In der ersten Zeit nach dem Tode durchschreitet der Verstorbene das
Kamaloka. Dabei hilft es ihm, wenn seine lebenden Angehörigen an ihn denken und für ihn beten (z.B. werden deshalb in der katholischen Kirche Messen für Verstorbene gelesen). Unsere liebevollen Gedanken erhellen den geistigen Raum, der den Verstorbenen umgibt („… und das ewige Licht leuchte ihm/ihr.“). Das spendet Kraft und Orientierung.
Wenn wir mit einem Verstorbenen in einen bewussten direkten Kontakt treten wollen, können wir uns den Verstorbenen vorstellen, wie er zu Lebzeiten ausgesehen hat, so detailgetreu wie möglich, mit allen möglichen Eigenarten, typischen Gesten etc. Und dabei können wir ihm unsere Gedanken und Gebete von Angesicht zu Angesicht mitteilen.
Dazu brauchen wir nichts, als unsere Liebe. Wir können unser inneres Vorgehen aber auch durch ein rituelles im äußeren ergänzen. Wir können uns z.B. eine häusliche Gedenkstätte einrichten, mit einem Foto des Verstorbenen, mit einer Kerze, die für ihn entzündet wird, und weiteren Gegenständen, die zum Verstorbenen und unserem eigenen Empfinden passen, z.B. eine Blume, ein Räucherstäbchen etc.
An diesem Platz können wir uns begeben, die Kerze entzünden und in beschriebener Weise mit dem Verstorbenen in Kontakt treten. Zum Einstieg können wir z.B. ein Vater Unser beten. Wenn wir unser Gedenken zum Abschluss gebracht haben, sollte die Kerze entweder ganz abbrennen, oder - wenn das nicht möglich ist – gelöscht werden (Nicht auspusten!) und zu einem späteren Zeitpunkt ganz abbrennen.
Liebe Grüße
Nielda