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25.04.2008, 10:55
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Esoterik und Psychologie/Geisterbesessenheit Beitrag #1 (permalink)
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*littlefairy*
Registriert seit: 24.04.2008
Ort: Niederösterreich
Beiträge: 25
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Esoterik und Psychologie/Geisterbesessenheit
Grüß euch 
Also, ich hoffe ich bin hier im richtigen Thread, wusste nicht genau wo ich das hinpacken soll 
Meine Frage:
Kann man Psychologie mit Esoterik verbinden? Also ich bin jetzt auf ein ganz bestimmtes Thema aus, und zwar Besessenheit von Geistern.
Ich war vor längerer Zeit mal auf einer Eso-Messe, und dort war ein Stand der sich mit diesem Thema auseinandersetzte. Habe damals dort ein Buch gekauft, und der Titel lautet "Von Geistern Besessen - Exorzismen im 21.Jahrhundert" von Wanda Pratnicka.
Und zwar geht es darum, wenn man zB.: Stimmungsschwankungen hat, kann es sein dass man von einem Geist heimgesucht wurde.
Natürlich gibt es da noch mehr Krankheiten, Krebs, Depressionen, Sucht, Schizophrenie und und und.
Als ich dieses Buch gelesen habe, hatte ich echt Angst. Dadurch dass ich seit 2 Jahren psychische Probleme habe und in Psychotherapie bin, wusste ich nicht genau ob das auf mich zutrifft. Hatte aber bei der EsoMesse ein Gespräch mit einer Frau dort und sie meinte schon dass es möglich ist.
Wie seht ihr das? Glaubt ihr an Geisterbesessenheit?
Denkt ihr dass sie Krankheiten auslösen können?
Ich kann nicht wirklich verstehen, wie das genau funktionieren soll.
WENN es so ist, müssten ja alle psychisch kranke Menschen von Geistern besessen sein   
Vielleicht habt ihr ja ein paar Ideen oder Gedanken dazu 
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25.04.2008, 11:39
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Esoterik und Psychologie/Geisterbesessenheit Beitrag #2 (permalink)
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seelenstrahl
Sternzeichen:
Registriert seit: 16.08.2006
Ort: Wedel
Alter: 39
Beiträge: 35
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Syntese zwischen Psychologie und Esoterik
Liebe Maary!
Ich habe auch schon darüber nachgedacht, wo es eine Synthese zwischen Psychologie und Esoterik gibt. So glaube ich, dass beide im Grunde das Gleiche meinen: die Psycholgie spricht über Psychosen oder ähnliches - während die Esoterik darin eine Verbindung zu Fremdeinwirkung durch negative Energien, Wesen, Geistern oder wie man es auch bezeichnen möge erkennt. Ungünstig ist eher, dass es dir Angst gemacht hat, denn im Grunde muss Aufklärung keine Angst machen, nur weil das Wort "Geister" so mystisch klingt. Ich erkenne für mich in allem nur ein Beleuchtung von verschiedenen Seiten. Nehmen wir einen Grashalm als Beispiel: Die einen betrachten ihn von oben und sehen eine lange gebogene Spitze die grün ist und evt. das nähere Umfeld - nämlich eine Wiese mit vielen Grashalmen. Wenn sie nun beschreiben was sie sehen, sagen sie die Wahrheit. Andere schauen den Grashalm von unten an und sehen eine braune Wurzel mit Erde drumherum. Auch diese Betrachter haben recht, wenn sie schildern was sie sehen. So verstehe ich es auch mit Esoterik und Psychologie - beide haben auf ihre Weise recht. Für die Zukunft wünsche ich mir daher, das eine Zusammenarbeit zwischen beiden Sichtweisen möglich sein wird. Allerings unter folgender Voraussetzung: denn Psychologen sind sehr gut ausgebildet und bevor Gott sie auf Klienten loslässt, müssen sie einiges an Wissen bewiesen haben. Die Esoterik ist da eher schwammig und jeder der glaubt ohne Wissen und Erfahrung arbeiten zu dürfen, wird eines Tages die Rechnung dafür erhalten, nach dem Gesetz: Was du säst, das erntest du. Darum: Ausbildung ist wichtig! Für beide Seiten! Z.B. Reiki: nur weil es funktioniert - darf man es wirklich anwenden, oder gar weitergeben - ohne die Gefahren bei Einweihungen zu kennen? Ich war jedenfalls froh in fähiger Obhut gewesen zu sein iwährend meiner letzten 2ten Einweihung, als ich eine Art realistische Schreckensvision hatte - wo doch alles nur schön und voller Liebe sein sollte, da ja mit göttlichen Energien gearbeitet wird. Sicher sind diese Energien göttlich - aber schauen wir dabei jetzt von unten oder oben? Oder sehen wir nur das letzte Ende der Wurzel? Ich bleibe jedenfalls weiterhin achtsam und treffe Entscheidungen nun noch sorgfältiger nach besten Wissen und Gewissen.
