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19.12.2010, 10:54
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Eine 'Verbindung' mit dem Tod? Beitrag #1 (permalink)
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 16.12.2010
Beiträge: 21
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Eine 'Verbindung' mit dem Tod?
Ein liebes Hallo an alle!
Ich bin neu hier im Forum und bin mir nicht so ganz sicher, ob ich mein Thema hier richtig eingeordnet habe, wenn nicht entschuldigt bitte!
Ich wollte endlich einmal jemandem meine Geschichte erzählen/meine Erlebnisse und würde mich freuen, wenn ihr mir einige Hilfen, Deutungen und Meinungen geben könntet, da ich mit der ganzen Sache einfach nur überfordert bin.
Los geht's:
Als ich 12 Jahre alt war, waren meine Freundinnen und ich im Wald unterwegs. Dort mitten im Wald steht eine alte Burgruine, von der man sagt, dass dort einst Menschen gefoltert und getötet wurden. Eigentlich meiden die Einheimischen diesen Ort, aber naja... wie Kinder nun einmal so sind mussten wir es genau wissen und haben uns diese Ruine angesehen.
Mir war unheimlich zumute und ich fühlte mich die ganze Zeit beobachtet. Bald stellte ich auch fest warum: in einigen Metern Entfernung sah ich einen Gestalt stehen, sie hatte einen langen dunkelbraunen Mantel an und eine Kapuze auf - ich konnte das Gesicht nicht sehen. Ich bekam Angst und wollte meinen Freundinnen diese Gestalt zeigen, doch sie haben sie nicht gesehen. Ich geriet in Panik und bin weggerannt.
Seit diesem Tag weiß ich wann ein Mensch sterben wird, bzw. ich weiß es bei meinen Verwandten und Bekannten. Es schießt mir eines Tages in den Kopf - ca. 4-10 Monate vorher (das variiert immer). Ich weiß jedoch nicht "nur" dass sie sterben werden, sondern auch wann (also das Datum).
Am schlimmsten war es bisher bei meiner Oma, ich bekam im Oktober 2005 das Gefühl das sie sterben wird und zwar am 29.März des folgenden Jahres. Ich musste ständig daran denken und hatte furchtbare Angst vor diesem Tag, da mir meine Oma sehr viel bedeutet(e). Ich wollte es nicht wahrhaben und habe es daher verdrängt. Doch der 29. März kam und meine Oma starb an eben diesem Tag.
Ich frage mich nun, ob diese Gabe, oder wie man es auch immer nennen möchte, etwas mit der Gestalt von damals zu tun hat. Oder ob man den Tod "heraufbeschwören" kann. Das wäre furchtbar, wenn ich daran Schuld wäre, dass die Menschen um mich herum sterben, weil ich ständig daran denken muss/ dieses Gefühl haben. Ist sowas möglich? Ich hoffe nicht... 
Ich würde mich über eure Antworten sehr freuen,
Oceanstar
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19.12.2010, 11:43
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Eine 'Verbindung' mit dem Tod? Beitrag #2 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 21.05.2009
Ort: Wildeshausen
Alter: 41
Beiträge: 637
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Hallo Oceanstar!
Man kann ja Deine Geschichte, so sehe ich das zumindest, in zwei Bereiche teilen, oder? Der eine ist die Frage, ob Deine Gedanken die Menschen sterben lassen, ob Du irgendeinen Einfluss darauf hast, das Menschen sterben. Die Antwort ist ganz banal: Nein. Wenn Du den Tod eines Menschen verschulden würdest, müsstest Du ihn schon getötet haben, damit dieser Eindruck Sinn macht. Und selbst da (z.B. Verkehrsunfall) weiß man auch nicht, was da hinter den Kulissen läuft. Aber das ändert dann erstmal nichts. Deine Gedanken aber haben damit nichts zu tun. Da kannst Du ganz beruhigt sein.
Das zweite aber ist, dass es Dir mit diesem Wissen überhaupt nicht gut geht. Und diesen Punkt kannst Du ja nicht einfach ausklammern, wenn diese Infos zu Dir kommen.
Gruß
Andreas
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19.12.2010, 13:38
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Eine 'Verbindung' mit dem Tod? Beitrag #3 (permalink)
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 16.12.2010
Beiträge: 21
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Hallo Andreas,
danke für deine Antwort, da bin ich aber beruhigt!
Wenn das mit dem Ausklammern so einfach wäre... ist es für mich zumindest nicht. Kann ich irgendetwas tun damit es mich nicht so sehr belastet? Irgendwelche Tipps vielleicht?
Grüßle Oceanstar
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19.12.2010, 14:03
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Eine 'Verbindung' mit dem Tod? Beitrag #4 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 21.05.2009
Ort: Wildeshausen
Alter: 41
Beiträge: 637
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Naja, das ist der Teil auf den ich zunächst mal nicht eingehen wollte. 
