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14.09.2009, 21:38
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Ein Weg ins Ungewisse. Beitrag #1 (permalink)
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Gast
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Ein Weg ins Ungewisse.
Mir ist bewusst, dass es immer die selben Geschichten sind, von Menschen mit Kummer und Leid und irgendwann stumpft man ab je mehr man davon liest. Ich rede eigentlich mit niemanden darüber, schon gar nicht mit denen, die mir nahe stehen, außer, es bricht aus mir heraus.
Ich kann so selten darüber sprechen, ohne mich dabei schlecht zu fühlen.
Es gibt so viele Menschen denen es schlecht geht und ich denke dann ich wäre egozentrisch, mich in Selbstmitleid zu wiegen wegen diesen Lappalien die ein junges Mädchen... eine junge Frau wie mich beschäftigen. Ich wollte mich schon einmal hier aussprechen, traute mich aber schließlich nicht. Ich hoffe sehr, ich muss mich nunnicht dafür schämen.
Vor zwei Jahren begegnete ich einem wunderschönen Menschen, der so viel Veränderung in mein Leben brachte oder besser gesagt, der mich so viel verändern lies.
Ich war damals in einer Beziehung und war so naiv zu glauben, diese Begegnung wäre etwas besonderes. Ich verstand weder die Intensisät dessen, was ich empfand noch die Geschehnisse. Sein seltsamer, wunderschöner, immer wiederkehrender Traum, die Albträume meiner Mutter und die vielen 'Zufälle'. Für mich war es wie in einem Märchen, nur hatte es kein Happy Ending. Es kam, wie es kommen musste, aus dieser für mich so wunderschönen Begegnung wurde nicht mehr als ein Kuss und der misslungene Versuch, es bei einer 'Freundschaft' zu belassen.
Immerhin brachte mich es auch hier her. Ich interessierte mich immer sehr für Esoterik, doch das gab mir wohl den letzten Schubs mich intensiver mit Tarot, Astralreisen und meinen Träumen zu beschäftigen, vielleicht um eine Erklärung für alles zu finden, oder eine Bestätigung in dem Wunsch, es wäre etwas besonderes.
Ich frage mich, was ich aus dieser Begegnung lernen soll. Ist es bedingungslose Liebe? Ich brach den Kontakt ab und bemühte mich loszulassen, habe einfach weiter geliebt, sofern ich mit meinem Erfahrungsschatz sagen kann, dass es Liebe ist. Wenn mich ein Aberglaube etwas wünschen lies, so wünschte ich mir, dass er glücklich wird. In dieser Zeit dachte ich auch ein paar Male, mich neu verlieben zu können. Doch das passierte nicht. Nichts kam an dieses Märchen heran und ich empfand nicht dieses wunderschöne Gefühl. Schließlich beließ ich es beim Sex und wollte einfach meinen Spaß haben, ohne komplizierte Zwischenmenschlichkeiten. Es gab Phasen, da war ich totunglücklich, hab viel geschlafen, damit die Zeit vergeht, habe zu viel geweint und mich zurückgezogen. Eine Therapie wollte ich nicht machen, ich wollte es alleine schaffen.
Oft spürte ich dieses Ziehen in der Brust oder ein Druck und ich bildete mir ein, er wäre es. Irgendwann ging ich wieder raus, traf neue Menschen, erfreute mich an den kleinen Dingen im Leben und doch erzählte ich ihm in Gedanken irgendwelche Dinge und als ich glaubte, ich könnte nun endlich glücklich sein ohne Wehmut, kam er zurück.
Er suchte den Kontakt und das bestärkte mich wieder in dem Gefühl, es muss irgendetwas besonderes sein. Ich dachte, nun würde auch ich wieder Glück erfahren, aber die Eupherie verschwand sehr schnell, weil ich merkte, dass er viel Distanz hielt. Er fragte mich nie nach einem Treffen oder sagte etwas nettes zu mir. Er gab mir das Gefühl, dass all das, was passierte bedeutungslos ist. Ich kam mir bedeutungslos vor und so zog ich mich nach einigen Monaten voller Fehlschläge, die Distanz zu umgehen, zurück und so brach der den Kontakt wieder ab. Das passierte alles in diesen zwei Jahren.
