Hej, ja, das stimmt, dass man oft seine Stimme nicht erkennt.
Dann kann das zum Problem werden - muss aber nicht.
Wer seine Stimme noch nie selbst gehört hat auf CD, Cassette oder auf dem Computer (gibt es das heute noch?) sollte erstmal das Wort "meine" durch "diese" ersetzen.
In meinem ersten Text, vor vielen Jahren, stand zum Beispiel:
"Ich höre nur auf
diese Stimme."
Mir kam damals meine eigene Stimme auch sehr fremd vor.
Ich stimme Euch beiden zu, dass man seine Worte bei dieser Methode sehr sorgfältig wählen muss.
Zweideutige Worte bzw. Sätze dürfen nicht benutzt werden.
Wer zum Beispiel ohnehin Probleme hat, sich sprachlich gut auszudrücken, kann mit dieser Methode oft nur wenig anfangen.
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Wie gesagt, ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht und viele liebe Menschen, die diese Methode schon ausprobiert haben auch.
Diese Form der Selbsthypnose ist schon recht alt.
Der Weg, so eine Selbsthypnose nicht nur schriftlich für sich festzuhalten, sondern auch mit technischen Geräten aufzuzeichnen ist allerdings noch recht neu und stammt aus den 1980er Jahren.
Natürlich muss man vor dem Aufzeichnen vorher schriftlich genau festlegen was man sagen möchte.
Vorteile:
Bei einer Improvisation bestünde die Gefahr, sich zweideutig auszudrücken und die Fehlerquote steigt.
Wenn man sich seinen Text aufschreibt, dann fallen Fehler leichter auf und mann kann einfach alles so lange umschreiben bis es stimmt.
Wenn man seinen Text auswendig lernen möchte, so kann man dies tun.
Das schreckt allerdings viele Menschen zunächst ab und sie mögen dann diese Methode gar nicht mehr durchführen.
Auch ist die Fehlerquote wieder sehr hoch.
Eine Tonaufzeichnung ist hier ein guter Kompromiss, denke ich.
Allerdings muss man dabei einige Dinge beachten. Das führe ich weiter unten aus.
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Grenzen und Anwendungsmöglichkeiten:
Diese Selbsthypnose ist nur eine Hilfe und keine Therapie!!!
Es handelt sich vielmehr um so eine Art "Hausapotheke", die bei kleineren Problemchen unterstützend wirken kann.
Wie zum Beispiel Quarkwickel bei Halsschmerzen.
Ich denke, dass der Begriff "
Selbsthypnose" etwas irreführend ist.
Wenn man es genau nimmt, dann handelt es sich eigentlich nur um eine leichte Suggestion, aber das ändert nichts an der Wirkung.
Die Selbsthypnose geht also nicht so tief wie eine eigentliche Hypnose.
Ihr, Elmar und Ludivine geht von einer echten Hypnose aus zu therapeutischen Zwecken.
Hier stimme ich Euch zu, da muss ein Experte ran.
Manche möchten diese Methode zur Raucherentwöhnung nutzen, aber davon rate ich ab.
Das sollten doch lieber erfahrene Hypnotiseure machen.
Bei Prüfungsangst, Heilungsstörungen oder Angst vor einer schweren OP hat sich diese die Selbsthypnose als Begleitung schon oft bewährt.
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Zur Durchführung:
Sorry, Elmar
Für mich ist es selbstverständlich, dass keine Türglocke klingelt.
Wie bei Ritualen und Meditationen auch oder auch nur wenn man Yoga durchführt, ist doch wohl klar, dass man für eine angenehme Atmosphäre und für Ungestörtheit sorgt.
Das bedeutet, dass die Türglocke ausgeschaltet wird, das Telefon ausgeschaltet wird und dass alles so vorbereitet wird, dass man ungestört ist.
Wenn ich zum Fachmann gehe erwarte ich ja auch, dass er mit mir ungestört arbeitet.
Etwas Eigenverantwortung darf man den Menschen zutrauen, denke ich.
Für mich ist das eine wichtige Voraussetzung für die Selbsthypnose.
Und dass man dabei nicht einfach auf einem Stuhl sitzt ist auch klar.
Wenn aber doch mal Störungen auftreten (Klingeln der Türglocke o. ä.) dann ist man rasch wieder da, da die Selbsthypnose eben nicht so tief geht.
Manchmal kann man danach etwas benommen sein, aber das kann man auch durch eine kleine Übung dann wieder in den Griff bekommen.
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Fazit:
Wie schon geschrieben, die Selbsthypnose geht nicht so tief wie die Hypnose bei einem Therapeuten. Die Gefahren, die man evtl. vermuten könnte, sind deshalb kaum vorhanden.
Nicht jeder sollte jederzeit gleich zur Selbsthypnose greifen, denn diese Methode hat ihre Grenzen.
Auch muss man vorher dafür sorgen, dass das Umfeld stimmt, man also ungestört ist und sich wohl fühlt.
Egal ob man seinen Text auswendig lernen möchte oder ihn auf einen Tonträger aufnimmt, man muss darauf achten, dass man positiv formuliert und zweideutige Sätze weg lässt.
Improvisation ist gut und schön, aber diese Methode eignet sich dafür gar nicht.
Man muss sehr genau seine Worte und auch seinen Wusch (das Ziel) abwägen.
Wer seine Stimme aufzeichnen möchte, sollte man sich vorher nicht nur mit den technischen Geräten vertraut machen, sondern auch mit seiner eigenen Stimme auf dem Tonträger.
Wie schon geschrieben, muss jeder seinen eigenen Text in seiner Umgangssprache und mit seinen Worten aufschreiben bzw. auch aufnehmen.
Meditationen und Rituale, die man in Kursen oder aus Büchern erlernt, wandelt man ja auch für sich selbst ab, damit es sich stimmig anfühlt.
Anfänger sollten, sich den Text im Zweifelsfall von einem Experten schreiben lassen.
Auch sollten sie beim ersten Text das Wort "mein" durch "diese" Stimme ersetzen.
Wichtig ist auch noch, so denke ich, dass man nachher nicht einschläft, sondern sich bewusst zurücknimmt und langsam wieder munter wird und etwas tut.
Der Name "Selbsthypnose" ist irreführend und führt so zu Missverständnissen und sicher auch zu Erwartungen, die diese Methode nicht erfüllen kann.
*grübel* Vielleicht sollte man diese Methode einfach mal umbenennen, aber das steht mich nicht zu.
Angst vor dieser Methode sollte man aber nicht haben.
Angst ist generell ein schlechter Berater.
Wer sich diese Methode nicht zutraut und Zweifel hat oder wer mehr erreichen möchte als eine einfache Unterstützung, gehört in die Hände des Hypnotherapeuten.
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Ich denke nun ist klar geworden, worin der Unterschied zwischen der "Selbsthypnose" und der "echten" Hypnose besteht, die ja in die Hände von erfahrenen Hypnotherapeuten gehört.
Ein Bild als Verdeutlichung zum Abschluss -

Ich hab ja schon wieder viel zu viel geschrieben.
Die Selbsthypnose- leichte Selbstbeeinflussung - ist das Pflaster, dass ich auf eine kleine Wunde lege.
Die Hypnosetherapie ist das was der Arzt mit einer großen Wunde macht - nämlich desinfizieren, nähen, verbinden usw.
Licht und Liebe
Corona