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29.07.2008, 09:53
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wieviel kann ein mensch verkraften? Beitrag #1 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 15.05.2008
Beiträge: 248
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wieviel kann ein mensch verkraften?
hallo ihr da draußen  ,
nachdem was man hier und um einen herum alles so mitbekommt stellt sich mir die frage.....
"wieviel kann ein mensch ertragen oder an dem punkt angekommen ist an dem er sich sagt ich kann nicht mehr hier ist der punkt an dem ich mich füge."
damit meine ich, sogar soweit geht zu sagen "ich gebe mich und das was ich bin/war auf meine meinung tu ich nicht mehr kunt weil ich ab jetzt keine mehr haben werde."
wann ist ein mensch so weit, was muß gesehen das ein mensch sagt "ich gebe auf zu kämpfen, zu kämpfen um das was mir immer wichtig war. um das zu kämpfen was meine überzeugung ist. hier der punkt an dem ich mich ergebe."
und wenn man an dem punkt ist ist es dann richtig so zu handeln?
wo ist da der sinn?
welche gründe muß es geben?
kommt es einem zu gute?
mich würde eure meinung interessieren und wenn ihr die habt auch oder vorallem eure erfahrung.
(ist eine neue private studie von mir  )
gruß luna
(entschuldigt ich habe das N in der überschrift vergessen und kann es jetzt nicht mehr ändern)
Geändert von luna-muna (29.07.2008 um 09:56 Uhr)
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29.07.2008, 18:01
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wieviel kann ein mensch verkraften? Beitrag #2 (permalink)
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die sonnige
Sternzeichen:
Registriert seit: 12.11.2006
Alter: 51
Beiträge: 1.954
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gute Frage...
Liebe Luna,
dies ist eine gute Frage, die du da stellst... ich möchte dir gerne antworten.
Einen Moment lang habe ich darüber nachdenken müssen und es fällt mir nicht schwer dir zu antworten. Ich habe viele solcher Situationen in meinem Leben erleben müssen, der mich an den Punkt gebracht hat: ICH KANN NICHT MEHR!!!
Doch ich wurde nicht danach gefragt, ob ich noch kann. Seit 15 Jahren ziehe ich meine drei Kinder alleine groß, ohne Verantwortlichkeit des Vaters in allen Bereichen.
Wenn wieder mal der Punkt erreicht war, der des nicht mehr Könnens habe ich aufgegeben nach dem Sinn des Ganzen zu fragen, da habe ich kapituliert und weitergemacht. Ob die Entscheidungen aus der Situation heraus dann die richtigen waren.... kann ich dir nicht beantworten, da sich bei drei Kindern und Dreivierteljob und zusätzlich noch 2 Nebenjobs um zu überleben, keine Zeit blieb um darüber noch nachzudenken.
Heute nach 15 Jahren (Überlebens-)Kampf gestehe ich mir hin und wieder zu, nicht mehr zu können, da meine Verantwortlichkeit meinen Kindern gegebenüber kleiner geworden ist, da sie ein Alter erreicht haben, wo sie eigenverantwortlich handeln sollten.
Was ich nie aufgegeben habe ist, meine Meinung kund zu tun, das werde ich immer tun, obwohl das Sprichwort ja besagt, reden ist Silber, Schweigen ist Gold! Doch mein Gegenüber und auch ich selbst kann und muss meine Befindlichkeit erkennen können, in dem ich auch meine Bedürfnisse deutlich deklariere! Alles andere wäre unfair allen Beteiligten gegenüber.
Tja... das war jetzt Lebenserfahrung pur aus Delia's Nähkästchen und vll konnte ich dir ja einen kleinen Beitrag leisten zu deiner persönlichen Studie.
Ich glaube auch, dass es vom Naturell jedes einzelnen abhängt, o b man nicht mehr weiterkann, ob man aufgibt, nach dem Sinn fragt....
Mir hat es vll auch weitergeholfen, dass ich über viele Jahre hinweg in der Sterbebegleitung arbeite, es eröffnet andere Dimensionen zum Leben und setzt viele Situationen und Erlebnisse in eine andere Position der Wertigkeit dem Leben gegenüber.
Ich wünsche dir noch viel Erfolg und ganz viele Beiträge zu deinem Thema und vll wertest du deine persönliche Studie aus und läßt uns dein Ergebnis dann auch wissen.