Nun stehe ich hier und glaube so viel falsch gemacht zu haben. Ich fühle mich so unendlich dumm mit meinen Empfindungen. Ich fühle mich nicht schön genug, es sind immer die anderen, die so wunderschön sind und denen Glück widerfährt und ich beneide sie dafür.
Ich weiß, ich bin jung. Ich habe noch mein ganzes Leben vor mir, doch fühlt es sich so leer an, als würde ich nie wieder ein Märchen erleben können. Es fühlt sich an, als würde ich niemals für jemanden so wunderschön sein, wie er es für mich ist. Ich halte ihn nicht für perfekt, dass ist er keineswegs, doch ich wünschte mir immer sehr ich würde ihm ähneln. Natürlich gibt es ein paar wenige Menschen, die mich so wie ich bin als wunderschön sehen und ich schätze das auch, aber es ist nicht das selbe.
Nun sehne ich mich nach tröstenden Worten. Irgendetwas Liebes, dass mir wieder Hoffnung gibt, dass der Weg ins Ungewisse kein Weg ins Leere ist. Wie gern wäre ich eine besondere Begegnung, wäre gern genauso wunderschön.
Ein Teil eines Märchens sein... wer wäre das wohl nicht gern?
Geändert von Gast8319 (14.09.2009 um 21:54 Uhr)
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14.09.2009, 21:48
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Ein Weg ins Ungewisse. Beitrag #2 (permalink)
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 13.09.2009
Ort: Schleswig-Holstein
Beiträge: 8
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Einen wirklich guten Rat kann ich Dir wohl nicht geben,nur soviel,ich kenne das,was Du jetzt durchmachst und es tut verdammt weh.
Fühl Dich einfach mal in den Arm genommen und gedrückt!
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14.09.2009, 21:53
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Ein Weg ins Ungewisse. Beitrag #3 (permalink)
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Gast
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Zitat:
Zitat von Träumerchen
Einen wirklich guten Rat kann ich Dir wohl nicht geben,nur soviel,ich kenne das,was Du jetzt durchmachst und es tut verdammt weh.
Fühl Dich einfach mal in den Arm genommen und gedrückt! 
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Vielen lieben Dank, das tut sehr gut. ♥
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15.09.2009, 09:56
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Ein Weg ins Ungewisse. Beitrag #4 (permalink)
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Gast
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Liebe Junja,
Du schreibst, dass Du Dich nicht schön genug fühlst und dass Du andere um ihr Aussehen/Glück beneidest.
Weißt Du, was Glaubenssätze sind? Es sind tiefe Überzeugungen, die nicht immer wahr und nützlich sind, dennoch unser Denken, Fühlen und Handeln bestimmen. Der Nicht-schön-genug-GS ist sehr verbreitet und wird von allen Arten Industrie und Medien intensiv gefördert, weil eine solche Unzufriedenheit eine Menge Geld bedeutet... Ich habe an den Quatsch auch mal geglaubt und an noch viel mehr. Es sind diese fremdbestimmten oder aus Unerfahrenheit selbst gebastelten Vorstellungen, die einen Menschen dazu bringen, sich niemals gut oder genug zu fühlen.
Man kann viel Lebenszeit verschwenden, wenn man versucht diesen GS gerecht zu werden, sich selbst zu quälen und in Sklaverei festzuhalten. Oder man kann beginnen, sich aus diesem Gefängnis zu befreien, indem man jeden GS auf seine Nützlichkeit untersucht: gemessen an den propagierten Schönheitsidealen bin ich z.B. potthäßlich, trotzdem lebe ich seit zwanzig Jahren in einer Beziehung mit einem wunderbaren Mann und fühle mich überwiegend glücklich.
Nicht jeder GS ist unnützlich, das Unbewußte und seine Arbeitsweise ist an sich überaus vorteilhaft, aber man muss ab und zu aufräumen und sich selbst beobachten. Es kostet zwar Zeit und braucht Mut/Entschlossenheit, sich seine GS anzusehen und umzuschreiben, doch ist es möglich und unendlich befreiender/beglückender, als sich den eigenen Illusionen/Lügen zu beugen.
Liebe Grüße,
Sandra
Geändert von Gast1733 (15.09.2009 um 10:01 Uhr)
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