Ich (30) muß folgende Geschichte loswerden.
Vor ca. 3 Woche ist meine Oma (88) verstorben. Sie war mir näher als meine Mutter und ich habe sie die letzten 5 Jahre zu Hause gepflegt, weil sie stark dement war. Ich habe fast auf alles verzichtet, um ihr das zurückzugeben, was sie mir in meiner Kindheit an Liebe etc. geschenkt hat.
Nur die letzten 4 Monate hat sie gegen meinen Willen in einem Pflegeheim zugebracht, welches zwar einen guten Ruf hat, aber sie eigentlich ziemlich mies behandelt hat und so auch ihren Tod meiner Meinung nach mitverschuldet hat.
Vor ca. 6 Monaten hatte ich wohl einen prophetischen Traum. Ich träume immer wieder Sachen, die Jahre später genau wie bei einem Deja Vu eintreffen und die ich gar nicht wissen kann. Ich träumte, ich bin in meiner Wohnung verfolge die Lotto Ziehung und habe 5 oder 6 Zahlen richtig. Irgendwie weiß ich in dem Traum, dass meine Oma gestorben ist. Ich kann den Zusammenhang nicht mehr genau rekonstruieren. Auf jeden Fall habe ich damals sofort einigen Freunden und meiner Mutter von diesem Traum erzählt.
Ende September traf der Lotto Teil des Traums genauso ein. Ich fuhr nicht wie üblich in der Wohnung meiner Oma vorbei, sondern direkt zu mir und habe die Lottoziehung live verfolgt und "nur" 5 richtige gehabt. Das sind in Österreich ca. 1000 EUR. Ich freute mich kurz als mich die Erinnerung an meinen Traum wie einen Blitz traf...ich rief meine Mutter an und auch sie war besorgt, weil ich ihr ja von diesem Traum ezählt habe.
Schon seit Wochen habe ich versucht meine Mutter zu überreden die Oma wieder zu Hause zu pflegen, aber bisher ohne Erfolg. In den kommenden Tagen gings meiner Oma immer schlechter und auch meine Mutter sah nun ein, dass es so nicht weitergehen kann.
Genau eine Woche nach der Lottosache haben wir Schritte unternommen sie wieder nach Hause nehmen, doch ein schwerer Schlaganfall brachte meine Oma auf die Stroke Unit, wo sie 3 Tage auf der Intensiv lag bis sie auf der normalen Neuro mit Schmerzmitteln vollgepumpt sterben durfte.
Ich warte seither mehr oder weniger auf ein Zeichen von Ihr bzw weiß nicht, ob ich sogar einige hatte. Ich bilde mir ein zum Zeitpunkt ihres Todes im Halbschlaf das Gefühl einer halbseitigen Lähmung gehabt zu haben, aber ich glaube eher das war Einbildung.
Was aber passiert ist und was ich nicht geträumt habe war folgendes. Ich habe 2 Tage nacht dem Tod in Omas Wohnung übernachtet und werde ca. gegen 5:30 von einem Klopfen an der Tür geweckt. Rythmisch und normal, nur leiser...irgendwie mit halber Kraft...ich habe mich nicht getraut die Türe zu öffnen, am Gang war kein Licht.
Was meint ihr?
Was ich vergessen habe: meine Oma starb um 23:49. Hat also mit der Uhrzeit keinerlei Verbindung.
Natürlich wird man hellhörig und sieht Dinge, die nichts bedeuten. In der Nacht vom 1 auf den 2.November, spüre ich plötzlich etwas sehr kaltes an meiner Hand und erwache. Ich bin aber sicher, dass es nur das kalte Bett war, weil das Fenster offen war, wenngleich ich diese kalte Stelle nicht mehr finden konnte...
Wir haben meine Oma einäschern lassen und sie wird auf meinem Kamin ruhen...
Was mein ihr?