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12.02.2009, 14:46
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Besonders sein Beitrag #1 (permalink)
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Gast
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Besonders sein
Hallo liebe Leute!
Es gibt viele Menschen, die Angst vor Erfolg haben. Davor, etwas Besonderes zu sein und den Scheffel zu heben.
Es gibt Kinder, die sich immer wieder in den Vordergrung spielen, die aufdrehen, sobald Besuch kommt und anschließend wieder ganz still sind, bis zum nächsten Besuch.
Woher kommt dieses Bedürfnis und die gleichzeitige Ablehung, dieser innere Widerstreit, die eigene Einzigartigkeit anzuerkennen?
Bitte schreibt alles, was euch zum Besonders-sein einfällt!
Herzlichst
Yemaya
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12.02.2009, 17:30
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Besonders sein Beitrag #2 (permalink)
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 11.02.2009
Beiträge: 16
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hallo yemaya...
deinem hinweis bin ich natürlich gleich mal hierher gefolgt. auch wenn ich noch nicht ganz genau weiß, was das besonders-sein mit meiner situation zu tun haben könnte, werde ich mich erstmal auf diesen thread einlassen. mal schauen, was passiert.
also, was fällt mir ein zum thema besonders sein? generell glaube ich, dass jeder mensch besonders ist, die meisten das aber weder von sich selbst wissen, noch bei anderen wahrnehmen. obwohl, ob es den meisten so geht, vermag ich nichtmal zu sagen, in meinem umfeld kann ich das aber so generell behaupten.
besonders sein kann so verschieden sein. besonders sein heißt nicht anders zu sein und vor allem heißt es nicht besser sein als andere.
für jeden menschen sind andere dinge besonders. für mich zb wäre es zur zeit etwas besonderes, wenn ich wüsste, wie ich mich entscheiden soll, für andere ist es etwas besonderes sich auf jemanden einzulassen, oder vielleicht statt nur schwarz auch mal grau zu sehen. und weil eben jede mensch immer wieder zu irgendetwas kommt, was für ihn selbst besonders ist, ist auch jeder mensch ein besonderer mensch, oder etwa nicht?
soweit meine ersten gedanken zu dem thema, wenn mir mehr einfällt, komme ich sicher darauf zurück.
hasenkind
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12.02.2009, 18:03
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Besonders sein Beitrag #3 (permalink)
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Benutzer
Registriert seit: 10.02.2009
Beiträge: 99
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Hallöchen :)
Auch ich sehe es eher so, dass jeder Mensch etwas Einzigartiges, Besonderes ist. Jeder hat eine eigene, ganz individuelle Persönlichkeit, eigene und individuelle Fähigkeiten, auch dann, wenn zig-Andere dasselbe tun wie er, so ist sein Werk trotzdem einzigartig, denn es hat seine Energie.
Menschen, die sich gerne in den Vordergrund drängen, die haben ein gesteigertes Anerkennungsbedürfnis, sie brauchen es, im Mittelpunkt zu sein, so wie die von Dir beschriebenen Kinder.
Diejenigen, die sich gar nicht vorstellen können, Erfolg zu haben, weil sie glauben, sie hätten keine besonderen Fähigkeiten, da liegt es meines Erachtens eher an dem Selbstwert, den diese Menschen von sich haben .
Aber was ist Erfolg?
Für mich persönlich bedeutet Erfolg: ich führe ein glückliches und zufriedenes Leben mit Freunden an der Seite, die mich lieben und verstehen, mit Menschen , mit denen ich mich austauschen kann und mit einer Tätigkeit, die ich von Herzen liebe, in der ich aufgehen kann und in die ich mich voll und ganz einbringen kann, mit einem Verdienst, von dem ich leben kann -- das alles macht für mich ein "erfolgreiches Leben" aus.
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12.02.2009, 19:29
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Besonders sein Beitrag #4 (permalink)
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Gast
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Kein Grundbedürfnis?
Hallo ihr beiden.
Ich denke, es gibt introvertierte und extrovertierte Menschen und das Ideal ist es, beides in sich zu vereinen. Die Extrovertierten sind täglich in Film, Fernsehen und Presse, sie setzen Maßstäbe, geben die Richtung an und viele introvertierte Menschen laufen ihnen hinterher.
Wenn so ein extrovertiertes Kind bei introvertierten Eltern landet, um diese mal aus ihrem Häuschen zu locken, kann es Kummer geben. Auf beiden Seiten  . Es sieht aber so aus, als ob der Fall eher selten ist. Die Kinder bekommen ja auch nicht diese Seite der Eltern zu sehen - die andere. Sie wird nicht gelebt, geleunet. Manchmal "hilft" die ungute Introvertiertheit, in der Opferrolle stecken zu bleiben. Man kann eben nicht den Mund aufmachen... Man kann eben nicht vor 20 Menschen reden, ohne rot zu werden... Ich glaube, es sind eher diese Menschen, die öffentlichen Persönlichkeiten bewundern, emporheben in Höhen, die wiederum dieses Gefühl stärken, das man NICHTS ist und die eben ALLES.
