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08.08.2011, 01:48
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Liebe=Verpflichtung? Beitrag #1 (permalink)
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...gerne Mensch...
Sternzeichen:
Registriert seit: 08.10.2010
Ort: Oberhausen
Alter: 39
Beiträge: 645
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Liebe=Verpflichtung?
Hallo!
Ich habe mich in die letze Jahre sehr verändert...auch was entspricht Liebesbeziehungen zu betrachten.
Was mir auffällt ist das man Liebe gleich setzt mit...verfplichtet er ( meistens natürlich er...weil man davon ausgeht das Frau sich immer verfplichten möchte)...sich...ansonsten ist das ganze um sonst.
Nun frage ich mich...was hat das mit Liebe zu tun?
Und was heisst genau verpflichten in eine Beziehung???
Wenn man verheiratet ist man dann verpflichtet??? aber dann gent man vielleicht Fremd aber man geht Verpflichtungen ab...???...
Mein Verständniss für solche Ausdrücke ist sehr gering geworden...ich kann ein Mensch lieben und ihn so lassen wie er will ...weil ich ihn eben liebe...wieso muss man oder sollte man ein ziel haben jemanden zu "haben" der sich " verpflichten" möchte...und wenn man einen so zu sagen jemanden hat der sich verpflichtet....was für eine Garantie ist das denn???
Ehrlich gesagt...in letzte zeit fühle ich mich als ob ich ein Aussererdische wäre wenn es darum geht Beziehungen zu verstehen.
Ich liebe und das ist meiner Meinung genug...ich verpflichte mich nicht da ich liebe...darum sehe kein anderer Mann ausser ihn..interessiert mich nicht...aber ich brauche mich nicht zu verpflichten...lebe mein Leben und geniesse es...geniesse ein mann zu lieben der auch sein Leben lebt und auch seine Hemde selber waschen kann...und putzt und sein eigenen Haushalt hat...ich geniesse meine Entscheidungen zu treffen was mein Leben betrifft und einfach mit ihm darüber reden zu können doch selber entscheiden zu können...
Liebe ist einfach schön...und hat meiner Meinung nach nichts mit "müssen und verpflichten"...
Liebe Grüsse
Lilli
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08.08.2011, 07:37
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Liebe=Verpflichtung? Beitrag #2 (permalink)
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löwenstern
Registriert seit: 05.02.2007
Ort: BW
Beiträge: 9.927
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Hallo Lilli, ich glaube, Verpflichtung ist in dem Sinne von Zuverlässigkeit gemeint- sich auf den anderen Menschen verlassen können-für mich persönlich ist das eine Grundvoraussetzung für eine Liebe- ich möchte keine unverbindliche Liebe leben. Mauri
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08.08.2011, 08:09
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Liebe=Verpflichtung? Beitrag #3 (permalink)
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Ursache
Sternzeichen:
Registriert seit: 02.04.2007
Ort: Berlin-Reinickendorf
Alter: 27
Beiträge: 5.754
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Ich denke, es geht dabei um eine Gradwanderung, wie immer im Leben. Liebe selbst hat natürlich nichts mit Verpflichtungen zu tun, sie ist ein Seinszustand, den wir einnehmen. Zumindest ist das Idealerweise so meist rutscht das auch auf die Emotinale Basis und dann entstehen emotionale Bindungen und Anhaftungen (auch hier wieder gucken, dass man den Seiltanz hinkriegt).
Also Liebe ist eigentlich nicht mit Verpflichtungen verknüpft, aber da wir Menschen sind, ist die Partnerschaften oft daran geknüpft. Wenn beide ihre Verpflichtungen bewusst wählen, dann hat man die Gradwanderung wohl erfolgreich geschafft.
Zum Beispiel ist es einem wichtig, dass der Partner treu ist, dann kann der andere sich dazu verpflichten¹ treu zu sein und alles nötige dafür zu tun, dass diese Verpflichtung erhalten bleibt ODER(!) ggf. neu über dieses Thema verhandeln. Denn oft ist das größte Problem nicht eine Verpflichtung (selbst die unbewusst eingegangene) sondern, dass einer auf das Gewohnheitsrecht pocht und verlangt, dass eine Verpflichtung für immer Bestand hat.
