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Lebensfragen

Lebensfragen beschäftigen sich mit Lebensführung. Bist Du an einem Wendepunkt und hast Lebensfragen, dann stelle sie hier. Vielleicht willst Du auch Deine positiven Erfahrungen in einer bestimmten Lebenssituation hier für andere wiedergeben?


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Alt 10.08.2011, 19:20   Kommunikation = unmöglich. Was tun? Beitrag #1 (permalink)
Suchende911
dem Himmel so fern
 
Benutzerbild von Suchende911
 
Sternzeichen: Skorpion
Registriert seit: 18.03.2011
Ort: NRW
Alter: 33
Beiträge: 116
Kommunikation = unmöglich. Was tun?

Hallo Ihr Lieben!

Um es kurz zu machen:

Ich kann nicht mit meinem Mann reden. Soll heißen, ICH könnte schon und ich will auch, aber ER redet nicht mit mir.

Er war schon immer ruhig, aber in der letzten Zeit, seit eigentlich schon einem Jahr, igelt er sich immer mehr ein. Dazu kommt, dass er seit 9 Monaten krankgeschrieben ist, wegen einem kompliziertem Handgelenksbruch. Er hatte einen Arbeitsunfall, den ICH aber nicht verursacht habe, aber ich muss dafür bluten. Er redet teilweise tagelang nicht mit mir und wenn ich ihn frage was los ist, bekomme ich keine Antwort. Das tut weh. Er weiß, dass ich darunter leide und ich habe ihm auch schon gesagt, dass ich bald nicht mehr kann, weil ich nie eine Antwort von ihm bekomme, wir haben wirklich NULL Kommunikation.

Dazu kommt, dass wir aufgrund des niedrigen Verletztengeld knapp bei Kasse sind und er trotzdem immer Geld ausgibt, was wir nicht haben, immer hinter meinem Rücken, was ich dann zufällig herausfinde. Ich habe ihm schon oft gesagt, dass er das lassen soll, er nickt dann nur, macht es dann aber bald wieder. Ich rede mir seit 15 Monaten den Mund fusselig, ohne dass es nur einen Funken bringt. Er sagt immer, dass er mich über alles liebt, macht aber alles , um mich zu verletzen.

Ich kümmer mich hier um alles, Schreibkram, hol den Karren aus dem Dreck, nur damit ER ihn wieder reinfährt. Er sitzt hier seit Monaten mit einem Gesicht wie sieben Tage Regenwetter.

Ich flehe ihn so oft an, mit mir zu reden, aber von ihm kommt gleich NULL. Ich kann bald nicht mehr. Ich habe eine kleine Tochter (nicht von ihm) für die ich eine gute Mutter sein möchte, ich habe den Haushalt, ich habe meinen Nebenjob, und einen Mann, der mir das Leben nur schwer macht.

Seine Eltern und sein Bruder haben auch schon mit ihm geredet, ohne Erfolg. Seine erste Ehe ist genau an DIESEM Problem, des Nicht-Redens kaputt gegangen.

Er fühlt sich IMMER als Opfer und geht in dieser Rolle total auf.
Ich bemühe mich seit dem wir uns kennen um ihn, stehe immer hinter ihm, verteidige ihn vor jedem, der ihm was will und ich bekomme dafür nur Schweigen und Depressionen, die ER anscheinend hat.

Ich kann mir vorstellen, dass ihm die Decke auf den Kopf fällt, aber ich habe den Unfall nicht verursacht und in Selbstmitleid aufzugehen macht es nicht besser, im Gegenteil.

Es fängt schon morgens an, er steht auf, er guckt mich den ganzen Tag nicht an, lebt aber über unsere Verhältnisse und ist dann beleidigt, wenn ich das bemäkle.

Nie fragt er mich, wie es mir geht, immer muss ich für ihn da sein. Er hat so eine extreme Leidensmiene, so dass ich ihn schon gar nicht mehr anschauen mag.

Ich sage immer "Bitte rede doch mit mir, ich kann Dir nur helfen, wenn Du mir mitteilst, was mit Dir nicht in Ordnung ist" Es kommt NICHTS. Wenn wir dann Streit haben, dann sitzt er da stocksteif und starrt Löcher in die Luft -IMMER. Er sagt dann zwar immer, er wäre ein Idiot, aber aus seinen Fehlern lernen tut er nicht.

