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06.11.2008, 20:23
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Innerer Dämon...? Beitrag #1 (permalink)
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Novize
Sternzeichen:
Registriert seit: 23.10.2008
Ort: Berlin
Alter: 22
Beiträge: 59
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Innerer Dämon...?
Wo fange ich an...
Vielleicht reicht ja das Aufschreiben schon alleine...
Ich suche Zuhörer, bzw. Leser, die mich verstehen können, denen es vielleicht ähnlich geht und wenn es sie gibt, Lösungen.
Mit einem inneren Dämonen kann man meinen Zustand am besten beschreiben. Er schreit nein, er hasst, er ist voller Neid und Wut. Er ist verzweifelt und auch jetzt schreit er nein. Er hasst die Menschen in meiner Umgebung und er hasst mich.
Wenn er in sich gekehrt ist, bin ich anders. Ich bin lebensfroh, lustig und fühle mich unbeschwert. Meine graue Vergangenheit ist weit, sehr weit weg. Ich habe Angst, dass er sich immer mehr von mir abspaltet, bzw. ich mich von ihm. Wir sind zu gegensätzlich.
Heute ist er zum ersten mal so präsent wie denn je. Ich sehe jeden Schmerz der mir zugefügt wurde, ich sehe durch seine Augen und es ist schrecklich. Die Welt ist auf einmal wieder so böse und ich habe den Willen böse zu ihr zu sein, damit es wieder rechtens ist. Doch da schreit es wieder laut, dass das nicht rechtens ist, dass ich alles bereuen könnte und dass es einen Zustand geben wird, indem er mir fremd ist und fern und dann ziehe ich seine Konsequenzen...
Zur Zeit mache ich Therapie. 2 mal 50 Minuten die Woche sind nicht viel. Erst zum Schluss einer Sprechstunde kommt das Üble hervor, um sich bearbeiten zu lassen, aber dann reicht die Zeit nicht mehr und bis zur nächsten Stunde habe ich es wieder vergraben, weil ich zwischenzeitlich weiter funktionieren muss. Ist mir auch immer gut gelungen, außer heute. Ich kann nicht sagen, ob ich Morgen fähig dazu sein werde in meinem Schulalltag zu funktionieren und habe Angst, dass er sich selbstständig macht, denn im Klausurenstress, passt er mir nicht. Ich wiederhole bereits ein Schuljahr...
Er will mich ändern und meine Fassade sprengen. Ich weiß gar nicht, dass ich eine habe. Eigentlich gefalle ich mir, aber ich gefalle ihm nicht. Jetzt habe ich das Gefühl zwischen Kontrolle und Wahn zu stehen. Er hasst alle in meiner Umgebung, weil mich alle alleine lassen. Geliebte Personen als auch Freunde. Wobei er auch für meine Einsamkeit sorgt oder habe ich einfach Pech.
Ich frage mich, ob ihr dies auch kennt. Habt ihr auch so einen „Dämonen“, wie geht ihr mit ihm um?
Ich erwarte keine Hilfe oder Lösungen, oder doch? Er will keine... Ach... @.@
Vielen Dank fürs lesen
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06.11.2008, 20:41
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Innerer Dämon...? Beitrag #2 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 29.06.2008
Ort: NRW
Alter: 23
Beiträge: 3.807
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Meinen inneren Dämon habe ich damit bekämpft, dass ich erkannt habe, dass er nur ein Teil von mir ist, ihn angenommen habe und nun mit ihm lebe.
Deine Situation ist nebenbei übrigens ein gutes Beispiel dafür, was unterdrückter Hass und unterdrückte Wut auf Kosten von sog. Licht und Liebe anrichten kann. Ich habe dich nun einfach mal so eingeschätzt, weil du schriebst, dass du immer nett bist und diese Seite nicht willst. Sollte ich mich irren, dann ziehe ich diese Aussage zurück. Wenn ich richtig liege, dann sind Gespräche schon sehr gut. Ggf kann man sich ja mal im Skype ein wenig darüber unterhalten.
Ich finde es übrigens super, dass du dich auch von einem Psychologen beraten lässt, das zeigt Verantwortungsbewusstsein. 
Gruß, Asmadin.
