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27.01.2011, 20:37
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Karma- Ewiger Verbrechenskreislauf?! Beitrag #1 (permalink)
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 27.01.2011
Beiträge: 2
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Karma- Ewiger Verbrechenskreislauf?!
Hallo ihr,
ich habe eine Frage an diejenigen, die an Karma glauben.
Angenommen Person 1 bringt Person 2 in diesem Leben um. Dadurch entsteht negatives Karma für die Seele von Person 1.
Um dieses abzubauen muss Person 1 in einem späteren Leben die gleiche Erfahrung durchmachen, wenn ich das richtig verstanden habe.
Bedeutet das nicht automatisch, dass entweder die Seele von Person 2 oder eine andere Seele zum Mörder werden muss, damit die Seele von Person 1 Karma auflösen kann?
Was wäre, wenn der utopische Fall eintreten würde, dass kein Mensch auf der Welt mehr zum Mörder wird. Bleibt dann das Karma der ganzen früheren Mörder unaufgelöst?!
Das Verbrechen Mord kann man durch jedes andere x-beliebig ersetzen.
Ich finde aus dieser Perspektive den Karma Gedanken sehr erschreckend.
Das würde ja bedeuten, dass es in Ordnung ist, wenn Menschen anderen schlimme Dinge antun, weil sie dadurch eventuell nur das Karmagesetz erfüllen, weil das "Opfer" vielleicht in früheren Leben das gleiche verbrochen hat?!
Ich bin der Meinung, dass jeder Mensch nur auf der Erde ist um Liebe und Mitgefühl zu lernen, aber der Karmagedanke würde bedingen, dass Menschen anderen negatives antun müssen, um deren Karma aufzulösen.
Was meint ihr dazu?
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27.01.2011, 20:45
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Karma- Ewiger Verbrechenskreislauf?! Beitrag #2 (permalink)
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Trucker
Sternzeichen:
Registriert seit: 16.12.2010
Ort: Deutschland
Alter: 53
Beiträge: 300
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Ist ein schwieriges Thema.
Oft reicht die Erinnerung 3000 Jahre zurück.
Alles hier zu erklären ist sehr aufwendig.
Es kann auch sein, das eine Frau ihren Mann vor 300 Jahren umbringen lies
und nun sind sie wieder verheiratet. Um alles in Liebe aufzulösen.
Oder der Vater hat vor 300 Jahren seinen Sohn erhängt.
Nun sind beide wieder Vater und Sohn und können das KARMA in Liebe
auflösen.
Es gibt sehr viele verschiedene Konstellationen.
***Kommerzieller Link entfernt***
LG
Geändert von Samael (27.01.2011 um 22:51 Uhr)
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27.01.2011, 23:24
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Karma- Ewiger Verbrechenskreislauf?! Beitrag #3 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 02.09.2010
Beiträge: 908
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Hallo Nostrad,
Karma ist ein schwieriges Thema, das hat Trucker schon gesagt.
Ich sehe es so, dass die Seele im Laufe ihrer Inkarnationen sich weiterentwickelt.
Von der Baby- über die Kinderseele, Teenagerseele zur reifen und alten Seele.
Baby- und Kinderseelen sollen laut Buch inzwischen diesen Planeten verlassen haben.
Als die Erde 1987 ihre Schwingungserhöhung begann, waren überwiegend Teenagerseelen inkarniert. Inzwischen besteht ein Inkarnationsstopp für Teenagerseelen. Es sollen angeblich nur noch reife und alte Seelen zugelassen werden.
Etliche Teenagerseelen verabschieden sich, andere schaffen den Übergang zur reifen Seele.
Was hat das nun mit Mord zu tun? Wie Du schon sagtest - Mörder im Leben A, Mordopfer im Leben B oder später. Teenagerseelen morden. Entwickeln sie sich weiter,
stellen sie sich als Opfer zur Verfügung. Im karmischen Sinne sind Opfer etwas weiter entwickelt als Täter und wollen die Erfahrung machen, ermordet zu werden, um Karma abzutragen.
Es gibt aber auch andere Arten der Karmaauflösung: durch Dienen (ohne Murren), mit freudigem Herzen und in Liebe. Durch Erkennen der eigenen Täterschaft in früheren Leben, Akzeptanz, Entschuldigung bei den Opfern und Loslassen dieser Täterschaft in Liebe. Das sogenannte "in-Liebe-annehmen-und-auflösen."