KEINER kann mehr verstehen, warum er sich so verhält. Er lässt mich mit allem allein, während ich immer für ihn da sein soll, obwohl auch ich mal eine Schulter zum ausweinen brauche und auch nicht immer stark sein kann, aber anscheinend kann er es nicht realisieren...

Ich weiß nicht mehr weiter, ich versuche wirklich alles mir mögliche und werde dauernd nur getreten auf seine ganz spezielle Weise. Ich habe wirklich schon oft gesagt, dass ich das irgendwann nicht mehr kann, aber es zeigt keinerlei Wirkung, im Gegenteil, es wird immer schlimmer.

Ich bin doch auch nur ein Mensch, der einfach nicht mehr weiß, was er machen soll...

Wisst Ihr vielleicht einen Rat? Es kommt wirklich KEINER an ihn ran, zumindest nicht so, als dass es nachhaltig Wirkung zeigen würde...

Und wenn er mich so lieben würde, warum kann er es dann nicht ändern???

Es ist nicht übertrieben, wenn ich behaupte, dass ich wirklich ALLES gebe...

Er sagt mir nichtmals, wenn ich was falsch gemacht habe, anstatt dessen sitzt er da tagelang und ignoriert mich und ich weiß gar nicht mehr was los ist. Wenn ich ihn dann frage, was los ist, dann kommt nur "Nichts". Und nach 3 Wochen kommt dann die Wahrheit durch irgendnen dummem Zufall raus, was wirklich los war... ich kann keinen Schritt mehr tun, kein Wort mehr sagen, ohne die Angst zu haben, dass es falsch ist und er es mir doch eh nicht sagt...das erdrückt mich, wenn ich mal weg bin und mich nicht sofort melde, meint er ich hätte einen anderen...

Er kann auch keine Entscheidungen treffen. Wenn ich ihn frage, was er will, dann kommt immer "Musst Du wissen" oder "Keine Ahnung". Ebenso wenn ich einen Rat brauche kommt "Keine Ahnung" oder "Was willste dagegen machen?" Er fühlt sich nie in mich rein, kann mir nie einen Rat geben, ich kann mich nie an ihn anlehnen, es fühlt sich schlichtweg so an, als wäre es ihm egal...und das obwohl er sagt, dass ich seine Traumfrau bin, er mich über alles liebt. Im Haushalt ist er fleißig, spült, geht einkaufen, wäscht Wäsche usw. aber das ersetzt nicht das Zwischenmenschliche...

Sorry für den langen Text, aber ich bin so verzweifelt, dass ich bald nicht mehr kann...mir tut alles schon weh, Nacken, Rücken, ich bin so verspannt, dass ich meine es liegt die Last der ganzen Welt auf mir...ich kann kaum noch klar denken, meine harten Muskeln drücken mir die Luft ab, fühl mich dauernd wie besoffen...ich wollte endlich mal ein wenig glücklich sein dürfen, da ich vor ihm schon eine 5-jährige Beziehung hatte, die die Hölle war, was er auch genau wusste...aber anscheinend bin ich dazu prädistiniert...keine Ahnung. Auch mein Magen macht langsam Probleme, schlägt mir doch alles auf diesen...ich habe keinen erholsamen Schlaf mehr...

Er ist wie ein großes, bockiges Kind und ich frage mich langsam wie ich so doof sein konnte, um "ja" zu sagen...fragt mich bitte nicht...

Bitte bitte helft mir...

Eure völlig fertige Susanne
Suchende911 ist offline  
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Alt 10.08.2011, 20:07   Kommunikation = unmöglich. Was tun? Beitrag #2 (permalink)
filosofia di vita
Sono libero
 
Benutzerbild von filosofia di vita
 
Registriert seit: 28.09.2010
Beiträge: 2.026
Hallo Susanne,

zum einen denke ich, fühlt sich dein Mann wertlos und unnütz zur Zeit, da er , so verstehe ich es, der Haupternährer der Familie ist oder es bislang war - dein Nebenjob ist vermutlich eher ein Zubrot und dieser Aufgabe kann er nun nicht mehr nachkommen.

Wann wird er denn wieder arbeiten können? Ist das überschaubar?

Das du mit deinem flehen nichts oder eher sogar das Gegenteil erreichst, wundert mich nicht wirklich. Er weiß sicher dass sein Verhalten nicht richtig ist, kann aber momentan wohl nicht aus seiner Haut - der Druck seiner Herkunftsfamilie und deine Vorwürfe verstärken eher noch, dass er "dicht" macht.

