Hallo Suam.
Keine Hassgefühle zu haben, ist schon mal gut - jedoch nicht 'alles', wenn es darum geht 'aufzuarbeiten'.
Da ist vielleicht auch noch Schmerz, vielleicht Enttäuschung ... Und 'Positives' will auch irgendwie neu bewertet werden. Bleibt es, oder hakt man es mit ab.
Ein Viertel Jahr ist nicht viel. Gib und nimm dir vielleicht mehr Zeit.
Eine Freundin von mir sagte mal: in einer Freundschaft/Beziehung verflechtet man 'Fäden', die sind in einander verschlungen, gedreht, verknotet... Trennt man sich, mag man das vielleicht 'durchgeschnitten' haben, man 'muss' danach trotzdem seinen Rest wieder entwirren.. Gut, man 'muss' nicht, aber vielleicht hilft das 'Bild', beim Aufarbeiten.
Und manchmal dauert es etwas, bis man einen Teil entwirrt hat. Nimm dir Zeit, gib dir Zeit.
Schlechtes neu zu bewerten kann helfen, wenn man z.B. erkennt, was man nicht mehr möchte und in Zukunft vielleicht Muster eher erkennt. Und vielleicht hilft dieser Blickwinkel, 'loszulassen' - dass man sich vielleicht über sich selbst ärgert, oder sauer auf den anderen ist....
Wenn du neu 'sortierst', kannst du vielleicht weitergehen. Und 'vorwärts-zurück' ist ja schon mal Bewegung- wie ein Tanz

Für manche Tänze ist 'zurück' sogar wichtig - vielleicht kannst du mal betrachten, ob dein 'zurück' vielleicht zum 'Tanz' gehört....
Nur stur voranschreiten ist vielleicht gar nicht sinnvoll, mit Schritt zurück kannst du nochmal einen Blick auf alles werfen, bevor es aus dem Blick verschwindet, wenn du wieder vorwärts läufst...
Wunden brauchen manchmal Zeit, Licht und Luft.