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04.08.2011, 23:32
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Das Glaube ich bin "GUT" Beitrag #1 (permalink)
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 09.02.2011
Beiträge: 4
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Das Glaube ich bin "GUT"
Hey Leute ich mach mir grad so Gedanken und denke woher haben wir das Recht überuns selber zudenken "ich bin ein guter Mensch,
Ich bin GUT (Nett, freundlich, Barmherzig, usw.alles was in diesen bereich von Gefühlen und Emotionen trifft). Wie kommt das zustande? Find ich grad so richtig interessant. Natürlich vergesse ich nicht dabei meine eigenen Fehler die ich so im Leben alles meistere 
Aber im Endeffekt bin ich GUT. (punkt)
Bin ich felsenfest von überzeugt irgendwie. aber zurück zum thema wie kommt das dass ich dieses urteil über mich fällen kann? Ich Glaube an Gott und das ich nach meinen Tod vor ihm stehen werde. Und auf die Frage wieso ich denke ich wäre "gut" weiss ich keine antwort.
Wir Beurteilen irgendwie alles nach gut und schlecht...
Hört sich villeicht jetzt komisch an aber weiter weiss ich jetzt nicht. Wenn sich wer mal über die selbe Frage mal Gedanken gemacht hat oder was dazu sagen kann, bitte mal schreiben 
Bin für jeden weiteren Denkanstoss dankbar!
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05.08.2011, 08:19
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Das Glaube ich bin "GUT" Beitrag #2 (permalink)
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Ursache
Sternzeichen:
Registriert seit: 02.04.2007
Ort: Berlin-Reinickendorf
Alter: 27
Beiträge: 5.754
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Also rein vom wissenschaftlichen Ansatz her ist der Mensch von Natur aus eher ein soziales Wesen mit Potential altrustischen Egoismus¹ sehr stark zu kultivieren. Dieses Verhalten ist sozusagen "gut", weil es das Zusammenleben und irgendwie auch das überleben stärkt. Alles, was gerade also schief läuft ist eigentlich etwas, was nur entstehen kann weil wir entgegen unserer Natur gezwungen² werden unsozial zu werden.
Grüße Shuichi (dessen Fußnoten so groß sind, wie der Text - hach da freut sich der Wissenschaftler in mir)
¹Damit ist ein Egoismus gemeint, der mit einbezieht: 1. Was ist gut für mich, was tut mir gut? und 2. Ist das in der Folge auch für die anderen gut (mindestens: ist es nicht schädlich)? - Natürlich braucht insb. die 2. Frage Bewusstheit, damit man schaut, was wirklich gut ist für die anderen und nicht, was man meint, was gut sei!
² Das soll nicht die Eigenverantwortung aushebeln, allerdings: Wer kann sich gegen die "normale" Sozialisation wehren, wenn dies etwas ist, was eben TOTAL normal ist und daher so gut wie nie angezweifelt wird?
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05.08.2011, 10:32
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Das Glaube ich bin "GUT" Beitrag #3 (permalink)
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Banned
Registriert seit: 02.05.2011
Beiträge: 509
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Gut sein als Grundausstattung
Zitat:
Zitat von Geistesblitz
woher haben wir das Recht überuns selber zudenken "ich bin ein guter Mensch, ...
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Hallo, Geistesblitz!
Woher das Recht kommt, sich als gut anzusehen, ist eine sehr interessante Frage. Es ist ein tolles Thema, das du ansprichst. Aber was werden wir daraus machen?
Ich schätze, die Frage nach dem Recht kommt erst am Schluss der Betrachtung, sonst könnte uns drohen, blind zu werden. - Wie ich darauf komme? Das ist eine Erfahrung, mit der ich im unteren Absatz beginne.
Vor der Ausgangsfrage beschränken wir uns also lieber erst einmal auf die Tatsache, dass jeder sich zunächst als gut sieht. Was ist das, was heißt das? Das bedeutet unsere erste Grundlage, unsere Grundausstattung, mit der wir der Welt begegnen. Und was macht die mit uns, wo wir doch von uns denken, gut zu sein?
Sal
Geändert von Sal (05.08.2011 um 10:37 Uhr)
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05.08.2011, 11:54
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Das Glaube ich bin "GUT" Beitrag #4 (permalink)
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ankhaba
Sternzeichen:
Registriert seit: 18.12.2009
Alter: 44
Beiträge: 3.366
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Oh, wirklich sehr spannend das Thema. 
Diese Idee, gut zu sein, da sehe ich zu 99% Selbstschutz und Kompensation drinnen.
Alleine aufgrund der Tatsache, wie Menschen im Leben tatsächlich wirken, wie sie handeln und dem was sie von sich denken liegen so manche Lichtjahre...
Das Potential besteht ganz gewiss, von dem Shuichi schreibt. Da glaube ich auch. Ich meine jedoch, wäre die Ausgangslage eher eine Frage denn eine Feststellung, also ein: "Bin, handel, denke usw. ich wirklich gut?", könnte sich dieses Potential eher entfalten.
Gruß
Any
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05.08.2011, 12:33
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Das Glaube ich bin "GUT" Beitrag #5 (permalink)
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dies diem docet
Registriert seit: 18.03.2011
Ort: Deutschland
Beiträge: 305
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Den Begriff "GUT" kann man doch sowieso nur im
gesellschaftlichen, historischen und kulturellen Kontext
betrachten.