Aus deinem Beitrag geht nicht hervor, dass du ihn positiv unterstützt, ihm Mut machst dass ihr diese Zeit gemeinsam tragt und er sicher irgendwann wieder arbeiten gehen kann.

Um Schuld geht es nicht - weder trägt er Schuld an dem Arbeitsunfall und seinen Folgen noch du. Ihr seid beide in gewisser Hinsicht Opfer der Umstände und solltet gemeinsam das Beste daraus machen. In guten und in schlechten Zeiten......

Sollte dir unabhängig von der derzeitigen Situation jedoch seine Schweigsamkeit unerträglich erscheinen, bliebe wohl nach reiflicher Überlegung nur die Konsequenz sich zu trennen.






filosofia di vita ist offline  
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Alt 10.08.2011, 21:42   Kommunikation = unmöglich. Was tun? Beitrag #3 (permalink)
Elfenkind 11
Erfahrener Benutzer
 
Benutzerbild von Elfenkind 11
 
Registriert seit: 02.05.2011
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 109
Hallo Susanne !

Es tut mir leid, dass es dir/euch so ergeht . Eure Beziehungskrise steuert eindeutig auf den Höhepunkt zu , da bei dir schon körperliche Symptome zum Vorschein kommen , bei ihm durch Leidensmine und totalem
Rückzug=Depression, die du auch noch bekommen könntest oder schon hast. Sein Unfall und die Umstände dadurch , ( das er immer zu hause ist ) lassen euch eure tiefergehenden Beziehungsprobleme nicht länger verdrängen.
Ich würde euch Paarberatung empfehlen ( wenn es nicht schon zu spät ist ), bei Pro Familia z.B., nur kostet es dort auch Geld! Wenn man nachweisen kann, wenig Geld zu haben, gibt es Ermässigung . Vielleicht ersteinmal einen unverbindlichen Termin für dich alleine, zur Information ? Wenn er sich dazu bereit erklären würde mitzukommen, könnte vllt. eine dritte, neutrale Person bewirken, das er sich mitteilt...da bei euch der Karren der Kommunikation ziemlich fest steckt
Versuche ihm zu erklären, das das dein letztes Angebot ist, etwas für eure
Beziehung zu tun oder sogar sie zu retten ? Aber er müsste eben mitkommen ... um ihn erreichen zu können. Es geht nur gemeinsam, denn wenn einer sich Hilfe holt , dann sich verändert, und der andere nicht mitgeht ... und sich nicht verändert... bleibt meistens nur: leider Trennung. Meine eigene traurige Erfahrung.

Am Anfang eurer Beziehung war das zwischen euch doch sicher anders ?
Wann habt ihr euch verloren?

Wenn du dich für Paarproblematik interessiert : jegliche Literatur von Prof. Michael Lukas Möller , bes. das Buch : " Die Wahrheit beginnt zu zweit " . Er meint, die kleinste Selbsthilfegruppe der Welt ist das Paar !

Liebe Susanne, du bist so verzweifelt im Moment...versuche um Gottes Willen gelassen zu bleiben ! Zwischen euch laufen unbewusste Muster ab!
Man kann sich helfen lassen, sie "aufzudröseln", denn bei einem nächsten Partner fürchte ich, würde es wieder ähnlich ablaufen

Liebe Grüße Elfenkind

Ach , PS. : ALLES zu geben...ist eindeutig ZU VIEL !

.
Elfenkind 11 ist offline  
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Alt 10.08.2011, 21:59   Kommunikation = unmöglich. Was tun? Beitrag #4 (permalink)
Wengie
Banned
 
Registriert seit: 22.07.2011
Ort: NRW
Beiträge: 264
genau.. ALLES is zuviel!! VIEL zu viel! Das ist ein Muster von dir, das ungesund ist.. glaube ich..

Das nicht Reden. DAS KENNE ICH*lol*

DAS KENNE ICH!!!

Er redet ja.. nur nonverbal: Ich übersetze mal: Lass mich in Ruhe, ohne dich komme ich aus meinem Muster heraus, ich brauche Stille. Er will seine Ruhe haben! VOR dir. Deinem Eindringen. Das kommt vor. Er hat sicher ne Menge zu verarbeiten. Ich ahne da unverarbeitete Wut bei ihm.. WUT!! Gegen seine Mutter!Da konnte er sich nicht durchsetzen und das staut sich auf und verhärtet. Jetzt natürlich auch deine MUSKULATUR. Ich wäre ja ausgerastet.. ist dir denn nie danach?..