Aber wie übt man als introvertierter Mensch die Extrovertiertheit? Sich selbst verkaufen, sich selbst im Mittelpunkt des Interesses aushalten? Und was mich momentan besonders beschäftigt: Wieso können so viele Menschen den Erfolg nicht annehmen?
Und, liebes Hasenkind. Du schriebst, dass dir ganz gewöhnliche Besonderheiten  an dem Mann aufgefallen sind. Ich habe das Gefühl, er repräsentiert in erster Linie eine Seite von Dir, die du in dir noch nicht gefunden hast oder dich nicht traust, anzunehmen und zu leben.
Herzlichst
Yemaya
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12.02.2009, 20:07
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Besonders sein Beitrag #5 (permalink)
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 11.02.2009
Beiträge: 16
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oh, jetzt hatte ich einen ganz langen eintrag geschrieben und als ich auf senden drückte, war ich nicht mehr angemeldet... also alles nochmal...
introvertiert sein. was heißt das? ich hasse es, fremde menschen anzurufen, mich ausschließlich mit fremden menschen in einem raum zu befinden, im mittelpunkt zu stehen, wenn fremde menschen dabei sind. aber ich hasse es auch, lange allein zu sein, liebe meine freunde (von denen ich denke ich viele habe) über alles, tausche mich gerne aus und habe kein problem damit, wenn die augen und ohren meiner freunde auf mich gerichtet sind. bin ich nun introvertiert, oder nicht? ich glaube, das ist in verschiedenen bereichen sehr unterschiedlich und man kann es nicht allgemein sagen. aber ich glaube auch, dass kein introvertierter mensch, egal in welchem bereich, sich 'zwingen' sollte, extrovertiert zu handeln. das ist so, als wenn ein linkshänder gezwungen wird, mit rechts zu schreiben, einfach nicht natürlich für diesen menschen. obwohl es sich introvertierte menschen oft wünschen, etwas mehr aus sich herausgehen zu können. aber ich denke, man sollte sich selbst nicht dazu zwingen, entweder es kommt, oder es kommt nicht.
warum man seinen erfolg nicht annehmen kann? zum einen denke ich haben wir alle angst vor neidern. wir alle kennen das gefühl von neid und ich glaube wir sind uns alle einig, dass es kein schönes gefühl ist. wenn wir nun aber unseren erfolg eingestehen müssen wir damit rechnen, dass es leute gibt, die auf uns neidisch sind. und ich zumindest würde das nicht gerne wollen. zum anderen ist man sich seines erfolgs oftmals nicht bewusst. ich hab zb im letzten halben jahr 10kg abgenommen. ich merk das aber nicht. für mich ist es noch immer viel zu viel und gut sehe ich noch lange nicht aus. deshalb kann ich es nicht als erfolg annehmen, auch wenn andere zu mir kommen und sagen: du siehst gut aus, oder wow, dass du das geschafft hast!...
ja, in der tat, ich sehe in ihm gewöhnliche besonderheiten. du meinst, er fasziniert mich, weil ich an ihm diese besonderheiten wahrnehme, die ich an mir selbst nicht sehe? oder meinst du er fasziniert mich, weil er an sich selbst diese besonderheiten wahrnimmt? das scheint mir nämlich eher nicht der fall zu sein...
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13.02.2009, 08:37
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Besonders sein Beitrag #6 (permalink)
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Gast
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Hallo Hasenkind,
wenn jemand Höhenangst hat wird ihm empfohlen, langsam zu üben, auf Balkone etc zu gehen. Wenn jemand Platzangst hat soll er sich langsam an solche Situationen heranwagen. Ebenso sehe ich es mit der Angst, aufzufallen.
In solchen Situationen stelle ich mir manchmal vor, eine große Persönlichkeit zu sein. Meine Haltung verändert sich und ich kann die Situation besser angehen. Immer öfter reicht es jedoch wenn ich mir sage, dass ich es mir wert bin.
Und Neid? Es würde sich kein Mensch mehr den Erfolg nehmen, wenn der Neid wirklich ein Problem wäre. Er ist aber nur ein Problem für diejenigen, die sich minderer fühlen als die Erfolgsmenschen. Denen geht es oft auch nicht gut in ihrer Position, weil es eben auch nur Menschen sind. Man sieht es ihnen aber nicht an bzw. sie haben lange genug geübt. In Russland z. B. werden viele Auftritte für ganz junge Musiker organisiert. Die vierjährigen stehen schon regelmäßig vor Publikum, wenn sie ein Instrument lernen.
Aber ich merke auch, dass wir hier auf den Punkt kommen, etwas Besonderes zu Leisten oder zu Machen. Und das ist eben die Definition, die in den Köpfen herrscht. Wir wurden schließlich für das gelobt, was wir geleistet haben. Wir leben in einer Leistungsgesellschaft. Dabei verlieren wir aus den Augen, dass wir bereits besonders SIND. Das wir durch unser SEIN definiert sind, durch unsere Individualität.
So wie ich bin, bin ich richtig!
