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14.08.2011, 19:56
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Verlieren Beitrag #1 (permalink)
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Banned
Sternzeichen:
Registriert seit: 05.11.2005
Ort: NRW
Alter: 28
Beiträge: 312
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Verlieren
Ui,
hab grad ne schöne Runde Schach gegen nen Kollegen gespielt und die erste Runde ging, wunderbar geschäfert, an ihn. Die zweite Runde ging nun nach langem Kampf an mich. In den letzten Zügen machte mein Kollege einen Fehler und schien sehr darüber enttäuscht zu sein, dass ich ihn den Zug nicht habe zurück nehmen lassen, packte überdeutlich schnell seine Sachen und machte sich aus dem Staub.
Gut, mag sein, dass es sein Problem ist aber wenn ich drüber nachdenke, geht es mir ähnlich, wenn ich verliere, nur dass meine Reaktion nicht so heftig ausfällt und ich es nicht persönlich nehme.
Worüber ärgere ich mich dann? Sind es die Fehler die ich mache oder ist es allgemein das Problem, dass ich nicht gut verlieren kann? Sicher geht es vielen Menschen so. Das Gefühl selbst würde ich als nen kleinen Tritt in die Magenkuhle beschreiben. Eine gewisse Ungerechtigkeit und etwas windet sich in mir. Anstelle dessen würde ich dem Gegner lieber Respekt zollen und mich mehr über das gelungene Spiel freuen. Ist es so ein Kampf um Energie, dass es ein so schlechtes Gefühl auslöst wenn man in einem Spiel verliert? Muss das sein?
Vielleicht ist das alles noch recht wirr formuliert aber hoffentlich fällt euch was dazu ein.
liebe Grüße - Raphael
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14.08.2011, 20:20
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Verlieren Beitrag #2 (permalink)
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Banned
Registriert seit: 02.05.2011
Beiträge: 509
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Gewinnen durch Verlieren
Hallo, Raphael!
Du sprichst ein einfaches Thema an, und doch ist es ganz groß. Nach meiner Erfahrung durch die Beobachtung meiner Person und die der anderen, hängt das Problem, nicht gut verlieren zu können, viel mit dem Gefühl einer mangelnden Anerkennung seiner Person zusammen.
Dem steht das Verlierenkönnen direkt gegenüber. Dies verlangt vielmehr an Selbstüberwindung oder besser, eine Verwandlung zu einer, sagen wir, Großzügigkeit und einer unterstützenden Haltung gegenüber dem anderen. Das ist eigentlich recht komisch, denn man sagt sich: Ich verliere für den anderen! In dem Lied "Waterloo" der Gruppe ABBA heißt es, man würde gewinnen, würde man verlieren. Das ist natürlich auf die Liebe bezogen. Aber wäre das beim Schach anders? Liebe beim Schach?
Es grüßt dich
Sal
Geändert von Sal (14.08.2011 um 20:22 Uhr)
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14.08.2011, 20:20
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Verlieren Beitrag #3 (permalink)
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Mensch
Sternzeichen:
Registriert seit: 16.09.2009
Alter: 35
Beiträge: 2.663
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Ich denke das ist dann einfach das Gefühl zu wissen man hätte es besser machen können.
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14.08.2011, 20:28
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Verlieren Beitrag #4 (permalink)
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Sono libero
Registriert seit: 28.09.2010
Beiträge: 2.026
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Es hat etwas mit der Fruststrationstoleranz,der Erwartungshaltung und der Erfolgsorientierung zu tun.
Aus Spaß an der Freude spielt man zwar auch, aber man möchte gewinnen. Bei deinem Kollegen baute sich durch die erste gewonnene Runde eine höhere Erwartungshaltung auf, die nächste Runde auch zu gewinnen - Erwartung kann enttäuscht werden und ist die Frusttrationstoleranz recht niedrig angesiedelt, kommt es zu solchen Reaktionen wie der des Kollegen.
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14.08.2011, 20:36
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Verlieren Beitrag #5 (permalink)
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löwenstern
Registriert seit: 05.02.2007
Ort: BW
Beiträge: 9.927
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Oh, das kenne ich auch...selbst bei Onlinespielen! Bei mir ist es so, dass ich im Leben schon Vieles hinnehmen musste- ohnmächtig- und dann möchte ich beim Spiel eben gewinnen. Die Hintergründe sind mir also klar- aber ich kann dennoch nicht immer gegensteuern.
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15.08.2011, 13:18
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Verlieren Beitrag #6 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 16.01.2008
Ort: Bergstrasse
Alter: 50
Beiträge: 2.345
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Gerade mit meinen Kinder,habe ich da vieles Erlebt,von Wutanfall bis hin zu Hysterie..Das Gefühl der VERLIERER zu sein ,ist wahrscheinlich grausam,verläuft bei Erwachsenen und Kindern verschieden,Heute lachen sie darüber und keiner von ihnen hat ein Problem,wenn sie mal verlieren..Einige fühlen sich als Schwächlinge oder Versager..Vielleicht liegt es an der Erziehung,vielleicht am eigenen Ego? Vielleicht ist es die Enttäuschung,das gesteckte Ziel doch nicht erreicht zu haben..
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15.08.2011, 13:59
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Verlieren Beitrag #7 (permalink)
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Benutzer
Registriert seit: 05.08.2011
Beiträge: 90
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hallo Leute
d&d sagt es eigentlich schon ziemlich genau!
man kann sich darüber aufregen,sicher-aber man muss es nicht direkt persönlich nehmen!
Wie sie schrieb, liegt es an der erziehung.wird man viel anerkannt wird man so ne kleinigkeit
schnell wegstecken können,wird man aber immer als versager abgestempelt und von einem
noch hohe dinge erwartet,nimmt man diese einstellung irgendwann mal an!
sprich man fühlt sich als versager und erwartet von sich zu viel.
auch bei eigentlich so banalen dingen....
lg
luna
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