Wie war das: Was lange gärt wird endlich Wut*lol*

Tipp von mir: LEBE DEIN LEBEN!!!!!!!!!!!!!!!! DAS IST SCHWER!!!!!!

ABER ES MUSS!! Und es geht immer besser! Ich kenne das selbst. Es ist schwer, bei sich zu bleiben.. empfinde ich so! Man sehnt sich.. und macht dann mit und ist wieder am Ende mit sich! MIT SICH SELBST! Reingefallen! Wieder sich selbst aufgegeben! MIST! Üben, üben, üben, sag ich da nur. Das gilt für mich ebenso!

Spür mal in dich rein, was stimmig ist und BLEIBE DABEI! Sag mal nix, wenn Du das fühlst. Entscheide selbst, wenn Du das fühlst. Worauf hast Du denn LUST???
LUST LUST!!

LUST! Was ist lustvoll? SO RICHTIG? ..Mach ma!

Viell. möchtest Du mehr Eigenes?.. mmh? Das meine ich so.. dazu.. sagt Wengie! Grüßchen! Wengie..
Wengie ist offline  
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Alt 10.08.2011, 23:36   Kommunikation = unmöglich. Was tun? Beitrag #5 (permalink)
Meiers
Meiers
 
Benutzerbild von Meiers
 
Sternzeichen: Widder
Registriert seit: 15.07.2007
Ort: Kreis Kleve
Alter: 48
Beiträge: 1.317
Hallo liebe Susanne,

wie Du Dich fühlst, kann ich gut nachvollziehen. Deine Geschichte kommt mir nämlich sehr bekannt vor....es ging mir ähnlich, allerdings 17 Jahre lang und ohne Unfall. Mein Exmann ist von Natur aus so.

Eins kann ich Dir mit Sicherheit sagen....ändern wirst Du ihn nicht, vor allem nicht, was die Kommunikation betrifft.

Und wenn er wirklich Depressionen hat, dann kann er sich nur selbst helfen dadurch, dass er dies für sich erkennt und entsprechende Wege geht.

Aus Deinem Bericht erlese ich eine Menge Dinge, die Du eigentlich nicht mehr willst, was hindert Dich also, die Konsequenz zu ziehen und Deinen eigenen Weg zu gehen.....
Allerdings gebe ich Elfenkind recht, Trennung alleine reicht nicht. Du musst auch was tun, um diese Muster zu durchbrechen, sonst wird es beim nächsten Mann nicht anders.

Ganz liebe Grüße und alles Liebe
Susanne

Geändert von Meiers (10.08.2011 um 23:39 Uhr)
Meiers ist offline  
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Alt 10.08.2011, 23:43   Kommunikation = unmöglich. Was tun? Beitrag #6 (permalink)
Shuichi
Ursache
 
Benutzerbild von Shuichi
 
Sternzeichen: Zwillinge
Registriert seit: 02.04.2007
Ort: Berlin-Reinickendorf
Alter: 27
Beiträge: 5.754
Zitat:
Zitat von filosofia di vita Beitrag anzeigen
Hallo Susanne,

zum einen denke ich, fühlt sich dein Mann wertlos und unnütz zur Zeit, da er , so verstehe ich es, der Haupternährer der Familie ist oder es bislang war - dein Nebenjob ist vermutlich eher ein Zubrot und dieser Aufgabe kann er nun nicht mehr nachkommen.

Wann wird er denn wieder arbeiten können? Ist das überschaubar?

Das du mit deinem flehen nichts oder eher sogar das Gegenteil erreichst, wundert mich nicht wirklich. Er weiß sicher dass sein Verhalten nicht richtig ist, kann aber momentan wohl nicht aus seiner Haut - der Druck seiner Herkunftsfamilie und deine Vorwürfe verstärken eher noch, dass er "dicht" macht.

Aus deinem Beitrag geht nicht hervor, dass du ihn positiv unterstützt, ihm Mut machst dass ihr diese Zeit gemeinsam tragt und er sicher irgendwann wieder arbeiten gehen kann.

Um Schuld geht es nicht - weder trägt er Schuld an dem Arbeitsunfall und seinen Folgen noch du. Ihr seid beide in gewisser Hinsicht Opfer der Umstände und solltet gemeinsam das Beste daraus machen. In guten und in schlechten Zeiten......

