Hallo, Ihr Lieben!
Mein Leben ist in einer Abwärtsspirale. Gestern war ich bei der ARGE und habe einen Antrag auf Unterstützung gestellt, ich bin so langsam am Boden angekommen und ich verstehe es nicht.
Seit Jahren beschäftige ich mich jetzt z.B. mit positivem Denken, Affirmationen, Visualisieren etc. Davor schon habe ich begonnen die
Esoterik zu entdecken, erst
Astrologie, dann tiefer gehend, über Thorwald Dethlefsen,
Reinkarnation etc. war die nächste Stufe dann das sog. Positive Denken mit Dr.Joseph Murphy, dann über „the secret“ und „The law of attraction“ zu etlichen Motivationstrainern, die alle irgendwie spirituelle Komponenten drin haben. Bücher, Audioprogramme, Videos…
Das löste sich jetzt ein wenig in Richtung Taoismus, Buddhismus, wahre spirituelle Erkenntnisse, die es auch im Christentum der Frühzeit gibt usw. auf. Eckhart Tolle, dem Verlust, Auflösung des Ego, als Grundlage der Glückseligkeit oder besser gesagt des Friedens.
Also habe ich in den vergangenen Jahren einiges Wissen in dieser Hinsicht angehäuft. Aber es scheint mir nicht zu helfen ein glückliches und zufriedenes Leben zu führen. Es ist, als hätte ich eine Blockade in mir, die mir den Zugang zu solchem positiven Denken letztendlich verweigert, zu glauben und anzupacken, damit es stattfindet.
Nein, es ist anders. Ich glaube, ich WEISS vielmehr, daß das alles wahr ist und stimmt. Und trotzdem kann ich es nicht umsetzen.
Gibt es da irgendwelche Ideen oder Heilungsmethoden, oder was weiß ich, wo man solche Blockaden lösen kann?
Ich meine, ich bin jetzt 37 Jahre alt, habe trotz enormem Potential einen katastrophalen Lebenslauf, zwei gescheiterte Ehen, besitze so gut wie nichts, keine Auto mehr, habe meine Wohnung jetzt zu einer WG gemacht, um was einzusparen usw.
Ich habe auch einfach keine Lust mehr auf diese Weise weiterzumachen, weil es zu nichts führt. Ich möchte und muss etwas finden, damit es steil aufwärts geht, oder es macht überhaupt keinen Sinn mehr.
Ich weiß auch, daß mir das Leben nichts schuldet und ich für alles selber verantwortlich bin, was war, wie ich jetzt lebe. Aber wie ändere ich das? Wie bekomme ich Spaß und Motivation zum Arbeiten z.B.? Wie bekomme ich eine starke Sehnsucht nach etwas? Wie setzt man sich Ziele, wie verlangt man nach etwas? Mir ist es gerade alles ziemlich egal.
Die Vorstellung eine angestellte Arbeit anzunehmen löst Beklemmungen bei mir aus. So bin ich z.B. auch seit diesem Jahr selbständig. Na ja, mehr Schein als sein und muss dennoch ja arbeiten, zu was ich keine Lust habe.
Ich habe Arbeit und Fleiß, Engagement immer als wichtige Werte hochgehalten, sabotiere mich aber jetzt selber, indem ich solche Möglichkeiten nicht wahrnehme, weil ich ja weiß, daß sie im Grunde zu nichts führen.
Zu nichts, was besser wäre, als das, was ich jetzt sowieso schon habe. Am Bodensatz der Gesellschaft von ihren Almosen zu leben, gerade mal überlebend. Nur eben evtl. selber verdient und mit 40 Stunden Lebenszeit in der Woche bezahlt. Dann muss man auch nicht mehr leben.
Ich bin für alle Anregungen extrem dankbar.
Schönen Tag!