Ich wünschte ich könnte dir deine Angst nehmen, denn sie ist nie ein guter Ratgeber beim Betrachten der Welt. Alles Liebe und viel Erfolg beim Herausfinden deiner Wahrheiten!
Seelenstrahl
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25.04.2008, 12:15
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Esoterik und Psychologie/Geisterbesessenheit Beitrag #3 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 22.04.2008
Beiträge: 264
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Hallo Maary,
Zitat:
Zitat von Maary
Kann man Psychologie mit Esoterik verbinden?
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Ich denke schon, dass sie in vielen Bereichen ergänzend wirken können.
Zitat:
Zitat von Maary
Ich war vor längerer Zeit mal auf einer Eso-Messe, und dort war ein Stand der sich mit diesem Thema auseinandersetzte. Habe damals dort ein Buch gekauft, und der Titel lautet "Von Geistern Besessen - Exorzismen im 21.Jahrhundert" von Wanda Pratnicka.
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Das Buch würde ich alleine schon aufgrund des Titels ins Kamin stecken,
damit es noch einen sinnvollen Zweck erfüllt. Zu Besetzungen habe ich in
einem anderen Thread schon was geschrieben:
http://www.esoterikforum.de/chakras/...tml#post249989
Zitat:
Zitat von Maary
Als ich dieses Buch gelesen habe, hatte ich echt Angst. Dadurch dass ich seit 2 Jahren psychische Probleme habe und in Psychotherapie bin, wusste ich nicht genau ob das auf mich zutrifft.
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Dass das Buch Angst machen würde, hätte ich auch nicht anders erwartet.
Exorzismus/Austreibung ist eine lieblose Form mit Besetzungen zurecht zu
kommen. Die Art und Weise wie sie gemacht wird fragt um Probleme. Wie
ich in dem anderen Posting bereits geschrieben habe, lassen sich viele
Besetzungen durch Aufklärung oft problemlos ins Licht schicken. Die, die
nicht wollen kann man mithilfe von geeigneten Techniken helfen. Wenn sie
aber nicht gehen wollen oder der 'Besetzte' möchte sie nicht gehen lassen,
dann hilft es nichts dies mit Gewalt (= Exorzismus) zu lösen. Damit
gefährdet man letztendlich nur den Besetzten.
Besetzungen können bestimmte Probleme erschweren bei der Aufarbeitung.
Grundsätzlich muss man verstehen, dass man irgendwann im Leben die
"Tür" geöffnet hat und das eigentliche Problem bereits vor der Besetzung da
war. Das ist wichtig zu verstehen, denn die Arbeit fängt nach dem 'ins Licht
schicken' erst richtig an. Jetzt hat man die Möglichkeit die Problematik
aufzulösen.
Die Erklärung, dass eine Besetzung (also, etwas böses) einfach so bei dir
andockt und dann richtig Probleme macht, halte ich für unseriös. Zum Einen
weil dadurch die Eigenverantwortung für die Problematik abgeschoben wird.
Zum Anderen weil diese Art der Erklärung zu Lösungen führt, die nichts mehr
mit Liebe zu tun haben. Exorzismus, Psychopharmaka, Impfungen,
Antibiotika, usw. sind halt solche Lösungen.
Zitat:
Zitat von Maary
Hatte aber bei der EsoMesse ein Gespräch mit einer Frau dort und sie meinte schon dass es möglich ist.
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Respekt... normalerweise findet man auf Messen solche, die einem eine
120%-ige Sicherheit anreden 
Zitat:
Zitat von Maary
Wie seht ihr das? Glaubt ihr an Geisterbesessenheit?
