Bonjour,
also ich kannte und kenne noch Hexen, und von denen nennt sich keine eine Tochter Hekates. Vermutlich häuft sich das eher in deiner Region, oder ist eine Modewelle die tatsächlich an mir vorbeigerauscht ist??
Jedenfalls...was spricht dagegen. Ich würde denken, wenn sich jemand so bezeichnet, dann hat Hekate wohl eine grosse Bedeutung für die-oder denjenigen. Ich kann mir vorstellen das einige Menschen es als "Revenge" ansehen, da Hekate ja eher eine "dunkle" Göttin ist, die vielleicht Dinge, welche im Leben schief gelaufen sind, zurechtbiegen soll oder kann. Ich kann mir auch vorstellen, einige fühlen sich einfach zu hier hingezogen, weil sie nun mal die griechische Göttin der Magie ist (und der Wegkreuzungen). Wer sich also mit Magie beschäftigt, und mit griechischer Mythologie, der kann das toll finden. Vielleicht möchten diejenigen auch speziell mit allen unbewussten Seiten des Selbst arbeiten, die dem abnehmenden Mond und der alten Weisen unterstehen, und wählen sich deshalb Hekate als Ziehmutter??
Zu deinem zweiten Anliegen, hier beziehst du dich auf die neuen Richtungen der Kunst bzw Wicca, die zusammengewürfelt scheinen wie Gulasch.
Ich zucke dazu die Schultern und meine, wenn es für denjenigen funktioniert, dann soll er es machen. Kontakte und Fähigkeiten können an den unmöglichsten Orten gefunden werden, du wärst überrascht. Das soll dich aber nicht davon abhalten, in scheinbar älteren Traditionen zu suchen. Was uns allen gut tun, ist eine ordentliche Portion Respekt voreinander, und die Toleranz, den Nächsten glücklich werden zu lassen wie er will. Vorlieben, auch die für magische Traditionen, ändern sich ja auch oft im Leben!
Ausserdem, wenn du dir Wicca an sich anschaust, dann ist es auch erst ungefähr rund um 1950 entstanden. Die ältesten bewiesenen Traditionen des Wicca, so wie es heute existiert, gehen auf Gerald Gardner und Alex Sanders zurück, beide waren Engländer. Sicher, diese zwei Traditionen beziehen sich nun wiederum gerne auf noch ältere Wurzeln, aber wie gesagt, diese sind Wurzeln...die irgendwo auslaufen...klar, gibt es keltische Einflüsse, römische Einflüsse, sogar Einflüsse der Steinzeit in Wicca. Die damaligen Herren Sanders und Gardner haben natürlich behauptet, ihr Wissen aus der Familientradition zu haben, oder von einem versteckten Coven in irgendeinem Wald, aber bewiesen ist das nicht. Auch ich kann Euch allen erzählen, schon meine Ur-Ur-Ur-Ur-Grossmutter sei Magierin gewesen und meine eigene Mutter hätte mich in unsere Familientradition eingeweiht. Vielleicht war sie das sogar irgendwie. Aber Beweise gibt es nicht, und ich denke, darauf kommt es auch nicht an. Magie liegt nicht im "Blut". Wo wir Magie erlernen, ob in jener Tradition oder in jener okkulten Schule oder doch lieber dieser, ist nur dann für uns wichtig, wenn wir uns damit gesellschaftlich in ein besseres Licht rücken wollen. Und darum geht es in echter Magie bekanntlich nicht. Wichtig ist, vertraue ich dem Lehrer, ist er so wie ich einmal werden möchte?? Stimme ich also mit meiner Tradition geistig und emotional überein und fühle mich dort wohl? Kann ich mit dem, was ich in meiner Tradition lerne, etwas anfangen, merke ich, dass ich Fortschritt mache, entwickel ich mich als Mensch weiter? Daraufhin sollten wir uns untersuchen, unser tägliches Tun, und unseren Alltag. Was sich nicht auf uns als ganzen Menschen auswirkt, das taugt nicht viel. Oder?
LG Rhea Morrigane