Ich habe vor Jahren selbst eine Rückführung gehabt.
Der erste Satz war: Ich sehe eine etwas angewelkte Rose. Diese wusste sie allerdings nicht zu deuten. Ich konnte mir aber ohnedies vorstellen, was es eventuell bedeuten könnte.
Dann erzählte sie, dass ich einmal als armes Mädchen in der Nähe einer Burg wohnte. Ich ging vor allem am Abend sehr gern zu dieser Burg, wo ich immer ein beleuchtetes Fenster sah und mir vorstellen wollte, was wohl da oben geschehen würde.
Ich fühlte dieses Mädchen in mir.
Danach erzählte sie mir, dass ich ein Burgfräuleion gewesen wäre und sehr gern den Männern beim Pfeilschießen zugesehen hätte. Es wurden auch Wettturniere abgehalten.
Ich bekam fürchterliche Sehnsucht dabei sein zu können und ersuchte die Männer mir das beizubringen. Sie aber lachten mich aus.
Da lernte ich das Pfeilschießen insgeheim bei einem Privatlehrer. Ich war darin sehr gut geworden, sodass mein Lehrer mir riet mich für das Turnier im Pfeilschießen unbedingt zu bewerben.
Natürlich hatte man als Frau, auch wenn man eine höhere Rangstellung in der Hierarchie hatte, in der damaligen Zeit große Schwierigkeiten als Frau in eine Männerdomäne angenommen zu werden. Doch es gelang mir.
Ich habe schon damals als emanziperte Frau dieses Pfeilschießen gewonnen und wurde als Siegerin dementsprechend gefeiert. Nun war ich von der Männerwelt akzeptiert.
Auch das konnte ich mir gut vorstellen, dass es so war, denn ich hatte mich bereits im Pfeilschießen - allerdings mit den kleinen Pfeilen - geübt und war eine leidenschaftliche Spielerin.Auch der Gedanke der Emanzipation war schon lange in mir, aber mit und nicht ohne Männer.Mich hatte damals gerade ein Mann enttäuscht und ich war sehr traurig.
Ich bekam den Rat, verschiedene Gegenstände, die ich mit diesen Gedanken belegen sollte, ins All zu schießen. Es sollte mir dabei helfen diesen Mann zu vergessen.
Noch bei der Heimfahrt lernte ich in der U-Bahn einen anderen viel jüngeren und attraktiveren Mann kennen. Er war bereits ausgestiegen, sah mich kurz an und stieg meinetwegen wieder ein. Das löste in mir Freude aus und wir haben uns anschließend in einem Kaffeehaus gut unterhalten.Mit lieben Grüßen
Eure