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Besetzung ja, besessen... ach, ich mag das Wort irgendwie nicht weil es
zu sehr belastet ist.
Zitat:
Zitat von Maary
Denkt ihr dass sie Krankheiten auslösen können?
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Klares "nein"; die Krankheit war schon da. Die Besetzung erschwert die
Aufarbeitung und sorgt meist auch recht geschickt dafür, dass man die
Erkenntnisstufe noch nicht mal erreicht.
Alle Menschen haben eine Vielzahl von Besetzungen in irgendeiner Form. Die Ursache psychischer Krankheiten soll man nicht auf Geister schieben, das
ist kontra-produktiv.
Liebe Grüße,
j-essence
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25.04.2008, 12:33
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Esoterik und Psychologie/Geisterbesessenheit Beitrag #4 (permalink)
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*littlefairy*
Registriert seit: 24.04.2008
Ort: Niederösterreich
Beiträge: 25
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Herzliches hallo 
Danke für eure Antworten,
ehrlich gesagt bin ich sehr erleichtert, dass es doch Menschen gibt die nicht daran "glauben" - also an Krankwerden durch "Besetzung" (dieses Wort klingt wirklich besser!).
Mir ist eben ein Stein vom Herzen gefallen, da mir dieses Buch sehr oft beim lesen Angst eingejagt hat. Ich denke dass es natürlich auch andere "bessere" Methoden gibt, als gleich richtiger Exorzismus. Dass Exorzismus, so sehr mit Gewalt zu tun hat, war mir eigentlich nicht klar!
Danke auch für die neue Ansicht zwischen Psychologen und Esoterikern, da muss ich schon Recht geben.
Danke für die Aufklärung 
Alles Liebe
Maary
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25.04.2008, 12:54
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Esoterik und Psychologie/Geisterbesessenheit Beitrag #5 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 22.04.2008
Beiträge: 264
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Hallo Maary,
Zitat:
Zitat von Maary
Dass Exorzismus, so sehr mit Gewalt zu tun hat, war mir eigentlich nicht klar!
|
naja, da wird denke ich mal nicht geschlagen oder so. Wobei, ich traue dem
Verein einiges zu 
Bei der Austreibung fehlt das Verständnis für die Besetzung, der Besetzte
wird Stunden/tagelang gequält bis die Austreiber überzeugt sind, dass das
Böse aus dem Körper ist oder bis der Besetzte stirbt. Das nenne ich Gewalt.
Dabei kann man mit einer liebevollen Herangehensweise viel mehr erreichen
und die Besetzungen erzählen auch gern warum die dort sind oder warum
die genau das machen was sie machen. Sie sind mal niedlich, mal lustig,
mal arrogant, mal nervig, mal agressiv, mal ängstlich... da gibt es alles
Mögliche. Aber agieren immer aus eine nachvollziehbare Überzeugung
heraus.
Liebe Grüße,
j-essence
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25.04.2008, 13:10
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Esoterik und Psychologie/Geisterbesessenheit Beitrag #6 (permalink)
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Benutzer
Registriert seit: 26.10.2007
Beiträge: 59
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Zitat:
Zitat von Maary
Kann man Psychologie mit Esoterik verbinden?
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Vieles aus der Esoterik läßt sich mit Psychologie erklären. Umgekehrt werden die akademischen Psychologen sich in ihrer Wissenschaftlichkeit geradezu beschmutzt fühlen, wollte man Teile ihrer Fakultät mit der Esoterik erklären. Warum sollte man das auch versuchen? Höchstens, um auszuschließen, daß man für verrückt gehalten wird, wenn man mit Themen wie "Besessenheit" an die Öffentlichkeit tritt? Also soll es auch mit der Psychologie abgesegnet sein? Warum? Die Psychologie beschäftigt sich zwar mit vielen Dingen, die einem Unwohlsein verursachen und ein Besessener wird im Zuge ärztlicher Hilfe auch beim Psychologen landen. Aber die Psychologie ist nicht "die Substanz" für Erklärungsmodelle. Und man beachte, daß Psychologen in der Überzahl dieses Fach studiert haben, weil sie sich selbst therapieren wollten. Sie haben eigentlich (fast) alle selber einen Knacks. Und der kann im Laufe der Berufsausübung auch größer werden.
