Plus-Ultra. Pädagogik ist gut und Deutsch ist auch ein Fach, wo ich sagen würde: "Mh, ist ganz ok.". Das andere, darüber brauche ich wohl nicht zu reden.
Nun die Frage: Ist sowas normal???
Empiristisch gesehen wohl kaum. Und eine persönliche Standardisierung wäre wohl auch nicht so das Wahre, behaupte ich mal an dieser Stelle.
Was ist euer erster Eindruck? Lasst los, was ihr loslassen wollt.
Ich bin euch für jeden Satz dankbar!
Liebe Grüße
L
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Einen recht schönen guten Tag wünsche ich Dir, gnädiger Leunammi ! 
Ich bin wohl der Allererste, der sich auf das dünne Eis begibt, eine Antwort zu verfassen. Aber nun gut, jemand muss es ja mal wagen, nicht wahr ? 
Weisst du .. als ich die äußerst interresante Schilderung deiner Vita (zumindest für mich) ein wenig näher betrachtet habe, dann fiel mir urplötzlich auf, dass ich mich in vielen Textpassagen wiederfinde ) Was mir auch eine Menge Freude bereitet hat, durchaus sogar.
Nämlich deshalb, weil ich mich selbst zu einem Kreise Menschen zähle, in dem das Wort "chronische Faulheit" keine Seltenheit ist .. eine Art Individuen-Merkmal, ein Kennzeichen.
Nun, das muss ja nicht mal negativ behaftet sein, ich persönlich meine das an dieser Stelle zutiefst positiv  Natürlich gibt es gewisse "Problemchen", die durch die oben genannte "Handlung" eventuell bedingt sein können. Das ist aber bei Dir nicht die Regel, denke ich. Oder ?
Gut, du hast ein Jahr oder so wiederholt. Was auf den ersten Blick nicht so schön zu sein vermag. Aber du sollst Dir folgendes sagen : "Es kann ja sein, dass es für irgendwas gut gewesen ist". Das klingt in Deinen Ohren momentan womöglich ziemlich klischee-überladen und viel zu naiv, aber genau DAS ist es doch. Der Mensch lebt ja von seinen Erfahrungen und die Erfahrungen bringen einen nach vorne. Was wäre unser Leben ohne jene wunderbare oder weniger wunderbare Erfahrung ?
Ich meine, allein die Tatsache, dass du deinen Realabschluss geschafft hast, zwei Ausbildungen angefangen hast - das zeugt nicht unbedingt davon, dass du "extremst" zum Faulenzen geneigt bist .. in meinen Augen nicht. Du hast zwar die Ausbildungen abgebrochen, aber dann brachten deine intensiven Gedanken Dich auf die Idee, weiterzumachen und das Weiterbildungskolleg zu besuchen. Das ist doch toll !!
Rede Dir nichts ein und bleibe dabei. Deine Gedanken sind keine "Plage", sondern eine stetige Bereicherung Deiner Selbst !!
Mehr kann ich Dir an der Stelle auch nicht sagen. Aber mein erster Eindruck ist sehr positiv und ich erkenne jede Menge an Potential in Dir. Verbaue es Dir nicht und tu das Richtige .. und höre auf deine Gedanken!
Mit deinem Abitur bist du auf dem richtigen Wege, sonst hättest du nach dem Realschulabschluss nicht weiter gemacht , oder ? 
Ich weiss wovon ich spreche, weil meine Wenigkeit im Moment (mit knapp 29 Jahren!!) auch Abitur nachmacht und nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung (die so ziemlich gar nicht zu mir passte) auf die Universität gehen wird, um unter anderem Philosophie zu studieren  
Also, ich wünsche Dir vom ganzen Herzen viel Erfolg in deinem weiteren Leben !! Du wirst es schon richtig machen, da bin ich von überzeugt.
Carpe diem, mein Freund  Und Glück auf !