Für welche Art die Seele sich entscheidet, hängt von ihrem Alter ab. Damit ist nicht das Menschenalter gemeint.
Diese Weisheiten sind nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern entstammen einem Buch: "2012 - Der Aufstieg der Erde in die 5. Dimension" von Ute Kretschmar. Es ist darin sehr schön erklärt.
Liebe Grüsse, seidenraupe
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28.01.2011, 10:02
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Karma- Ewiger Verbrechenskreislauf?! Beitrag #4 (permalink)
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Ursache
Sternzeichen:
Registriert seit: 02.04.2007
Ort: Berlin-Reinickendorf
Alter: 27
Beiträge: 5.751
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Der Logik des Threaderstellers folgend müsste es bei dieser Variante den Karmagedanken zu sehen einen Gnadenaspekt geben, sonst ist eine Auflösung unmöglich.
*************
Unter Umständen gibt es das Karma in dieser Form aber auch gar nicht. Denn diese Form erinnert sehr an den christlichen Strafe-Gedanken und es wundert mich nicht, wenn der anderswo einfach nur in anderer Form auftritt (falls diese Art Karma zu sehen nicht eh eine verwestlichte Sichtweise ist).
Ich denke, die Sache mit dem sogenannten jenseitigem Karma ist kein Gesetz sondern beruht auf einer freiwilligen Wahl der Seele (Aufgabenstellung, die man sich mitnimmt). Andernfalls muss man sich Gedanken über die Schuldfrage machen und da begibt man sich in die Kette rein: Warum wurde der Mörder zum Mörder und inwieweit sind denn diese Ursachen, die ihn bis zu diesem Punkt gebracht haben mitverantwortlich? Vor allem wird dabei davon ausgegangen, dass sobald wir den Körper verlassen haben immernoch an die zeit-räumliche Begrenzung gefesselt sind, der wie derzeit unterliegen - unter Umständen sind wir das aber nicht und haben die Möglichkeit unser Leben multidimensional zu reflektieren, was uns derart tiefe Einsichten bringt, dass es gar nicht nötig wäre irgendein Karma abzubauen.
Für manche drängt sich dann aber womöglich die Angst auf, dass es dann irgendwo an Gerechtigkeit fehlt, wenn es kein Karma oder keine Hölle oder sonst irgendeine Form von Strafe (ob nun unter dem Deckmänelchen des "Ausgleichs" oder anders) gibt. Der Gedanke an eine Gerechtigkeit treibt die Menschen dazu an an sowas fest zu halten. Warum auch nicht, wem es gefällt.
Ich mag den Karmagedanken ausschließlich als praktisch-psychologische Betrachtung diesseitiger Vorgänge. Alles, was ich in diesem Leben sähe ernte ich in irgendeiner Form direkt. Ein Mord macht nie glücklich - man erntet direkt, was man gesäht hat. Gleichzeitig ist dieses Gesetz ein Segen, wenn man weiß, dass man auch andere Saaten ausbringen und fördern kann und dass es nicht von irgendeinem Zufall abhängt, was Blüten treibt und was nicht.
Strafe-Gedanken und den Ruf nach einer "Gerechtigkeit" lehne ich ab, das fördert nur Opfermentalitäten.
Grüße Shuichi
Geändert von Shuichi (28.01.2011 um 10:06 Uhr)
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28.01.2011, 11:16
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Karma- Ewiger Verbrechenskreislauf?! Beitrag #5 (permalink)
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सच्चिदानन्द
Sternzeichen:
Registriert seit: 31.05.2007
Ort: नन्दन
Alter: 36
Beiträge: 4.517
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Zitat:
Zitat von Shuichi
sondern beruht auf einer freiwilligen Wahl der Seele (Aufgabenstellung, die man sich mitnimmt).
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weißt Du was mir da zu spontan einfällt?(also ich bin ja auch dergleichen meinung wie Du....aber>)
Eckhart Tolle.
was schrieb er doch?
bewußt wahnsinn zu wählen wäre irrsinn(oder so ähnlich war es doch oder?)^^
hm.
was meinst Du dazu?
