Hallo Ihr Lieben.
Ich habe jetzt sehr lange gebraucht um endlich mal hier etwas zu posten, das mich schon lange bedrückt.
Im März 2010 ist meine Mama mit 49 Jahren an Krebs gestorben. In dem harten Jahr, in dem wir dagegen ankämpften, ist unsere Bindung wesentlich intensiver geworden.
Sie hat immer daran geglaubt, dass es mehr auf der Welt gibt, als die Wissenschaft beweisen kann. Ich dagegen habe immer Beweise gebraucht.
Nunja, jetzt sieht die Sache ganz anders aus:
Direkt in der ersten Nacht nach ihrem Tod (ich war bei ihr und hielt mit ihrem Freund ihre Hände) war durchgehend eine kleine, dicke Spinne in meiner Nähe.
Zuerst ekelte ich mich, aber ich konnte sie einfach nicht entfernen, egal ob töten oder raustragen, irgendwas in mir hat mich daran gehindert. Sie berührte mich auch nie, kam immer nur bis kurz vor meine Füße und verfolgte mich regelrecht, denn ich wechselte die Nacht ständig den Platz im Wohnzimmer.
Diese Spinne, auf jeden Fall sah sie genauso aus, begegnete mir eine Woche später 50 km weiter bei Freunden, die mich entsetzt ansahen, als ich mich für das kleine Ding einsetzte.
Kurz vorm Rosenkranzgebet geschah das, für mich, Unmögliche. Ich lag auf der Couch um zu ruhen, nachdem ich wieder geweint hatte und plötzlich merkte ich, wie mich eine sehr warme hand streichelte, so wie es meine Mutter getan hätte. Ich öffnete prompt die Augen, aber es war niemand im Zimmer, der nächste Gedanke war, dass es Sonnenstrahlen sein könnten, aber die Rolläden waren heruntergelassen. Dieses Ereignis fand noch sehr oft statt. Besonders, und bitte verurteilt mich nicht, wenn ich weinend Auto fuhr und wirklich überlegte gegen irgendeinen Baum zu fahren, da spürte ich, dass mich jemand am Handgelenk hielt.
Bei der Beerdigung folgte ein Geschehnis dem anderen, das habe ich auch von vielen Bestätigt bekommen. In der Schweigeminute rauchste ein plötzlicher Windstoß durch die Menschenmenge, zu uns ins Leichenhaus und wieder zurück, als der Pastor sagte, dass jetzt die Seele in den Himmel hochseige geschah dasselbige.In der Kirche blieb wieder ein Käfer stets in meiner Nähe auf der Vorderbank und er war von Sonnenstrahlen umgeben, sodass er golden glänzte, alles andere in der Kirche war schattig.
Und von den Träumen will ich gar nicht erst groß anfangen. Die belasten mich immer wieder.
Heute morgen, wachte ich weinend auf, weil ich sie tröstete als sie nur geweint hatte.
Ich habe auch mit Therapeuten gesprochen, sie helfen schon, aber manchmal erzählen sie auch wirklich Schwachsinn, der mich nur beruhigen soll. Dinge wie was meine Mutter für mich wollte, dabei kannten die sie nicht. Bei der Traumdeutung haben sie mir öfter geholfen, aber ich habe das Gefühl, dass die Träume unterschiedlich sind. Bei manchen glaube ich auch, dass es was mit der Verarbeitung zu tun hat, aber...
Ich weiß nicht, ob das hier überhaupt hingehört, aber vielleicht hat ja der ein oder andere einen TIpp und kann mir sagen, dass ich nicht überschnappe.
Sonst kann ich nirgends darüber sprechen.
Viele Grüße
Elfa