Der Irrtum der
Reinkarnation oder eines früheren Lebens kommt aus der fehlenden Einsicht her, was die alten Mythologien über Reinkarnation gesagt haben.
Denn es gilt: Jede Seele ist einmalig. Und der Mensch, der geboren wird, wird deswegen genau zu dem Zeitpunkt geboren, weil es sein Lebensweg ist, genau zu dieser Zeit geboren zu werden. Dann beginnt das Leben: Der Mensch wird in die Zeit hineingeboren, in der er seinen Weg gehen soll - denn er besitzt nur für diesen Zeitpunkt das Ich, die Ansicht, das Verständnis und die Fähigkeit in der Zeit seinen Weg gehen zu können. Es hat seinen SINN UND GRUND, warum du jetzt gerade zu diesem Zeitpunkt und an diesem Ort lebst. Dabei hat der Mensch dann die Wahl, ob er innerlich seinen Weg zurück findet - oder bis an den äußersten Punkt expandiert.
Das ICH des Menschen ist einmalig und hat zu keinem Zeitpunkt weltlich gelebt, als in der Zeit, in der er lebt.
Die Reinkarnation bedeutet nur, das im Sein und Wesen des Menschen etwas überlebt, was im Geist anderer Menschen WESENTLICHE BEDEUTUNG hatte: ZB die Fähigkeit zu "Hören", oder Leidenschaften oder Verständnis für Zusammenhänge zu erreichen. Und diese "vererbte Fähigkeit" ist die Fähigkeit, die es dem Menschen ermöglich, auch aus einem Schicksalsschlag etwas Neues zu bergen oder die Wiederholung durch den Kreislauf des Lebens hier zu durchbrechen. In dem er innere, neue Zusammenhänge "erkennte/erfäßt".
Das "Schicksal" des Menschen ist vorherbestimmt und frei zugleich. Die Idee, das man solange ausgleichen muss, bis alte "Verstöße oder Uneinheiten" behoben sind, ist ein Mißverständnis aus der Entwurzelungen der Menschen, ein Produkt der Degeneration der Sprache - denn nur noch wenige können die Überlieferungen aus der christlich/jüdischen oder buddhistischen Mythologie lesen. Der Mensch insgesamt muss den Durchbruch ins Neue bei sich suchen und finden - um so "den Weg zurück" (Erleuchteter) zu betreten. DAS bedeutet letztendlich "Reinkarnation": Der Mensch wird "wiedergeboren" durch das Erwecken der Sinne Zusammenhänge in uns zu erkennen, die vom Wesentlichen gespeist werden. Der Mensch erkennt die Ewigkeit als Herkunft seiner Seele - und nicht, das seine Seele durch alle Zeiten gereicht wird, bis er irgendwann an einem Punkt X (und das ist ja meistens heute) "erlöst und befreit zu den Ewigkeiten aufsteigt".
Interessant an der westlich interpretierten Interpretation ist auch: Alle kommen irgendwie aus dem Mittelalter, Ägypten oder einem anderem Königreich. Manchmal auch aus Atlantis. Dann waren sie Bauer, Prinzessin, Koch oder Ehemann, vielleicht auch König oder Verfolgter. Hauptsache alte große Steingebäude, Pferde und ein Umfeld, wie Ackerbau noch von Hand erledigt worden ist. Aber niemand ist ein Automechaniker aus dem Jahr 1956 gewesen, keiner ein Steinzeitmensch mit Fell, keiner ein Nazi, keiner ein kleiner Junge aus LA, der überfahren worden ist. Kein Mann war eine Frau und umgekehrt.
Der Fehler bei dieser Art von Reinkarnations-Betrachtung liegt immer daran, das es linear gesehen wird: Man muss schon vor Jahrhunderten gestorben sein, um jetzt wieder am Leben teil zu nehmen. Solange bis man es geschafft hat. Das aber das Leben aus ZEITLOSIGKEIT kommt und diese Art von übergeordnetem Nullpunkt akausal funktioniert, erschließt sich den Menschen nicht. Leben und Sein - das alles ist unlinear, akausal. Die Ewigkeit, Grund und Herkunftsort allen Erscheinenden, hat keinen Anfang und kein Ende. Sie ist akausal und nulldimensional: Die Ewigkeit ist immer im Sein anwesend.
Denn in der westlich propagierten Art und Weise der Reinkarnation würde es sonst auch bedeuten, dass das Ich auch die Reinkarnation eines verhungerten Kindes in Afrika sein kann, das erst letzte Woche gestorben ist. Das ist unmöglich, weil die westliche Reinkarnations-Lehre linear denkt und die Menschen keinen Bezug zur Ewigkeit in sich tragen. Für die Ewigkeit ist das allerdings kein Problem.
Das ICH des Menschen ist nur dann ein ICH, wenn es jetzt ist. Ein ICH aus dem Mittelalter ist unmöglich - denn dann wüßte man ganz bewußt so real davon, als würde man erst gestern dagewesen sein. Und zwar von Anfang an.
Das ICH des Menschen ist einmalig und individuell (sonst wäre es kein ICH), und so lebt das ICH auch nur zu der Zeit, wo es auf der Welt erscheint. Alles andere ist SUGGESTION. Denn wenn ich mit der Verstellung, das ich Reinkarniert sein müsste und wissen will, wer ich früher war, ein Rückführung mache, dann werde ich GARANTIERT aus dieser Vor-Suggestion den üblichen Kram erfahren.
Für viele Menschen ist die Rückführung ein lieb gewonnenes Hobby und Geschäft; angetrieben durch die Verständnisprobleme, Theosophien und fehlerhaften Übersetzungen der Quellen, die eben vom RAD DES LEBENS berichten.
Die Wiederholung des Lebens, bis man etwas ausgeglichen hat (und keiner weiß
konkret und wesentlich was das sein könnte), ist eine Idee, die auf einer Art Strafe basiert. Bis man "erlöst wird" muss man solange zurück auf die Welt, bis man alles richtig macht? Das ist verrückt. Die Seele des Menschen, die ja dann eigentlich erlöst in Frieden und Ewigkeit aufgehen möchte, wird stets unaufgeklärt zurückgeworfen, bis man alles an Möglichkeiten durch hat?
Bis er sein Schicksal geklärt hat. Das hat mit Gnade und Barmherzigkeit, mit Liebe und Gott wenig zu tun. Nein, die Seele des Menschen ist einmalig - und er hat mit der Geburt die Wahl, sein Leben als Weg zurück zum "Ursprung" zu leben - oder nicht. Zu glauben und zu lieben - oder nicht. Denn die bekannte Reinkarnationstheorie wäre das Gegenteil von freier Wahl, von Liebe und Glauben-Können.
Sie wäre ein Zwang.
Und da der Mensch ein ICH hat, hat er auch die freie Wahl Glauben, Lieben und Hoffen zu können. Jetzt. Und nur hier in dieser, deiner Zeit.
Alles andere wäre die Qual durch die Unbarmherzigkeit einer Welt, die Liebe nicht versteht.
Doch die Rückführungslehre lebt vom Zwang, so wie die Menschen, die ihr verfallen. Sie lebt von der Romantisierung, dem Mißverständnis durch die Zeit und durch die Unfähigkeit selber die Wahrheit seines Seins zu erkennen und anzunehmen.
Beste Grüße.