du wirst in der Eso-Szene verschiedene Konzepte finden, deine Situation zu erklären. Das hängt ganz davon ab, welcher Richtung du dich anschließt. Aber ob du nun an Karma oder Schicksal glaubst oder nicht - entscheidend ist, wie du hier in diesem Leben damit umgehst.
Die einen glauben an
Engel, die anderen an Kafttiere, die nächsten an Energien und Schwingungen. Unter dem Strich würde ich persönlich sagen, dass das alles Aspekte der selben Sache sind. Such dir eines aus und arbeite dann damit, wenn es dir liegt. Sonst wählst du eben ein anderes. Niemand kann dir aber diese Arbeit
abnehmen, deinen eigenen Weg zu finden.
Nun zu der Frage, wie kommt es, dass so viele Menschen in deiner Familie unglücklich und "anders" sind, ein schweres Leben haben. Dazu werde ich mich erstmal auf eine (laien-)psychologische Ebene begeben, denn
Esoterik geht immer auch zuvorderst mit Gefühlen um und die viele werden dir sagen, dass es im Kern darum geht, mit seiner eigenen Gefühlswelt umzugehen, sie kennenzulernen und zu verstehen und schließlich ungute Verhaltensmuster zu überwinden. Viele sehen das als die eigentlcihe Lebensaufgabe.
Auf einer Gefühlsebene also kann dein Familien-Drama so erklärt werden: Eltern geben an ihre Kinder ihre grundlegende emotionale Struktur weiter. Das geschieht großteils unbewusst: Wir alle haben gemerkt, wenn Mama Angst hatte, und zwar auch oder gerade, wenn sie versucht hat, die Angst wegzudiskutieren und sie so auf der Verstandesebene zu leugnen. So sitzen die Ängste aber auch die Bewertungen, Vorurteile, Selbsturteile, die Wut, die Hilflosigkeit etc. unserer Eltern auch in uns. So erklärt sich, dass manche Fmailien so große Probleme haben, mit dem Leben klarzukommen, zu Süchten neigen etc. Außerdem sucht man sich dann auch noch einen Partner, der einen versteht, der also selber ähnlich ist wie man selbst. Und damit setzt sich das ganze noch weiter fort.
Wir lernen aber nicht nur die Gefühle von unseren Eltern (nein nein, schon klar, jeder Mensch ist auch eigenständig und Individuum und hat nciht alles von seinen Eltern übernommen. Aber eben doch vieles und das ist meist unbewusst), sondern wir lernen auch den Umgang mit Gefühlen von unseren Eltern. Wenn also Mama immer diese Angst, dieses Minderwertigkeitsgefühl wegdiskutiert hat, dann neigen wir dazu, es ebenso zu tun. Und wenn eben jemand immer zur Flasche gegriffen hat, dann sind auch die Kinder versucht, das zu tun - oder sich eine andere Sucht zu suchen, Magersucht, Arbeitssucht etc. etc.
So, nun ist die Frage, wie geht man damit um. Ich finde es großartig, dass du diesen Kreislauf durchbrechen willst. Das ist aber nicht leicht, denn die Muster sind mehrere Generationen alt und nciht leicht zu lösen. Du wirst dich deinen Gefühlen stellen müssen. Und da ist es im Prinzip egal, ob du sie als Dämonen siehst oder als dunkle Schatte in deiner
Aura oder oder oder, du musst mit ihnen umgehen. Und dazu wird immer der erste Schritt sein: Du solltest sie erkennen. Versuche einmal herauszufinden, wovor du alles Angst hast, du kannst dir ja eine Liste machen. Und über was du so wütend bist. Und in welchen Situationen du dich hilflos fühlst. etc.
Mach aber zum Ausgleich eine Liste mit Dingen, die du an dir selber magst und eine mit Dingen, die du gut kannst, sonst denkst du hinterher, du bestehst ausschließlich aus Ängsten!
Tja, und an dem Punkt wird es dann wirklich persönlich: Wie mit der einmal identifizierten Angst umgehen? Dazu muss wohl jeder seinen eigenen Weg gehen.
Reiki/
Energiearbeit beispielsweise löst Energieblockaden (die ich persönlich mit blockierten Gefühlen gleichsetzen würde) und ermöglicht so, dass sich alles in Bewegung setzt. Mit Engeln sprechen ist wohl auch eine gute Idee, da habe ich aber nun wirklich keine Erfahrung. Es ist auf jeden Fall gut, wenn du versuchst, mit spirituellen Kräften in Kontakt zu kommen, das kann einem viel Halt geben, wenn man sich unsicher fühlt.
Du hast auf jeden Fall eine große Aufgabe vor dir! Aber es ist sicher die Mühe wert.
Ach ja, eines noch: Fühle dich nicht für andere Menschen verantwortlich, sondern erstmal und in erster Linie für dich selbst. Andere Menschen führen ihr eigenes Leben, sie treffen ihre eigenen Entscheidungen. Du kannst niemanden retten, der nicht gerettet werden will. Und damit meine ich deine Mutter. Du kannst ihr Hilfe anbieten, aber du kannst sie nicht zu ihrem Glück zwingen.
Und noch was: "Schuld" ist ein Konzept, das kannste gleich in die Tonne kloppen. Wir spielen alle Rollen in einem großen Spiel, aber alles hat auch immer Ursachen, die außerhalb der handelnden Person liegen. Vergiss Schuld. Konzentriere dich auf das, was du selber lernen, gestalten und verändern kannst.
Liebe Grüße und alles Gute für deinen Weg
Raeubertochter