Sollte dir unabhängig von der derzeitigen Situation jedoch seine Schweigsamkeit unerträglich erscheinen, bliebe wohl nach reiflicher Überlegung nur die Konsequenz sich zu trennen.


Guter Beitrag

Ergänzend dazu:

Männer funktionieren in mancher Hinsicht sehr einfach.

Wir brauchen Wasser, Nahrung, Luft und Anerkennung. Im obigen Fall leistet der Mann krankheitsbedingt "nichts" und bekommt keine Anerkennung, fühlt sich absolut unnütz und hat damit ein riesen Problem. Da Männer ihre Probleme zwar auch manchmal bereden, jedoch meistens erstmal stillschweigend und in Ruhe darüber nachdenken und so schon viel lösen können ist die Frau, die immer wieder nachfragt ein echter Störfakter und da Sie dann immer weiter bohrt zieht er sich immer weiter zurück und dieser Teufelskreis geht endlos weiter. Das bedeutet auch, das Er überhaupt nicht in der Lage ist ihr zuzuhören, wenn er zusätzlich noch nicht weiß, dass Frauen oft nur über Probleme reden, sie aber nicht zwangsläufig lösen wollen, dann wird das ganze ein fieser Cocktail.

Tatsächlich sind Männer oft erst in der Lage über ihre Gefühle und Gedanken usw. zu reden, wenn sie ausreichend lange darüber nachgedacht haben.

Lösung: Ihn bitten, das zu einem von ihm gewählten Zeitpunkt über die Sache geredet wird (weil es dein Bedürfnis ist und dein Ausdruck der Liebe zu ihm), natürlich nicht jetzt, damit er Ruhe hat. Und dann warten warten warten - ggf. eine Zeitpunkt erfragen. Das bringt ihn vielleicht auch wieder darauf bewusst über die Sachen nachzudenken.

Lösung für die Grundproblematik ist: Ihn Wertschätzen + in Ruhe lassen und wenn das eigene weibliche Bedürfnis nach reden da ist, dann klar ansagen. "Schatz es ist soweit alles OK, auch wenn wir einige Probleme haben ich möchte nicht dass du jetzt versuchst eines meiner Probleme zu lösen, dass sollst du nicht, ich möchte nur, dass du mir zuhörst, danach fühl ich mich gleich wieder besser und du hättest mir wirklich etwas gutes getan."

Usw. Ein Riesen Thema.

Für euch würde ein Büchlein von John Gray wirklich wunder wirken, selbst wenn nur du es liest, weil du dann die richtigen Hebel kennen lernst.

Grüße Shuichi

Geändert von Shuichi (10.08.2011 um 23:49 Uhr)
Shuichi ist offline  
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Alt 11.08.2011, 02:48   Kommunikation = unmöglich. Was tun? Beitrag #7 (permalink)
mauretania
löwenstern
 
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Registriert seit: 05.02.2007
Ort: BW
Beiträge: 9.927
Blog-Einträge: 4
Liebe Susanne,

ich weiss auch keinen Rat, ausser, dass du viel für dich tust, Sachen machst, die dir gut tun! Das Einzige, was Shuichi rät wäre, dass du deinem Mann dankst für die Hilfe im Haushalt- eben als Anerkennung.

Das Beste wäre, du könntest mal eine Weile raus -weg von Allem! Leicht gesagt- ich weiss. Ich drück dich.
Mauri
mauretania ist offline  
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Alt 11.08.2011, 11:47   Kommunikation = unmöglich. Was tun? Beitrag #8 (permalink)
Suchende911
dem Himmel so fern
 
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Sternzeichen: Skorpion
Registriert seit: 18.03.2011
Ort: NRW
Alter: 33
Beiträge: 116
Hallo Ihr Lieben!

Erst einmal vielen herzlichen Dank für Eure Antworten! Sie helfen mir sehr und haben mich tief berührt!

Nun, ich weiß eigentlich momentan überhaupt nicht, wie es weitergehen soll. Ich kann mir gut vorstellen, dass mein mann sich unnütz fühlt, und ich kann es ja auch verstehen, aber ich kann auch nicht mehr machen, als ihm immer die Hand zu reichen, die er allerdings nie ergreift...

Er bekommt von mir auch andauernd Anerkennung, egal wie "klein" es ist was er tut, ich bedanke mich andauernd bei ihm, was soll ich noch machen? Ihm den roten Teppich ausrollen?

