Hallo Bine,
es ist bei vielen Beziehungen so, dass man zunächst die positiven Seiten eines Menschen sieht und dann schleichend mit den Ungleichgewichten in Kontakt kommt bzw. in Resonanz geht. Ungleichgewichte sind z.B. unterdrückte Gefühle, Traumata aus der Kindheit, Familienverstrickungen etc.
Wenn man diese Ungleichgewichte fühlt, ist es unangenehm. Solange man nicht einordnen kann, wo es hingehört, ergreift man die Flucht...
Es ist eigentlich immer so, dass Partner ähnliche Themen in sich haben, ähnliche Traumata. Der eine drückt es irgendwie aus, der andere macht es in seinem Inneren. Wenn ein Partner etwas abgespalten hat, und noch nicht bereit ist, hinzusehen, der andere Partner die alten Fesseln aber lösen möchte, halten sie es kaum miteinander aus. Oft ist dann auch eine Beziehung auf gleicher Augenhöhe nicht möglich.
Hast du eine Idee, worum es bei euch geht? Ist es vllt. die Angst vor Nähe bzw. davor, dass diese Gefühle durch Trennung oder Tod ins unerträglich schmerzhafte wechseln könnten? Also ein Beziehungstrauma? Dann hilft es, sich die ganz frühen Beziehungen anzusehen oder die Eltern-Kind-Bindungen im Familiensystem.
Zu ersten Beziehungen gehören oft auch Sandkastenlieben. Sie werden schnell unterschätzt, doch wer seinen Freund/seine Freundin z.B. durch Umzug plötzlich verliert, trauert ebenso stark, wie als erwachsener Mensch.
Herzlichst
Yemaya