Es ist ja so das Dinge die uns im Außen belasten etwas mit unserem Inneren zu tun haben. Wie das aber liegt ist über die Distanz immer schwer zu sagen. Das "einfachste" wäre, wenn Du selbst schon in Deinem Leben Menschen verloren hättest die Dir nahe standen (also Familie). Und zwar VOR dieser ersten Begegnung mit der Gestalt in der Burg. Wenn dieser Schmerz noch nicht verarbeitet ist berührt jeder andere Tod/Verlust diesen Schmerz. Es ist natürlich leicht gesagt, dass der Tod irgendwie zum Leben dazugehört. Das ist ja nur der Kopf, denn im Herzen kann das schon sehr schmerzen wenn da jemand geht. Man stelle sich vor ein Elternteil würde sterben als man noch Kind gewesen ist. Da ist dann schon eine ziemlich große Lücke in uns.
Anders ausgedrückt: Der Tod oder der Verlust anderer Menschen berührt in Dir etwas. Wenn dieser Punkt in Dir geheilt ist werden vielleicht die Infos nicht verschwinden aber sie werden Dich anders berühren. Und wer weiß, vielleicht gehst Du den Weg ja auch so weit innerlich das Dein Bewusstsein irgendwann auch gleich erkennt, was bei diesen Menschen los ist und warum der Tod jetzt irgendwie "auf dem Zettel" steht.
Bei mir z.B. ist es so, dass ich durch meine Ausbildung ein sehr starkes Bewusstsein u.a. für Krankheitssymptome habe. Wenn dann bei jemandem eine Diagnose gestellt wird bin ich nicht schockiert sondern da ist so ein "ja, war ja irgendwie auch klar das das mal kommen musste" Bewusstsein in mir. Darum ist mir der Mensch nicht egal, aber es gibt bestimmte Regeln in dieser Welt.
Verstehst?
Gruß
Andreas
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19.12.2010, 16:39
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Eine 'Verbindung' mit dem Tod? Beitrag #5 (permalink)
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 16.12.2010
Beiträge: 21
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Hallo Andreas,
danke für deine Antwort! Ich verstehe was du meinst.
Ich habe vor der Begegnung mit dieser Gestalt niemanden verloren, bzw. niemanden an den ich mich wirklich erinnern kann. Mein Opa ist zwar verstorben, doch an ihn habe ich keine Erinnerung und auch keine Bindung zu ihm.
Seit dem jedoch meine Oma gestorben ist, ist alles erst richtig schlimm. Sie hat bei uns gewohnt und war immer bei uns seit dem ich denke kann. Ich war also nie alleine. Seit dem sie fort ist fühle ich mich verloren und einsam. Ich denke mit ihrem Tod hängt auch irgendwie alles zusammen.
Wenn ich es schaffen würde diesen Schmerz zu überwinden und endlich zu akzeptieren, dass der Tod nun einmal zum Leben gehört, dann ginge es mir sicher um 100% besser. Zumal ich keinesfalls denke, dass der Tod sinnlos ist. Ich denke das Leben bekommt erst einen Sinn dadurch, dass es endlich ist. Es "zwingt" uns zu leben im Hier und Jetzt.
Nun, das ist natürlich alles einfacher gesagt als umgesetzt. Ich kann auf jeden Fall sagen, daß mich der Tod von niemandem so mitgenommen und so eine Lücke in mein Leben hinterlassen hat wie der meiner Oma. Und ich habe in den letzten 8 Jahren 8 Menschen (5 aus meiner Familie und 3 Bekannte) verloren.
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19.12.2010, 17:21
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Eine 'Verbindung' mit dem Tod? Beitrag #6 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 09.02.2007
Ort: bei Münster/Westf.
Alter: 59
Beiträge: 2.053
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Hallo Oceanstar,
mit dem Tod ist es so eine Sache...
"Mors certa, hora incerta", heißt ein lateinisches Sprichwort: "Der Tod ist sicher, seine Stunde ist unsicher."
Das ist die Sachlage für die meisten von uns. Und selbst den ersten Teil dieses Sprichworts verdrängen wir gerne.
Du hast eine kostbare Gabe bekommen, so sehe ich es. Ich glaube nicht, dass es ein "Fehler" von dir war, zu der alten Burgruine zu gehen. Dort lag die Gabe bereit, die für dich bestimmt war. Und ich glaube auch nicht, dass es für dich darum gehen kann, sie wieder loszuwerden, es wird vielmehr darum gehen, damit arbeiten zu lernen.
Mir fallen auch schon Früchte dieser Arbeit bei dir auf - die zunächst einmal Arbeit an dir selbst ist: deine positiv-neutrale Einstellung zum Leben
Zitat:
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Ich denke das Leben bekommt erst einen Sinn dadurch, dass es endlich ist. Es "zwingt" uns zu leben im Hier und Jetzt.
