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Lebensfragen

Lebensfragen beschäftigen sich mit Lebensführung. Bist Du an einem Wendepunkt und hast Lebensfragen, dann stelle sie hier. Vielleicht willst Du auch Deine positiven Erfahrungen in einer bestimmten Lebenssituation hier für andere wiedergeben?


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Alt 21.04.2008, 12:51   Brauche eine objektive Meinung zu meinen momentanen Lebensumständen Beitrag #1 (permalink)
Gast9644
Gast
 
Beiträge: n/a
Brauche eine objektive Meinung zu meinen momentanen Lebensumständen

Hallo liebe Community,

es ist Zeit mein Herz auszuschütten. Denn ich versuche nun schon seit längerem den Kreis zu durchbrechen, bemerke aber oft, dass ich schon so festgefahren bin, dass ich mich kurz vor dem Durchbruch wieder zurückfallen lasse.

Ich gebe euch hier so kurz wie möglich Schweife aus meinem Leben, die meiner Meinung nach für die Kreisbahn verantwortlich sind.
Bitte habt Rücksicht, wenn ich zeitweise ein paar Sachen durcheinanderschreibe.

Ok, wo fange ich an, am Besten beschreibe ich euch meine Inneren Werte u wie sich diese im Moment in meinem Leben wiederspiegeln.
Nehmt die Punkte, welche ich zur Ansprache bringe, bitte nicht als pures Selbstmitleid meiner Person, denn eine Beschreibung meiner Lage ist nur durch Ausdruck des eigenen Empfinden möglich, dass ich mich in einem großen Pool von Menschen befinde, welche ähnliche, stärkere wie schwächere Probleme zu bewältigen haben, bin ich mir bewusst. Danke : )

1. Allein sein
Im Moment bin ich alleine, es ist die längste Phase des Alleinseins, die ich kenne und dauert, an dem Rückzugspunkt, welchen ich innerhalb meiner letzten Beziehung einnahm, nun 1 1/2 Jahre an, davor war ich nie alleine, hatte immer eine liebe Partnerin, woraus ich Kraft schöpfen konnte, welche mir in den Hintern getreten haben, mich reflektierten und mir neben dem Gefühl einer erfüllenden körperlichen Liebe mehr oder weniger die gesamte Palette einer beziehung ausreizten.
Seit meiner letzten Beziehung zu einer Frau, welche stark suizidgefährdet war, habe ich mich sehr sehr weit in mich zurückgezogen. Habe Ängste entwickelt, diese Person verlieren zu können und habe mich in höchstem Grade abhängig gemacht. Ich muss dazu sagen, ich hatte schon immer einen Hang zu Helfen, in diesem Fall bis fast zur Selbstaufgabe hin, ich bin mir in solchen Beziehungen dann nicht mehr wichtig, weil ich weiss, dass ich genug Kraft habe um mich danach wieder aufzurichten und stelle mich deshalb zurück. Dass dies der wahre Weg ist, bezweifle ich, dennoch handelte ich meinem Wesen entsprechend ohne eine Gegenleistung einzufordern. Ich hatte sozusagen zu meiner Gutmütigkeit das beste und gleichzeitg schlimmste Gegenstück gefunden. Eine Person, die mich mehr liebte, als es sonst jemand kann, da sie sich selbst schon aufgegeben hatte und sich egal war und die gleichzeitig sobald sie ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit hatte, stets bemüht war, dieses unter allen Umständen zu behalten.
Sämtliche Situationen welche hier im Laufe der Jahre vorfielen aufzugreifen würde die Zeit sprengen. Ich bin mit dieser Frau, in einer Beziehung noch nie zuvor so hoch geflogen, aber auch noch nie so tief gefallen.
Erfüllende Beziehungen hatte ich dennoch.
Diese Beziehung lastet mir bis heute an, ich versuchte oft einen Schlussstrich zu ziehen, doch meistens kamen wir nach exakt genau 3 Monaten wieder zusammen, nachdem Sie einen anderen gefunden hatte, den Sie dann widerum wegen mir verlies, da ihr bewusst wurde, dass ich ihre wahre liebe sei und sie mit den Leuten spielt, es aber immer wieder tat, weil sie nicht alleine sein konnte.
Ich war zu diesen Zeitpunkten immer froh, wenn sie wieder da war, da war diese Gewohnheit und diese Abhängigkeit wieder, die man zuvor zu lösen versuchte und doch schmiss man sich wieder mittenrein.
Doch als ich merkte, dass ich innerlich mehr und mehr abstumpfte, und mein Kopf, welcher noch heute mein größter Feind ist mir immer wieder Sexszenen in meiner Phantasie aufkommen lies, während ich gerade mit ihr schlief, bemerkte ich, dass ich langsam dahinvegetiere und das dies nicht richtig ist.
Selbstmordgefährdet ist sie heute meiner Meinung nach deutlich weniger als damals, ganz helfen konnte ich ihr nicht, jedoch konnte ich ihr ein Stück weit vermitteln, was Leben heisst, auch wenn sie noch oft negativ denkt und sich absichtlich herunterzieht, wenn es gar nicht angebracht ist.
Ok, wie gesagt, ich kann nicht auf alles angehen, nur ihren Charakter anreissen. Bin gerne zu weiteren Beschreibungen bereit, soviel aber erstmal hierzu.