Das ist doch der Satz, der die Grundlage für Erfolg bildet. Wenn ich Abnehmen will, um etwas zu beweisen, wird es ein Kampf. Wenn ich mich so annehme, wie ich bin und erkenne, dass diese Erfahrung zu meinem jetztigen Leben dazugehört, mich dafür öffne, dass es einen größeren Sinn gibt, in dem ich nicht auswechselbar bin, entsteht Frieden in mir.
Es ist gut, so wie es ist. ICH bin gut, so wie ich bin.
Wir hätten das gerne von unseren Eltern gehört. Aber nur Menschen, die sich so annehmen können, können dieses glaubhaft an ihre Kinder weitergeben. oder meinst du er fasziniert mich, weil er an sich selbst diese besonderheiten wahrnimmt? das scheint mir nämlich eher nicht der fall zu sein...
Nein, ich denke, er spiegelt dich und weiß es ebenfalls nicht. Er würde vermutlich nicht auf die Idee kommen, dass du Interesse an ihm hast, weil er sich ebenso Minderwertig fühlt. Da kann ich mich aber auch täuschen. Bei dir gibt es ja auch diese zwei Seiten...
Jetzt muß ich erstmal Schluß machen...
Herzlichst
Yemaya
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13.02.2009, 09:57
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Besonders sein Beitrag #7 (permalink)
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 11.02.2009
Beiträge: 16
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guten morgen...
ganz schnell meine gedanken zum thema, bevor ich in den tag starte...
erstens... ich glaube, dann liegt es wirklich an unseren verschiedenen definitionen von introvertiert sein. "angst aufzufallen" ist für mich eben genau das, was es sagt, eine angst, im schlimmsten fall vielleicht sogar eine sozial-phobie. das macht einem das leben tatsächlich unnötig schwer und wenn man es überwinden kann ist das ein super schritt. je nachdem, wie ausgeprägt diese angst ist, gibt es dann auch verschiedene wege es zu lösen. ist es eine leichte angst, unwohlsein, dann muss man sich mit der ungeliebten situation konfrontieren und "wächst an seinen aufgaben". wenn es allerdings eine extreme angst ist, dann wird man alleine nicht damit fertig werden können und sollte den weg zu professioneller hilfe nicht scheuen.
introvertiert sein auf der anderen seite bedeutet für mich (mittlerweile) entweder nicht das bedürfnis nach sozialen kontakten zu haben (und zwar nicht aus angst, sondern weil es einfach so ist), oder ein sehr beschränktes oder oberflächliches verhältnis. ich glaube, der mensch, der introvertiert ist, ist damit zufrieden und will es nicht ändern, weil es für ihn eben normal ist, so wie z.b.linkshänder sein, der mensch der angst hat allerdings möchte es ändern, weil angst kein gutes gefühl ist.
mit dem neid hab ich das auch nicht verallgemeinernd gemeint, sondern nur als möglichen grund. aber ich gebe dir recht, es geht mehr um leistung als um sein, obwohl es genau andersherum sein sollte. aber, auch wenn wir das wissen, es ändert nichts daran, dass es nicht so ist. woran liegt das dann? daran, dass man sich selbst nicht bewusst ist? wie macht man es sich bewusst, wenn man es nicht gelernt hat? und kann man anderen helfen, sich dessen bewusst zu werden?
grüße
hasenkind
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13.02.2009, 10:45
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Besonders sein Beitrag #8 (permalink)
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Gast
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So, jetzt hab ich mir mal die Begriffserklärung angeschaut. Dort geht es nicht um die Ursachen oder Gründe, warum man zu dem einen oder dem anderen Typus gehört.
Beide haben ihre Berechtigung. Ich denke jetzt, es ist nur MEIN Ideal, diese Seiten in mir in Einklang zu bringen.
Wenn der Introvertierte sich so in Ordnung findet, wie er ist, ist selbstverständlich alles OK. Dann wird er aber auch keinen Mangel oder Neid gegenüber den eher Extrovertierten empfinden. Und umgekehrt ebenso.
Es sitz mir schon irgendwo zwischen Herz und Hals, was ich eigentlich hier ausdrücken wollte, aber die Worte....
Also, es geht um die Vollkommenheit, die in jedem Moment gegeben ist. Sieh mal, wenn du hier nicht gepostet hättest, würden wir uns hier nicht diese Gedanken machen. Diese Gedanken bringen uns jedoch einen Schritt weiter. Gedanken werden zu Worten, finden ihren Ausdruck. Was Innen war wird nach Außen gegeben. Vom intro zum extro. Dein Ausdruck, mein Ausdruck, das Ganze wird zum Austausch. Wenn du nun zuhause sitzen würdest und dir nur Gedanken machst, ohne sie auszudrücken...
Nee, das wäre auch OK. Dann würde es einen anderen Austausch geben. Schlimm wäre es aber, wenn alle nur für sich selbst rumsitzen würden. Also, für mich wäre es schlimm  .
Kann mir hier nicht mal einer auf die Sprünge helfen?
Ich backe jetzt Kuchen und denk mal weiter drüber nach...
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