Schlussendlich sollte Liebe die Freiheit geben sich jeden Tag neu für den Partner und alle Sachen, die mit der Beziehung zusammenhängen zu entscheiden und ggf. auch einige Entscheidungen anders zu treffen. Das ist wichtig, weil sonst die Entwicklung stagniert.
Es ist wie ein Tanz, nur dass wir unsere eigenen Tanzlehrer sind und damit gleichzeitig Tänzer und werdender Tanzlehrer sein müssen - echt beeindrucken, was der Mensch so kann.
Grüße Shuichi
¹ Es ist also eine Entscheidung, die derjenige trifft, der sich verpflichtet, nichts, was der andere einfach so verlangen kann (als wäre es selbstverständlich).
Geändert von Shuichi (08.08.2011 um 08:13 Uhr)
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08.08.2011, 11:52
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Liebe=Verpflichtung? Beitrag #4 (permalink)
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Banned
Registriert seit: 22.07.2011
Ort: NRW
Beiträge: 264
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Ich sehe das zur Zeit so, dass wir alle unterschiedliche Grenzen haben. Gesellschaftlich bedingt werden wir auf viele Dinge geprägt (z.B. Monogamie, etc.). Z.B. hat man herausgefunden, dass Kinder, die in Kinderwagen groß werden, sich tendenziell anders entwickeln, wie Kinder, die am Körper getragen wurden. WINDELN spielen eine Rolle. Kinder, die mit intuitiver Kommunikation aufwachsen und verstanden werden, wenn sie aufs Klo müssen, entwickeln sich natürlich anders, wie Kinder, die man da überhaupt nicht hört;-) UND SO WEITER. Das prägt unser Beziehungsverhalten SEHR. Wir haben alle Traumatas. Kaum ein Kind wächst ohne auf. Durch gesellschaftliche Einflüsse, die sehr stark sind und über Generationen weitergegeben werden, auch energetisch, beeinflussen unser Beziehungsverhalten, unsere Neurosen, unsere Unbewusstheiten, sehr!
Direkt daran knüpft unser Partnerschaftsverhalten. Wo liegen unsere Verlassenheitsängste? Tiefe Ängste vor Nähe, die wir gar nicht bemerken und viell. den anderen immer zur Verantwortung ziehen?
Unser Essverhalten (Brust versus künstliche Nahrung, etc.etc.)?
Je mehr wir uns aus dem gesellschaftlichen Konstrukt befreien, je wacher wir werden und je mehr wir unser eigenes Verhalten verstehen, seine Ursachen erkennen können, Zusammenhänge sich uns nach und nach erschließen, desto freie werden wir im Lieben.
Die Grenze ist dann das eigene Gewissen, wahrhaftigt angeschlossen an universelle Grenzen; an das, was gelebt werden WILL!
Dann fällt auch Moral von uns ab, weil wir nur noch nach innen schauen und unsere eigene Wahrheit leben. Liebevoll verbunden sind mit dem Rest der Welt und natürlich auch mit unserem Gegenüber!
Und natürlich auch mit uns selbst!
Nach persönlichem Entwicklungsstand gehen wir anders mit unseren eigenen Liebes-Grenzen um! Bewusster, unbewusster. Bewusster geschhickt, bewusster noch ungeschickt*lach* usw.!
Je bewusster ich bin, kann ich zumindest schon einmal sagen: Ey, Alta, das voll nich ok, was Du da machst! Oder so;-)
Ich kann sagen: Ich habe da eine Grenze. Ich kann das (noch) nicht. Ich brauche da das und das, bist Du bereit, mit mir das zu leben?
Oder auch: Das tut mir noch zu weh, da muss ich Distanz aufbauen.
Oder auch: Da sehe ich gerade, dass ich da noch eine Grenze habe, ich werde mal in mich gehen und schauen, was da los ist! Aha! Jetzt verstehe ich, jetzt kann ich meine Grenze erweitern; locker lassen, loslassen und gelassen bleiben, usw.!
