Hallo Heidegeist,
es tut mir sehr leid,
ein Wesen gehen zu lassen, was man liebt -egal ob Mensch oder Tier- ist immer unermesslich schlimm.
Aber das Wichstigste: Es ist dein Trauerprozess, du alleine bestimmst, was richtig ist oder falsch. Es gibt nicht den einen richtigen Weg -außer es gibt Anzeichen dafür, dass die Trauer destruktiv wird, dann sollte man hinsehen und das sagen.
Ich denke schon, dass man seine Trauer ersteinmal leben sollte und auch darf.
Ich selber habe 2 Wochen fast nur geweint, als mein Herzenstier gestorben ist. Das war für viele unverständlich, für mich war das aber wichtig, diese intensive Trauer auszuleben -Man darf sich darin nicht verlieren, das ist ein großer Unterschied!-. Jede Träne war wichtig für mich.Und das "Es war nur ein Tier" von einigen Leuten hat mich unglaublich wütend gemacht. Denn es geht darum, das man liebt egal wen oder was, in diesem Fall eben ein Tier.
Nach und nach ließ ich los und akzeptierte, dass es eben jetzt woanders ist. Ich ließ los, und gleichzeitig spürte und spüre dieses Band, was uns immer verbinden wird.
Ich habe Kontakt zu meinen verstorbenen Tieren, sogar sehr regen

und dieser Kontakt ist so schön, und erst möglich, weil ich eben akzeptierte, dass sie wirklich gestorben sind.
Ich habe meine Trauer intensiv gelebt und jetzt bin ich einfach dankbar für den schönen Kontakt und denke ohne jede Wehmut einfach mit großer Freude daran, wie es war, als sie noch hier waren. Ich bin davon überzeugt, dass ich sie wiedersehe, und ich weiß, dass es ihnen total gut geht.
Wenn du liebst, geht die Liebe über den Tod hinaus, du wirst dieses Band immer spüren, jeder auf eine andere Weise.
Und loslassen heißt nicht, dass du dieses Band loslässt, ganz im Gegenteil.Es ist immer da und begleitet dich durchs Leben.

Alles Gute!