Was mir bei dem Für und Wider fehlt, ist die eigene Entscheidung. Meine Überzeugung ist, daß die Seele sich die Inkarnationen wählt, die sie in irgendeiner Hinsicht weiterbringen. Ich schließe aber auch nicht aus, daß eine Seele sich auf Wolke 17 etwas sehr Straightes zum Lernen aussucht und dann hier unten, materialisiert, von der Wucht des Leidens und der Emotionen an sich überfordert ist. Das hat auch was mit der Absicht zu tun, mit der man inkarniert. Die eigene Reaktion auf die Verkörperung spiegelt auch die Einstellung zur dualen Ebene wieder.
Genauso schließe ich auch nicht aus, daß eine vorher menschliche Seele in einen Tierkörper geht. Wenn seine Seele irgendeinen Entwicklungsgrund dafür hat - ja why denn not ? Und sei es, um das Leid von Tieren, die sie getötet und / oder gequält hat, mal aus eigener Anschauung zu erleben.

Wenn man mal das Karmaprinzip zugrundelegt, wäre das zumindest mal logisch. Wohlgemerkt, da oben auf Wolke 17 wären das keine emotionalen Entscheidungen, sondern eher so auf der Ebene von "da ist noch ein energetisches Ungleichgewicht auszubalancieren".
Ich denke, insgesamt ist bei der Diskussion auch viel Ego im Spiel. "Nein, der Mensch kommt nur als Mensch wieder". Klar, Tier wäre ja auch unter seiner Würde, oder ?
Und die einstellungsmäßige Basis dahinter: "Nein, Tier wäre Rückentwicklung und das ist nicht möglich. Wir entwickeln uns immer nur vorwärts". Ist das realistisch ? Eine Seele ist individualisiert, macht Erfahrungen und verdichtet sich dabei immer mehr, bis sie Materie-Status hat (einfach ausgedrückt

). Das heißt, wir haben uns in die Materie verstrickt und sind darin so weit, daß wir an den nicht-materiellen Bereich teilweise schon gar nicht mehr glauben. Ist das jetzt Entwicklung oder Rückentwicklung ? Entwicklung wie ich sie begreife, bedeutet Erfahrungen in der Polarität sammeln, sich aus den Verstrickungen zu lösen und sein Potential zu materialisieren. Und wenn irgendein Entwicklungsschritt eine Erfahrung als Tier erfordern sollte - warum um alles in der Welt sollte der "eine Mind" ausgerechnet diese Möglichkeit ausschließen ?
Geht man von den multidimensionalen Seinsmodellen aus, wie Robert Monroe oder Seth z.B., dann können wir sowieso annehmen, daß ein Teil unserer "Seelenfamilie" oder wie man auch immer das beschreiben will eine Erfahrung in anderen Seinsbereichen macht, wie eben Tier, Pflanze etc.
Genauso können, denke ich, Tiere auch in andere Tierarten wechseln.
Quasi-telepathische Beziehungen halte ich auch zwischen Tier und Mensch für möglich; wer auf eine solche Ebene gehen kann, kann vielleicht mehr erfahren. Ansonsten halte ich es für fragwürdig, ob man sein Wunschdenken da rauslassen kann.
Eine ganz witzige Aufbereitung dieses Themas gibt´s in dem Büchlein "
Reinkarnation für Katzen".