Amma im Westen
Ein Devotee aus dem Westen fragte Amma: "Amma, wie fühlst du dich hier im Westen, im Vergleich zu Indien? Es ist ganz anders hier, oder?" Amma antwortete: "Die Grenze, die von Körper und Geist geschaffen wurde, ist die Wurzel aller Unterschiede. Amma empfindet keinen Unterschied. Der menschliche Körper besteht aus vielen Teilen und ist dennoch nur ein einziger Körper. Gleichermaßen besteht die Welt aus vielen verschiedenen Ländern, Kulturen, Sprachen, Rassen und Menschen. Doch für Amma gibt es nur die Welt – es gibt nur eine einzige."
Auf Einladung bereiste Amma im Jahre 1987 erstmals die
USA und Europa. Da sie zu dieser Zeit noch relativ unbekannt, empfing Amma ihre Besucher in Privathäusern. Damals kamen nur ein paar Dutzend Menschen, höchstens ein paar Hundert. Allmählich wurde sie immer bekannter, und heutzutage kommen mehrere Tausend Menschen, um sie zu sehen. Jedes Jahr begibt sich Amma auf ausgedehnte Reisen nach Europa, Australien, USA, Japan und die südpazifischen Inseln, um dort Besucher zu empfangen. Mittlerweile gibt es viele Zentren auf der ganzen Welt, in denen ehrenamtliche Helfer für Ammas karitative Werke tätig sind und gemeinsam meditieren, singen und andere spirituelle Übungen ausführen.
Wenn Amma in eine Stadt eingeladen wird, beginnt Amma den Tag üblicherweise mit einer kurzen
Meditation. Anschließend umarmt sie die Besucher bis in den späten Nachmittag hinein. Abends hält sie eine kurze Ansprache und singt anschließend Bhajans (hingebungsvolle Lieder). Danach nimmt Amma jeden einzelnen Menschen in den Arm. Sie verlässt die Halle erst, wenn sie sichergestellt hat, dass alle, die möchten, zu ihr kommen konnten. Meistens dauert es bis in die frühen Morgenstunden. Amma lächelt während dieser ganzen Zeit unermüdlich. Sie umarmt alle Menschen, vom ersten bis zum letzten, mit der gleichen Liebe. Zeuge dieses selbstlosen und zugleich kraftvollen Ereignisses zu sein, hat bereits viele tausend Menschen auf der ganzen Welt zutiefst berührt. Selbst in Ammas Armen zu liegen ist für die meisten Menschen so bewegend, dass Worte nicht ausreichen, um zu beschreiben, was in ihnen vorgeht. Fest steht nur eines: Die allermeisten von ihnen kommen wieder!
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