In solchen Fällen schlage ich meistens mein "Allheilmittel" vor: Meditation. Es reicht meist schon eine Basisform, wie die transzendentale Meditation, aus. Sie kann immer und überall durchgeführt werden. Die meisten Schwierigkeiten bestehen darin, seinen Kopf von Gedanken zu leeren, aber auch dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Ich schreibe eine kleine Anleitung zur Meditation und sollten noch Fragen sein, könnt ihr sie jederzeit stellen bzw. mir schreiben.
Zuerst einmal sucht euch einen Ort, an dem ihr ungestört seid, entweder durch allgemeinen Lärm oder durch andere Menschen. Dies kann ein abschließbarer Raum sein oder auch einen Platz in der freien Natur auf einer Wiese unter einem Baum etc.
Dann ist eine bequeme Haltung sehr wichtig. Das kann entweder Sitzen oder Liegen sein. Ich bevorzuge meist den Lotussitz oder den Fersensitz (eine kniende Position).
Der Handrücken der geöffneten linken Hand sollte auf der Handfläche der geöffneten rechten Hand liegen. Die beiden Daumen zusammenfügen, so daß ein Dreieck entsteht. Dies garantiert den besten Energiefluß.
Danach die Augen schließen. Nicht mit Gewalt oder fest, sondern nur ganz leicht, um störende Lichteinflüsse auszuschalten. Dinge, die auf Biegen und Brechen durchgeführt werden, sind für den meditativen Zustand nicht förderlich.
Nun gilt es, den Kopf von störenden Gedanken zu befreien bzw. komplett zu leeren. Dies kann mit kontrolliertem Atmen erreicht werden. Unter kontrolliertem Atmen versteht sich das tiefe Einatmen durch die Nase, dann wird der Atem eine Weile im Körper belassen, danach hörbar durch den Mund ausgeatmet.
Kontrolliert Atmen kann durch verschiedene Möglichkeiten erfolgen: Zählen, Visualisieren, imaginäre Geräusche.
1. Zählen
Tief durch die Nase einatmen. Während der Atem im Körper bleibt, bis 10 zählen. Dann durch den Mund hörbar ausatmen.
2. Visualisieren
Durch die Nase einatmen. Dann den Atem sich z.B. als einen weißen Blitz vorstellen, der durch den Körper fegt, um den Nabel kreist, wieder nach oben saust, dann durch den Mund ausatmen.
3. imaginäre Geräusche
Einatmen durch die Nase. Dann hören, wie der Wind heult, wenn der Atem von oben nach unten rauscht, dann ein tosendes Geräusch, wenn er um den Nabel kreist, trippelnde Schritte, wenn er langsam wieder nach oben klettert. Durch den Mund ausatmen.
Während der gesamten Meditation, das kontrollierte Atmen beibehalten. Es führt zu einem Zustand der Entspannung und Erfrischung.
Um Zurückzukommen, einfach die Augen öffnen. Die reguläre Atmung stellt sich automatisch wieder ein. Es könnte sein, daß Neulinge der Meditation etwas müde fühlen. Dann einfach ein wenig ausruhen. Durch die Übung und Routine gibt sich das Gefühl und wird ersetzt durch den eigentlichen Zustand, der herbeigeführt werden soll.