Empfehlen kann ich die Seelenlehre "Archetypen der Seele" von Varda Hasselmann u. Frank Schmolke. Deren Seminare werden übrigens zu 50 Prozent von Psychologen, Psychotherapeuten und artverwandten Berufen besucht.
"Archetypen der Seele" wurde "mit und durch Channeling" vermittelt. Das ganze Wissen der Bücher stammt von einem nicht mehr inkarnierten Wesen der "kausalen Ebene" und wurde über das Medium Varda Hasselmann "diktiert". Es erklärt "das Menschsein", wo wir herkommen, wozu wir hier sind und wo wir wieder hingehen.
Die Bücher werden denen nichts nützen, die ein gewisses Seelenalter nicht erreicht haben. Das wäre so, als wollte man Erstklässlern den Stoff der letzten Schuljahre zuerst beibringen. Das funktioniert nicht.
Um auf die Eingangsthematik zu kommen:
Nach "Archetypen der Seele" gibt es drei astrale Ebenen. Wir kommen von der 2. astralen Ebene, um hier unser physisches Leben zu führen und hier die Erfahrungen zu machen, die mit Emotionen (in erster Linie "Angst") verknüpft sind. Es geht nur um die Erfahrungen. Nach dem Tode gehen wir wieder auf diese 2. astrale Ebene. Nach Abschluß aller Inkarnationen wechseln wir auf die 3. astrale Ebene. Soweit das zum Verständnis.
Auf der 1. astralen Ebene befinden sich alle möglichen Geister, die keineswegs alle wohlgesonnen sind. Ob man sie nun als "Dämonen", "Spukgestalten" oder "verirrte Seelen" bezeichnet, ist eigentlich egal, auf jeden Fall sind sie dort nicht "im Sinne der Liebe tätig", sondern verbreiten Angst weil sie selber voller Angst sind. Meist sind sie sich ihrer Lage nicht bewußt, sind z.B. Verstorbene, die nicht wirklich wissen, daß sie tot sind.
Die Seelenlehre "Archetypen der Seele" behandelt zwar das Thema "Besessenheit" nicht weiter, aber das Verständnis "des Ganzen" hilft einem sehr, auch andere Dinge einzuordnen. Die Psychologie ist eine Wissenschaft, sie wird alles leugnen, bis sich genügend bereitfinden, etwas anzuerkennen. Damit kann man bei Besessenheit nicht viel anfangen, es sei denn, man gerät durch glückliche Umstände an einen Therapeuten, dem das alles nicht fremd ist.
Pranier
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25.04.2008, 13:29
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Esoterik und Psychologie/Geisterbesessenheit Beitrag #7 (permalink)
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Banned
Registriert seit: 06.11.2007
Beiträge: 1.387
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Liebe Maary,
dem was j-essence geschrieben hat stimme ich zu. Ich möchte es noch um einen anderen Aspekt ergänzen. Du hast geschrieben, daß dir der "Geister"-glaube Angst macht.
Wenn du magst, könnten wir mal genauer gucken, was eigentlich "Geister" denn so sind. Bei näherem Hingucken verlieren sie nämlich allen Schrecken und sind einfach interessante Wegbegleiter.
Was ist ein "Geist"?
Alles, was nicht direkt, mit den physischen Sinnen wahrnehmbar ist, hat eine Form der "Geistigkeit", eine geistige Natur.
Wenn man denkt, hat man "Geistesblitze". Jeder Gedanke ist wie ein kleiner Geist. Man kann ihn nicht wirklich beobachten, selbst im Kernspintomographen sieht man nur die Folge der Gedanken und nicht die Gedanken selber.
Auch jedes Gefühl ist eigentlich eine Regung eines Geistes in deiner Seele.
So gesehen hat also jeder Mensch ständig irgendwelche "Geister" in sich am rumarbeiten.
Jetzt kommen wir aber zum entscheidenden Punkt. Ist dein Gefühl wirklich getrennt von Dir? Ist dein Gedanke wirklich getrennt von Dir? Bist du es nicht vielmehr selbst?
Ob man nun sagt, jemand hat eine Krankheit oder jemand hat einen Geist, der ihn leiden läßt, letztlich sind es nur Worte.
Was steckt dahinter?