2. Persönliche Perspektive
Im Augenblick übe ich ein Informatikstudium hier in meiner Gegend aus, ob ich damit glücklich bin, weiss ich nicht, ich wache jeden morgen mit Bauchschmerzen auf und spüre, dass es innerlich nagt, dies ist wohl auch teilweise auf die anderen Bereiche meines Lebens rückzuführen, jedoch denke ich, dass das Studium und die Angst zu versagen hier einen großen Teil ausmacht.
Ich würde mich selbst als einen cleveren Menschen einschätzen, jedoch bin ich oft recht faul und lerne nur unter Druck wirklich, so dass ich dann Prüfungen gerade so bestehe und das für mich dann irgendwo genügt.
Dieses System funktioniert seit dem Studium nicht mehr so wirklich, da man die Stoffmenge mit der Drucklernmethode vor der Prüfung nicht mehr in den Kopf bekommt, der Stoff zu anfang des Semesters kaum überschaubar und in Zeitfenstern einzuteilen ist, Aufwandsabschätzung also nur bedingt möglich. Ich probiere nun mittlerweile das 3. Semester an einer Balance zu arbeiten, steht diese, werfe ich sie selber wieder um, da ich dann unterbewusst in depressive Phasen falle, welche dann entweder "betäubt" werden, oder mich stark an mir zweifeln lassen, ob es denn das richtige Studium ist, wenn ich mich immer so quälen muss, Bauchschmerzen habe etc., ob dies einfach dazu gehört, dass man durch die Semester welches das Leben in grau in grau darstellen, geht, da man ein Ziel hat. Oder es besser wäre loszulassen und sich einen anderen Weg zu suchen.
Hier stoße ich dann an meine eigenen inneren Erwartungen die ich an mich habe, ich weiss, dass ich schaffen und erreichen kann, was immer ich will und deswegen bin ich mir nicht mehr so sicher, ob das Studium es ist, was ich wirklich möchte. Dennoch setze ich mich selbst immer und immer wieder dermassen unter Druck, dass Lernen unmöglich scheint, bzw. die Konzentration nie lange auf dem benötigten Level gehalten werden kann.
Habe dann immer im Hinterkopf, was noch alles ansteht bis zu den Prüfungen und versuche während dem Lernen die Übersicht zu wahren, die ich zuvor auch nicht hatte, weil es einfach zu unüberschaubar ist.
Kurzum ich weiss nicht, ob das Studium/ Studienfach das richtige ist, ich habe mir dieses Semester als letztes Semester ausgesucht in welchem ich mich beobachte und daraufhin entscheide, was mit mir passiert, wohl auch der Grund, warum es vom Stresslevel her das stärkste ist.
Ich möchte im Leben hoch hinaus. Nicht unbedingt Karrieretechnisch, aber ich möchte mit mir und meiner Berufung im Einklang sein, was leider nicht im Verhältnis mit meinen Bemühungen steht.
Oft erfahre ich eine Art "Lähmung", weil ich mich so unter Druck setze, dass ich krank werde, oder einfach ein paar Tage zu Hause bleibe, hieraus sollte ich Erkenntnis ziehen und auch danach handeln, aber alles was ich tue, sobald ich wieder einen klaren Kopf habe, ist mir zu sagen, dass ich nun noch weniger Zeit habe um die Dinge die prüfungsrelevant sind zu lernen und der Groll und Druck mir gegenüber noch größer ist.

