Vielleicht ist es: Grenzen erkennen, Grenzen setzen usw.
Spielregeln aufsetzen (und vielleicht nach geraumer Zeit anpassen), schauen, ob man Regeln hat (jeder so in seinem Kopf), wie die WG denn funktionieren sollte. Wieviel Gemeinschaft gewollt und erlaubt ist.
Und wenn einer das Spiel zu ernst nimmt, dann muss man sich vielleicht fragen, wer sich wem anpassen sollte und wenns nicht geht, muss er sich halt eine andere Pokerrunde suchen. Eine Gemeinschaft bedeutet nicht, dass man zwanghaft zusammenpassen muss, immer gemeinsam alles macht.
Sich ausgelaugt fühlen, das kann vielleicht daher kommen, dass zuviel ungesagt ist und jeden irgendwie beschäftigt. Mich würde nicht wundern, wenn der 'Spielverderber' sich nicht ausgelaugt fühlt - er macht nämlich was ER will. Und ihr vielleicht momentan nicht was IHR wollt, sondern auch, was ER will

Ein Gespräch, auch darüber, wie man sich Zusammenleben vorstellt und wie jeder das so sieht, mit dem Ziel, einen Nenner zu finden. Da muss vielleicht jeder etwas zurückstecken. Vielleicht kann man ja einen Abend 'Ernst-Poker' spielen und an anderen Abenden 'Spass-Poker'.
Man kann auch mal betrachten, ob es in anderen Situationen auch zu 'Missverständnissen' kommt oder ob es nur in der Pokerrunde so ist.
Da muss man dann vielleicht entscheiden, ob die Gemeinschaft (oder ein grösserer Teil, der sich ohne viel Trara versteht) wichtiger ist, oder der Einzelne (der womöglich anderen auf den Keks geht). Nicht jeder ist für eine WG 'gemacht oder vielleicht nicht für diese.
Am besten jeder allein und dann alle zusammen mal darlegen, was jeder so erwartet. Vielleicht lässt es sich so schon klären.
Nicht unterkriegen lassen, sondern nach vorn schauen und nach Lösungen suchen.
Und nur um dem Störenfried nicht 'weh' zu tun, weil man ihm (ruhig) sagt, wie sein Handeln wirkt und dass es so nicht geht - damit tut ihr euch mehr weh. Vielleicht ist es ihm nicht bewusst. So kann er daran arbeiten. Und man selbst kann ihm Zeit geben, dies umzusetzen und braucht dann vielleicht nicht niedergeschlagen und enttäuscht zu sein.
Wenn jeder weiss wo sein Platz ist, kann man auch gemeinsam an einem Strang ziehen.
Alles Gute