Geändert von Fjörgyn (28.01.2011 um 11:19 Uhr)
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28.01.2011, 11:40
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Karma- Ewiger Verbrechenskreislauf?! Beitrag #6 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 21.06.2010
Ort: Bochum
Alter: 48
Beiträge: 180
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Man kann Karma von verschiedenen Seiten aufdröseln und erklären. Diese Vielschichtigkeit macht es schwer, solche Fragen wie deine, Nostrad, konkret auf den Punkt zu beantworten. Jede mögliche Antwort ist nur ein Teilausschnitt des Ganzen. Über Karma sind schon dicke Bücher geschrieben worden, und jeder Schreiber bringt zwangsläufig seine persönliche Färbung da mit rein.
Ein gewisser Ausgleichs"zwang" oder -"sog" existiert m.E. tatsächlich. Ein gutes Beispiel dafür ist Stalking und die damit oft verbundenen Gewalttaten. Stalker sind m.E. Leute, die im früheren Leben durch magische Beeinflussung zum Zwangs-Partner und persönlichen Eigentum gemacht wurden. Im späteren Leben kehrt sich das Verhältnis dann um, und plötzlich hat der frühere Unterdrücker einen Menschen an sich kleben, der ihm das eigene "du gehörst mir"-Denken auf grausame Weise wiederspiegelt. Insoweit stecken beide Seiten in ihrem selbstgeschaffenen "Sog", der sie scheinbar zu ihren Lebensumständen zwingt. Es ist aber letztlich immer eine eigene Entscheidung, ob man dem Sog nachgibt oder ihn sogar als Anlaß zum Erwachen nimmt !
Insofern ist da schon ein gewisser Automatismus drin, der aber nur solange Automatismus bleibt, wie man selbst es zuläßt.
Zitat:
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Das würde ja bedeuten, dass es in Ordnung ist, wenn Menschen anderen schlimme Dinge antun, weil sie dadurch eventuell nur das Karmagesetz erfüllen, weil das "Opfer" vielleicht in früheren Leben das gleiche verbrochen hat?!
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Ganz sicher ist es nicht in Ordnung. Jeder hat die Verantwortlichkeit wie auch die Aufgabe, diesen Kreislauf zu durchbrechen. Aufpassen muß man darauf, daß das Karmaprinzip nicht als Freibrief und Rechtfertigung für Nazis und anderes Gesockse verstanden wird. Das ist leider ein häufiges Mißverständnis, sowohl von Seiten rechts eingestellter Leute als auch von Seiten derjenigen, die Rechtsströmungen bekämpfen. Ein Land mit karmisch begründeten Kastengesetzen ist für mich persönlich schon eins zuviel in dieser Welt; so schlimm auch die derzeitige Ignoranz gegenüber spirituellen Zusammenhängen ist, einen "karmischen Gottesstaat" fände ich noch schlimmer.
Wer das Karmaprinzip als Rechtfertigung für Verbrechen verwendet, zeigt damit eigentlich aber auch nur, daß er was Entscheidendes nicht verstanden hat.
Das Karma-Modell des "einfachen Hin und Her"  ist im übrigen nicht mehr als ein naives Basismodell. Die realen Zusammenhänge sind ungleich komplexer. Ein Modell, das der Realität etwas näher kommt, ist, daß eine Seele - einmal eine Groß"tat" begeht,
- sich als Selbstvergeltung dafür in eine lange Kette von Opferleben verstrickt
- aus dieser Opferschiene immer wieder mal als Täter ausbricht
- sich sowohl aus Opferleben wie auch aus Täterleben neue "Unter-Muster" erschafft, in denen sie dann über lange Zeit gefangen bleibt
- und sich mit alldem nur noch tiefer in die Verstrickungssch**** reitet.
Die o.g. "Großtat" oder "Mammutschuld" muß durchaus nicht auf der Erde gewesen sein. Das Vernichten von Planeten und deren Bevölkerung vor Jahrmillionen im außerirdischen Bereich ist ein durchaus möglicher Background....
Manchmal ist der Verlauf auch umgekehrt: Da kommt eine Seele aus der Einheit, denkt sich "ich will was erleben", und schwupp, ist sie im nächstbesten Geschehen drin, in dem was los ist - und in dem sie Opfer ist, denn diese Art von "Stellenausschreibungen" sind nun mal häufiger als die der Täter oder der Glückspilze. Nach dieser Erfahrung steckt sie voll drin in der Opfer-Rolle, schwört Rache - und im nächsten Leben startet sie dann ihr Unterdrücker-Karma.