3. Familie
Hier fühle ich mich sehr wohl, davon abgesehen, dass uns mein Vater, als ich 4 Jahre alt war, wegen einer anderen im Stich gelassen hat, macht mein Stiefvater, den ich seit meinem 5. Lebensjahr habe, seinen Job meistens gut. Wenn es natürlich auch hier oft zu unterbewussten Rangspielen kommt auf die ich nicht wirklich scharf bin, die Probleme also oft eher im Stillen ausgetragen werden, bis es dann der eine odere andere nicht mehr aushält und ein Donnerwetter losgeht. Ich bin ein sensibler und gefühls- Mensch und merke solche Schwankungen, Blicke, etc. immer sehr stark und kann diese Energien dann auch nur schwer abschütteln, sie hängen dann wie schwere Stricke an meiner Jacke des Lebens und ich bekomm sie nicht ab.
Wir sind alle 3 meine Mum, mein Stiefdad und ich Zwillinge : P Auch oft keine einfache Konstellation. Es wird von mir seitens meines Stiefvaters immer unterbewusst erwartet, dass ich etwas leiste, da er schon früh nach dem Tod seines Vaters die Führung in seiner Familie übernehmen musste und für deren Erhalt sorgte. Was bei uns nicht angebracht ist, uns geht es gut, dennoch werde ich über meine "Sollaufgaben" hinausgetrieben.
Bei meiner Mum ist es eher eine Art des Wünschens, wie so oft bei Mütter, dass aus dem eigenen Sohn etwas wird und Sie durch Fehlentscheidungen zu enttäuschen, hat mir schon ein paarmal das Herz gebrochen.
Ob ich die Scheidung an sich verdaut habe weiss ich nicht, das Verhältnis zu meinem richtigen Dad ist gut und laut Erzählungen, verhielt ich mich als 4 jähriger schon recht umsichtig, bspw. ist mir folgende Situation wieder in Erinnerung gerufen worden: Als die Trennung frisch stattfand, kauerte meine Mum auf dem Boden und heulte sich die Augen aus, mein Vater wusste nicht was er tun sollte und war hin und hergerissen, bis ich auf ihn zuging ihm in die Augen schaute und sagte: Papa, du kannst ruhig gehen, ich mach das mit Mutti schon.
Ich habe begleitend zu meinem Leben gewisse Persönlichkeiten, sei es im Kindergarten, in der Schule oder im Freundes, Partnerkreis zu einem zufriedeneren Leben hinführen können, konnte dazu beitragen, dass sich soziale Kontakte aufbauten, Menschen von totaler Isolation wieder zu den Leuten fanden und ich sie so gut reflektierte, dass sie selbst sahen, was und wie sie es schon die ganze Zeit über ändern wollten.
Nur bei mir selbst klappt das nicht und es kostet mich bei jeder Person natürlich immer eine Unmenge an Kraft, doch ich gebe dies gerne und erwarte nichts zurück, ich handle hier meinem Wesen entsprechend.
Jedoch greift hier der innere Selbstschutz, meist viel zu spät, bzw. ich mache immer weiter und weiter, bis ich irgendwann kurzzeitig über den PointOfNoReturn hinausgeschossen bin und rappel mich wieder auf, was widerum auch kein Leichtes ist, Menschen dann gleichzeitig mit dem eigenen Aufrappeln von einem ein Stück weit zu entwöhnen um genug Energie schöpfen zu können, dies ist immer ein langwieriger Prozess.

Geändert von Gast9644 (21.04.2008 um 12:55 Uhr)
 
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Alt 21.04.2008, 12:51   Brauche eine objektive Meinung zu meinen momentanen Lebensumständen Beitrag #2 (permalink)
Gast9644
Gast
 
Beiträge: n/a
4. Mein Selbst
Ich mag mich selbst. Es grenzt nicht an totale Eigenliebe, aber ich habe mich in so gut wie allen Punkten akzeptiert, kenne meinen Körper, meinen Geist und meine Grenzen gut. Handle nur allzu oft dagegen/ bzw darüber hinaus.
Über fehlende Freunde kann ich mich nicht beschweren, bin ein sehr geselliger Mensch, der schnell Anschluss findet und fühle mich auch inmitten fremder Menschen wohl.
Was mir jedoch zu schaffen macht und wohl auch der Grund ist, warum ich diesen Thread schreibe, ist die Tatsache, dass ich nicht weiss, was das Leben mit mir vorhat.
Ich glaube ich bin ein Mensch, welcher nichts lieber hätte, als ein Ziel zu verfolgen, welches er von Höherem gesandt bekam, aus Angst, sich bei Eigeninitiative zu oft zu verrennen und viele Dinge toll zu finden.
Leider ist das System dieser Welt, nicht des Lebens wohlgemerkt darauf hin ausgelegt, dass man sich innerhalb eines bestimmten Rahmens bewegen "sollte". Belohnung u Bestätigung des InnerenSelbst durch geleistete Arbeit, Geld zum Erhalt des eigenen, sowie des Lebens der Familie. Es gibt soviele vorgefertigte Stufen, bei denen mir ein Gefühl innewohnt, diese gerecht werden zu müssen, dass ich mich in meiner eigenen Selbstentfaltung stark beeinträchtigt sehe.
Wenn man rein von meiner Ideologie/ Wunschdenken ausgehen würde, würde ich sagen, dass ich keine Geldsorgen mehr haben möchte, mich damit befassen kann, wonach mir der Sinn steht und dadurch versuchen, diese Welt zu einem besseren Ort zu machen.
Jedoch wird es wohl nur durch vermitteln von Zufriedenheit und Akzeptantz möglich sein, dies zu erreichen, da wir auf eine Vernichtung hinsteuern müssen, denn nicht nur wir altern jeden Tag, sondern auch unsere Welt, nur viel viel langsamer als wir.