Alles Liebe dir
und einen ganz herzlichen Gruß
Delia
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29.07.2008, 20:26
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wieviel kann ein mensch verkraften? Beitrag #3 (permalink)
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Chaosmagier
Registriert seit: 21.01.2008
Beiträge: 4.473
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Ich würde sagen, das hängt hauptsächlich vom eigenen Willen ab. Wenn man weiterkämpfen will, findet man immer einen Grund und die Kraft, die man dazu benötigt. Ist der Wille aber gebrochen, dann ist's vorbei...
"Und der Wille liegt darin, der nicht stirbt. Wer kennt die Geheimnisse des Willens und seine Kraft? Denn Gott ist nur ein großer Wille, der alle Dinge mit der ihm eigenen Kraft durchdringt. Die Menschen aber überliefern sich dem Himmel und dem Tode nur aus überaus großer Willensschwäche." (Joseph Glanvill)
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29.07.2008, 21:02
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wieviel kann ein mensch verkraften? Beitrag #4 (permalink)
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~ Stranger ~
Registriert seit: 10.11.2007
Beiträge: 113
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Ich bin der Meinung, dass ein Mensch alles ertragen, wenn er nur stark genug ist. Ich stimme Zanthee in dem zu, was er sagt: Wenn der Wille gebrochen ist, ist es vorbei. Allerdings muss ich noch dazu sagen, dass ich aus eigener Erfahrung feststellen musste, dass der Wille wiederbelebar ist. Er kann wie Feuer erlischen, doch ein Funke kann ihn wieder zum Brennen bringen. Es ist nicht entgültig vorbei, wenn der Wille gebrochen ist, doch meist fällt man in ein tiefes Loch, aus dem einen oft nur andere Menschen wieder herausziehen können.
Ich war bereits an dem Punkt, an dem ich gesagt habe, dass ich mich in mein Schicksal füge. Ich habe aufgegeben und für einen Moment ging es mir tatsächlich besser. Trotzdem weiß ich jetzt, dass es nicht richtig war. Mit diesem Aufgeben fällt man in eine Art Gefühlskälte, aber das nur äußerlich. Man zieht nach Außen hin keine Miene mehr und fühlt sich oberflächlich taub, doch tief im Herzen leidet man immer weiter. Deshalb hat es auch keinen Sinn aufzugeben.
Ich habe meinen Willen aufgegeben, als ich von den Menschen in meiner Umgebung vollkommen ignoriert wurde. Keine Freunde, niemand mit dem ich reden konnte, meine Eltern haben mich zum Psychater gejagt, doch helfen konnte der mir auch nicht. Ich war den ganzen Tag alleine, saß teilweise am Fenster und hab in den Regen gestarrt. Das war mein Tag, aber es war mir egal. In der Schule bin ich abgestürzt, keine Hausaufgaben, kein Wort gesagt. Die Lehrer haben versucht mit mir zu reden, aber ich wollte es nicht hören. Ich habe mich in Bücher zurückgezogen, um nicht so viel über mich selber nachdenken zu müssen. Ich habe über die Charaktere in den Büchern nachgedacht, statt über mein Leben. Es war scheinbar vorbei mit mir, bis der Funke kam und ein anderer Mensch mich aus dieser Schlucht gezogen hat. Ich war so glücklich, als ich diese Taubheit tief in mir endlich abgelegt hatte. So etwas kommt uns nicht zu gute... es zerstört uns langsam.
Solche Punkte wird wohl jeder eines Tages einmal erreichen, vielleicht auch mehrmals, aber trotzdem darf man sich niemals so zerbrechen lassen. Nichts und niemand ist es wert, sich selbst so zerstören.
Wie heißt es noch gleich? Es ist nicht schlimm hinzufallen, aber es ist schlimm, danach nicht wieder aufzustehen.
Liebe Grüße
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29.07.2008, 21:02
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wieviel kann ein mensch verkraften? Beitrag #5 (permalink)
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Benutzer
Registriert seit: 26.06.2007
Beiträge: 91
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Zitat:
Zitat von luna-muna
hallo ihr da draußen  ,
nachdem was man hier und um einen herum alles so mitbekommt stellt sich mir die frage.....