Könnt Ihr Euch vorstellen, wie sich das anfühlt, wenn man immer nur gibt, gibt, gibt, aber nichts zurückbekommt? Ich gebe ihm Anerkennung, ich selbst bekomme allerdings NULL. Da kann man irgendwann nicht mehr sagen, der ist arm dran, ich halte zu ihm egal wie er sich mir gegenüber verhält. Ich bin auch ein Mensch aus Fleisch und Blut und keine Maschine, die immer auf Knopfdruck funktioniert. Ich brauche auch mal Wärme und Geborgenheit, eine starke Schulter, ein nettes Wort, auch mal Anerkennung. Wie soll ich immer geben, wenn ich selbst nichts bekomme?
Ich habe es ihm heute morgen nochmal gesagt, dass es mir fehlt, dass er mich mal fragt, wie es mir geht. Natürlich habe ich darauf keinerlei Reaktion erhalten. Ich habe so viel auf dem Buckel, meinen Job, den Haushalt, meine kleine Tochter, die Schulden meines Mannes, unsere Beziehung, mein Ex, der Druck wegen der Kleinen macht, weil er unbedingt das gemeinsame Sorgerecht will, obwohl er alles tut um mich zu terrorisieren, meine Eltern, die Druck machen, ich solle es lassen, die Schwiegereltern, die beleidigt sind, wenn man sich mal nicht meldet, die sich selbst aber nicht melden, eine Freundin, die schon paranoid wird und denkt ich bringe mich um, weil sie es geträumt hat...ich weiß gar nicht mehr, wo mir noch der Kopf steht...

Er fühlt sich unnütz? Verstehe ich irgendwie nicht... Ich arbeite von zu Hause aus. Er hat mir versprochen er achtet auf die Kleine, wenn ich beschäftigt bin, sie flippt hier rum, und anstatt sein Versprechen zu halten, sitzt er im Esszimmer und liest sein Buch, obwohl er merkt, dass ich mich nicht konzentrieren kann, weil sie dazwischen schreit. Ich muss sehr viel telefonieren, das ist schon hinderlich dann...

Und ich mach ihm auch nur dann Vorwürfe, wenn er Dinge missachtet, die wir schon zig Mal besprochen haben, wie z.B. Geld ausgeben, was wir nicht haben. Wer würde da denn ruhig bleiben, wenn das zum -nicht übertrieben- zwansigsten Mal passiert? Wer würde sich nicht aufregen, wenn er ewig das Schweigen des Partners ertragen müsste, in dem Wissen, dass da was ist, was der geliebte Mensch aber mal wieder nicht ausspricht...wer würde es nicht? Welche Nerven halten das so lange aus???

Und er hat immer einen Grund um schlecht drauf zu sein. Ist es nicht dies, ist es das, ist es nicht das, ist es jenes und wieder von vorne...

Paartherapie, lehnt er kategorisch ab...

Sind andere da, kann er fröhlich sein und sich gut unterhalten...vielleicht liegt es ja doch an mir und ich bin ein schlechter Mensch, keine Ahnung...ich weiß es nicht...ich fühl mich einfach total einsam und allein und das jetzt schon so lange...

Und mein Mann redet auch nicht über seine Gefühle, selbst wenn er ausreichend darüber nachgedacht hat, er redet einfach GAR NICHT darüber, Punkt...ehrlich gesagt ist er wie ein großes Kind.

Und ja, er hatte Probleme in seiner Kindheit aber nicht mit seiner Mutter, sondern mit seinem Vater, der ihn immer gepiesackt hat und es auch heute noch tut, aber er ist erwachsen und muss doch sein Leben auch mal in die Hand nehmen, denn wer nur in der Vergangenheit lebt hat doch keine Zukunft.

Wenn es danach ginge, dürfte ich auch nicht beziehungsfähig sein.
Ich habe in meinen fast 33 Jahren soviel Mist erlebt, wurde in der Schule extrem gemobbt, egal welche Arbeit ich hinterher hatte, die Männer meinten, sie könnten mich einfach anfassen, selbst mein Ausbilder hat seine Position schamlos ausgenutzt, ich wurde geschlagen, ich wurde gewürgt usw usf. Es war hart und trotzdem schaue ich immer nach vorne und lebe das Prinzip "in guten wie in schlechten Zeiten"... mehr kann ich auch nicht machen...oder???

Ich weiß, dass ich vielleicht zuviel gebe, immer gehe ich bis ans Äußerste, das muss aufhören, ich weiß...

Liebe Grüße

Susanne
Suchende911 ist offline  
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