Hallo zusammen,
nachdem in mir derzeit (eigentlich schon länger) ein heftiges inneres Chaos herrscht, versuche ich nun hier der Antwort ein wenig näher zu kommen. Ich war früher schonmal hier, habe dann aber irgendwie mein Ziel aus den Augen verloren (oder etwas in mir verleugnet?) - jetzt spüre ich aber immer deutlicher, dass da etwas in mir ist das raus will, gelebt werden will.... das Problem ist, ich weiß nicht was es ist.
Hmmm... wie soll ich anfangen.
Okay, fang ich mit mir an: meistens sehr gut gelaunt, optimistisch, fröhlich werd ich von den Leuten in meiner Umgebung als Sonnenschein bezeichnet. Doch zwischendrin falle ich in ein tiefes Loch, weil mir alles so sinnlos erscheint - das behalte ich aber für mich (nur Leute die mich wirklich kennen merken mir das dann an). Ich gebe mich jedoch nicht mit der Antwort zufrieden, dass es sich um Depressionen handelt - wie schon gesagt, ich habe eher das Gefühl, dass etwas in mir gelebt werden will.
Ich mache mir häufig viel zu viele Gedanken. Über alles mögliche. Wichtiges und scheinbar unwichtiges Aber die Gedanken abzustellen oder zu sortieren fällt mir schwer und ich habe oftmals das Gefühl, dass die Gedanken teilweise mich beherrschen, statt andersrum. Oft frage ich mich ob das wirklich alles MEINE Gedanken sind, weil sie teilweise so Gegensätzlich sind. Aber weil sie so gegensätzlich sind, weiß ich auch nie in welche Richtung ich gehen soll.
Das Problem ist - und hiermit sind wir bei den "Universumbestellungen" - ich bin Meister im Wünscherealisieren - aber durch mein inneres Chaos, endet meist alles auch im äußeren Chaos. Naja, "Dein Wunsch ist mir Befehl", oder!?

Dazu kommt:
Ich ziehe Menschen mit emotionalen Problemen geradezu an. Es scheint, als ob ich in dem Punkt ein Magnet wäre (das Gesetz der Anziehung???) Allerdings schaffe ich es innerhalb kürzester Zeit immer, ihnen zu mehr Lebensfreude zu verhelfen und sie finden dann in der Regel das, was sie ihre Berufung nennen oder was sie weiterbringt oder lernen ihren Lebensgefährten kennen - oftmals sogar alles auf einmal.
Abgesehen von einer Freundin, die so negativ ist, dass irgendwie gar nichts hilft. Da klebt irgendwie was an ihr, was nicht weggeht und ich weiß nicht, was ich noch tun kann