"wieviel kann ein mensch ertragen oder an dem punkt angekommen ist an dem er sich sagt ich kann nicht mehr hier ist der punkt an dem ich mich füge."
damit meine ich, sogar soweit geht zu sagen "ich gebe mich und das was ich bin/war auf meine meinung tu ich nicht mehr kunt weil ich ab jetzt keine mehr haben werde."
wann ist ein mensch so weit, was muß gesehen das ein mensch sagt "ich gebe auf zu kämpfen, zu kämpfen um das was mir immer wichtig war. um das zu kämpfen was meine überzeugung ist. hier der punkt an dem ich mich ergebe."
und wenn man an dem punkt ist ist es dann richtig so zu handeln?
wo ist da der sinn?
welche gründe muß es geben?
kommt es einem zu gute?
mich würde eure meinung interessieren und wenn ihr die habt auch oder vorallem eure erfahrung.
(ist eine neue private studie von mir  )
gruß luna
(entschuldigt ich habe das N in der überschrift vergessen und kann es jetzt nicht mehr ändern)
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Hallo Luna,
Zitat:
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und wenn man an dem punkt ist ist es dann richtig so zu handeln?
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wenn du das dann noch fragst, dann hast du den Punkt nicht wirklich erreicht. Für mich stellt sich die Frage so, ob sich die Vergeblichkeit eigenen Wollens und Planens klar abzeichnet. Völlig gleich, was ich auch tue, es macht nicht glücklich, ergibt keinen wirklichen Sinn. Nur, gibt es denn eine andere Möglichkeit? Kann man Impulse zum Leben auch woanders herbekommen als aus dem eigenen Wollen und Planen? Was geschieht denn, wenn dieser Stillstand wirklich eintritt und man sich ergibt - wo hinein ergibt man sich dann?
Ich glaube, auf diese Weise zu scheitern und zu erkennen, dass eigenes Wollen nur ein Laufen im Kreis ist, weil man damit nur das eigene Denksystem erfüllt, kann eine großartige Chance sein - es kann eine vollkommene Befreiung sein. Alles abzustreifen, was man für wichtig hielt, kann Platz schaffen für eine völlig neue Erfahrung des Geführtseins und Mitschwimmens im Lebensstrom - immer das annehmend, was gerade ist.
Nur wann dieser Punkt kommt, das ist wohl nicht zu beantworten. Die meisten Menschen scheinen nach jeder noch so heftigen Krise vor allem eins im Sinn zu haben: Dort weitermachen, wo sie unterbrochen wurden.
Gruß vom
Ulenspygel
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29.07.2008, 23:19
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wieviel kann ein mensch verkraften? Beitrag #6 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 15.05.2008
Beiträge: 248
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liebe delia,
ich danke dir schon für den tiefen einblick in dein privaleben.
ich kann mich gut rein fühlen, mir denken das du oft geweint hast und keiner oder du das gefühl hattest keiner ist wirklich für dich da und keiner kann helfen.
ich denke das du eine starke persönlichkeit hast und wenn ich mir dein bild ansehen denke ich das "wieder?" glücklich bist.
mit der auswertung..... soweit hab ich noch gar nicht gedacht.... aber danke.
ich denke ich kann daraus ein fazit ziehen und das dann auch mitteilen ;-)
gruß luna
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29.07.2008, 23:25
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wieviel kann ein mensch verkraften? Beitrag #7 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 15.05.2008
Beiträge: 248
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zhantee,
ja da kann ich auch zustimmen.... es hängt mit dem willen zusammen und ob der gebrochen werden kann wie......
hallo miaki.....
so schön schrieb....
sich in sein schiksal ergeben.
das paßt schön zusammen wenn der wille gebrochen ist ergibt man sich in sein schicksal....
gruß luna
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29.07.2008, 23:30
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wieviel kann ein mensch verkraften? Beitrag #8 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 15.05.2008
Beiträge: 248
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liebe/r ulenspygel,
also fast wie beim kinder kriegen :-D , wenn einem da alles egal ist dann ist alles fast überstanden.....
wenn man sich an dem punkt noch fragt könnte oder wäre es das letzte was ich mich fragen würde bevor es soweit ist.
ok soweit war ich schon einige male und jedesmal hab ich mich dafür entschieden das es nicht richtig ist.
soweit war ich immer noch "herr" meiner sinne.
gruß luna
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