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06.11.2008, 20:42
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Innerer Dämon...? Beitrag #3 (permalink)
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Gast
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Du hast die Macht
Liebe Kalaysia,
was auch immer in dir vorgeht, du hast das Hauptkommando! Du bestimmst, wie groß eine Angst oder ein "Dämon" ist. Und zwar ähnlich, als wenn es im Außen geschieht. Wenn also ein Mensch auf dich zukommen würde morgen vor der Schule, der dich hasst und dir sofort von seinem Hass erzählen will und dich traktieren will, hast du verschiedene Möglichkeiten:
Du fühlst dich hilflos und lieferst dich aus.
Du vereinbarst einen Termin, wo ihr euch mal beide auskotzen könnt übereinander.
Du bittest jemanden um Hilfe, der dir diese Person vom Leib schafft. ZB die liebe Polizei. Das könnten übertragen Engel sein oder andere gute Mächte, denen du Vertrauen schenkst.
Du kannst auch in einem Panzerwagen mit Leibgarde zur Schule fahren, wenn du dir schon vorher Sorgen machst. In diesem Falle bilde geistig eine Trennung zwischen Dir und diesem Nörgler und hülle deinen "leichten, klaren, bewussten" Teil in goldenes Licht und bitte wieder die guten Mächte, bis zum Schulschluß eine Abgrenzung zu halten.
Letztlich musst du nur annehmen, dass du selbst die Macht hast!
Viel Erfolg
Yemaya
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06.11.2008, 20:44
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Innerer Dämon...? Beitrag #4 (permalink)
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Gast
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Ja, und natürlich annehmen
@ Asmadin
Stimme dir voll und ganz zu! Man kann diese Dämonen auch mal auf den Schoß nehmen und knuddeln
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06.11.2008, 21:24
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Innerer Dämon...? Beitrag #5 (permalink)
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Chaosmagier
Registriert seit: 21.01.2008
Beiträge: 4.473
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Liebet das Böse, und es ist erlöst.
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06.11.2008, 22:53
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Innerer Dämon...? Beitrag #6 (permalink)
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Gast
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Liebe Kalysia,
Du und Dein Dämon seid gegensätzlich, weil ihr sozusagen zwei Hälften eines Ganzen seid, ihr ergänzt euch. Der Kerl *sieht* zwar zum Abgewöhnen aus und seine Art zu kommunizieren ist nicht *lichtvoll*, aber er hat Dir Wichtiges mitzuteilen und ist vollkommen auf Deiner Seite, auch wenn es nicht so zu sein scheint. Er ist es, der auf die Schmerzen reagiert, die Du erlitten hast. Mit Wut, Trauer und Haß. Ihn wegzupacken um zu funktionieren, das klappt nicht so gut. Meiner Meinung nach *funktioniert* man erst dann richtig, wenn man den Dämon seinen Platz eingeräumt hat, als gleichberechtigten Partner und wirklich guten Freund. Den Weg musst Du selbst gehen, niemand kann es Dir abnehmen, aber viele Menschen haben sich ihrem Dämon hingegeben und sich selbst gefunden. Der Dämon wird immer ein Teil von Dir sein, ihn anzunehmen und so die Angst vor ihm zu verlieren, beendet Dein Leid.
Liebe Grüße,
Cedric
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07.11.2008, 03:01
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Innerer Dämon...? Beitrag #7 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 19.12.2006
Beiträge: 3.771
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Zitat:
Zitat von Kalysia
Wo fange ich an...
Vielleicht reicht ja das Aufschreiben schon alleine...
Ich suche Zuhörer, bzw. Leser, die mich verstehen können, denen es vielleicht ähnlich geht und wenn es sie gibt, Lösungen.
Mit einem inneren Dämonen kann man meinen Zustand am besten beschreiben. Er schreit nein, er hasst, er ist voller Neid und Wut. Er ist verzweifelt und auch jetzt schreit er nein. Er hasst die Menschen in meiner Umgebung und er hasst mich.
Wenn er in sich gekehrt ist, bin ich anders. Ich bin lebensfroh, lustig und fühle mich unbeschwert. Meine graue Vergangenheit ist weit, sehr weit weg. Ich habe Angst, dass er sich immer mehr von mir abspaltet, bzw. ich mich von ihm. Wir sind zu gegensätzlich.
Heute ist er zum ersten mal so präsent wie denn je. Ich sehe jeden Schmerz der mir zugefügt wurde, ich sehe durch seine Augen und es ist schrecklich. Die Welt ist auf einmal wieder so böse und ich habe den Willen böse zu ihr zu sein, damit es wieder rechtens ist. Doch da schreit es wieder laut, dass das nicht rechtens ist, dass ich alles bereuen könnte und dass es einen Zustand geben wird, indem er mir fremd ist und fern und dann ziehe ich seine Konsequenzen...
