Versprochen wird auf dem esoterischen Büchermarkt viel. Gehalten eher weniger, aber sobald das Geld den Besitzer gewechselt hat, ist es auch nicht mehr so wichtig.
Ich möchte hier einmal ein paar Bücher empfehlen, die sich im weitesten Sinne mit Hellsichtigkeit beschäftigen und dabei auch noch wirklich fundiert sind. Hellsicht ist ein eher schwammiger Begriff, der mit bestimmten Vorstellungen belastet ist. Fernsichtigkeit oder einfach
Sensitivität, die konkrete Ergebnisse erlangen kann, ist da die bessere Umschreibung.
Wer in diesem Bereich der Sensitivität gerne mal ein Buch in der Hand hätte, das befreit ist von
Esoterik, Spirtualität und Religiösität (sprich: Wertungsfrei eher aus der Sicht der fundierten Feldforschung berichtet und dabei auch noch einen seriösen Hintergrund hat), dem kann ich aus eigener Erfahrung folgende Bücher ans Herz legen:
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Upton Sinclair, "Radar der Psyche". Nur noch gebraucht bei einem großen Online-Versand. Der Pulitzer-Preisträger, Freund von Albert Einstein und Autor sozialkritischer Romane, war mit einer Frau verheiratet, die sensitiv war. Die beiden haben eine Reihe telephatischer Versuche unternommen, deren Ergebnisse Sinclair wertungsfrei niederschrieb. Dabei kann man die Zeichnungen betrachten, die sie angefertigt haben und man bekommt beschrieben, wie sie es geübt haben. "Mental Radio" (im Englischen) ist ein Standartwerk im PSI Bereich, da hier zum ersten Mal bekannt geworden ist, das Buchstaben und Zahlen im telephatischen Bereich kaum bis gar nicht zu übermitteln sind. Das Vorwort schreibt in der deutschen Ausgabe A. Einstein selber, der bei einigen dieser Versuche als Zeuge dabei war.
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Ingo Swann, "Der 6. Sinn". Nur noch gebraucht bei einem großen Online-Versand. Swann gilt als einer der Begründer des Remote Viewing. Bei der Erforschung des fernsichtigen Phänomens im Menschen griff er auch auf Upton Sinclairs Erfahrungen zurück. Swann hat mit "Der 6. Sinn" ein kleines Büchlein geschrieben, das recht nützlich ist, wenn man eine Anleitung zum Training der Sensitivität haben möchte. Swann beschreibt es recht analytisch und aus seiner langjährigen Erfahrung als PSI-Medium bei verschiedenen Versuchen heraus. Nur ein Kapitel empfand ich als Geschwaller, ansonsten ist der Nutzen des Buchs im PSI Bereich recht hoch. Ein Standartwerk für das PSI, auch für Leute, die sich mit Remote Viewing auseinandersetzen möchten.
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Manfred Jelinski, "Remote Viewing - Das Lehrbuch 1: Technik des Hellsehens. Teil 1: Stufe 1-3".
Jelinski ist einer der wenigen fundierten und seriösen Autoren deutscher Fernsichts-Beiträge. Remote Viewing ist eine Art der Sensitivität, die darauf spezialisiert ist, das In-Sich-Hören zu trainieren. Dabei handelt es sich bei der von Jelinski beschrieben Anleitung zum Remote Viewing um die absolut schwerste, wenn aber auch effektivste Art und Weise sein "Gesicht" zu trainieren. Ich kenne etliche, die es nicht kapiert und geschafft haben. Aber auch andere, die es geschafft und sich ziemlich gut darin gemausert haben. Das Buch selber ist keine konkrete Anleitung, man muss schon sehr genau mitlesen und sich Notizen machen. Art und Weise, wie die "Daten" dann hellsichtig generiert werden, ist ziemlich anders und gar nicht so einfach zu verstehen. Obwohl es sich simpel liest, ist es doch recht schwer im RV am Anfang als Allein-Trainierender Erfolge zu erzielen. Das Buch ist eher für die, die keine Beweise und Überzeugungen anderer Art benötigen - sondern für die, die die Sache von Anfang an Ernst nehmen und bereit sind, etwas neues zu wagen. Damit ist dann ein gutes Fundament gelegt worden.
Man trainiert eigentlich am Anfang mit Fotos in blickdichten Umschlägen, die man selber nicht kennt und dann plötzlich "rauszeichnet". Erfolge in diesem Bereich sorgen allerdings auch zu vielen "blödsinnigen Überlegungen": Das viewen von Lottozahlen, Schatzsuche und die Hilfe bei der Polizei sind so einige Versandungsbereiche. (Siehe Upton Sinclair, warum Zahlen nicht funktionieren).
Es gibt Ergänzungsbücher zum ersten Teil. Empfehlen kann ich unbedingt das kleine Büchlein vom gleichen Autoren "Sportwetten" - denn hier wird nochmal recht genau und übersichtlich die Art und Weise des Remote Viewings darstellt. Denn RV wird schriftlich in Form eines Protokolls angefertigt - und der hier vorgestellte Band hat als kleines Manko, das nicht ganz klar wird, wie das mit dem Protokoll nun gemacht werden soll.
Dem Interessierten sei gesagt, dass Trainieren von RV (was später, wenn es klappt und man es verinnerlicht hat, in der Sensitivität regelrecht große Sprünge nach vorne produziert und es einem ermöglicht, sich aus der RV-Form zurückzuziehen und frei sensitiv arbeiten zu können) wirklich schwer ist. Aber es bietet eine Basis, die quasi zu einer "hohen Bildung des PSI Kerns" führt.
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Frank Köstler, "Geheimnisse des Remote Viewing". Das Buch springt in die gleiche Bresche wie das von Jelinski. Es ist nur anders geschrieben und erklärt auch die ersten drei Stufe der Sensitivität. Köstler schreibt etwas übersichtlicher, gemütlicher - wobei ich Jelinskis Buch als lehrreicher empfand.
Mit diesen Büchern hat man ein fundierten Grundstock an Wissen über reales PSI im Regal stehen, das einem beim Training und beim Entwickeln von Übungen helfen kann. Man lernt auch noch viel über die Störungen durch das Wachbewußtsein, das eben bei jeder PSI Sitzung mit einfließt. Wie gesagt: Hier kann man beruhigt zuschlagen und hat etwas in der Hand, was zumindest wirklich funktioniert - nicht immer und nicht immer bei jedem sofort; aber eine Reihe ungewöhnlicher Tipps und Hinweise gibt es, sowie Anleitungen selber Versuche zu unternehmen.
Mühsam nährt sich das Eichhörnchen. So sei vor übertriebenen Erwartungen gewarnt. Dafür sollte man dann doch auf esoterische Literatur zurückgreifen. Bücher gibts da ja genug - denn am Einfachsten ist immer das Versprechen nach Funktion und Glück.
LG
B