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Je mehr es dir gelingt wirklich im Hier und Jetzt zu leben, umso weniger belastend wird die Frage nach dem Tod und seinem Zeitpunkt für dich werden. Vielleicht kannst du irgendwann einmal so neutral mit einer solchen Information umgehen wie mit der Angabe: mein Zug geht morgen um 12.43 Uhr.
Ich wünsche es dir von Herzen!
Dass du um deine Oma trauerst, finde ich ganz natürlich, da du eine so enge Beziehung zu ihr hattest. Ich denke nicht, dass die Trauer dadurch verstärkt wird, dass du ihr Sterbedatum vorher wusstest, oder? Dass die Zeit vorher eine Qual für dich war, kann ich dir aber nachfühlen. Wahrscheinlich konntest du auch mit niemandem darüber reden?
Diese Gabe habe ich nicht. Mir ist aber auch in vielen Fällen vorher deutlich klar, dass ein Mensch "bald" sterben wird. Bei meinem Vater dauerte es nach Erhalt dieser Information noch ein paar Monate, bis er starb. Ich war überwiegend dankbar: ich konnte schon anfangen innerlich Abschied zu nehmen, ich brauchte nicht mehr "zwischen Hoffnung und Furcht" hin und her zu schwanken, ich konnte behutsam auf seine eignenen Äußerungen über seinen bevorstehenden Tod eingehen - er wusste es offenbar auch...
Herzliche Grüße
Marjul
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19.12.2010, 23:20
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Eine 'Verbindung' mit dem Tod? Beitrag #7 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 29.10.2010
Ort: Iserlohn
Beiträge: 110
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Hallo Oceanstar,
es liegt nicht in unseren Händen, wann ein Menschen sterben wird, sondern nur in denen Gottes.
Ich kann Dich sehr gut verstehen. Auch ich habe meine Oma sehr geliebt und es war sehr schwer für mich ihren Tod zu verarbeiten. Meine Welt stürzte dann gut 3,5 Jahre später total zusammen als meine Mutter starb.
Aber wir müssen uns in diesem Leben mit dem Tod abfinden. Alles hat seine Zeit und seine Stunde! Wenn wir aber an dem Punkt angekommen sind, dass der Tod eigentlich nichts ist als eine große Illusion und wir diese Brücken hinter uns lassen können, um unseren Lieben auf der anderen Seite begegnen zu können, dann haben wir weder vor dem Tod noch vor dem Leben Angst. Angst ist es, die uns an unserem Seelenwachstum hindert.
Es ist eine wundervolle Gabe Raum und Zeit zu überwinden. Du wirst in Deinem Leben nach und nach noch viele sehr prägende Momente erleben dürfen, in denen Du lernen wirst mit dieser und Deinen weiteren Gaben Deiner eigentlichen Lebensaufgabe auf die Spur zu kommen. Freu Dich drauf! Ich kann verstehen, dass es momentan noch sehr verwirrend ist. Du kannst beim Abendgebet vor dem Einschlafen darum bitten, dass man Dir diese Sicht so lange verwehrt bis Du keine Angst mehr hast. Die Geistige Welt wird Deine Bitte umsetzen und Dir helfen nach und nach den Segen darin zu entdecken.
Liebe Grüße von jemandem, der einen ähnlichen Weg gegangen ist!
lasperlas
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19.12.2010, 23:20
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Eine 'Verbindung' mit dem Tod? Beitrag #8 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 02.09.2010
Beiträge: 908
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Hallo, liebe oceanstar,
könnte es nicht sein, dass Du hellsichtig/hellfühlend bist? Diese Eigenschaften entwickeln sich bei manchen Menschen mit Beginn der Pubertät. Evtl. hast Du die Gestalt an der Burgruine gesehen, weil Du diese Fähigkeiten hast.
Aber Deine Frage geht ja auch mehr in Richtung "bin ich schuld durch die Kraft meiner Gedanken" und "wie gehe ich damit um?" Dazu hatte The Light sich geäußert, ich kann mich nur anschliessen.
Als Selbstbetroffene habe ich es empfunden wie Marjul. Den Todestag meiner Mutter bekam ich 19 Monate vor ihrem Hinübergehen auf die Minute genau mitgeteilt. Ich nutzte diese Zeit intensiv, um meine Gedanken und Gefühle zu klären.
Ich sehe es auch so, dass Du eine positive Einstellung dem Hier und Jetzt gegenüber hast. Ich habe mich mit geliebten Vorausgegangenen stets verbunden gefühlt. Da es für mich keinen Tod gibt, war es nicht ganz so schmerzhaft. Wenn ich den Wunsch hatte, mit den Heimgekehrten zu sprechen, habe ich es getan. Genauso, als säßen sie mir gegenüber. Mir hat es gut getan.
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft, mit dieser Gabe umzugehen!
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