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26.11.2007, 18:54
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Meditieren Beitrag #9 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 19.12.2006
Beiträge: 3.771
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Zitat:
Zitat von The Banshee
Nichts für ungut, Cheerfulmoon ... 
Aber ob ein Anfänger mit dieser Beschreibung unbedingt mehr anfangen kann??? Ich hätte es damals nicht gekonnt ...
Ich bin der Meinung, dass jeder sich dazu selber innerlich erforschen und für sich eine eigene Technik herausfiltern sollte. Klar fängt man ganz zu beginn am besten mit einer vorgegebenen Technik an, damit man weiß, wo man ansetzen soll. Der Rest kristallisiert sich mit der Zeit heraus ... Ist meine Erfahrung. Und meine Erfahrung ist auch: Die ersten paar Versuche sind in der Regel so oder so unbefriedigend! 
Hauptsache, man geht die Sache locker an und setzt sich nicht selber unter Druck um irgendwelche Vorgaben 100%ig zu befolgen, weil man denkt, sonst geht es nicht und man ist ein Loser - wenn man so anfängt, hat das Ego und der Verstand einen im Griff, ehe man den Hauch einer Chance hat, ins Gefühl und in die Intuition zu gehen! Oder nicht? 
Alles Liebe 
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Das ist richtig und das kann ich auch nachvollziehen, liebe Banshee.
Trotzdem, ganz unabhängig jetzt von Merle, ist es wichtig und auch nur dann zufriedenstellend für uns, wenn wir "aufrichtig" in unserem Bemühen sind. Ich meine damit Regelmäßigkeit, ja sogar Pünktlichkeit, was Meditation angeht. Es ist wichtig sich einen festen Zeitpunkt für unsere tägliche Meditation zu wählen und diesen Zeitpunkt dann auch einzuhalten. Unser inneres Wesen und auch unser feines Nervensystem stellen sich dann darauf ein. Dieses innere Wesen ist wie ein kleines Kind, daß sich dann darauf verläßt, zu einer festen Zeit mit Licht, Frieden, Freude und Liebe genährt zu werden. So wird es groß und stark. Wenn wir diesen gewählten Zeitpunkt nicht einhalten, hungert dieses unser inneres Wesen und schreit. Deshalb sind Pünktlichkeit und Regelmäßigkeit von großer Bedeutung, was die Meditation angeht. Würden wir das nicht tun, könnten wir keinen wirklichen inneren Fortschritt machen. Einen "Stillstand" gibt es in der inneren Welt nicht. Entweder gehen wir vorwärts oder wir fallen wieder zurück. Es ist eine beständige innere Bewegung, die wir durch unser bewußtes Bemühen in Gang halten. Wenn man nachlassig war, geht davon die Welt nicht unter. Aber, je öfter man bei Meditation nachlässig wird, um so mehr schwächen wir uns wieder innerlich. Es ist wirklich so wie beim Muskeltraining. Das kann man schon irgendwo miteinander vergleichen. Auch ich habe Zeiten, in denen ich sehr nachlässig bin und wenig meditiere. Oder, Zeiten in denen meine Meditationen nicht so fruchtbar sind. Aber man kann nicht jeden Tag dasselbe gute Essen haben. So ist das nunmal. Ich persönlich meditiere ja im spirituellen Herzen. Da bedarf es nur wenig an Technik. Es gibt andere Meditationen, die sehr auf Technik setzen, gerade am Anfang. Und das finde ich richtig. Ohne eine gewisse Technik, das heißt, ohne die Fähigkeit nach und nach sein Bewußtseinsgefäß leeren zu können, wird man immer im "nowhere" bleiben und irgendwann frustriert aufgeben. Man wird sich vielleicht dann auch noch sagen: "Meditation ist für mich nicht geeignet." Und das ist völliger Quatsch. Man braucht Aufrichtigkeit in seinem Bemühen, eine gewisse Technik oder einen "inneren Ort", wo man meditieren möchte, man braucht Ausdauer, um nicht zu schnell entmutigt zu sein, man braucht Geduld, weil man am Anfang nicht jeden Tag die beste Meditation haben kann und man braucht Mut. Diesen Mut braucht man, um sich selbst anschauen zu können. Gerade, wenn man mit Meditation beginnt und dies regelmäßig mit seiner gewählten Methode praktiziert, wird man immer bewußter. Da man immer bewußter wird, werden einem auch die eigenen Unzulänglichkeiten immer bewußter. Diese Unzulänglichkeiten oder Schwächen in unserem Charakter kommen nach und nach ans Licht. Sie waren schon immer in uns. Nur jetzt, wo wir angefangen habe zu meditieren und mehr und mehr in unserem Bewußtseinslicht sichtbar wird, können sie sich nicht mehr vor uns verstecken. Man stellt, meinetwegen auf einmal fest, daß man ein sehr neidischer Mensch ist. Man dachte von sich bisher, daß Neid nur ein Problem von anderen sei. Deshalb braucht man als meditierender Mensch auch Mut. Hat man den nicht, wird man sich früher oder später sagen:
"Bevor ich angefangen habe zu meditieren, ging es mir besser. Ich höre lieber auf zu meditieren."
Ernsthafte und regelmäßige Meditation fordert aber schlußendlich die Umwandlung unseres gesamten Wesens.
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26.11.2007, 21:53
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Meditieren Beitrag #10 (permalink)
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Gast
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Zitat:
Zitat von The Banshee
Nichts für ungut, Cheerfulmoon ... 
Aber ob ein Anfänger mit dieser Beschreibung unbedingt mehr anfangen kann??? Ich hätte es damals nicht gekonnt ...
Ich bin der Meinung, dass jeder sich dazu selber innerlich erforschen und für sich eine eigene Technik herausfiltern sollte. Klar fängt man ganz zu beginn am besten mit einer vorgegebenen Technik an, damit man weiß, wo man ansetzen soll. Der Rest kristallisiert sich mit der Zeit heraus ... Ist meine Erfahrung. Und meine Erfahrung ist auch: Die ersten paar Versuche sind in der Regel so oder so unbefriedigend! 
Hauptsache, man geht die Sache locker an und setzt sich nicht selber unter Druck um irgendwelche Vorgaben 100%ig zu befolgen, weil man denkt, sonst geht es nicht und man ist ein Loser - wenn man so anfängt, hat das Ego und der Verstand einen im Griff, ehe man den Hauch einer Chance hat, ins Gefühl und in die Intuition zu gehen! Oder nicht? 
Alles Liebe 
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Hallo Banshee ,
ich sehe es so wie du, habe auch am Anfang versucht nach Buch zu meditieren, wurde aber nichts.
Dann habe ich mit der Zeit meine eigene Technik entwickelt und ich hatte Erfolg.
Habe mich zwar an ein paar Richtlinien gehalten wegen Schutz und so aber ansonsten habe ich auf mein Bauchgefühlt gehört.
Manchmal ist es mir auch nicht gelungen in Meditation zu kommen dafür ein anderes mal umso intensiver.
Heute meditiere ich sogar bei der Hausarbeit.
Ich denke auch man sollte sich nicht unter Druck setzen, wenns absolut nicht klappt dann ist es wohl auch gerade nicht angesagt, kenne ich auch aus Erfahrung.
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