Man kann jedenfalls bezüglich der Täter-Opfer-Relation nicht von einem 1:1-Verhältnis ausgehen. Modelle wie der "Goldene Schnitt" oder die "Pareto-Regel" zeigen, daß ein gewisses Maß an Ungleichgewicht und Asymmetrie zu unserer dualen Welt dazugehören. Das spiegelt sich auch im Karma wieder.
Letztlich bleibt uns die Natur des Ganzen unverständlich, solange wir uns aus einer Opferperspektive heraus mit Karma auseinandersetzen und verzweifelt darin Gerechtigkeit suchen. Dann sehen wir zwangsläufig Strafe darin. Von höheren Warten aus betrachtet fällt die Verzweiflung weg, und übrig bleibt ein SPIEL. Man könnte sagen, wir sind unsere eigenen Spielfiguren in diesem Spiel.
Wir sind eigentlich Schauspieler, die alle paar Jahre eine neue Rolle annehmen, die oft große Ähnlichkeit mit den vorangegangenen hat (man lese Walter Semkiws Bücher + Website), mindestens aber den gleichen roten Themenfaden aufweist. Und die meisten von uns gehen so in ihren Rollen auf, daß sie darin absolut echt leiden und die Erkenntnis, nur ein Schauspieler zu sein, brüsk von sich weisen. Das gilt für Opfer wie für Täter.
Zitat:
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Ich denke, die Sache mit dem sogenannten jenseitigem Karma ist kein Gesetz sondern beruht auf einer freiwilligen Wahl der Seele (Aufgabenstellung, die man sich mitnimmt).
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Dem würde ich zustimmen, wobei man letztlich auf höherer Ebene zwischen freiwilliger Wahl und Gesetzmäßigkeit nicht mehr wirklich unterscheiden kann. Ich hab´s mal vor Jahren so formuliert: "Das Bewußtsein der Einheit erzwingt die freiwillige Entscheidung zum Ausgleich". Die Seele kann gar nicht anders als sich für einen Ausgleich zu entscheiden. Das ist vielleicht vergleichbar einem Stromfluß, der nach Erdung sucht. Ungleichgewicht will ins Gleichgewicht. Wie das Ausbalancieren konkret aussieht, hängt von vielen Faktoren ab, vor allem aber vom Entwicklungsstand der Seele. Man kann sagen, je unentwickelter eine Seele, desto mehr tendiert sie zu Selbstbestrafung und Büßen. Je weiter sich das Differenzierungsvermögen der Seele ausbildet, desto wahrscheinlicher wird es, daß statt Selbstbestrafung Entwicklungsentscheidungen ins Spiel kommen. Mag sich eine unerfahrene Seele nach einem Leben mit Mord und Totschlag noch dazu verurteilen, selbst zum Opfer werden zu müssen, so wird eine entwickeltere Seele erstens nicht mehr in so heftige Täterrollen reinkommen und aus eigenen disharmonischen Taten, wenn sie geschehen, bessere Schlußfolgerungen ziehen.
Insgesamt geht es beim Karma weniger um die konkreten Situationen, in die man andere bringt, sondern um das innere Erleben und die Gefühle. Ein Mord könnte also vielleicht auch dadurch "ausbalanciert" werden, indem man Situationen des psychischen Sterbens erlebt - das wäre eine Möglichkeit.
Des weiteren spielt beim Karma die Absicht hinter einer Tat eine ganz wesentliche Rolle. Je übler die Absicht, je von sich selbst und seinem Tun überzeugter, je mehr der Täter die Tat auch noch genießt, desto größer werden die karmischen Folgen sein.
Zitat:
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Vor allem wird dabei davon ausgegangen, dass sobald wir den Körper verlassen haben immernoch an die zeit-räumliche Begrenzung gefesselt sind, der wie derzeit unterliegen - unter Umständen sind wir das aber nicht und haben die Möglichkeit unser Leben multidimensional zu reflektieren, was uns derart tiefe Einsichten bringt, dass es gar nicht nötig wäre irgendein Karma abzubauen.
