Hallo liebe Foris,
habe das dringende Gefühl einmal meinen Kummer, die mich seit Wochen begleitet in mneiner Seele begleitet niederzuschreiben. Vielleicht hat irgendjemand von Euch einen Rat für mich:
Ich habe in einem Dating-Forum einen Mann kennen gelernt, etwas jünger als ich. Wie es so üblich ist, haben wir miteinander getextet, die >Initiative zum telefonieren ging schlussendlich von ihm aus, also telefonierten wir:
Mitunter stundenlang, von abends 21 h bis zum Teil 06 h morgens. Zeitlich kein Problem, da ich selbständig bin und er zur Zeit kein Projekt als Freelancer betreut.
Und das tagelang hintereinander. Wir stellten fest, dass wir uns unheimlich viel zu erzählen hatten, am telefon war es zum Teil unheimlich, da ich mitunter vorher schon wusste, was er nun von sich geben würde.
Ich fühlte mich magisch von ihm angezogen, wenn wir nicht telefonierten texteten wir, oder es gingen e-mails ein und aus.
Nach einigen Wochen, wurden diese Gespräche immer vertrauter, es stellte sich heraus, dass er als gutverdienender Geschäftsmann vor 1,5 Jahren seinen Arbeitsplatz im Ausland Hals über Kopf verlassen hat, da er es einfach nicht mehr dort aushielt. Stress, lange und unvorteilhafte Arbeitszeiten bewirkten eine gewisse Isolation. Hatte wenig Kontakte mit anderen Menschen, seiner Familie, von der er mittlerweile getrennt lebte, hatte zwar eine artnerin, die sich dann allerdings als wenig treu herausstellte, auch von ihr trennte er sich, als seine Mutter starb, war so ziemlich seine ganze Umgebung, die ihn auffing, wenn er zeitweise wieder nach Deutschland zurück kam, für ihn verloren.
Er zog in das Haus seiner Mutter und lebt seit dem von seinen Ersparnissen.
Steckt in einem fetten Depressiven Loch, ich denke er ist manisch depressiv, bekommt zeitweise kein normales Leben auf die Reihe, mitunter geht es ihm gut und alles läuft wie geschmiert.
Dies bis hierher erst einmal als Erklärung.
Nun nach und nach, wie bereits erwähnt, bekam ich heraus, was mit ihm los ist. Vor Jahren war ich auch in einer solchen Situation gefangen, habe es unter grossen Schwierigkeiten allerdings geschafft aus meinen Löchern herauszukriechen.
Ich bot ihm an, iohm zu helfen, zuerst einmal seinen normalen Alltag, wie Unterlagen ordnen, schauen was erledigt werden muss, Haus in Ordnung bringen, also Hilfestellung geben in jeder Situation, neuen Job suchen und finden, also zu unterstützen, wo es nur möglich ist.
Zuerst wollte er es nicht, ich traf mich nun endlich mit ihm. In den erst 2 Stunden schaute er mir nicht in die Augen, er war irgendwie völligst verschüchtert, fertig mit seiner kleinen Welt, nach und nach konnten wir uns dann wieder unterhalten, soll heissen; er redete und ich schwieg, hörte zu, versuchte zu analysieren, gab ihm zwar feedback, aber liess ihn in erster Linie reden. Nach und nach entwickelte sich wieder der Anbsatz unseres bisher aufgebaute Vertrauen. er liess mich nicht in seine chaotische Wohnumgebung hinein, wir verbrachten ausserhalb einen schönen, angenehmen Abend, mit einer ziemlich verrückten Nacht danach, die der absolute Wahnsinn war, schlussendlich liess er mich doch in sein Haus hinein, da ich gar kein Auto mehr fahren konnte.
Am Mittag des darauffolgenden Tages verabschiedete ich mich und fuhr nach Hause.
Ich konnte ihn danach nicht mehr erreichen, bekam auf meine Mitteilungen keine Antwort, war ziemlich niedergeschlagen, nach dieser intimen Nacht fühlte ich mich schmutzig, ausgenutzt, auf Deutsch verarscht.