To do:
- Beziehung verarbeiten, innerlich lösen, die Identifikation als "liebenswerter Mensch" zurückerlangen, Kontakt zu der Ex abbrechen um weiterzukommen oder halten ?
- in mich gehen und herausfinden, was ich will, wo ich hinmöchte,
was ich mit meinem Leben tun möchte
- Versagensängste und innere Selbstzweifel ablegen, im "Kleinen" arbeiten um so gezielt Stück für Stück voranzukommen
- etwas mehr Zeit für mich selbst einfordern um innerlich zur Ruhe kommen zu können und um diese momentane wichtige Lebensphase richtig für mich "entscheiden" zu können, ohne das Gefühl zu haben und es vermittelt zu bekommen, dass ich dadurch Leute im Stich lasse, die momentan stark auf mich fixiert sind
- Möglichkeiten überlegen, welche weiteren beruflichen Wege ich einschlagen kann, versuchen herauszufinden, was mich glücklich macht
- hierbei vom Drang der Familie genügen zu wollen lösen und auch das eigene Selbstbild ersteinmal zurückstellen um es neu formen zu können
- ....


Wow, tat gut das mal n Stückweit von der Seele zu schreiben : )

Joar, jetzt hab ich hier und da was durchblicken lassen, was momentan in meinem Leben so abgeht.
Ich hoffe, dass Ihr Lust habt euch mit diesem Text auseinanderzusetzen und mir positive wie negative Kritik entgegenbringt, bzw. mir anhand schon gelebter Lebensabschnitte und eurem Verhalten Tipps und Anregungen geben könnt.

Für euer Bemühen bin ich jetzt schon dankbar. Freu mich auf eure Posts
 
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Alt 21.04.2008, 16:45   Brauche eine objektive Meinung zu meinen momentanen Lebensumständen Beitrag #3 (permalink)
Gast8526
Gast
 
Beiträge: n/a
Ich habe deinen Bericht gelesen und bewundere diese Fähigkeit sich so präzise über sich ausdrücken zu können. Auch das du keine Schuldzuweisungen machst, sondern recht nüchtern berichtest. Genau das macht es mir ein bisschen schwer mich hinein zu versetzen, aber ich glaube verstanden zu haben das du dich bemühst für etwas gut zu sein. Es scheint, als würdest du Menschen anziehen, für die du ein Stück Verantwortung tragen kannst. Wie du es als 4jähriger Junge ja schon getan hast.
Wie würdest du dich fühlen, wenn diese Frau völlig unabhängig von dir wäre? Wenn sie dich gar nicht brauchen würde?
Ich habe zur Zeit die Aufgabe zu akzeptieren das mein 25jähriger Sohn eben nichts machen will. Ganz schön schwer für mich mich da nicht einzumischen und diese Ungewissheit und Sorge zu ertragen. Nur das zu übernehmen und da zu helfen wo er mich bittet und mich raus zu halten.
 
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Alt 21.04.2008, 19:39   Brauche eine objektive Meinung zu meinen momentanen Lebensumständen Beitrag #4 (permalink)
Gast9644
Gast
 
Beiträge: n/a
Danke L4A für deine Antwort,

das ich solche Menschen förmlich anziehe, denke ich auch.
Zwar nicht immer leicht, aber ich sehe es als Teil der Aufgabe des
Lebens, weshalb ich hier bin.

Bezüglich deines letzten Absatzes, ich zitiere dich hier:
" Wie würdest du dich fühlen, wenn diese Frau völlig unabhängig von dir wäre? Wenn sie dich gar nicht brauchen würde?"

