Immer wieder stoße ich bei Beiträgen über Karma darauf, dass es wohl nicht so richtig klar ist was Karma ist, wie es entsteht, wie es sich auswirkt und wie man es los wird.
Die buddhistische Lehre, der diese Begrifflichkeit ja maßgeblich entstammt ist da eigentlich sehr pragmatisch und einfach, also erlaube ich mir mal, sie hier anzuführen. Dadurch beantworten sich ein ganze Reihe Fragen von selbst.
1. Was wir selbst in Worten Taten und Gedanken in die Welt setzen hinterläßt einen Eindruck im Geist. Dieser Eindruck spiegelt sich in der Umwelt und fällt so früher, später oder sofort auf uns zurück.
2. Ein karmischer Eindruck ist dann amgrößten, wenn 1. eine Idee, 2. die entsprechende Planung, 3. die Durchführung und 4. die abschließende Freude uber das getane zusammenkommen. Es ist klar, dass dabei unterschiedliches heranwächst, wenn man eine BAnküberfall oder eine Wohltätigkeitsgala organisiert.
3. Karmische Eindrück kann man loswerden durch: 1. das Durchleben der karmischen Auslösung (schon klar, das will man nicht immer), 2. spezielle Meditationen, die genau dazu gedacht sind, sich von "schlechtem" Karma zu reinigen, 3. Durch Vergebung (empfangend oder gebend), 4. dadurch, dass man genau das Gegenteil dessn tut, was man vermeiden möchte, um so einen Ausgleich zu schaffen.
4. Karma ist nicht Schicksal.... die beiden Begriffe sind nicht kompatibel. sie schließen sich aus.
5. Das Gesetz der Anziehung bringt karmisch Bedingtes zusammen.
6. Im Gesetz von Karma, Ursache und Wirkung brauchtes keinen Glauben an einen Gott oder eine schicksalerteilende Instanz. Dennoch wird es eine Rückmeldung vom Universum geben, wenn man ganz aufrichtig bemüht ist, Dinge zu verändern, bestimmte Dinge zu tun und andere zu lassen (je nach Erkenntnisstand).
Und (zum wiederholten Male hier im Forum): Karma ist eine Alltäglichkeit, die sich auch in unbedeutsamen Ereignissen wiederfindet. Wie oft liest man hier "Hilfe, ich hab ne karmische Verbindung, was soll ich nur tun.....?" Ja..., wie soll die Verbindung denn sonst sein? jede Verbindung ist karmisch (als Beispiel nehm ich gerne den Mann in der Schlange vor einem im Supermarkt. Auch diese Verbindung ist karmisch), es gibt doch gar nix anderes in unserer Erlebensebene.
Und vielleicht noch eins (das stammt von meinem Lehrer Lama Ole): Wenn wir uns in schwierigen Zeiten befinden, sollten wir uns klar machen, dass wir die Dinge wahrnehmen, weil sie unser Leben verlassen. Sie kommen nicht auf uns zu sondern gehen weg. Lama Ole beschreibt das auf seine herzerfrischende Weise so, dass wir die Hintern der Menagerie sehen, nicht die Köpfe.
Alles Gute, Ihr Lieben Micha