Nach spiritueller Sicht würde ich momentan für mich sagen:
Es kann keine Situation fehlschlagen,
es sei denn,
wir unterlassen es,
etwas zu geben.
nach Chuck Spezzano.
Oder auch: Es kann keine Situation fehlschlagen, es sei denn, wir unterlassen es, uns selbst zu geben.
Oder auch: Es kann keine Situation fehlschlagen, es sei denn, wir unterlassen es, uns selbst hinzugeben an das Leben;-)
Grüezelie! Wengie!
PS: Ich würde dann sagen: Es gibt kein: SO muss es sein, sondern ein:
So ist es für mich gerade, bis hierher komme ich und ich gehe weiter und erfahre dann, wie es dann ist! und gehe weiter, usw.*grins*
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10.08.2011, 13:53
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Liebe=Verpflichtung? Beitrag #5 (permalink)
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Banned
Registriert seit: 02.05.2011
Beiträge: 509
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Liebe und Verantwortung?
Hallo, Lotus!
Was verstehst du denn unter "Liebe" und "Verantwortung"?
Sal
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10.08.2011, 14:01
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Liebe=Verpflichtung? Beitrag #6 (permalink)
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Gast
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Huhuuu,
also wenn man jetzt von Liebe & Verpflichtung spricht, dann sehe ich bei vielen, dass es sich in Manipulation ausartet... Wenn du mich liebst, dann tust du dies oder das... usw...
Wie wär´s mal mit bedingungloser Liebe!  Eine Person einfach nur lieben und nichts erwarten, dass er so oder so ist oder irgendwelche Pflichten erfüllt oder den Vorstellungen entspricht... Einfach mal sein Ego irgendwo im Keller einsperren und das Leben genießen...
Liebe kennt keine Verpflichtungen!
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10.08.2011, 14:30
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Liebe=Verpflichtung? Beitrag #7 (permalink)
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ankhaba
Sternzeichen:
Registriert seit: 18.12.2009
Alter: 44
Beiträge: 3.366
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Zitat:
Zitat von LilliLotus
Ich liebe und das ist meiner Meinung genug...ich verpflichte mich nicht da ich liebe...darum sehe kein anderer Mann ausser ihn..interessiert mich nicht...aber ich brauche mich nicht zu verpflichten...
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Das sehe ich genauso wie Du.
Liebe bedeutet weiterhin nicht, sich Verpflichtungen auferlegen zu lassen oder aufzuerlegen, es gibt genug Menschen, die meinen, sie lieben erst dann oder werden geliebt, wenn sie xyz aushalten, etwas tun etc.
Und ich kann durchaus wen lieben und mich "trotzdem" trennen, weil ich merke, ein Zusammenleben funktioniert eben nicht.
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10.08.2011, 16:31
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Liebe=Verpflichtung? Beitrag #8 (permalink)
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Ursache
Sternzeichen:
Registriert seit: 02.04.2007
Ort: Berlin-Reinickendorf
Alter: 27
Beiträge: 5.754
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Was ich gerade in den letzten beiden Beiträgen gelesen habe ist dieses Streben nach totaler Unabhängigkeit. Bedingunslose Liebe, keine Verpflichtungen ...
Ich denke das ist ein wichtiger Schritt, den man gehen sollte - nur wenn man irgendwie weiß, wie das ist, frei und unabhängig von den Manipulationen rund um das Thema Liebe zu sein, kann man auch bewusst wieder Verpflichtungen eingehen, dann aber wirklich aus Liebe und nicht um emotionale Bedürfnisse zu befriedigen oder derartiges.
Wir sind schlussendlich eben keine total unabhängigen Wesen, aber wir können lernen unsere Abhängigkeiten bewusst zu wählen. So wie wir bei der Inkarnation bewusst die Abhängigkeit von einem Körper und all seinen Bedürfnissen gewählt haben (O2, Nahrung etc.), so können wir im Zwischenmenschlichen Bereich auch bewusst wählen wo wir uns auf etwas/jemanden beziehen und was dies bedeutet (und auch wozu wir uns ggf. in jedem Moment neu Verpflichten wollen).
Aber dies ist natürlich eine ganz andere Form, als die der Ebene der Manipulation usw.
Grüße Shuichi
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