Zur Zeit mache ich Therapie. 2 mal 50 Minuten die Woche sind nicht viel. Erst zum Schluss einer Sprechstunde kommt das Üble hervor, um sich bearbeiten zu lassen, aber dann reicht die Zeit nicht mehr und bis zur nächsten Stunde habe ich es wieder vergraben, weil ich zwischenzeitlich weiter funktionieren muss. Ist mir auch immer gut gelungen, außer heute. Ich kann nicht sagen, ob ich Morgen fähig dazu sein werde in meinem Schulalltag zu funktionieren und habe Angst, dass er sich selbstständig macht, denn im Klausurenstress, passt er mir nicht. Ich wiederhole bereits ein Schuljahr...
Er will mich ändern und meine Fassade sprengen. Ich weiß gar nicht, dass ich eine habe. Eigentlich gefalle ich mir, aber ich gefalle ihm nicht. Jetzt habe ich das Gefühl zwischen Kontrolle und Wahn zu stehen. Er hasst alle in meiner Umgebung, weil mich alle alleine lassen. Geliebte Personen als auch Freunde. Wobei er auch für meine Einsamkeit sorgt oder habe ich einfach Pech.
Ich frage mich, ob ihr dies auch kennt. Habt ihr auch so einen „Dämonen“, wie geht ihr mit ihm um?
Ich erwarte keine Hilfe oder Lösungen, oder doch? Er will keine... Ach... @.@
Vielen Dank fürs lesen 
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Kalysia,
ich bin mir nicht so sicher, ob ich alles verstanden habe, was Du da beschreibst. Aber mein Gefühl sagt mir, daß Du jemand bist, wie die allermeisten von uns. Es gibt Momente, in denen wir denken, daß wir völlig in uns gespalten sind und extrem Gegensätzliches in uns haben. Es erscheint dann wie eine Sackgasse. Wir wissen dann oft in solchen Momenten nicht, wohin wir uns bewegen sollen, weil wir völlig uneins mit uns sind.
Natürlich ist es sehr übel, wenn man im "Wahn" jegliche Kontrolle verliert und den nächstbesten, der uns über den Weg läuft, niederschlagen. Aber unter solch einen Kontrollverlust leidest du ja nicht, vielleicht gedanklich ein wenig, aber das ist nicht so schlimm und wäre auch nicht so ungewöhnlich.
Selbstkontrolle ist für uns Menschen unabdingbar, doch in unserem Gedanken-Wald sieht es aber manchmal ganz anders aus. Wenn man z.B. voller Wut und sogar Haß ist, wäre es natürlich fatal, dies auszuleben. Das Dunkle in uns, so nenne ich es jetzt einfach mal, ist in uns, weil wir irgendwann einmal im Leben, es achtlos zugelassen haben, daß es (das Dunkle) in uns ein zu Hause finden konnte. Mit dem Dunklen meine ich, Eigenschaften wie Zweifel, Neid, Eifersucht, Angst, Unsicherheit, Stolz, Wut und auch das sich ständige Sorgen-Machen. Dies alles sind Eigenschaften, die nicht wirklich zu unserem wahren Wesen gehören. Diese Eigenschaften kommen in Regel von außerhalb. Es sind Gedanken, die irgendwann einmal in uns eingedrungen sind (es kann in der Kindheit gewesen sein, es kann aber auch gerade erst vor fünf Minuten passiert sein). Wir selbst, in unserem wahren Wesen oder auch Selbst, sind in Wirklichkeit völlig frei von soetwas. Doch wenn diese Eigenschaften in unser Bewußtsein kommen, haben wir immer die Neigung uns mit ihnen zu identifizieren. Und so glauben wir, daß wir so oder so sind.
Es gibt aber einen Raum in uns, in dem wir völlig frei sind. Wir alle haben diesen inneren Raum der Freiheit, doch können wir ihn nicht sehen, da wir uns mit allem, was in uns eindringt, sofort identifizieren.