Ich würde es mir wünschen, wenn diese Frau völlig unabhängig wäre, denn jedesmal, wenn ich auf meinem Weg Richtung Loslassen bin, meldet sie sich zurück und es ist nicht immer leicht, sie völlig zu ignorieren, da durch meine Art anderen Menschen zu helfen, ich hier deutlich mehr darunter leide, nicht zu antworten, als mir der Sache anzunehmen, auch wenn mir bereits im Vorfeld bewusst ist, dass ich mich damit wieder in den gleichen Teufelskreis begebe. Komische Sache, aber so isses.
Jedoch habe ich es mittlerweile mit Disziplin und Abschirmung geschafft, dass mir die Angelegenheit mit Ihr nicht mehr ganz so nahe geht.
Jeder ist für sein Leben selbst verantwortlich und das sollte sie so langsam auch mal tun.

Nochmal Zitat
" Ich habe zur Zeit die Aufgabe zu akzeptieren das mein 25jähriger Sohn eben nichts machen will. Ganz schön schwer für mich mich da nicht einzumischen und diese Ungewissheit und Sorge zu ertragen. Nur das zu übernehmen und da zu helfen wo er mich bittet und mich raus zu halten."

Hast du noch einen Lebenspartner an deiner Seite, welchen er autoritär akzeptiert, mir hat mein Stiefvater hier geholfen, auch wenn ich ihn anfangs dahingehend ignorierte und mich ärgerte.
Sag ihm einfach den Satz: " Eltern sind stets der verlängerte Arm des Gewissens" das habe ich für mich herausgefunden, vielleicht bringt es ihn weiter. Und so schwer es dir auch fällt, aber ihn dahingehend loszulassen und ihn auf eigenen Beine zu stellen/ stehen zu lassen, hilft ihm am Besten weiter auch wenn er sich vielleicht anfangs verrennt, so ist das doch genau das, was er im Moment braucht: Lerneffekt durch Resonanz aus seinen eigenen Entscheidungen, die er alleine treffen darf.
Hab da bei meiner Mum auch lange gebraucht, aber das ist immens wichtig, also versuche in solchen Situationen zu entspannen und bissl abzuschalten, du hast ihn auf die Welt gebracht, also bekommt er das schon hin
 
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Alt 21.04.2008, 23:28   Brauche eine objektive Meinung zu meinen momentanen Lebensumständen Beitrag #5 (permalink)
Gast8809
Gast
 
Beiträge: n/a
Hallo feelthesun,

bei allem was Du schreibst, habe ich den Eindruck, dass Dir ein tragendes Gerüst fehlt. Du gehst sehr analytisch vor, das kenne ich von mir auch - aber ich kenne auch, dass ich mich in tausend Einzelprojekten verlieren kann und immer verwirrter werde, weil ich keinen roten Faden habe (hatte), der sich durch alles hindurchzieht.

Vielleicht schaust Du Dich mal im Buddhismus um; ich habe den ganz starken Eindruck, dass Dir Meditation gut tun würde.

Liebe Grüße
tumbler
 
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Alt 21.04.2008, 23:38   Brauche eine objektive Meinung zu meinen momentanen Lebensumständen Beitrag #6 (permalink)
Gast9644
Gast
 
Beiträge: n/a
Du wirst lachen, aber ich habe vor 2 Tagen angefangen, mich mit Buddhismus zu beschäftigen.

Ich danke dir vielmals für deine Antwort, ich denke größer kann
der Wink mit dem Zaunpfahl nicht sein.
Ich bleib dran.

Schlaft alle gut und habt morgen einen schönen Tag !
 
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Alt 22.04.2008, 00:07   Brauche eine objektive Meinung zu meinen momentanen Lebensumständen Beitrag #7 (permalink)
Gast8809
Gast
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Zitat von feelthesun Beitrag anzeigen
Du wirst lachen, aber ich habe vor 2 Tagen angefangen, mich mit Buddhismus zu beschäftigen.
Ja, ich lache vor Freude. Ein Lotto-Treffer kann nicht schöner sein!

Zitat:
Zitat von feelthesun
Ich danke dir vielmals für deine Antwort, ich denke größer kann der Wink mit dem Zaunpfahl nicht sein.
Ich bleib dran.
Wenn Du Fragen hast, gern per PN. Bin zwar selbst "greenhorn", kann Dir aber vielleicht ein paar Tipps geben.

Liebe Grüße
tumbler
 
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