Was bei uns gut und richtig ist kann in anderen
Kulturkreisen als böse bzw. falsch abgelehnt werden.
Der "westliche Mensch" hält sich im allgemeinen für gut
wenn er annähernd nach dem neuen Testament lebt,
ganz egal ob er nun religiös ist oder nicht.
LG Riva
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05.08.2011, 16:13
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Das Glaube ich bin "GUT" Beitrag #6 (permalink)
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Ursache
Sternzeichen:
Registriert seit: 02.04.2007
Ort: Berlin-Reinickendorf
Alter: 27
Beiträge: 5.754
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Zitat:
Zitat von Riva57
Den Begriff "GUT" kann man doch sowieso nur im
gesellschaftlichen, historischen und kulturellen Kontext
betrachten.
Was bei uns gut und richtig ist kann in anderen
Kulturkreisen als böse bzw. falsch abgelehnt werden.
Der "westliche Mensch" hält sich im allgemeinen für gut
wenn er annähernd nach dem neuen Testament lebt,
ganz egal ob er nun religiös ist oder nicht.
LG Riva 
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Wobei das dann auch jeder andere Text mit ähnlichem Inhalt sein könnte (z.B. Menschenrechtscharta oder oder) - es hängt also nicht zwangsläufig mit dem NT zusammen.
Nochwas, es gibt einen rein physischen Konsens darüber, was auch überkulturell als "gut" angesehen wird: Dinge, die eben nicht zu Leid führen (Ausnahmen gibt es trotzdem, meist wenn Religion im Spiel ist → Askese, Rituale usw.).
Generell macht es aber mehr Sinn, weg von dem Gut-Begriff zu kommen, da der meist im Ggs. zum Böse-Begriff verwendet wird.
Es gibt genügend Möglichkeiten das anders zu handhaben.
Dazu sind dann auch immer Bezüge wichtig. Z.B.: "Funktioniert eine Sache in Bezug zu unserem Wunsch eine soziale und friedliche Gesellschaft zu bilden und wenn ja, gäbe es Möglichkeiten sie zu verbessern?" → Durch spezifische Bezugssystem bleiben wir im individuellen, behalten Kontakt zum Ziel und halten uns von Dogmen fern, die bei Gut-Böse-Begriffen schon viel leichter auftauchen können.
Grüße Shuichi
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05.08.2011, 20:05
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Das Glaube ich bin "GUT" Beitrag #7 (permalink)
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Gast
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Zitat:
Zitat von Geistesblitz
Hey Leute ich mach mir grad so Gedanken und denke woher haben wir das Recht überuns selber zudenken "ich bin ein guter Mensch,
Ich bin GUT (Nett, freundlich, Barmherzig, usw.alles was in diesen bereich von Gefühlen und Emotionen trifft). Wie kommt das zustande? Find ich grad so richtig interessant. Natürlich vergesse ich nicht dabei meine eigenen Fehler die ich so im Leben alles meistere 
Aber im Endeffekt bin ich GUT. (punkt)
Bin ich felsenfest von überzeugt irgendwie. aber zurück zum thema wie kommt das dass ich dieses urteil über mich fällen kann? Ich Glaube an Gott und das ich nach meinen Tod vor ihm stehen werde. Und auf die Frage wieso ich denke ich wäre "gut" weiss ich keine antwort.
Wir Beurteilen irgendwie alles nach gut und schlecht...
Hört sich villeicht jetzt komisch an aber weiter weiss ich jetzt nicht. Wenn sich wer mal über die selbe Frage mal Gedanken gemacht hat oder was dazu sagen kann, bitte mal schreiben 
Bin für jeden weiteren Denkanstoss dankbar!
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Ich denke dass das "Gut" übergeordnet zu verstehen ist, außerhalb der Dualität.
Dein "Gut" welches du nicht richtig erklären kannst hat mich gleich daran erinnert:
Zitat:
1. Mose - Kapitel 1
Die Schöpfung: Sechstagewerk
31 Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.
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Gut hat demnach nichts mit dem Gut in der Dualität gemein sondern eher damit:
Nichts Wirkliches kann bedroht werden.
Nichts Unwirkliches existiert.
Hierin liegt der Friede Gottes.
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05.08.2011, 23:52
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Das Glaube ich bin "GUT" Beitrag #8 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 16.07.2011
Beiträge: 279
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Ich finde es durchaus wichtig, sich Gedanken darüber zu machen, ob man eigentlich ein guter oder ein "schlechter" bzw. weniger guter Mensch ist...das filtert in unserem Kopf verständlicher Weise all unsere Fehler einmal zusammen. Das muss ja schließlich auch alles reflektiert werden.
Was nicht heisst, das uns Fehler gleich zu einem schlechten Menschen machen, aber überdacht werden sie und das ist gut so.
Ich selber halte mich auch eher für die Sorte "guter Mensch", der aber leider auch mal triftige Fehler im Leben macht, die man gar nicht machen müsste.
Und da ich mich für einen sehr erfürchtigen Menschen halte, denke ich das der liebe Gott und die Engel wissen, das mir diese Fehler Leid tun und ich weiss, das ich sie nicht machen "hätte sollen" bzw. "soll". Und DAS ist wichtig, glaube ich.
Wie es dann alles tatsächlich kommen wird, zeigt sich - DANN!
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