Liebe Ernestobubu,
ja, so etwas gibt es, ich kenne drei Menschen, die das in unterschiedlichem Maße beherrschten und teilweise das oder ähnliches taten. Grundsätzlich wird das natürlich keiner an die große Glocke hängen, sondern lieber schweigen und genießen...

Solche Dinge sind allerdings nicht unbedingt erstrebenswert. Die Gefahr ist, daß man sich in den Geist der Materie hineinvertieft. Es bedarf großer Klarheit, um dies zu tun und dennoch auf einem spirituellen Weg zu Gott zu bleiben.
Oder, wie Jesus es noch etwas kategorischer formulierte: "Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon."
Eine spirituelle Haltung kann auch solche Dinge beinhalten, beschränkt sich aber nicht darauf. Also als kleines "super-samba-sahne-bällchen" ist es nett.
Wohlgemerkt, es heißt nicht: Gott und Geld schließt sich aus. Aber es ist die Frage, wem ich diene...
Wo ich vom Genuß sprach: Es geht auch nicht darum, mit solchen Fähigkeiten Geld anzuhäufen. Ein viel höherer Genuß als der selbstsüchtige Genuß ist es, wenn man damit anderen helfen kann.
Oder, wie Jesus es auch hier schärfer formulierte: "Strebet zuerst nach dem Königreich Gottes, und alles andere wird euch hinzugefügt werden."
Im alten Testament gibt es die schöne Geschichte von Salomo, der von Gott Weisheit erbat. Und ganz nebenbei wurde er auch der materiell reichste König, den Israel je hatte...
Ist ja immer ein kniffliges Thema, Spiritualität und Geld, aber ich denke, wenn die Prioritäten richtig liegen, dann geht auch beides. Aber einfach ist das nicht.