Die wahre Heilung steckt nie im Abspalten von Dingen in mir selber. Also besser als zu sagen, ich habe Krankheit X, ist: ich bin krank und dies sind meine Symptome. "Haben" kann man keine Krankheit, man kann nur krank sein.
Genauso Geister. "Haben" kann man keine Geister, man kann nur "be-geistert" sein. Von schrecklichen Dingen, von schönen Dingen, was auch immer.
Wenn ich mich freue, würdest du sagen, ich bin von einem "Freudengeist" besetzt? Ist das nicht wirklich komisch oder lächerlich?
Das eigentliche Übel an Exorzismen ist die Geisteshaltung, die dahinter steckt. Sie trennt den Menschen von dem, was er eigentlich selbst ist. Sie unterteilt zwischen "Mensch" und "besetzender Geist", treibt den "Geist" weg, und wundert sich später, warum er verstärkt mit sieben anderen "Geistern" wiederkommt.
Wie gesagt, reine Spaltung führt nie zu Heilung. Wie, du hast einen kranken Arm? Oh, den muß man abhacken. Siehste, jetzt biste gesund. Das ist doch Irrsinn.
Ich bin Psychotherapeutin. Ich nutze auch sogenannte "Dissoziationseffekte". Man kann mal im Rahmen einer therapeutischen Arbeit bestimmte Anteile aus dem Menschen so wie auf einer Bühne herausholen und ganz genau angucken. Das ist wie eine Geisterbeschwörung. Schamanen und Medizinmänner machen diese therapeutische Arbeit manchmal mit viel Brimborium und Tratata, um dem Menschen zu zeigen, daß es wirklich was mit ihm selbst zu tun hat.
Doch Heilung geschieht nicht durchs Hinausholen und Wegschicken. Wahre Heilung geschieht immer durch Integration. Erkennen, daß der "böse Geist" der Depression eigentlich meine eigene "Geisteshaltung" ist. Erkennen, warum ich mich in diese Haltung begeben habe. Und das Einnehmen einer schöneren Geisteshaltung.
Auch eine gute schamanische Heilung integriert den "bösen Geist" und dann wird genau das, was einen vorher innerlich bedrohte, was Angst machte, zu einem wertvollen Verbündeten.    eva-maria
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25.04.2008, 15:09
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Esoterik und Psychologie/Geisterbesessenheit Beitrag #8 (permalink)
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Banned
Registriert seit: 11.06.2007
Ort: Ruhrgebiet
Beiträge: 877
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Hallo! 
ich fragte im Unterricht (da ging´s um grundsätzliche psychologische Dinge) die Lehrerin, ob denn Sachen wie Wahn, Zwang, Depression usw nicht auch mit sowas wie Besetzung oder Besessenheit in Verbindung gebracht werden könnten, denn wenn man die Beschreibungen so hört, wie die Menschen dann drauf sind, dann klingt das erstaunlich ähnlich, wie man sich solche Geisterdinge halt vorstellt.
ihre Antwort war, daß es Besetzungen usw in der Lehre von der Psyche und der Behandlung von Erkrankten nicht gibt. Punkt. sie fügte allerdings hinzu, daß man ja leider nicht allen diesen Menschen wirksam helfen könne und es -grade im Psychobereich- nunmal lange dauert, bis andere Sichtweisen sich durchsetzen können. letztlich blieb also eine etwas schwammige Antwort zurück.
wichtiger dabei finde ich, daß, genau wie du es sagst, der Gedanke, da könnten Geister im Spiel sein, einem bloß Angst macht, und Angst ist ein schlechter Ratgeber.
ich persönlich sehe die Verbindung von Psycho und Eso (bzw lieber Spiri) in der Schnittmenge aus vernünftiger Betrachtung des Psychisch-Seelischen mit seinen Auswirkungen auf das Körperliche einerseits und dem Vertrauen, welches wir in das Leben und die Liebe als tragende Kraft setzen können andererseits, denn das ist es doch, was die Spiritualität uns als Botschaft vermittelt. Geister hin oder her, die Frage stellt sich dann im Grunde gar nicht mehr.
unnu les ich die anderen Antworten. danke für deine Frage, Maary, ist sehr interessant (auch) für mich.
LG
Gina
Edit: bin mal wieder begeistert. 
allen ein freundliches Danke
Geändert von Gina_65 (25.04.2008 um 15:24 Uhr)
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