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01.12.2010, 11:24
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Wer im Forum kennt sich mit dem Thema inkarnation gut aus?? Beitrag #1 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 01.12.2010
Alter: 26
Beiträge: 102
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Wer im Forum kennt sich mit dem Thema inkarnation gut aus??
Sorry, dass ich noch ein Thema poste, aber ich habe das dringende Bedürfniss jemanden zu fragen, der sich mit dem Thema auskennt. Denn spekulieren tue ich leider eine ganze Weile selbst, das bringt mich nicht weiter.
Mein gepostetes Thema war: Fehlgeburten, warum?
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01.12.2010, 14:18
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Wer im Forum kennt sich mit dem Thema inkarnation gut aus?? Beitrag #2 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 21.05.2009
Ort: Wildeshausen
Alter: 41
Beiträge: 637
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Hallo Doren!
Ich kenne mich mit dem Thema Inkarnation gut aus, die Frage ist aber zum einen ob Dir dieses auskennen gefällt weil es vielleicht nicht Deinen Erwartungen entspricht und zum anderen bleibt die Frage: Was soll es Dir bringen?
Ich habe Deinen anderen Thread gelesen und da ich sowohl ein Mann bin als auch noch keine Frau hatte die ein Kind verloren hat kann ich Deine Gefühle natürlich nicht nachfühlen. Ich habe Frauen erlebt die Kinder verloren haben und ich weiß um den Schmerz der aufkommt, wenn man sein eigen Fleisch und Blut verliert. Ich will mich aber als jemand der sich bewusst von seinem Vater trennen nicht mit Dir und Deinem Schmerz vergleichen.
Meine Arbeit besteht nicht darin, Inkarnationen zu erklären oder aber Menschen etwas über ihre alten Leben zu erklären. Meine Arbeit besteht darin, Menschen zu heilen. Das Thema Inkarnation oder alte Leben entsteht irgendwann auf dem Weg der Heilung von ganz alleine, allerdings nutzen es die meisten viel zu früh und dadurch wird es total zweckendfremdet...
Alle Thesen die auf Reinkarnation und Karma basieren haben etwas mit Entlastung und Macht zu tun. Macht dahingehend sich auf bestimmte Dinge zu konzentrieren, Entlastung dahingehend, bestimmte Gefühle nicht zu spüren sondern sie im Ordner "Lebensaufgabe" abzuheften. Und genau das ist es nicht...
Ich bin inwischen in Foren davon ab, Themen konkreter anzugehen weil ich immer wieder feststellen musste, dass dies einfach nicht möglich ist. Würdest Du in meinem Behandlungsraum liegen wäre es ganz einfach zu klären.
Was ich Dir über die Entfernung einfach empfehle ist, Deinen Schmerz nach draußen zu bringen. Geh' in die Gefühle die aufkommen und lasse ALLE Gedanken zu die aufkommen, denn sie haben ihren Grund. Es macht für das Gefühl keinen Unterschied ob Du im Kopf weißt das Dich keine Schuld trifft. Die Schuld in Dir fühlst Du. Lass sie zu so tief Du kannst und lasse Dich überraschen was dahinter kommt. Fast alle brechen diese Dinge ab und machen damit alles weitere unmöglich. Diese Gefühle und Gedanken sind ein Teil des Weges der für unsere innere Heilung nötig ist. Wenn Du einen guten Kontakt zu Deinen Gefühlen hast, beobachte, wie Du unterschiedliche Stadien durchläufst verbunden mit neuen Gedanken und ebenso der Unmöglichkeit, das alte Gefühl zu spüren.
Ganz große Bereiche in uns sind genau die, die Du angesprochen hast. Du fühlst Schuld aber Du willst diese Schuld nicht zulassen. Trotzdem ist sie da. Dieser Bereich lautet "ich habe alles unter Kontrolle". Dort erwarten wir von uns, diese Dinge irgendwie lösen zu können, dem Gefühl ausweichen können. Danach kommt "ich will nicht fühlen" und Du wirst die Schuld noch deutlicher spüren. Danach kommt "ich kann nicht mehr (Resignation)". Und dann noch ein Stück und Du akzeptierst die Schuld (die Du nicht hast) als ein Gefühl in Dir welches da war. Und dann erst kannst Du schauen, was da noch berührt wird. So ist der Weg.