Wenn ich z.B. ein jähzorniger Mensch bin, dann ist das Hinweis darauf, daß ich genau das Gegenteil, also die gegenteilige Eigenschaft in mir habe; mindestens in derselben Intensität. Jede negative Eigenschaft sagt uns, daß wir die gegenteilige, positive Eigenschaft in uns tragen. Wenn ich meinetwegen zu Jähzorn neige, so kann ich mir sicher sein, daß ich auch die Fähigkeit zur absoluter Sanftheit in mir trage. Wenn ich ein sehr eifersüchtiger Mensch bin, so sagt mir das, daß ich die Fähigkeit in mir habe, sehr großmütig sein zu können. Unsere negativen Eigenschaften sind wie Hinweisschilder auf das Wunderbare, was in uns danach schreit, noch enthüllt zu werden.
Es ist schon richtig, daß wir das "Menschliche", "Allzumenschliche" in uns annehmen und lieben müssen; denn nur dann kann es umgewandelt werden. Neid, Haß, Zorn und so weiter muß von uns "angenommen" werden. Aber nicht, um sich dem zu ergeben oder gar zu sagen: "So bin ich. So war ich immer. So werde ich immer sein!"
Nein, man muß seine eigenen Schwächen lieben lernen, damit sie umgewandelt werden können; in ihre gegenteiligen, guten und positiven Eigenschaften.
Ton bleibt Ton. Doch wenn der Mensch davor zurückschreckt, den Ton zu berühren, wie kann er dann den Ton in eine wunderschöne Vase umwandeln? Geht nicht. Wenn ich mir nicht eingestehen kann, daß meinetwegen, Neid, mein zweiter Name ist, wie kann ich es dann jemals ändern?
Erst sich so annehmen und dann genau die gegensätzlichen, positiven Eigenschaften in sich stärken; das ist der Weg. Nicht beständig gegen sich und seine Unzulänglichkeiten anzukämpfen, sondern die Gegenseite zu stärken, ist der Weg. Wenn ich ein Mensch bin, der zu großem Haß fähig ist, dann bin ich auch ein Mensch, der wirklich lieben kann; mindestens in derselben Intensität. Wenn ich die Liebe in mir nach und nach enthülle und stärke, verschwindet automatisch nach und nach der Haß oder Groll.
Also, meine Erfahrung ist:
- sich selbst nichts vormachen
- es akzeptieren
- sich selbst nicht verurteilen
- die positive, gegensätzliche Eigenschaft einfach nur in sich stärken
Das Schlimmste, was man tun kann, ist sich zu selbst zu sagen: "Ich bin so und ich werde immer so sein."
Das ist wie der kleine Tod. Man ist innerlich tot, weil man nicht glaubt, sich verändern zu können, seine alten Grenzen transzendieren zu können. Oder weil man es auch nicht möchte.
Es gibt so viele, sogar junge Menschen, die eigentlich innerlich alt und tot sind, weil sie einfach nicht an die Möglichkeit glauben, Dinge an sich selbst verändern zu können; alte Grenzen überschreiten zu können.
Geändert von Satyanetra (07.11.2008 um 03:13 Uhr)
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07.11.2008, 06:23
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Innerer Dämon...? Beitrag #8 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 29.06.2008
Ort: NRW
Alter: 23
Beiträge: 3.807
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@Yemaya:
Du mißverstehst mich. Ich sage nich "Knuddel deinen Dämon.",sondern "Sei dein Dämon.". Wut, Zorn und Haß sind wertvolle Verbündete auf unserem Weg, weil sie uns Unmengen an Energie geben können, wenn wir wissen sie richtig einzusetzen. Sie zu leugnen und zu verstecken, zu behaupten es gäbe sie nicht, dies führt zu Psychosen, die so enden können, wie es bei Kalysia nun leider der Fall ist. Wobei das auch noch weitaus schlimmere Züge annehmen kann.
Damit meine ich nun aber nicht, dass man seinen Dämon lebt, indem man den Erstbesten zusammenprügelt. Nein,ich würde im stillen Kämmerchen damit anfangen, abends im Bett vielleicht. Sich kennen lernen, sich akzeptieren, wie man ist. Dann wirddieser Dämon verschwinden und sich in uns ausbreiten. Man wird teilweise dieser Dämon. Aber (!!!) wir sind auch noch immer wir. Das heißt, wenn wir also auch dieser Dämon geworden sind, dann können wir nun auch weiterhin wir sein. Wir können auch weiterhin nett und freundlich zu den Menschen sein. Nur wäre einiges davon eben gelogen, weil wir so manch einen Menschen nicht leiden können. Aber sich selbst teilweise zu verleugnen ist weitaus schlimmer und führt (ja, auch spirituell) zu weitaus weniger.
Gruß, Asmadin.
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