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24.08.2011, 22:07
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Nichts beurteilen! Warum? Beitrag #1 (permalink)
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Banned
Registriert seit: 02.05.2011
Beiträge: 509
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Nichts beurteilen! Warum?
Es ist häufig unter esoterisch Orientierten zu hören, man solle nicht beurteilen. Diese Haltung wird als eine oder gar als die Antwort auf die Frage, wie man im Leben sich sinnvoll einrichten solle, gesehen.
Mich würde interessieren, auf was sich ein Nichtbeurteilen bezieht und welche Gründe es dafür gibt.
Ich bedanke mich bei allen, die sich die Mühe einer Antwort machen schon einmal im Voraus.
Sal
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24.08.2011, 22:32
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Nichts beurteilen! Warum? Beitrag #2 (permalink)
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hat Nahlebenerfahrungen
Sternzeichen:
Registriert seit: 10.06.2010
Ort: Aachen
Alter: 33
Beiträge: 2.033
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Das ist ein Riesenthema, aber ich finds total spannend. Spontan fallen mir zwei Dinge ein, die ich da wichtig fänd.
Urteile gründen sich auf Unwissen und führen immer eines Tages zu Leid. Unwissenheit
Von welchem Standpunkt aus fällt man denn ein Urteil? Wir sind als Menschen alle unwissend, niemand kennt den göttlichen Plan, niemand versteht, was Karma in seiner Tiefe bedeutet, niemand kennt den Sinn des Lebens. Aber dennoch erlauben wir uns ein Urteil über die Dinge im Leben und das Leben selbst. Anhand welcher Kriterien urteilen wir? Doch nur auf der Grundlage angenommener Wahrheiten. D.h. jedes Urteil steht auf sehr wackeligem Boden.
War der Täter im letzten Leben das Opfer seines Opfers in diesem Leben? Oder ist er vielleicht gar ein Wohltäter, weil er seinem Opfer Mut und Vergebung lehrte durch seine Tat? Oder ist er einfach nur dumm und gehört weggesperrt? Sinds die Eltern schuld gewesen?... Wir wissen es nie und werden es auch nie wissen. Wie soll man da wirklich gerecht urteilen? Das Leid
Jedes Urteil führt zu Leid. Wenn Du die Welt einteilst in gute Dinge auf der einen und schlechte auf der anderen, wirst Du den Guten immer hinterherjagen und vor den schlechten davonlaufen. Reichtum ist gut, Armut ist schlecht. Sind wir reich, so haben wir verdammt noch mal glücklich zu sein und sind wir arm, dann müssen wir traurig sein. Ein reicher Mensch muss ein schlechtes Gewissen haben, wenn er für sein Reichtum nicht dankbar sein kann und der Arme soll gefälligst den Arsch hochkriegen und was aus seinem Leben machen... Und das alles nur wegen eines Urteils.
Das sind zumindest ein paar spontane Gedanken dazu. Interessant fänd ich auch zu schauen, ob es verschiedene Arten von Urteilen gibt, wie z.B. Werturteile vs. Gerechtigkeitsurteile usw.
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24.08.2011, 23:38
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Nichts beurteilen! Warum? Beitrag #3 (permalink)
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Mensch
Sternzeichen:
Registriert seit: 16.09.2009
Alter: 35
Beiträge: 2.663
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Beurteile ich dann nicht auch etwas als "Unwissen" oder "Leid"?
Wenn ich völlig urteilsfrei bin, darf ich dann überhaupt sowas Argos? ^^
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25.08.2011, 00:29
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Nichts beurteilen! Warum? Beitrag #4 (permalink)
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ankhaba
Sternzeichen:
Registriert seit: 18.12.2009
Alter: 44
Beiträge: 3.366
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Gerecht urteilen?
Braucht es nicht, es reicht, der Situation angemessen zu handeln.
Ohne Entscheidungen zu treffen würde Leben für kein Lebewesen funktionieren, egal, ob diese Entscheidungen bewusst oder unbewusst getroffen werden. Und dazu ist es erforderlich für_sich auszumachen: ist das jetzt ok oder möchte ich etwas verändern.
Ohne Beurteilungen keine Entscheidungen und so wäre Leben unmöglich.
Und Beurteilungen können Leid vermindern oder auch beseitigen. Klar können sie auch Leid schaffen, aber dafür gibt es Dinge wie Erfahrungswerte, Denkvermögen usw.
