Glück?
Ich mag nicht, wenn "Glück" immer mit "positivem Denken" bzw. dem "du musst dir deine Umstände positiv denken, egal wie schlecht sie sind", gleichgesetzt wird.
Glück: Ist ein Seinszustand, und geht m.Erachtens nach nur, wenn die Einigkeit: Körper/Geist(Ratio)/und Gefühl unter einen Hut gebracht wird.
In
Esoterik-kreisen fällt mir negativ auf, dass der "Glückszustand", wie auch immer der sich äussern mag, immer nur über den Pol: "Ratio" ("Denke dir dein Leben schön, und schon ist es schön"), versucht wird, zu erreichen.
Ich halte diesen Ansatz für grundlegend falsch.
"Innere Freude" zum Beispiel kann auch ganz weggehen (Bezug nehmend auf meine Vorschreiberin), sowas zu leugnen, ist für mich schlicht realitätsfremd. Ein Mensch, der (mehr oder weniger)krampfhaft versucht, sich alles um ihn herum "positiv zu denken", verharrt meiner Meinung nach in Passivität, er wird nie was ändern, er würde auch im Gefängnis bei Wasser und Brot glücklich sein (können).
Aber ist das dann wirkliches Glück?
Ich wage, das zu bezweifeln. Denn ich gehe vom Menschen als dreigeteiltem Wesen, wie oben aufgeführt, aus; wir haben einen Körper, mit Bedürfnissen, und wir haben Gefühle, die auch individuell sind, die meist geprägt wurden. Das zu leugnen, und den Menschen zum verkopften Wesen zu machen, ist für mich kein Weg zum (wie auch immer gearteten) Glück.
Anderer Ansatz:M. Mary (ja, der die vielen praktischen Bücher schreibt) sagt zb., Glück sei ein "Seinzustand"; aber Vorsicht, es seo kein reiner "ich denke mir das, was ich habe, schön"-Zustand, sondern er meint, es sei ein
gefühlter Seinszustand. Den Ansatz finde ich gut. Er hinterfragt, was mir welches
Gefühl vemittelt - das können Menschen sein, Tätigkeiten, Dinge.
Er ermuntert die Menschen dazu, nach ihrem
hinter den Dingen, Tätigkeiten und Menschen stehenden Gefühl zu forschen und dann zu versuchen, diese von ihnen gewünschten (jetzt gewünschten, und nicht irgendwann im wie auch immer gearteten Paradies gewünschten!) Gefühlszustände wie zb. "Geborgenheit", "Freiheit", "Unabhängigkeit", "Hingabe", aktiv zu leben.
Den Ansatz find ich gut. Weil dieser Ansatz nicht die Gefühle und die Körperlichkeit des Menschen negiert.
Mandorla, du schreibst "nur" von Seele. Vielleicht kannst du deshalb mit meiner Antwort nichts anfangen. Macht ja nichts. Für mich ist allerdings diese gelebte Dreieinigkeit des Menschen (Körper, Ratio und Gefühl) Spiritualität.
grüße, Pearl