Dieses bringt mehr als sich Gedanken über den Sinn von Inkarnationen zu machen. Warum diese Dinge geschehen sind erkennt man zu einem späteren Zeitpunkt. Aber zuerst muss man "ans Kreuz". So ist unser Weg.
Ich wünsche Dir alles gute
Andreas
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01.12.2010, 18:32
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Wer im Forum kennt sich mit dem Thema inkarnation gut aus?? Beitrag #3 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 01.12.2010
Alter: 26
Beiträge: 102
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Hallo Andreas,
vielen Dank für deine Antwort.
Ich kenne das von meinem Partner, das er nicht weiß und niemals (zumindest in diesem Leben) wissen wird, was es bedeutet ein Kind in sich zu spüren und dann abschied nehmen zu müssen.
Ich habe Verständnis dafür.
Ich habe in mich gespürt und ja, es war mehr als Trauer da. Die Schuld spricht für meine Mutter.
Ich habe Posttraumatische Belastungsstörungen. Das meiste habe ich bewälltigen können. Aber meine Mutter ist immernoch ein riesen Problem für mich.
Ich habe oft ihre Stimme im Kopf, wie sie schreit: "Wenn du mal selber Kinder hast, dann wirst du mich vertehen!"
Ja, ich habe Angst davor, wie sie zu werden. Ich habe Angst, meine eigenen Kinder krank zu machen.
Auch wenn der erwachsene Teil in mir heute weiß, dass ich nicht so bin und nicht so werden werde und ich wenn ich anfangen sollte, so zu werden ich dies ändern würde.
Ich liebe Kinder. Ihnen zu helfen bereichert mein Leben. Es ist genau das, was ich schon immer machen wollte.
Meine Mutter werde ich niemals verstehen, denn jeder hat die Macht zumindest Hilfe aufzusuchen. Die Frage ist nur, ob man Hilfe möchte oder sich einfach nur bemitleiden und nichts ändern möchte.
Vielleicht klingt das hart, ich bin eher sehr mitfühlend und sensibel.
Sie hat mir die Verantwortung für ihr Leben gegeben, obwohl ich noch ein Kind war. Die Rollen wurden sozusagen vertauscht: ich war die Mama, sie das Kind.
Irgendwann wurde ich älter und habe bemerkt, das nicht mit mir etwas nicht stimmt, sondern mit ihr.
Die Moral der Geschichte ist, das ich heute den Kontakt vollständig abgebrochen habe, nachdem ich viele Versuche unternommen habe ihr zu helfen. Ich muss akzeptieren dass sie so ist wie sie ist und kann nur mich selber ändern. Deshalb habe ich ihr verzeiht und ihr von Herzen alles Gute gewünscht habe (das habe ich wirklich so gemeint).
Es war die schwerste Entscheidung meines Lebens.
Nächste Woche werde ich mit meiner Therapeutin innere "Fäden" durchtrennen, die mich noch mit ihr verbinden.
Es belastet mich sehr, dass ich das Baby willkommen heiße und danach wieder fort schicke. Das ist einfach nicht okay.
Grüße
Doren
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01.12.2010, 19:10
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Wer im Forum kennt sich mit dem Thema inkarnation gut aus?? Beitrag #4 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 21.05.2009
Ort: Wildeshausen
Alter: 41
Beiträge: 637
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Hallo Doren!
Vielen Dank für Deinen ausführlichen Text. Ich könnte mir vorstellen das Du nebenan diese Dinge auch schon geschrieben hast. Danke für Deine Geduld, es hier nochmal zu schreiben, zumal es auch nicht nur zwei Sätze waren.
Wie Du vielleicht selbst merkst ist noch ganz viel in Dir was zu heilen ist und all' das spekulieren über Inkarnation wird Dich in keinster Weise davon erlösen. Eben darum habe ich dazu auch weiter nichts geschrieben.