Zu Urteilen, dieser Begriff kommt aus der Justiz. Und dort gehört er auch hin. Wer meint zu urteilen spielt Richter. Denn ein Urteil wird nicht auf Basis von Fakten und Erkenntnissen gewonnen, sondern anhand von Gesetzen getroffen, im außergerichtlichen Leben wären das persönliche Wert- und Moralvorstellungen. Solch künstliche und oft vereinfachende Regeln sind meiner Ansicht nach schlechte Ratgeber.
Nehme ich wahr, Zusammenhänge, Geschehnisse, kann kombinieren ohne vorab zu bewerten, sondern schlicht schauen: was passiert dort? Dann kann ich mir ein Ziel setzen und an der Realität überprüfen, ob jene Ziele erreichbar sein könnten.
Erst wenn ich genügend Informationen zusammen habe, kann ich etwas beurteilen. Und dann abschätzen. Wahrscheinlichkeiten aufwiegen, da die Zukunft in ständiger Bewegung ist, sind absolute Aussagen fast unmöglich, aber sehr große Wahrscheinlichkeiten vorhersehen, wie sich Dinge entwickeln, wenn... usw.
LG
Any
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25.08.2011, 00:36
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Nichts beurteilen! Warum? Beitrag #5 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 29.06.2008
Ort: NRW
Alter: 23
Beiträge: 3.807
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Ich vermute das Ganze kommt daher, dass einige weniger nette Wesen williges Frischfleisch brauchen. Man muss sich nur mal anschauen wo es herkommt und was es mit den Menschen macht. Ich denke mehr muss man dazu auch nicht sagen.
Gruß, Asmadin.
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25.08.2011, 01:05
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Nichts beurteilen! Warum? Beitrag #6 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 07.01.2007
Ort: Vorarlberg
Alter: 58
Beiträge: 8.509
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Die Aussage ist schlicht und einfach falsch!
Wir beurteilen immer - sei es nach Wichtigkeit, Geschmack , Vorlieben oder anderen Kriterien.
Was wir nicht sollen VER- Urteilen!
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25.08.2011, 02:08
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Nichts beurteilen! Warum? Beitrag #7 (permalink)
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Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 25.07.2011
Ort: Mauer
Alter: 22
Beiträge: 46
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ich denke so wie eben alles drei seiten hat, sollte man auch einfach seine perspektive auf drei erweitern
eben die dinge AUCH aus der dritten person heraus zu sehen
man stellt es sich so vor, eine medallie hat 3 seiten,
die vorderseit
die rückseite
und das dazwischen was alles zusammenhält,
in meinem fallbeispiel wäre der mensch die 3e seite
es sieht bzw empfängt irgendwelche informationen,
seite 1:
beurteilt die information auf eine oder mehrere weisen, die er führ wahrscheinlich, oder auf strukturelle erfahrungen zurückzuführen sind
sich für "richtig" "gut" erachten lassen
seite 2:
beurteilt die information auf eine oder mehrere weisen, die er führ unwahrscheinlich, oder auf strukturelle erfahrungen zurückzuführen sind sich für "falsch" "schlecht" erachten lassen
seite 3:
der mensch der sich normalerweise von vornerein für seite 1 entscheiden würde, sich dennoch auch der seite 2 bewusst wird, und somit zur 3en perspektive gelangt, dem neutralen betrachtspunkt zu erlangen.
also so das fallbeispiel mit der medallie
einfachergesagt heisst es den informationen die der mensch erhält von vornerein kein urteil zu schenken, und sich durch trainierte!!! und geübte!!! "intuition" leiten zu lassen und so von seiner inneren seite heraus von vornerein zu wissen was kommen wird oder schon war bzw gerade ist.
eben auch wieder diese 3 seiten der zeit ^^
wenn man also bewusstes nichtbeurteilen betreibt, so nenn ich das jetzt halt mal, dann übt man denke ich einfach besser sein eigenes inneres zu erforschen und in sich selbst sicher zu sein und sich und seinen taten zu vertrauen so benötigt man irgendwann auch garnichtmehr zu beurteilen, denn man weiss es ja dann schon irgendwie
sehe ich zumindest so 
liebe grüße GojiBär
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25.08.2011, 08:05
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Nichts beurteilen! Warum? Beitrag #8 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 07.01.2007
Ort: Vorarlberg
Alter: 58
Beiträge: 8.509
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Wir können gar nicht "nicht beurteilen".
Schon wenn wir etwas annehmen oder bemerken, haben wir beurteilt - "interessiert mich", oder "interessiert mich nicht".
Es geht nie ums beurteilen,es geht immer um Verurteilen.
Das können wir begrenzen - neigen aber sehr dazu zu (ver)urteilen.
Und damit können wir wirklich mehr in unser Inneres gehen, wenn wir nicht (ver)urteilen aber durchaus be-urteilen.
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