In diesem Sinne,
menachem
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15.09.2009, 17:54
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Das Ab und Ab in bestimmten Bereichen Beitrag #3 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 04.10.2008
Ort: Bad Dürkheim
Alter: 40
Beiträge: 129
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hi leunammi,
meine meinung: du bist nicht faul, du bist inkonsequent!
ich bin so erzogen worden: wenn man etwas anfängt, dann bringt man es auch zu ende. (dies gebe ich auch meinem sohn weiter.)
dieser satz klingelt in meinen ohren, den hab ich immer von meinem vater gehört: lehrjahre sind keine herrenjahre!
du hast dich für das abi entschieden. jetzt zieh es auch durch!!!
lg sandra
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15.09.2009, 18:19
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Das Ab und Ab in bestimmten Bereichen Beitrag #4 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 26.08.2009
Beiträge: 186
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hm
Hallo Ihr beiden,
und Ihr habt in das Philosophiestudium schonmal reingeschnuppert?!
Mein Sohn hat Abi und studiert nun -nachdem er Informatik abbrach - Philosophie und Geschichte... Auch nicht sein Ding, es ist ein großer Unterschied zum "Rumphilosophieren"!!!
"Früher" zog man sein Ding durch, tat die Dinge, die einem die Eltern vorgaben, heute hat man mehr Freiheiten, sofern der Geldbeutel stimmt.
Wir sind nicht auf Erden, um den Vorgaben der Eltern zu folgen, sondern unseren eigenen Weg zu erkunden, sofern eben die finanziellen Möglichkeiten gegeben sind und wir nicht dem Staat auf der Tasche liegen, wie so viele andere im Land.
Es gibt genug verkorkste Menschen, die ihren - von den Eltern vorgegebenen - Affirmationen, Sprichwörtern etc. noch heute unbewusst Folge leisten!
Die neue Generation hat wenig Möglichkeiten in dem starren und sturen, unflexiblen Gehirnwäsche-Schulsystem ihre eigenen Neigungen zu erfahren, zu erkunden oder gar auszuleben, so begeben sich die allermeisten erstmal auf Suche, nach einem geeigneten Studium oder einer Ausbildung.
Wir leben nicht mehr nach dem Krieg, müssen nichts mehr aufbauen, die Generation wächst im goldenen Napf auf. Das Nötigste ist immer und überall vorhanden. Das nennt man Zeitenwandel. Wären sie die Kriegs- oder Nachkriegsgeneration, sähe es wohl anders aus.
Obwohl... ich bin eine aus der Nachkriegsgeneration und hatte immer den Wunsch den einen Beruf auszuüben und als ich dann studierte, merkte ich, dass es gar nicht wirklich das war, was ich mir vorgestellt hatte... Und es war mein Herzenswunsch gewesen.
Nun, es wurde was sehr Gutes aus mir, trotz Umwegen! Darum, Kopf hoch, geht Euren Weg, gerade Umwege bringen einen weiter, wenn auch nicht unbedingt dorthin, wohin man ursprünglich hin wollte. Und das nennt sich dann LEBEN. Denn das führt uns bekanntlich dahin, wohin es uns haben will, sofern wir vertrauen und auf unseren Bauch hören.
Wenn Ihr allerdings auf Kosten von Eltern oder Staat oder Schulden lebt, dann bitte mal langsam selbst mit Hand anlegen und dazuverdienen, um nicht anderen zur Last zu fallen.
Ansonsten, versucht Euren eigenen Weg zu finden und zu gehen und nennt Euch nicht selber faul, denn wer immer nur arbeitet, ackert, schuftet, scheffelt, hat keine Mußezeit, um neue Ideen, Kreationen und Neuschöpfungen zu erdenken!
Die wirklich Großen hatten viel Mußezeit, um sich inspirieren zu lassen vom Schöpfer. Und der, der würde Euch niemals Vorgaben machen oder Euch mit faul titulieren.
Und nicht vergessen: Träumt nicht Euer Leben, lebt Euern Traum!
Also, träumen ist durchaus ein Weg zum Ziel. Wer keine Zeit dazu hat...jetzt beißt sich die Katze in den Schwanz*g*
Liebe Grüße und Köpfe hoch, Ihr packt das schon!
Kuni
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