ABer es ist für mich ein schönes Geschenk, dass ich schon sovielen anderen zu ihrem Glück verholfen konnte.
Mein Freund sagt, ich habe die Gabe Menschen zum Strahlen zu bringen. Ihm sei aufgefallen, dass manche Menschen, die zuvor eine finstere Miene hatten an mir vorbeigehen und plötzlich lächeln. Das ist ein schöne Gabe und ich bin unendlich dankbar dafür. Was gibt es schöneres als jemanden zum Lächeln zu bringen...
Weiter (sorry für den Roman)
Ich fühle viel. Ich spüre Energien um mich herum. Glaube ich zumindest - mein Schatz spürt nichts dort wo ich meine etwas zu spüren. Vielleicht auch Einbildung!?
Besonders Räumen merkt man viel an. Manchmal fühlt es sich klar, frisch und belebend an (neulich zum Beispiel, als ich in eine "Edelsteinapotheke" ging) und manchmal regelrecht klebrig (das war, als ein Bekannter mir den, wie er fand, schönsten Raum seines Hauses zeigte und mir fast die Luft wegblieb - wie sich auf meine Nachfrage herausstellte, werden in diesem Raum immer die Verstorbenen aufgebarrt)...
Manchmal werde ich, obwohl ich zuvor richtig gute Laune hatte, ganz plötzlich ganz grantig und schlecht gelaunt und will nur noch weg (meistens, wenn ich an Orten mit vielen Menschen bin). Mein armer Schatz versteht dann die Welt nicht mehr. Das ist aber nicht immer so... hat also mit Menschenmengen an sich nicht viel zu tun!
Und im TV habe ich neulich eine Sendung angesehen (nichts als die Wahrheit hieß die) und da hat so'n Mädel gesagt, es sei wahr, dass sie sich einen anderen Vater wünsche. Ich spürte einen festen Stich ins Herz und begann zu weinen weil ich so einen Schmerz gespürt habe. Der Vater saß im Publikum und ich hatte das Gefühl, es sei sein Schmerz (Durchs Fernsehen? Einer Aufzeichnung? Kann das sein?) ABer vielleicht ist das auch einbildung, war zu diesem Zeitpunkt eh eher negativ eingestellt.
Naja, und dann hatte ich früher mal so Vorahnungen. Aber nie was genaues. Immer wenn einem meiner Freunde/Verwandten etwas zugestoßen ist, oder kurz vor ihrem Tod, habe ich zuvor einfach nur ein Gefühl von schrecklicher Angst verspürt. Ein bedrückendes, fast panisches Gefühl, das sich aber nicht zuordnen ließ. Aber immer kurz vor oder zum Zeitpunkt des Geschehens. Das letzte Mal war das 2000, als mein Opa starb. Seither nicht mehr.
BIs vor zwei Wochen, ich war gerade mit meinem Schatz im Gardaland. Auf einmal hatte ich wieder diese schreckliche, nagende Angst. Das war so zwischen fünf und sechs. Ich wollte auf einmal nicht mehr auf die Karussels - obwohl ich sonst auf jeden "Nervenkitzel" gehe. Irgendwann nach sechs war dann wieder alles in Ordnung....
Einen Tag später erfuhren wir, dass ein Freund von uns um kurz vor sechs einen schlimmen Motorradunfall hatte. (Seit zwei Tagen ist er übrigens außer Lebensgefahr. ABer die Ärzte meinen er wird nie wieder Laufen können. Er ist aber, Gott sei Dank, anderer Ansicht).
Soetwas will ich nicht spüren, und schon gar nicht, wenn ich nicht weiß, was passiert, wem was passiert und wo.... aber vielleicht ist das auch alles nur Zufall.
Irgendwie glaube ich, dass es da mehr gibt, als unsere Materielle Welt. Viel viel mehr. Und ich glaube auch, dass wir mehr Potential haben als wir nutzen. Trotzdem streikt mein Verstand und sagt mir immer wieder: Gibts nicht!!!
Womit ich gar nichts anfangen kann sind irgendwelche Dinge, bei denen ich mich verkleiden muss. Oder wo ich halbnackt im Wind stehe und in die Welt hinaus rufe. Ich werde mir sicherlich kein Fell über den Kopf werfen um schamanisch zu sein, oder Kelch und Dolch verwenden und dabei Formel murmeln um irgendwelche Rituale durchzuführen - denn dabei käme ich mir einfach blöd vor und ich denke, dann schlüge das eher ins Gegenteil um. (Jeder, der sich dabei gut fühlt und denkt, dass es der für ihn richtige Weg ist, darf und sollte dass trotzdem so weitermachen

)
Und zu guter Letzt:
Eigentlich fühle ich mich wohl. Am wohlsten, wenn ich in der Natur sein kann. In der unberührten Natur. Ich liebe Tiere (meist mehr als Menschen), denn sie sind so rein. Ebenso Kleinkinder. Ich liebe die belebenden Wälder, die ruhigen Berge, die quirligen Flüsse und die stillen Seen
Ich habe einen wunderbaren Freund, eine tolle Familie, einen Beruf der mir Spaß macht, ich bin gesund, habe ein Dach über dem Kopf und kann mir was zu Essen leisten.
Und dennoch habe ich das Gefühl irgendetwas fehlt... nein, irgendetwas in mir will sich weiterentwickeln. Aber was???
Ich bin wirklich sehr gespannt auf Eure Antworten und freue mich schon darauf sie zu lesen. Danke dafür!!!!