Ich machte mir ausserdem Sorgen. Schrieb ihm eine letzte Mail und nach 10 Tagen bekam ich auf einmal mitten in der Nacht einen Anruf, nein, eher einen Hilferuf. Er wollte mein Angebot annehmen, meine Hilfe in Anspruch nehmen. Natürlich freute ich mnich darüber, jedoch in der Zwischenzeit hatte ich mich heftig mit diesem Thema auseinander gesetzt. Mich eigentlich emotional versucht aus dieser Situation zu lösen.
Nun ich fuhr zu ihm, wurde kulinarisch verwöhnt, er kocht göttlich, haben eine durchwachte Nacht miteinander verbracht, ohne uns überhaupt einmal näher zu kommen, ich merkte, er war nicht in der lage irgendwelche berührungen auszutauschen. Er hatte in dieser Hinsicht völligst zu gemacht.
Am nächsten Morgen hatte ich ausserhalb einen Termin, den ich dann wahrnahm, fuhr danach nochmals zu ihm zurück, wir frühstückten, stritten uns über einb esotherisches Thema, irgendwann fuhr ich dann nach Hause, ohne die Dinge mit ihm erledigt zu haben, die wir uns eigentlich vorgenommen hatten. Nichts geschafft, nichts auf die Reihe bekommen.
Nun same procedere, er meldete sich wieder rnicht, ein Anruf, dann von ihm mitten in der Nacht: er wollte mir sagen, dass er den Abend und die Nacht mit mir genossen hat, schön dass es mich gibt, dass er sich erst einmal wieder daran gewöhnen muss, jemanden an seiner seite zu haben, er sei doch sehr einsam und fühle sich sehr tot, müde und völligst mutlos, ohne Antrieb. Und ob ich wüsste, was ich mir da anbtun würde, es wäre sehr schwierig miut ihm zur Zeit, er hat Angst dass er von mir genauso im Stich gelassen würde, wie es mit allen anderen geschehen sei.
Ich weiss, dass es nicht passieren würde, mehr als es ihm immer wieder zu bestätigen geht nicht.
Ich liebe ihn mittlerweile hoffnungslos, ich habe kein Mitleid mit ihm, nein, ich bin stinksauer, dass er es nicht schafft meine Hand zu nehmen und sich führen zu lassen, sich endlich fallen zu lassen und es fliessen zu lassen. Ich weiss, alles wird gut.
Ich weiss er liebt mich auch, auf seine Art und Weise.
Wir kommen nicht voneinander los, schaffen es auch nicht wirklich zueinander zu finden.
Ich leide, er leidet, aber er weiss nicht was in mir vorgeht. Ich will es nicht erleben, wie er irgendwann in der nächsten Zeit völligst vor die Hunde geht, ich lasse es nicht zu. Er lässt es nicht zu, dass ich so nah an ihn herankomme um es zu verhindern.
Bin verzweifelkt und traurig, ich trauere teilweise heute schon um ihn, das ist völligst verrückt.
Nun, ich bin eine äusserst starke, bodenständige, erfolgreiche Geschäftsfrau, aber dieser Mann hat mir meinen Boden unter den Füssen weggezogen. Und ich kann nichts dagegen tun, meine Gefühle sind stärker. Ich will nicht gehen und ihn mit seinem Chaos alleine lassen, dann würde ich ein Versprechen brechen und mir nie wieder in die Augen sehen können.
Aber er saugt an meinen Energien, meiner Geduld und meinem Glauben.
Ich habe es gelernt mich energetisch zu schützen, in seiner Gegenwart fällt dieser Schutz zusammen. Wir haben zu viele Gemeinsamkeiten, sind uns zu ähnlich. Ich leide von weitem, während er direkt leidet, sich dreht und windet und nicht ein noch aus weiss.
Eine Therapie, medizinische Hilfe hat er abgelehnt, das geht gar nicht.
Nun was soll ich machen?
Vielleicht ist hier jemand, der die Karten legt oder irgendetwas anderes praktiziert, ein Tipp wäre schön.
Daten: von ihm: 06.01.70 geboren, ich bin am 10.08.63 geboren.beide Single mit Kindern.
Das von der Seele schreiben hat mirmir nun auch schon ein wenig Erleichterung verschafft.
Danke im voraus und liebe Grüße an alle
Iris