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Bei den meisten dürfte wohl beides vorhanden sein. Ich erlebe es in Rückführungen immer wieder, daß Leute nach dem Tod erstmal noch lange auf der irdidschen bzw. materiellen Ebene bleiben. Solange sie dort sind, unterliegen sie den Gesetzen von Zeit und Raum und haben noch ihre alte Persönlichkeit, und die ist in der Regel nicht gerade von Einsichtsfähigkeit geprägt, sondern von Unverständnis, Schock, Trauer, Rache, Selbsthaß (wobei man hier natürlich berücksichtigen muß, daß das Eindrücke aus Rückführungen sind, die meistens Leben als Verbrecher / Verbrechensopfer / Opfer von Natureinflüssen wiedergeben).
Zitat:
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Ich mag den Karmagedanken ausschließlich als praktisch-psychologische Betrachtung diesseitiger Vorgänge.
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Sehe ich persönlich ähnlich, ich verwende das Karmaprinzip vor allem als Werkzeug zum Reinkarnations-"Profiling". Eine Reinkarnations-Analyse hat tatsächlich oft mehr was von Profiling (im kriminalpsychologischen Sinne) an sich als von "Therapie". Sobald man den im Unterbewußtsein abgespeicherten früheren Täter konfrontiert und verstanden hat, erübrigen sich Schuldgefühle und alles, was daraus an Problemen entsteht.
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29.01.2011, 12:23
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Karma- Ewiger Verbrechenskreislauf?! Beitrag #7 (permalink)
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Ursache
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Auch die Geschichten hinter Karma, so schön sie im Vergleich zum Höllegedanken ...
... sind Geschichten, die wir uns nicht grundlos erzählen und die eine Bedeutung haben, die über die bloße Geschichte hinaus geht.
Zitat:
Zitat von Fjörgyn
weißt Du was mir da zu spontan einfällt?(also ich bin ja auch dergleichen meinung wie Du....aber>)
Eckhart Tolle.
was schrieb er doch?
bewußt wahnsinn zu wählen wäre irrsinn(oder so ähnlich war es doch oder?)^^
hm.
was meinst Du dazu?
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Ich denke ja, dass die ersten 20 Jahre (in abnehmender Intensität) die Prägungen und Muster in uns reinbringen, bei deren Auflösung wir spezifische Sachen über uns selbst erfahren. Das könnte man jetzt einen "Sinn des Lebens" nennen, wenn man mag. Dieser Mechanismus funktioniert natürlich auch ohne so eine Benennung. 
Entweder man nimmmt an dass diese Prägungen und Muster eben zufällig entstehen oder man nimmt an, dass man sie in irgendeiner Form gewählt hat. Zweitere Annahme bringt mich in die Verantwortung und deswegen wähle ich immernoch diese. Von da aus ist es nicht weit zum Gedanken, dass wir das vor der Inkarnation als Seele entschieden haben.
Ich denke aber nicht, dass wir Irrsinn wählen sondern bestimmte Gefühle und Erfahrungen - daraus kann aber leicht Irrsinn werden bzw. wir nennen das dann so, weil es eben verrückt erscheint aus unserer Perspektive.
Mir persönlich steckt hier bei @ PotiCoach immernoch der Strafe und Vegeltungsgedanke zu stark mit drin - auch wenn er verdeckt ist hinter den Worten Ausgleich, Gleichgewicht wiederherstellen ...
Wenn man sich entscheidet bestimmte Erfahrungen zu machen und diese Erfahrungen extreme Situationen brauchen, dann muss es auch jemanden geben, der diese Situation ermöglicht. Irgendjemand muss den Job übernehmen, aber muss derjenige deswegen bestraft werden und das dann wieder abarbeiten.
Walsch hat das in seiner Kurzgeschichte über die kleine Seele schön beschrieben. Die Seele wollte eine Erfahrung von Verzeihen machen - dafür musste es aber eine andere Seele geben, die diese Erfahrung ermöglicht und der ersten Seele also irgendwas antut.
Ich denke das Problem ist, dass wir von hier auf dort schließen. Weil wie hier das Gefühl haben, dass es Ungerechtigkeiten gibt und es oft als richtig empfinden, wenn Ungerechtigkeiten gesühnt werden. (Sowas erlebt man ja schon als Kind im Kindergarten usw.) nehmen wir an, dass das ebenso auch auf Seelenebene laufen müsste. Ich denke dabei verkennt man unser spirituelles Wesen und reduziert es auf eine beengende Vorstellung.
