Hallo, ihr Lieben!
Ich möchte gern einen kleinen Erfahrungsaustausch mit euch beginnen betreffend des Titelthemas. Zur Erklärung:
In der Familie meines Vaters existiert eine Art "dunkle Kraft" (ich weiß, dass das theatralisch klingt, ist aber so), von uns zum ersten Mal wahr genommen in Form meiner Urgroßmutter. Sie war ein jähzorniger Drachen, hat ihrem Mann das Leben schwer gemacht, mehr aber noch ihren Kindern. Ihre jüngere Tochter, meine Großmutter, hat sie überredet ihren Mann, meinen leiblichen Großvater, zu verlassen, weil er ihr nicht gut genug war - ein furchtbar lieber Kerl, leider nicht wirklich durhsetzungsfähig. Als die Tochter wieder heiraten wollte, erbot sie sich, ihren Enkel aus erster Ehe, meinen Vater, während der Flitterwochen zu sich zu nehmen. Als meine Großmutter ihn aber wieder abholen wollte, drohte sie, sich umzubringen und behielt meinen Vater bei sich, wo sie ihn zum Teil schwer körperlich misshandelte und auch sonst alle Launen an ihm austobte. Dementsprechend hat mein Vater eine mittel bis schwer gestörte Persönlichkeit. Er hat ein großes Problem mit Frauen (seine Mutter hat ihn im Stich gelassen, seine Großmutter hat ihn missbraucht) und hat ganz den Jähzorn seiner Großmutter übernommen. Meine Eltern leben mittlerweile getrennt, ich habe erst bei meiner Mutter gelebt, mittlerweile führe ich meinen eigenen Haushalt. Meine Mutter und ich sind uns einig, dass mein Vater schizoid ist: Wenn der Jähzorn über ihn kommt, weiß er nicht mehr, was er tut, er ist ganz Zorn, und hinterher weiß er oft nicht mehr, was er getan oder gesagt hat. Er entwickelt in diesem Zustand auch eine enorme Kraft, man hat automatisch Angst vor ihm, möchte sich ducken und weglaufen. Das interessante dabei ist, dass er einem im ruhigen Zustand oft wie ein kleiner Junge vorkommt, umgänglich, etwas schüchtern, aber eben ganz normal, sogar richtig freundlich.
Nun haben meine Mutter und ich ein sehr enges Verhältnis zueinander und haben schon oft über meinen Vater diskutiert. Neulich kam uns dann ein erleuchtender Gedanke, den meine Mutter gleich mit einigen persönlichen Erinnerungen untermauerte: Wir kamen zu dem Schluss, dass etwas von seiner Großmutter von ihm Besitz ergriffen hat. Meine Mutter war bei der Beerdigung dieser Frau dabei. In der Nacht darauf wachte sie plötzlich neben meinem Vater auf und hatte das Gefühl, etwas wolle in sie hereinkriechen. Sie sagte in Gedanken laut "Nein, nein, nein" und das Etwas zog sich zurück. Später erzählte mein Vater ihr, er habe am Grab seiner Großmutter das Gefühl gehabt, sie griffe aus der Erde heraus nach ihm.
Mit der Zeit wurde mein Vater emotional und geistig immer labiler. Im Scheidungsstreit meiner Eltern hat er es dann leider geschafft, meinen kleinen Bruder auf seine Seite zu ziehen, der jetzt hauptsächlich bei ihm lebt - eine Entscheidung, die niemand wirklich nachvollziehen kann, ich selbst am wenigsten. Nun merken wir aber, wie sich auch mein kleiner Bruder verändert, wie er meinem Vater langsam aber sicher immer ähnlicher wird. Momentan sind wir grad dabei, spirituelle Maßnahmen zu ergreifen, um ihn vor der drohenden Besetzung zu schützen.
So, das war's erst einmal. Ist ja ganz schön lang geworden, tut mir leid.
Vielleicht aber hat ja irgendjemand hier schon mal einen vergleichbaren Prozess beobachtet. Es würde mich sehr interessieren, was ihr zu diesem Thema zu sagen habt!
Love and Joy!