Ich wünsche Dir viel Erfolg mit Deiner Begleitung und möchte dennoch etwas nachdenklich hinzufügen das ich hoffe, dass sie weiß was sie tut. Ich persönlich sehe da aus meiner Perspektive einige Dinge anders, aber dies soll auch einfach als Randbemerkung hier stehen bleiben.
Ich freue mich für Dich das Du Hilfe in Anspruch nimmst und Dich in diesen Dingen unterstützen lässt und das Du im Gegensatz zu vielen anderen nicht mehr bereit bist, Deine Mutter in Schutz zu nehmen. Damit hast Du einen der schwierigsten Schritte hinter Dir. Glückwunsch! 
Alles Liebe
Andreas
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01.12.2010, 20:04
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Wer im Forum kennt sich mit dem Thema inkarnation gut aus?? Beitrag #5 (permalink)
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Buddhistin
Registriert seit: 23.07.2010
Beiträge: 261
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Es ist so, es gibt bei der Inkarnation teilweise Probleme. Es existieren Wesenheiten wie z.B Deva, höher entwickelte Wesen, die aber nicht erleuchtet sind, oder zumindest nicht in dem gewünschten Maße. Um das zu erreichen müssen sie so zu sagen einen Schritt zurück gehen und als Mensch wiedergeboren werden, denn nur als Mensch kann man sich weiter entwickeln, meditieren. Solche Wesenheiten haben es allerdings schwer einen Körper zu bekommen, oder sonstige höher enwickelte Personen/Wesen. So kann es eben zu Fehlgeburten kommen. Bei solch Leuten wie dem Dalai Lama, dem Karmapa oder Rinpoche sieht die Sache wieder anders aus, die befinden sich auf einem ganz anderen Level.
Das ist eine Möglichkeit. Bei der Wiedergeburt spielt das Karma eine große Rolle. Es kann genauso gut sein, das die Person vorher nicht genügend gutes Karma angehäuft hat um als Mensch zu leben. Man kann in einem gewissen Maße beeinflussen wer die Eltern von einem sind, wie die Zukunft aussieht, was für Aufgaben im Leben zu bewältigen sind. Man ist für alles selbst verantwortlich, was aber nicht heißt das man unbedingt die Wahl hat, denn das Karma ist ja auch noch da. Wieder so eine typische schwammige Buddhistenantwort  Kein ja, kein nein
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01.12.2010, 20:24
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Wer im Forum kennt sich mit dem Thema inkarnation gut aus?? Beitrag #6 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 01.12.2010
Alter: 26
Beiträge: 102
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@Andreas:
ich werde mir darüber Gedanken machen und mich darüber Informieren. Danke 
@Satori:
Ich weiß nicht, aber wenn ich so manche Beiträge lese, bringe ich mit Karma etwas schlechtes in Verbindung, aus dem man sich kaum lösen kann.
Für mich persönlich heißt Karma nichts anderes als Blockaden, mit denen man sich nicht auseinander setzt und man immer wieder mit ihnen in Konfrontation gerät bis man sich eines Tages des weg laufens leid ist und hin schaut.
Natürlich kann ich nur von meiner eigenen Erfahrung berichten.
So hatte ich diese Idee, vielleicht hat die Kinderseele so ein "Problem".
Aber ich denke, heute verstehe ich wo die FG herrühren könnten..
LG&schönen Abend Euch
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01.12.2010, 21:04
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Wer im Forum kennt sich mit dem Thema inkarnation gut aus?? Beitrag #7 (permalink)
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Buddhistin
Registriert seit: 23.07.2010
Beiträge: 261
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Man kann sich von dem Karma lösen, das ist das schöne, wenn man ein Mensch ist. Man ist vollkommen für sein Karma selbstverantwortlich, jeder Gedanke alles verursacht Karma, ist karmisch bedingt, kann man selber beeinflussen. Man ist dem nicht "ausgeliefert", man kann sich aktiv darum kümmern, das sollte man sogar. Der einzige Ort an dem man frei von Karma ist, ist Shamballa
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