Wenn uns etwas angetan wird und wir auf dem Weg der Heilung/Selbsterkenntnis tatsächlich Verzeihen und Vergeben¹ können, dann gibt es da nichts mehr auszugleichen, den Ausgleich haben wir geschaffen. Der, der uns etwas angetan hat muss nun mit sich selbst ins Reine kommen. - Der Weg dahin, selbst Opfer zu werden, wird zwar gewählt (auch schon im Leben, nicht erst danach), ist aber keine Zwang - der andere Weg zur Selbstliebe und Akzeptanz steht auch offen und wenn zwei Menschen das innerhalb eines Lebens schaffen, dann bedarf es keines Ausgleichs mehr.
Schafft es einer nicht, dann brauch es auch kein Ausgleich, sondern es entsteht allerhöchstens der Wunsch mit dem gleichen Mangel an Selbstliebe wieder einzusteigen und wieder zu wachsen. Vielleicht ist die letzte Inkarnation auch eine Ermöglichungsinkarnation gewesen (um einem anderen Erfahrung zu ermöglichen), dann gibt es auch nicht unbedingt den Wunsch mit dem gleichen Mangel an Selbstliebe nochmal zu inkarnieren.
Okay, aber da Reinkarnation nichts bewiesenes ist (auch wenn es sog. Erinnerungen und die Reinkarnationstherapie gibt (die auch nichts beweisen, nur die Möglichkeit bieten damit seinen Glauben zu stärken)) sag ich mal abschließend, warum ich hier schreibe.
Mich interessiert das Thema, weil es eben oft die Einstellung zum leben wiederspiegelt. Das verlangen nach Strafe und Gerechtigkeit, oder schöner formuliert nach Ausgleich und Gleichgewicht bei angetanem Leid steckt eben in uns drin und ob sich das nun durch ein Glaube an Karma oder an die Hölle ausdrückt ist egal. Indem Moment wo wir diese Gedanken glauben sind wir leider einen Schritt weiter weg davon uns selbst zu verzeihen und zurück in die Liebe zu kommen. Wir gönnen uns das nicht, weil es da noch etwas zu sühnen/auszugleichen gibt. Wir sind nicht die, die uns selbst Gnade gewähren und doch wünschen wir Gnade zu bekommen um so frei zu werden.
Es wäre ein Schritt auch anderen Gnade zu gewähren und das geht nur, wenn man annimmt, dass es eben keinen Ausgleich, keine Strafe, kein "Gerechtigkeit wiederherstellen", keine Hölle braucht.
Grüße Shuichi
¹ Vergebung hat Betz so schön definiert mit "...einen Irrtum eingestehen..."
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29.01.2011, 13:00
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Karma- Ewiger Verbrechenskreislauf?! Beitrag #8 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 06.03.2009
Beiträge: 940
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Zitat:
Zitat von Nostrad
Angenommen Person 1 bringt Person 2 in diesem Leben um. Dadurch entsteht negatives Karma für die Seele von Person 1.
Um dieses abzubauen muss Person 1 in einem späteren Leben die gleiche Erfahrung durchmachen, wenn ich das richtig verstanden habe.
Bedeutet das nicht automatisch, dass entweder die Seele von Person 2 oder eine andere Seele zum Mörder werden muss, damit die Seele von Person 1 Karma auflösen kann?
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Nein! Erstens muss Person 1 nicht exakt die gleiche Erfahrung machen und schon gar nicht von der gleichen Person, also in diesem Fall von Person 2. Wie du schon selbst sagtest, kann das Verbrechen Mord durch x-beliebiges anderes ersetzt werden. Es kann z. B. sein, dass Person 1 im nächsten Leben, wenn nicht schon sogar in diesem jetzigen Leben, durch einen Autounfall ums Leben kommt, oder von einem Hochhaus stürzt. Oder im nächsten als behinderter auf die Welt kommt, vielleicht sogar als Kind einer bitteren armen Familie die in den Slums lebt.
Was jedoch feststeht, ist, dass die Karma-Wirkung die gleiche Intensität haben muss. Jede Handlung erzeugt eine bestimmte Energie. Diese kommt mit gleicher Intensität zum Erzeuger zurück.
Es gibt aber auch Ausnahmen. Ich kenne es vom Hinduismus so, dass, wenn man erkannt hat, dass man das was man gemacht hat, total falsch war und seine Tat bereut, sich das Karma dann auflöst.
Es gibt aber nicht nur negatives, sondern auch positives Karma.
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